Rückstauklappe

Diskutiere Rückstauklappe im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe mal ein paar Fragen, was die Definition von fäkalienfreies und fäkalienhaltiges Schmutzwasser betrifft. In unserem Haus (mit...

  1. Florian

    Florian

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    Hallo,

    ich habe mal ein paar Fragen, was die Definition von fäkalienfreies und fäkalienhaltiges Schmutzwasser betrifft.

    In unserem Haus (mit Keller) ist die Rückstauebene in etwa der Höhe des Fußbodens im EG.
    Im EG und im 1.OG haben wir jeweils eine Toilette und weiteres.
    Im Keller haben wir lediglich einen Waschmaschinenabfluß. Die Waschmaschine steht auf einem Sockel, sodaß wir keine Hebeanlage brauchen. Die Pumpe der Waschmaschine schafft den einen Meter hoch zu pumpen, um Ihr Abwasser loszuwerden.

    Das Fallrohr des Schmutzwassers vom 1.OG und EG ist knapp unter der Kellerdecke entlang verlegt (im vorschriftsmäßigem Gefälle) bis zum Hauswirtschaftsraum. Dort fällt es nochmal senkrecht ca. 60 cm tiefer. Dann folgt ein T-Stück, wo der Anschluß der Waschmaschine (bzw. der Rückstausicherung (s.u.)) vorhanden ist. Unter diesem T-Stück folgen nochmals senkrechte ca. 20 cm. Danach verläßt es das Haus und entschwindet im Erdreich.

    An dem T-Stück des Fallrohres ist eine "Viega sperrfix 3" nach DIN 1997 installiert worden (Rückstausicherung), wo die Waschmaschine angeschlossen ist.

    Mein Problemfall ist nun, dass die Pumpe außerhalb des Gebäudes eine Fehlfunktion hatte. Da die Wasserwerke unidealerweise ein einziges Relais für die Pumpe und den Alarm verwenden und gerade dieses Relais defekt war, hat es den Alarm nicht ausgelöst und daher ist der Pumpensumpf nicht leer gepumpt worden und auch der Alarm blieb aus.
    Zu der Zeit war ich nicht zu Hause. Also drückte das fäkalienhaltige Wasser in die Waschmaschine rein und danach auf den Boden des Kellers. Die Rückstausicherung hatte versagt (obwohl sie 2 automatische und eine manuelle Sicherung hat).

    Die DIN 1997 steht für fäkalienfreies Schmutzwasser (was wohl von der Waschmaschine kommt)
    Die DIN 19578 steht für fäkalienhaltiges Schmutzwasser (was dann von draußen reindrückte, nachdem die Pumpe versagte).

    Wie kann ich diese DIN nun deuten?
    Ist die Rückstausicherung der Waschmaschine überhaubt geeignet dafür? Die Waschmaschine hat keine fäkalien, allerdings drückt fäkalienhaltiges Wasser im Fehlerfall rein.

    Für weitere Infos bin ich sehr dankbar.

    In unserer Baubeschreibung stand:
    Hauswirtschaftsraum: 1 Waschmaschinenanschluss mit Abfluss einschl. einer Rückstausicherung.
    Ebenso ist im Kaufvertrag enthalten:
    Im Hauswirtschaftsraum (Keller) werden die Anschlüsse für einen Tümmler (jedoch ohne Luftauslass nach Außen) sowie für eine Waschmaschine vorgesehen. Sollte die Rückstauebene nicht tief genug liegen, so wird für die Waschmaschine ein Sockel erstellt.


    Ist diese Rückstausicherung überhaupt fachmännisch und richtig ausgeführt worden? Ich kann auch gerne Bilder reinsetzen, um die Installation zu verdeutlichen, falls meine Beschreibung nicht ausreichend ist.
     
