Rüttelstopfverfahren

Diskutiere Rüttelstopfverfahren im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Wir haben einen städtischen Bauplatz eines Neubaugebietes gekauft und bauen mit der Firma ******** ein EFH inkl. Keller + weisser Wanne. Nach...

  1. #1 Pfahlbauten2011, 14. Januar 2011
    Pfahlbauten2011

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    Wir haben einen städtischen Bauplatz eines Neubaugebietes gekauft und bauen mit der Firma ******** ein EFH inkl. Keller + weisser Wanne. Nach Erhalt unseres Bodengutachten hat sich herausgestellt, dass der Boden bis auf knapp 5m nicht tragfähig ist und ein sogenanntes Rüttelstopfverfahren angewendet werden muss.
    2 Bauplätze weiter besagt ein anderer Gutachter genau das Gleiche und auch hier ist der Boden nicht tragfähig.
    Hat jemand Erfahrung mit diesem Rüttelspopfverfahren und weiss, ob wir die Stadt dazu bringen können sich zum Teil an diesen immensen Zusatzkosten zu beteiligen?
    Lt. Gutachten der Stadt (natürlich wurde bei uns in der Strasse überhaupt keine Probebohrung durchgeführt) müssen nur minimale Bodenverbesserungsmaßnahmen (bis auf 60cm den Boden austauschen) durchgeführt werden und wir haben unseren Bauplatz aufgrund diesen Angaben gekauft.
    Über ein paar Tips und Erfahrungen würden wir uns sehr freuen :e_smiley_brille02:
     
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  3. gast3

    gast3 Gast

    ist das irgendwie Vertragsbestandteil ?

    Ansonsten

    ja :shades
     
  4. mls

    mls Bauexpertenforum

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    trotz der mageren angaben würde ich nicht rüttelstopf- oder sonstige
    einrichtungskostenintensive verfahren als optimallösung betrachten ;)
    aber vielleicht wird das gebäude min. 30x15 m2 gross, die 5m beziehen sich
    auf "ab UK-bopl" ... usw. .. wer weiss ..
     
  5. #4 Pfahlbauten2011, 14. Januar 2011
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    Da ich absoluter Laie bin, hier ein Auszug aus dem Bodengutachten:
    ... Im Tiefenniveau der geplanten Gründung bzw bis auf ca. 4,10m u. GOK stehen aufgeweichte (z.T. breiige) Lehme an, die eine direkte Gründung in diesen Tiefenbereichen nicht zulassen.
    ... Um eine setzungsarme Bauwerksgründung zu ermöglichen, sind aus gutachterlicher Sicht Bodenverbesserungsmaßnahmen erforderlich. Sowohl ein Bodenaustausch (ab Mächtigkeiten >1,50m) als auch eine Tiefgründung des Bauwerkes stellt keine wirtschaftliche Lösung dar. :mauer
    Und die Maße unseres Hauses sind nur 8,50m x 8,60m (also echt klein) und noch dazu in Holzständerbauweise (rein gewichtstechnisch gesehen)
    Geschätzt wurden die Kosten bislang mit ca. 15.000,-Eur für Rüttelstopfverf.; Angebote sollen bis Ende nächster Woche eintreffen.
    Und der Vertrag ist in so einem Beamtendeutsch geschrieben, dass man schon so net wirklich versteht was eigentlich genau gemeint ist... :deal
    Im Moment jedenfalls ist uns die Vorfreude aufs Bauen vergangen und wir haben noch nichtmal gestartet
     
  6. #5 gast3, 14. Januar 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 14. Januar 2011
    gast3

    gast3 Gast

    ich bin mir nicht so sicher, ob die Rüttelstopfverdichtung* hier die günstigste Lösung ist ... aber ich bin ja auch weit weg :biggthumpup:


    * obwohl ich das Verfahren an sich sehr schätze - wenn es die richtigen machen
     
  7. gast3

    gast3 Gast

    Nachtrag

    dafür gibt es Anwälte ....
     
  8. Hansal

    Hansal

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    Was spricht denn gegen einen Bodenaustausch?
    Ich sag nur Keller.

    Grüße
     
  9. #8 Pfahlbauten2011, 14. Januar 2011
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    Das Bodengutachten spricht dagegen und mit Sicherheit auch die Firma Schw., die dann keine Verantwortung für etwaige Folgeschäden auf sich nehmen wird.

