Rückstauklapp o.Ä. bei knapp über Rückstauebene

Diskutiere Rückstauklapp o.Ä. bei knapp über Rückstauebene im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Experten, unsere Bodenplatte liegt ein ganzes Stück über GOK, genauer gesagt wird der OberKanteFertigFußboden rechnerisch etwa 32cm über...

  1. Flo007

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    Hallo Experten,
    unsere Bodenplatte liegt ein ganzes Stück über GOK, genauer gesagt wird der OberKanteFertigFußboden rechnerisch etwa 32cm über Straßenniveau und somit über Rückstauebene liegen (alles eben, keine Hänge/Gebirge... nix).
    Nun schreiben ja viele mal soll noch ein Stück über Rückstauebene mit ner Rückstauklappe o.Ä. Maßnahmen absichern, aber wo liegt hier eigentlich die Grenze des Sinnvollen?
    Also wenn man im schlimmsten Fall im EG (kein Keller vorhanden) eine bodentiefe Dusche einbaut, liegt man ja 32cm über Rückstauebene.
    Unsere tolle Abwassersatzung sagt nur bis Rückstauebene ist Pflicht und alles darüber liegt im Ermessen des Bauherren. Hilft also mal gar nix.

    Nun die Frage soll ich oder soll ich nicht mit Rückstauklappe bauen?
    Geplant war bisher ohne, und so liegen jetzt auch schon die Leitungen außerhalb.
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 12. August 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Du hast schon ein techn. Problem.

    1) Muss mindestens ein WC OHNE Rückstausicherung aus dem Haus ableiten
    2) Muss eine Rückstauklappe zugänglich sein.
    Du müsstest also im Bad eine Grube haben, in der die Klappe eingebaut ist. Das ist :mauer
     
  4. Flo007

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    Ich finde es ehrlich gesagt bedenklich auf eine konkrete Fragestellung zu antworten das man ein Problem bei dessen Umsetzung hat, ohne die örtlichen Gegebenheiten zu kennen und auf die eigentliche Frage zu antworten.:motz

    Wo steht bitte
    -das ich nicht weiß wie so eine Klappe einzubauen ist?
    -ich nicht die Möglichkeit habe die Sanitärinstallation aus OG und EG zu trennen und somit die Toilette aus dem OG separat an den Prüfschacht anzuschließen?:confused:

    Also bitte nochmal:
    Ist es sinnvoll wenn der tiefste Abfluss ca 30cm über Rückstauniveau liegt das EG mit einer Rückstauklappe abzusichern oder nicht? Bisher war hier auch gar keine Bodentiefe dusche geplant (Gäste-Bad). Es würde also eigentlich 40 sein nur im Extremfall halt 30cm.
     
  5. Bautina

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    Rückstauebene

    Hallo Flo,

    eine Rückstauklappe ist sinnvoll / notwendig, wenn zu befürchten ist, daß das Wasser aus der Kanalisation im Haus derart rückstaut, daß es aus dem Klo bzw. der Dusche herauslaufen kann.
    Bei Dir sehe ich zwei Aspekte, welche dies ausschließen sollten:
    • wenn Die Umgebung eben ist, gibt es kaum Möglichkeiten daß sich ein solcher Durck aufstaut. Anders ist es, wenn die Straße bergab verläuft. Dann kann der Kanal in der Umgebung auch mal über Eurem Duschwannenrandniveau liegen. Wenn es dann zu Verstopfungen im Kanal und in den Kanaldeckeln kommt, kann das Abwasser aus der Dusche kommen. Damit im platten Land der Kanal überläuft, müßten doch alle Anlieger um Euch herum die Klospülung und Badewannenentleerung betreiben. Ansonsten kann sich eigentlich kein hydrostatischer Druck aufbauen.
    • Wenn die Umgebung eben ist, sollte es genug Kanaldeckel in der Umgebung geben, aus welchen der Abwasser herauslaufen sollte bevor es Eurer Dusche entsteigt. Um ganz sicher zu gehen, kannst Du ja eine Hofentwässerung anlegen. Wenn Dein Hofgully leicht höher liegt als die Straßengullies, aber deutlich niedriger als die Dusche, würde dieser Gully noch als "Sicherheitsventil" dienen können. Dabei sollte der Strömungswiderstand vom Revisionsschacht zum Hofgully niedriger sein als vom Revisionsschacht zur Dusche.
    Das hilft hilft natürlich nur, wenn nicht das ganze Land landunter ist. In dem Fall würde das Wasser aber erst an der Tür um Einlaß begehren bevor es durch die Dusche kommt.

