Rohrdurchmesser bei FBH

Diskutiere Rohrdurchmesser bei FBH im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, bisher dachte ich, dass 17mm Rohrduchmesser bei FBH Standard ist. Heute erzählt mir mein Heizungsbauer, dass der Trend gerade...

  1. McCorc

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    Hallo zusammen,

    bisher dachte ich, dass 17mm Rohrduchmesser bei FBH Standard ist. Heute erzählt mir mein Heizungsbauer, dass der Trend gerade bei Erdwärmepumpen-Heizungen zu dünneren Rohren geht und man 14mm Durchmesser nehmen würde, mehr wäre bei meiner geringen Heizlast (5-6kw) auch nicht nötig.

    Meine Frage: Stimm diese Aussage? Ich meine gelesen zu haben dass man mit dickeren Rohren eine geringere Vorlauftemperatur fahren kann.

    Andere Frage: Könnten zwei unterschiedliche Rohrdicken (14mm im EG und 17mm im DG) zu Problemen führen?

    Danke im voraus.
     
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  3. Taipan

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    Was sagt der HLS-Planer, der die Heizung ausgelegt hat?

    Man kann von dünn bis 20mm alles einsetzen. man kann auch räume mit unterschiedlichen Durchmessern ausführen, man kann mit der Vorlauftemperatur spielen. größere Rohre führen in der Regel nicht zu einer wesentlichen Verringerung der VL-Temp, da FBH mit einem stabilen Temperaturnieveau gwefahren wird und somit der Durchmesser der Leitung fast egal ist, es zählt die OF-Temperatur des Rohres im Estrichverbund ...

    Das Thema ist aber dermaßen komplex, dass hier die Fachmannschaft ran muss und eine ordentliche Heizlastberechnung mit einer ordentlichen Heizungsauslegung vornehmen muss.
     
  4. McCorc

    McCorc

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    Also geplant wurde von einer externen Engineering Firma und die HLB sowie die Heizungsauslegung wurden mit 17er Rohren gerechnet. Das Ergebnis war eine Vorlauftemperatur von 30°C. Müsste jetzt durch die 14er Rohre alles komplett neu berechnet werden?
    Und wären generell 14er Rohre genauso gut oder schlechter als 17er?
     
  5. Jan81

    Jan81

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    17er Rohre leisten bei gleichen Verlegeabstand mehr Watt als bei 14er Rohre. Das sagt z.B. die Tabelle von meinem FBH Hersteller.
    Ist aber auch logisch, kann mehr Wasser durch fliesen. 14 cm Rohre sind einfach günstiger als 17 cm.
    Wenn bei dir mit 17er rohre gerechnet wurde, dann müssen auch 17er gelegt werden. Sonst muss neu gerechnet werden.

    Nur 30 Grad Vorlauftemperatur ist schon eine Nummer. Wie erreicht ihr diese im Bad? Was für Verlegeabstände habt ihr da? Oder habt ihr zusätzlich Wandheizung?
     
  6. tgaeb01

    tgaeb01

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    Ist eine KWL vorgesehen?
    Hier sind die jeweils raumseitigen Luftmengen zu berücksichtigen. Gleiches gilt übrigens für Heizflächen mit Minderleistungen bzw. nicht aktive Heizflächen.
    Auch sehr wichtig der Wärmedurchgangswiderstand des FB Belages sowie die Ausführung der Dämmung unterhalb der Heizebene.
    Bei einer korrekten Dimensionierung der Heizflächen findet eine Optimierung in verschiedene Richtung statt (Druckverluste, Anzahl der Heizkreise, VLT, Spreizung, Kosten, Wärmeverteilung etc.). Nach welchen Kriterien das hier bzw. ob überhaupt erfolgte, ist unbekannt.
    Mir ist es bei meinen Planungen mehrfach begegnet, dass bei einem BV durchaus auch unterschiedliche Rohrdurchmesser sinnvoll sind.
    Das wäre deutlich zu empfehlen bzw. anzuraten.
    Hierfür gibt es keine pauschale Antwort, denn der optimale Rohrdurchmesser hängt von einer Vielzahl von Parametern ab. Sinnvoll ist, den jeweils sinnvollen Rohrdurchmesser zu verwenden.
    30°C VLT deutet, sofern richtig berechnet, auf niedrige Raumheizlasten hin. Hier lohnt ein kritischer Blick auf Räume mit geringer Grundfläche!

    v.g.
     