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  3. Florian

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    weiss denn keiner Rat, oder ist der Text zu lang? :-)
     
  4. #3 Achim Kaiser, 3. April 2006
    Achim Kaiser

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    Was ist das für eine *städtische* Pumpstation ?

    Was alles wird darüber entwässert Schmutz- und Regenwasser des gesamten Gebäudes ?

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  5. #4 Harald W., 3. April 2006
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    Das verstehe ich nicht..

    Was ist das da aussen? Noch ne Pumpe im Freigelände?
    1 Bild vom Waschraum wäre gut.

    P.S. Auch wenn es mit der Sache nichts zu tun hat: Was ist ein Tümmler? Ein Wäschetrockner?
     
  6. #5 Manfred Abt, 3. April 2006
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    Text war wirklich zu lang

    aber o.k. eigentlich ging es ja nur um die Begriffsdefinition fäkalienfrei/fäkalienhaltig. Das lässt sich relativ schnell beantworten.
    Bei diesem Begriff geht es natürlich um die Zusammensetzung des abfließenden Wassers, d.h. nicht der Art des Abwassers, welches im öffentlichen Kanalnetz vorhanden ist.

    Wenn ich dazu komm, schau ich morgen mal, ob der Ablauf einer Waschmaschine wirklich definitionsgemäß als fäkalienfrei gilt, da kann ja schon mal was an Dreck mitkommen. Vielleicht könntest du bis dahin schon mal bei Viega fragen, ob dieser Typ für diesen Anwendungsfall geeignet ist.
    P.S. ich denk mal drüber nach, ob ich diese Fragestellung in unser Rückstauhandbuch aufnehme (Service-Bereich unserer Internetseiten)
     
  7. Florian

    Florian

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    Danke erstmal für die Antworten.

    @Achim Kaiser
    Es ist ein Drucksiel, es wird dort ausschliesslich Schmutzwasser entwässert.

    @ Harald W.
    In dem Drucksiel ist eine Pumpe. Wenn nun das Siel voll ist, schaltet ein Schwimmer die Pumpe ein, das fäkalienhaltige Wasser wird weggepumpt. Dann ist noch ausserhalb ein Schaltkasten, der die Pumpe und den Alarm steuert. Was er noch für eine Funktion hat, weiss ich allerdings nicht. In unserem Haus gibt es keine Pumpe, das Schmutzwasser fließt im Gefälle in dieses Drucksiel.
    Bild kommt noch.
    Ein Tümmler ist auch ein Wäschetrockner, ja. :-)

    @Manfred Abt
    Lieber zu lang und dafür verständlicher, als zu kurz und keiner kapiert was und man muss ewig nachfragen :-) (aber er war wirklich sehr lang).
    Eine definition der Waschmaschine habe ich bisher noch nicht gefunden. Aber vielleicht findest Du ja was. Wäre schön. Allerdings sind wohl meistens keine fäkalien dabei, die man Wäscht. Oder man nimmt für sein Kind die alten Windeln, die man öffter benutzen kann. ;-)
    Ich glaube, ich werde wohl wirklich mal mit Viega telefonieren, falls sich hier nichts ergibt.
    Danke für den Tip des Rückstauhandbuchs, werde ich mir gleich mal ansehen.


    P.s. Seit wann kann man hier nur noch 600x600 Bilder reinladen?
     
  8. #7 Harald W., 6. April 2006
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    Fragen über Fragen..

    ..wem gehört das Drucksiel?
    Liegt es auf öffentlichem oder privatem Grund?
    Ist diese Rückstausicherung auf dem Bild eine Manuelle? Wenn ja, habe ich da meine Zweifel wegen Zulässigkeit (Achim Kaiser fragen), denn das würde ja bedeuten, das man diese Rückstausicherung jedes mal nach Benutzen der Waschmaschine schließen muß, d.h. während des Waschvorgangs darf ich das Haus nicht verlassen :cry
    Das ist Mist, und ob die Hausratversicherung überhaupt zahlt, wenn nur eine manuelle Rückstausicherung eingebaut ist, habe ich auch meine Zweifel. Ich habe da andere Informationen.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 6. April 2006
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    Ich weiß ja nicht...