    ich würde auf die Rückstauklappen verzichten. Aber ich kenne die genauen Begebenheiten nicht und übernehme auch keine Garantie / Verantwortung, falls es dann doch mal feucht geworden ist. Meine Verantwortung für meinen Bau reicht mir.


    Bautina
     
  6. #5 Manfred Abt, 13. August 2009
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    Viele? Wer? Wo?
     
  7. Flo007

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    Danke Bautina

    Bei natürlichen Ereignissen bzw. bei dem was du beschrieben hat habe ich keine Bedenken (mehr).
    Gullideckel ist bei uns tatächlich kurz hinter (in der Fließrichtung der Kanalisation gesehen) unserem Hausanschluss (2-4m). Wenn mich nicht alles täuscht müßte es ja genau auf diesem kurzen Stück verstopfen damit es bei uns überhaupt erst anfängt anzusteigen.

    Aber wie sieht es mit Rohrnetzspülungen aus?
    Das Bad mit den "tiefen" Anschlüssen ist von der Luftlinie etwa 15m vom Abwasserkanal entfernt. Weiß nicht wie so eine Rohrnetzspülung funktioniert und ob das überhaupt diese lange Strecke in einen Abzweig mit Druck reinschiest.
    Noch ne Info: Die nächste Pumpstation ist noch ein Stück weiter die Straße runter (wieder in Fließrichtung).
     
  8. Flo007

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    @Manfred Abt
    z.B. vierter Beitrag von Andreas1705 direkt nach Ihrem.
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=36060&highlight=R%FCckstauebene

    Hab das halt öfter gelesen und kam deshalb auf die Idee zu hinterfragen ob wir tatsächlich ohne wie geplant bauen sollen.
     
  9. Bautina

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    Hallo Flo,

    es interessiert nicht der erste Gully in Fließrichtung hinter Eurem Anschluß sondern der letzte vor Eurem Anschluß.
    Wenn es Pumpen in dem Abwasserleitungen gibt, gilt natürlich mein erster Absatz nicht mehr. Denn diese Pumpen können natürlich einen Wasserdruck aufbauen welcher das Wasser zum Überlaufen bringen kann.
    Daher ist der letzte Gully vor Eurem Anschluß wichtig. Welche Höhe hat er und wieviel Wasser könnte im Notfall herausquellen? Da ist ein Gully deutlich besser als ein Kanaldeckel.
    Ich favorisiere immer noch den eigenen Gully im Hof welche so positioniert sein sollte, daß das Wasser im Zweifelsfall zurück auf die Straße läuft.


    Bautina
     
  10. Flo007

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    Hi Bautina,
    Ich glaube unsere Aussagen sind deckungsgleich, nur habe ich mich anders ausgedrückt.
    Damit es bei mir "quilt" muß das Stück nach meinem Hausanschluss bis zum nachvollgenden Gully verstopfen. Dann hört es erst auf anzusteigen wenn es aus dem Gully vor meinem Hausanschluss rauskommen kann.
    Dieses Stück was dort eben verstopfen muss ist genau dieses 3-4m Stück.
    Der Gully den du gemeint hast ist etwa 65m weiter die Straße rauf. Mir liegt zwar derzeit nur ein bemaßter Lageplan für die nächsten ca. 30m vor aus dem ich die Höhenlagen abmessen kann. Aus diesem geht hervor das auf den ersten 30m der 65m Strecke kein Anstieg vorhanden ist (-1cm). Augenscheinlich ist auch davor kein Anstieg zu erwarten, aber das werde ich bei Gelegenheit mal messen.
    Ist wie gesagt alles ziemlich eben :)

