Rücklagen bilden oder doch lieber Sondertilgen?

Diskutiere Rücklagen bilden oder doch lieber Sondertilgen? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, ich habe mir ein Neubau-Reihenhaus BJ 2015 im Passivhausstandard zugelegt. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich zukünftig...

  1. kaptainlu

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    Hallo zusammen,

    ich habe mir ein Neubau-Reihenhaus BJ 2015 im Passivhausstandard zugelegt.
    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich zukünftig für eine Rücklage sparen soll, oder doch lieber das angesparte Geld in eine Sondertilgung stecke.

    Eckdaten zum haus:
    -147m² Wohnfläche, 45m² ausgebauter Keller
    - Pultdach mit ca 1m Betondecke - Da Passivhaus
    - geheizt wird mit Fernwärme

    Mit welchen größeren Investitionen kann ich denn in den nächsten 5-10 Jahren rechnen? Eine Dacherneuerung dürfte ja bei der Betondecke nicht so schnell in Frage kommen.

    Wie würdet ihr entscheiden?
     
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  3. mastehr

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    Ich nutze konsequent meine Sondertilungsmöglichkeiten aus. Das übrige Geld wird zurückgelegt.
    Haus oder Bunker?
     
  4. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    ich kann Dir sagen was ich aktuell mache. Sondertilgen.
    Einfacher Grund: die Rücklagen bzw. Geldanlagen werden nicht genug verzinst.

    Einen gewissen Grundpuffer muss man sich aber sowieso lassen. Auto kaputt oder andere, zwingend nötige größere Anschaffungen. Zudem hast Du am Haus ja erst mal Gewährleistung für 5a.
     
  5. kaptainlu

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    Aufgrund des Passivhausstandards und der damit verbundenen Wärmeisolation, hat man sich für diese Variante entschieden.
    Mir soll es recht sein :)
     
  6. #5 Alfons Fischer, 24. November 2015
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    Üblicherweise rechnet man bei Neubauten nicht mit größeren Investitionen in den nächsten 10 Jahren. Was aber nicht heißt, dass es im Einzelfall solche geben kann...
    Bei "konventioneller" Bauweise ist das Risiko im Durchschnitt vielleicht geringer als beim - nennen wir es mal so - "experimentellem Bauen". ;)

    ich kenne mich mit dem Thema durchaus aus. Aber diese Aussage verstehe ich nicht... :konfusius
     
  7. Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    zur "Wärmeisolation" im Sinne von Wärmeverlust trägt der Beton aber wenig bei. Ich glaube auch nicht an eine 1m Betondecke + Dämmung.
    Für den sommerlichen Wärmeschutz, ist aber eine hohe Masse in der Decke von Vorteil.
     
  8. mastehr

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    Hmm. Um auf einen für Standard-Häuser normalen Wert von 0,20 W/m²K zu kommen, müsste man tatsächlich eine 9,5 Meter dicke Betondecke verbauen. Ein Quadratmeter dieser Decke würde dann über 20 Tonnen wiegen.
     
  9. R.B.

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    d.h. es gibt noch keine Rücklagen? Oder sind diese nicht ausreichend?

    Man sollte immer etwas Geld auf der hohen Kante haben, ich denke das ist einleuchtend. Es kann ja immer mal etwas kaputt gehen, und dann wäre es ziemlich nervig, wenn man wegen ein paar Euro über den Dispo arbeiten müsste. Das hängt halt auch von der Einkommenssituation ab.

    Bei einem Neubau würde ich in den nächsten 5-10 Jahren nicht mit größeren Investitionen rechnen. Die Frage ist, ob man diese Zeit benötigt um Rücklagen aufzubauen, oder ob man das aufgrund der Einkommenssituation auch noch später nachholen kann.

    Nachdem es aktuell so gut wie keine Anlagemöglichkeiten gibt die eine "sichere" Rendite versprechen, würde ich überschüssiges Kapital in Sondertilgungen investieren. Je nach regulärer Tilgung wäre das sogar dringendst zu empfehlen. Wird bereits hoch getilgt, dann könnte man den SoTi auch geringere Priorität einräumen, aber wenn es soweiso keine Anlagealternativen gibt, und andere Baustellen für die man Geld bräuchte nicht in Sicht sind, wäre die Sondertilgung eine sinnvolle Lösung.
     