    was da verbaut wurde, aber eine DIN gerechte Rückstausicherung ist dies weisse Gewurschtel mit dem Kreuzknebel oben drauf wohl nicht.
    Dafür würde ich mir die Herstellerzulassung als Rückstausicherung nach DIN zeigen lassen.
    Ich kennen solche Rückstausicherungen nur zweistufig + mechnische Verriegelungsmöglichkeit für eine der beiden Stufen.
    MfG
     
  10. #9 Kanjuka, 6. April 2006
    Zuletzt bearbeitet: 6. April 2006
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  11. #10 Manfred Abt, 6. April 2006
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    Teilklärung

    Also, sperrfix 3 ist nach Herstellerangaben normgerecht, 2 automatisch wirkende Sperreinrichtungen und 1 manuelle als Notabsperrung. Nach Herstellerangabe auch und gerade für Waschmaschinenabläufe geeignet, wenn sonstige Rahmenbedingungen eingehalten sind.

    Mir wäre diese Lösung nicht sicher genug, aber wenns der Norm entspricht?

    Erläuterung Drucksiel versteh ich nicht, Siel heißt im norddeutschen der öffentliche Kanal, soweit klar, "Druck" versteht ich gar nicht.
    - es gibt Druckleitungen, wie der Name schon andeutet haben die einen inneren Überdruck, da kann man also nur mittels "Mehr"druck hinein entwässern, also in der Regel mittels Pumpen (und damit ist nicht die WaMa-Pumpe gemeint.)
    - und es gibt Freispiegelkanäle (oder -siele), die im Normalbetrieb ohne Druck, aber im Rückstaufall auch mit geringem Innendruck (bis max. Rückstauebene) betrieben werden. An diese Kanäle schließt man drucklos an, und für den Rückstaufall braucht man eben Rückstausicherungen.

    Die öffentliche Pumpstation ist für die hier diskutierte Frage völlig ohne Belang, auch wenn ihr Ausfall das auslösende Ereignis war. Geh mal davon aus, dass der öffentliche Siel völlig rechtmäßig bis zur Straßenoberfläche einstauen darf.

    Sieht man mal die Fotos an, so habe ich meinen Zweifel, dass die vorhandene Situation bei einem inneren Überdruck dicht ist. Sieht ja aus, als ob die HT-Rohre nur ineinandergesteckt sind, bei einem inneren Überdruck schieben die sich dann auseinander, sofern keine Schubsicherung existiert.

    Ich hoffe, etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 6. April 2006
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    Ok, ok..

    überredet. :(
    Aber Vertrauen hätte ich zu dem Ding nicht ein bissel, schon gar nicht, da das Ding nicht mal ansatzweise befestigt zu sein scheint.
    Hätte also die Technik drinnen gefunzt, wär möglicherweise der ganze Glumpatsch aus dem Abzweig rausgepresst worden.
    MfG
     
  13. Florian

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    Das Drucksiel gehört den Stadtwerken, ist aber auf privatem Grund. Warum es Drucksiel heisst, weiss ich leider nicht. Mir wurde nur gesagt, dass dies eins sein soll.

    Die Rückstausicherung auf dem Bild ist befestigt (sieht man auf dem ersten Bild ein bisschen, bei genauerem hinsehen), hat eine manuelle und zwei automatische Sicherungen. Kanjuka hat dies richtig erkannt. Danke für den Link.