  7. michi

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    Rohrdurchmesser spielen bei der Leistung keine so große Rolle. Problematischer ist bei den 14 mm Rohr der Druckverlust gegenüber eines 14 mm Rohres. Je nach Raumfläche kann es dazu führen das zusätzliche Heizkreis benötigt werden. Die Fußbodenheizung muss durch den Wechsel des Rohrdurchmessers neu berechnet werden.
     
  8. McCorc

    McCorc

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    Im Bad soll zusätzlich ein Handtuchheizkörper installiert werden. Normalerweise müsste diese elektrisch betrieben werden, aber unser Wasserspeicher hat einen zusätzlichen Ausgang für einen separaten Heizkreis, was wir dafür nutzen werden.
    Zusätzlich noch Wandheizung im Bereich der Dusche.

    Ich fürchte aber mit 14er Rohren wird die VL-Temperatur nicht mehr zu schaffen sein. Ich kann aber auch nicht ständig das Ingeneurbüro anrufen um verschiedene Gegebenheiten zu simulieren. Habe mir dafür mal eine Studentenversion für ein CAD-Programm besorgt, womit ich dies dann in Ruhe simulieren kann. Mal schauen was rauskommt.
     
  9. McCorc

    McCorc

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    Eine KWL ist vorgesehen, aber welchen Einfluss hat diese auf die FBH? Ich weiß nur dass die Heizlastberechnung die Wärmerückgewinnung des KWL mit berücksichtigt, aber ein sonstiger Einfluss wäre mir nicht bekannt?

    Ich hatte die Optimierung auf eine möglichst niedrige VL sowie auf eine Spreizung von 5K durchnehmen lassen. In Räumen mit geringer Grundfläche habe ich den Volumenstrom erhöhen lassen.

    Einen weiteren Vorteil hätte ich bei 14er Rohren schon: Ich kann den Estrich um paar Millimeter dünner legen lassen, was zum Einen bei meinem kleinen Bodenaufbau hilfreich ist, und zum Anderen die Trägheit der FBH etwas abnehmen lässt.
    Wenn aber die 14er Rohre die Vorlauftemperatur erhöhen sollten, wäre dies ein KO-Kriterium. Ich verzichte nämlich auf einen Pufferspeicher (Wärmepumpe) und muss dafür einige Räume dauerhaft beheizen, damit ein Mindestdurchfluss gewährleistet ist.
     
  10. michi

    michi

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    Die KWL spielt nur in der Heizlast eine Rolle. Aber je geringer die Heizlast, desto tiefere Vorlauftempertauren können gefahren werden. Die Leistung des 14 mm Rohres wird sich je nach Hersteller zwischen knap 1 - 2 W/m² betragen. Eher 1W/m², dammit kannst du es ein wenig abschätzen ob es noch geht. Ein wenig Minderleistung ist auch kein großes Problem, da in der Heizlast keine internen Gewinne vorhanden sind. Allerdings wird sich das auf den Druckverlust viel stärker als auf die Leistung auswirken, weshalb du es noch mal berechnen lassen solltest.
    Für das Ingenieursbüro ist das kaum Arbeit, da Sie deine Daten bereits haben.
     
  11. #10 robert0204, 4. Juni 2014
    robert0204

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    Es sollte so eingebaut werden wie berechnet. Und durch die 14er Röhrchen bekomme ich etwas weniger Leistung. Ausreichen kann auch das 14er Rohr.
    Wie Dein Warm Wasserspeicher hat einen zusätzlichen Ausgang? Lass es den Heizkörper daran anzuschließen. Baue lieber eine Wandheizung und nimm den Badheizkörper als rein elektrische Lösung.
     