    Ich hab mal beim Wasseramt angerufen und den Verantwortlichen gefragt. Der darf mir offiziell nur das sagen was die Satzung sagt. Unter RSE ist es Pflicht darüber Sache des Bauherren. Aber nach seiner persönlichen Meinung würde er sich da keine Rückstauklappe einbauen, da Pumpstation noch etwa 150m die Straße runter ist. (Hab leider vergessen zu fragen ob davor noch irgendwo eine kommt)

    Ich stelle mir die ganze Zeit die Frage wie es auf der Straße aussehen würde wenn es durch die Leitungen 30cm nach oben über RSE drücken würde. Kann mir irgendwie schwerlich vorstellen das das jemals eingetreten sein soll :irre

    Würd ja schon gern noch ne zweiten Rat hören außer den Herrn vom Amt. Läßt mich ruhiger schlafen :sleeping
     
  11. Flo007

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    Aber irgendwie sind wir nen bischen abgeschweift.
    Hat man einen Keller liegt ja oft das EG (noch) etwas höher sodas vielleicht der tiefste diskussionswürdige Abfluss bei 1,50m über RSE liegt. Da sagt jeder sofort aus dem Bauchgefühl das keine RS-Klappe notwendig ist.
    Ist man genau auf RSE, sagt jeder sofort bau eine ein.

    Aber wo liegt die Grenze? Sind 30 oder 40cm genug oder eben nicht?
     
  12. Flo007

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    PS: Vergaß immer zu sagen, die Idee mit dem Gully im Hof find ich gar nicht mal sooo schlecht, vielleicht läßt sich ja der Prüfschacht dazu mißbrauchen.
     
  13. Bautina

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    Hi Flo,

    Ihr seid 30cm über der Rückstauebene. Sowohl auf- als auch abwärts gibt es mehrere Gullis unter Eurem "Überlauflevel".
    Ihr habt keinen Hang in der Nähe, von dem das Wasser mit großer Geschwindigkeit kommen kann, daß bei einer Verstopfung des Kanals es zu einer Klofontäne kommen kann.

    Warum denkst Du da über eine Klappe nach? Bei uns ist es ungünstiger und wir haben trotzdem keine Rückstauklappe für das WC. Bei uns liegt der nächste Gulli hangaufwärts höher als das Klo. Aber die Entfernung von unserem Kanalanschluß zum nächsten Gulli abwärts ist recht kurz und als Notüberlauf werden wir die Hofentwässerung einsetzen.

    BT
     
  14. Flo007

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    Hi,
    Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig Gedanken gemacht, besonders bei der Brisanz der Konsequenzen :D

    Drauf gekommen bin ich durch den Beitrag den ich vorhin schonmal per Link angesprochen hab in Kombination mit einem Beitrag über Rohrnetzspülungen.

    Meine Angst war einfach das mir das Zeug um die Ohren fliegt wenn die besagten Spülungen durchgeführt werden wenn ich keine Klappe hab.

    Aber wie es scheint war dies wohl unbegründet.
    Vielen Dank :biggthumpup:
     
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  16. #14 Manfred Abt, 13. August 2009
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    Dazu hat noch keiner was gesagt. Ich kenne entsprechende Schäden. Liegt dann aber außerhalb des Risikobereiches, gegen den sich der Anschlussnehmer abzusichern hat. Ist dann eher Thema für die Versicherungen.
    Gewünschte cm-Grenze kann keiner nennen, für alle rechtswirksamen Dokumente gilt die Grenze RSE.
     
  17. Flo007

    Flo007

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    Solange es eine Versicherung übernimmt bin ich ja beruhigt, sei es die eigene Hausrat/Gebäude oder die Haftpflicht vom Verursacher.
    Wenn ich mir unsere Satzung mal anschaue sieht das allerdings so aus als würde der Verband sich versuchen nicht nur aus der Verantwortung unter der RSE zu ziehen, sondern halt auch drüber hinaus :wow

     
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