    Meine Sorge ist aber, dass diese Rückstausicherung zwar für die Waschmaschine geeignet ist, aber nicht für das Rückstauende fäkalienhaltige Wasser beim Ausfall der Pumpe. Dies ist natürlich eine Streitfrage. Wäre die Waschmaschine und der Anschluß für diese nicht da, dann bräuchte ich keine Rückstausicherung, da die Rückstauebene tiefer liegt.
    Da nun aber der Waschmaschinenanschluss vorhanden ist, weiss ich nicht, ob dieser sperrfix 3 ausreichend ist, oder ob mein Bauträger sich die vorschriftsmäßige Rückstausicherung gespart hat.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 6. April 2006
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    Mal ne ganz blöde Frage....

    hat denn schon mal wer nachgesehen, ob die Mimik innen drin noch vorhanden/i.O. ist?????
    MfG
     
  15. Florian

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    Ja. Nachdem dieser fäkalienhaltige Rückstau war, habe ich das Dingens auseinander montiert und gereinigt. Es funktioniert auch.

    Ich denke mal, dass ein kleiner Fitzel an den beiden automatischen Sicherungen hängen geblieben ist, und dadurch die Klappe und die Kugel nicht richtig geschlossen haben und die "Scheisse" dort etwas durchgelaufen ist.
     
  16. #15 Achim Kaiser, 6. April 2006
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    Ist an dem Drucksiel (komische Bezeichung) resp. an der Hebeanlage nur dieses Gebäude angeschlossen ?

    An dem Waschmaschinensiphon ist zumindest auf dem Bild der untere U-Bogen falsch montiiert. Die lange Seite sollte zum Waschmaschinenanschluß zeigen.

    Wenn ich obige Kleinigkeit noch weiss, dann gibts Info :-).

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  17. Florian

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    Nein, es ist ein Doppelhaus angeschlossen. Unsere Nachbarn haben einen Tag vorher (bevor die Pumpe versagt hat) beim Kloospülen festgestellt, dass es etwas blubberte, haben sich aber nicht viel dabei gedacht. Einen Tag später kam ich nach Hause und bin in den Keller und wunderte mich, dass es dort so stinkt. Dann habe ich in den Hauswirtschaftsraum gesehen und festgestellt, dass dort das Wasser stand. Bei unseren Nachbarn war kein Wasser im Keller, wohl weil bei denen das Rohr etwas höher in das Haus geführt wurde (vom Drucksiel aus). Daher haben wir die "Kacke" abbekommen.

    Den U-Bogen habe wohl ich wieder falsch herum montiert, da ich das Teil ja gesäubert habe. Danke für den Hinweis, daran konnte es aber nicht liegen.

    Mit Infos immer her damit :-)
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 6. April 2006
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    Au mann....

    wie kann man denn sowas machen, zwei Häuser über eine Hebeanlage zu entsorgen.
    Nicht technisch, da mag das ja i.O. sein.
    Aber rein rechtlich müsste es dazu einen eigenen Aktenordner mit Notarvereinbarungen, Grunddienstbarkeiten und Rechten + Baulasten geben, damit die Nummer für alle denkbaren Wechselfälle des nachbarlichen Zusammenlebens sicher geregelt ist.
    MfG
     
  19. Florian

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    Ralf, die Hebeanlage, wie Du sie nennst, ist von der Stadt. Die ganze Strasse ist so installiert (Alt- und Neubauten). Dies ist hier so üblich. Das Siel ist von der Stadt. Es ist lediglich inklusive Schaltkasten auf unserem Grundstück.

    Dass dies so richtig ist, davon gehe ich aus.

    In unserem Haus gibt es keine Hebeanlage (beim Nachbarn auch nicht), da ALLES, außer die Waschmaschine, ÜBER der Rückstauebene ist.
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 6. April 2006
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    Des is scho klar...