  10. kaptainlu

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    Rücklagen in Höhe von 10.000€ sind vorhanden. Sollte doch ausreichen, oder?
     
  11. mastehr

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    Mit 10000 Euro kann man in einem Neubau einiges abfangen. Wie sieht es mit dem Auto aus?
     
  12. Duddla

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    Grundsätzlich, Neubau mit Fernwärme, was soll denn großartig kaputt gehen (Mal abgesehen von Sturm, Hochwasser o.Ä. was durch Versicherungen abgedeckt sein sollte). Da sehe ich jetzt keine riesigen Kostenrisiken am Haus. Ich würde eher wie schon mehrfach gesagt Gedanken über Auto, Einrichtung o.Ä. machen.
    Rein fürs Haus sehe ich die notwendigen Rücklagen bei unter 10.000Euro. Wenn du seit dem Bau (Bj 2015) diese 10.000Euro sparen konntest, dann sowieso...
     
  13. R.B.

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    grob 3-4 Monatseinkommen sollten ausreichen. Da kommt es jetzt nicht auf einen Euro mehr oder weniger an.
     
  14. Trinkgeld

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    Hallo kaptainlu,

    wenn du - gerade in den ersten Jahren - sondertilgen kannst, würde ich das in jedem Fall versuchen. Der Einspareffekt (Zinseszins) ist beachtlich.

    Grüße Trinkgeld
     
  15. #14 Unregistrierter, 25. November 2015
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    Mich wundern ehrlich gesagt alle Antworten.
    Ja, Rücklagen muss man haben...für Dinge die passieren.
    Ja, bei einem Neubau hat man erstmal vor den "dicken Dingern", Dach, Fassade, Heizung, Fenster usw. erstmal Ruhe.

    Aber:
    Ohne Details zur Finanzierung, Einkommen und etwaiger anderer Verpflichtungen zu kennen kann doch kein Mensch seriös zur Sondertilgung oder Rücklage raten?

    Meine Antwort ist hoch seriös: Es kommt darauf an... :shades
     
  16. R.B.

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    Nur mal zur Erinnerung, der TO wurde darauf hingewiesen, dass wir hier über überschüssiges Kapital reden.
     
  17. Matze35

    Matze35

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    Das eine tun.... Das andere nicht lassen.

    Der Mix machts..
     
  18. Fremen

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    Wenn die Rücklage mehr Rendite bringt, als die Bank an Zinsen verlangt, so wenig wie möglich tilgen. Ansonsten so viel wie möglich tilgen.
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Man wird aktuell wohl kaum eine sichere Anlage finden die höher rentiert als das was man an Zinsen bezahlen muss. ;)
     
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  21. Fremen

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    Sicher ist nur das Amen in der Kirche. ;) Wenn Anlage = Geld auf dem Konto (und auch das ist keinesfalls sicher!), dann auf jeden Fall so viel wie möglich tilgen! Aber gerade wenn die Zinsen für Baukredite so niedrig sind, während die Wirtschaft boomt, gibt es durchaus Alternativen, über die man nachdenken kann. Entsprechende Risikobereitschaft muss natürlich vorhanden sein. Einfach mal den DAX über die letzten 30 Jahre angucken... Aber nicht vergessen, dass so was nur dann funktioniert, wenn man auch bereit ist, schlechte Zeiten auszusitzen. Nein, ich will niemanden zu irgendwas verleiten! Ich will nur darauf hinweisen, dass das Geld nur den Wert verliert, wenn es auf dem Konto liegt.
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Wenn jemand trotz Hausfinanzierung noch Spielgeld zur Verfügung hat, dann ja. Ansonsten Finger weg, denn erfahrungsgemäß zahlen die Kleinen die Zeche, vor allen Dingen an der Börse.
     
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Rücklagen bilden oder doch lieber Sondertilgen?

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