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  13. tgaeb01

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    Eine KWL m WRG wird ja hoffentlich nicht planlos eingebaut. Es existiert ein Luftmengenplan mit den raumweisen Zu- bzw. Abluftmengen und ggf Überströmbereichen. Hierdurch werden die Raumheizlasten "entlastet" d.h., geringer. Ein sehr großer Teil der Heizlastberechnungen wo KWL vorgesehen werden ist leider fachlich falsch.
    Hierzu einfach mal einen Blick in die Berechnungsblätter der Raumheizlasten werfen! Zulufträume werden mit einer Mischtemperatur bedient, die aus dem geometrischen Mittel der Summe der Abluftmengen sowie dem Grad der Wärmerückgewinnung resultiert. Meist kurz unterhalb der gewünschten Raumtemperatur. Bei Fensterlüftung würde hier dagegen die Heizlastauslegungstemperatur (-10...-16°C) "zuschlagen" ;-)
    Das führt zu höheren Druckverlusten. Zudem sollte auch das planvoll erfolgen. Wichtig ist zunächst, die tatsächlich wirksame FB Fläche zu kennen.
    Moderne WE besitzen meist ein integrierte Heizkreispumpe. Deren Kennline ist für die Gesamthydraulik ausschlaggebend.
    Moderne FBH betreibt man sinnvoll grundsätzlich durchgehend d.h., alle Räume werden wunschgemäß nach der Heizkurve beheizt. Das Abregeln einzelner Räume bringt zudem den HA durcheinander, sofern keine Strang- oder Heizkreisverteilerregulierung vorgesehen ist.

    v.g.
     
  14. #12 Achim Kaiser, 5. Juni 2014
    Achim Kaiser

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    Rohrdurchmesser bei der FBH - ein Philosophiethema ;-).

    Vergleicht man Gebäude heute und vor 30 Jahren so ist heute die notwendige Heizleistung bei gleicher Raumgeometrie geringer.

    Theoretisch könnte man daher die Rohrdurchmesser im selben Verhältnis anpassen wie der Heizleistungsbedarf reduziert wurde.

    Praktisch siehts ein klein wenig anders aus. Wärmepumpen (und um die gehts hier mal vorrangig) haben eine hohe Volumenstromvorgabe, heisst die Anlage sollte auf einen hohen Volumenstrom ausgelegt werden. Das hat zur Folge dass die Spreizung im Heizkreis bei gleicher Heizleistung kleiner wird.

    *Planen und Bauen* kann man die FBH problemlos mit beiden Rohrdurchmessern.
    Der kleinere Rohrduchmesser hat natürlich andere Grenzwerte was den möglichen Wasserdurchsatz anbetrifft, wenn man den Druckverlust als Grenzwert ansieht.
    Je nach Grundriss kann das dazu führen, dass es den einen oder anderen Heizkreis beim kleineren Rohrdurchmesser mehr braucht. Ein einfacher Austausch des FBH-Rohrleitungsmaterials kann daher schon auch mal in die Hose gehen, wenn man die vorgesehene Anlage nicht nochmal überprüft.
    Kriegt man die geplanten Wassermengen nicht durch den/die Heizkreis(e) brauchts eine höhere Vorlauftemperatur ....

    Folglich endet die Diskussion wieder bei der Feststellung - Pauschalaussage kann daneben liegen, denn es kommt auf die Details an ...
    Ohne die Rahmenbedingungen der Planung und das Anlagendesign zu kennen würde ich mich hüten ungeprüft kräftige Änderungen am FBH Rohrleitungsdurchmesser vorzunehmen obwohl man zweifelsfrei auch eine vergleichbare Anlage mit 14er Rohr bauen kann. Blos *einfach so* kann böse in die Hose gehen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
Thema:

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