    das die Pumpstation der Stadt gehört.
    Aber diese wird von Leitungen versorgt, die VOR der Station zusammenlaufen, also auf einem der beiden Grundstücke, aber ohne regelung der Rechte und Pflichten. Was ist z.B. wenn aus irgeneinem Grund die Leitung vor der Pumpe verstopft oder kaputtgeht. Wer zahlt dann wem welche Kosten und wer darf auf wessen Grundstück buddeln. Und wer zahlt den Schaden im Haus.
    Nehmt doch nur mals an, dieses Malheur wäre passiert, weil Nachbars Kleinkinderwindel im Rohr vor der Pumpe festgesteckt hätte. :mauer
    Wars überghaupt nachbars Windel? Muss Nachbar haften? Wer zahlt den Rohrputzer usw......
    Alles gr. Schiet - ganz wörtlich.
    Mfg
     
  22. #20 Achim Kaiser, 6. April 2006
    Achim Kaiser

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    Ök, ich denke ich hab die Situation nun verstanden.....

    Man muss das Problem in 2 Teilen sehen...

    1. Rückstausicherung im Haus
    2. Komunale Pumpstation auf privatem Grund

    Wir haben im UG (unterhalb der Rückstauebene - vermutlich Straßenniveau am Anschlußpunkt der öffentlichen Entwässerung anzusetzen, da keine weiteren Angaben vorhanden) nur den Waschmaschinenanschluß und der muß gegen Rückstau gesichert werden.

    Nach den Unterlagen von Viega handelt es sich um eine normgerechte Rückstausicherung und wird in DIN 13564-1 als Typ 5 geführt.

    Die *Werbeaussage* ....im Rückstaufall verschließt sich Sperrfix 3 automatisch - das manuelle Entsperren des Wasserabflusses entfällt - kann im Schadensfall jeder selbst bewerten wie er will...ich empfehle - vor allem bei kritischen Anschlußbedingungen (wie hier) - das Ding *immer* manuell zu schliesen und nur im Bedarfsfall für die Dauer der Nutzung zu öffnen.

    Ist zwar etwas unkomfortabler dafür aber *deutlich sicherer*.

    Ansonsten drückt die DIN 1986, Teil 32 dem Betreiber einiges an Wartungs- und Instektionsarbeiten aufs Auge .... damit die Dinger auch funktionieren, wenns drauf ankommt....
    - Inspektion monatlich
    - Wartung mindestens 2x jährlich mit folgendem Umfang :

    a) Entfernen von Schmutz und Ablagerungen
    b) Prüfen von Dichtungen und Dichtflächen auf einwandfreien Zustand und gegebenenfalls austauschen der Dichtungen
    c) Kontrolle der Mechanik der beweglichen Abdichtorgane, gegebenenfalls Nachfetten
    d) Festellen der Dichtheit der Betriebsverschlüsse durch eine Funktionsprüfung mit Rückstausimulation.

    /Zitat Ende

    Nur wenn dieses Procedere eingehalten wird, sollte das Ding auch problemlos funtionieren. Hinter dem Passus verstecken sich dann die Hersteller, wenns trotzdem mal daneben ging, weil das Ding verdreckt war oder zu mit irgendwelchen Waschflusen u.Ä.

    Zur Frage *wie ist fäkalienhaltiges oder fäkalienfreies Abwasser definiert* ....

    Fäkalienfreies Abwasser (Grauwasser) beinhaltet Wasser ohne Fäkalienanteile, wie z.B. Duschwasser oder Waschmaschinenwasser. Fäkalienhaltiges Abwasser (Schwarzwasser) liegt immer dann vor, wenn Rohrleitungen angeschlossen sind, die in Fließrichtung Fäkalien von Urinalen oder Toiletten transportieren. Welche Abwasserart im Falle eines Rückstaus (also vom Kanal in Richtung Rückstausicherung) zurückgedrückt wird, ist dabei unerheblich.

    Heisst auf deutsch...Waschmaschinenabwasser ist *fäkalienfreies Abwasser* und die eingebaute Rückstausicherung (obwohl versagt) genügt den Anforderungen nach DIN.

    Die Pumpanlage - da öffentlicher Bereich - lass ich mal aussen vor...da kennt sich Manfred sicher besser aus als ich :).

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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