    Hab grad noch Durchlässigkeitsbeiwerte gefunden, falls das hilfreich ist?! :wow
    Humoser Oberboden kf-Wert = 1 x 10E-7 m/s
    Lehm kf-Wert </= 1 x 10E7 m/s

    ach ja und eine geschlossene Wasserhaltung kommt eventuell auch noch dazu, da der Grundwasserstand recht hoch ist
    Grundwasser bei 1,43m u. GOK / 425,07m ü. NN
    UK BP KG gemäß Planung bei 425,20 m ü. NN (ca. 1,20m u. GOK)

    Und wenn ich von der Materie auch noch ein bisserl mehr Ahnung hätte dann würd ich wohl net so viel Bahnhof verstehen :irre
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    Wasser ist natürlich immer ein Kostenfaktor ..

    außerdem führt ein BA aufgrund der sich dann manchmal "rasant" vergrößernden Baugrube (Bö-Winkel hier max. 45°) oft zu aufwändigen Baugrubensicherungen + Entsorgungskosten etc. = wird dann schnell unwirtschaftlich.

    und den muss man auch noch recht genau und zeitintensiv nachweisen (Gutachten zum Schnäppchenpreis lässt das vielleicht nicht immer zu ???) ...


    aber ob (geht jetzt nicht: Handball fängt an :winken) - sorry
     
  11. gast3

    gast3 Gast

    habe ich nicht verstanden ...

    wenn ein schlüssiges Gründungskonzept (wie auch immer) vorliegt, was hat denn dann die Fa. xxx damit zu tun ?
     
  12. #11 Pfahlbauten2011, 19. Januar 2011
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    Gutachten zum Schnäppchenpreis lässt das vielleicht nicht immer zu ???) ...
    das verstehe ich nicht so ganz ... ? Haben für unser Bodengutachten 1.000,- EUR bezahlt und als ein Schnäppchen kam uns das nicht vor.

    Meinte nur, dass im Bodengutachten nur von Rüttelsopfverfahren die Rede ist und nicht von irgendwelchen anderen Maßnahmen - falls es überhaupt andere Maßnahmen gibt? Sprich, wenn wir uns gegen Rüttelsopfver. entscheiden und das Haus sinkt später an einer Stelle ab dann ärger ich mich schwarz..:bef1021:
     
  13. gast3

    gast3 Gast

    ob es hier von diversen Möglichkeiten der Gründung Alternativen gibt, die dann ggf. wirtschaftlicher sind, kann ich nicht beurteilen .

    In der Regel sollte der BG gängige Verfahren durchdacht / geprüft haben ... wenn dann die Rüttelstopfverdichtung das Maß der Dinge ist ...


    (ein wenig skeptisch bin ich aber schon)
     
  14. #13 Pfahlbauten2011, 19. Januar 2011
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    Ich bin voll und ganz skeptisch.... :mauer
    Wir sollten im Laufe dieser Woche noch ein Angebot von einer Spezialfirma bekommen und dann mal abwarten was da drin steht - ich melde mich dann wieder.
    2x Grundstücke weiter links der Herr hat komplett aufs Bodengutachten verzichtet und am Montag mit dem Ausheben der Baugrube angefangen - Rollierung rein und der Rest wird schon passen.. Da frage ich micht echt, wie manche Leute so locker sein können?! :yikes Oder vielleicht sind auch wir einfach nur zu verkrampft...:wow
     
  15. gast3

    gast3 Gast

    So, habe jetzt ein wenig gelesen und gerechnet ...


    Also m.E. ist das Bodengutachten erst einmal vollkommen in Ordnung. Zu „meckern“ gäbe es höchstens etwas an Anzahl und Tiefe der Sondierungen.


    WENN ich von den dokumentierten Ergebnissen ausgehe (bleibt mir ja auch nichts anderes übrig) so sind diese zumindest schlüssig.


    Von den üblichen Verfahren (Tieferführung, Brunnengründung, Kleinbohrpfähle etc.) hätte ich hier also auch die Rüttelstopfverdichtung gewählt.


    Was den Bodenaustausch angeht, komme ich zwar auf eine etwas geringere Stärke als mein Kollege (habe also mal die resultierenden Setzungen auf 2,5 cm begrenzt = Bodenaustausch knapp xxx m - sag ich jetzt nicht, nicht, dass es jemand nachbastelt),

    aber unter Berücksichtigung des hohen Grundwasserstandes und der dann ggf. erforderlichen Sicherung der hinteren Grundstücksgrenze (z.B. Trägerbohlenverbau) und der „Nebenkosten“ (Entsorgung etc.) .... glaube ich nicht, dass man es damit wirtschaftlicher hinbekommt.


    Und ein "Restrisiko" (hohe Anforderungen an den Tiefbauer, Witterungsbedingungen zum Bauszeitpunkt, ggf. auch tiefereichende breiige Schichten (s.o. = anhand der Anzahl der Aufschlusspunkte nicht wirklich zu beurteilen ...) bliebe auch.
     
  16. #15 Pfahlbauten2011, 20. Januar 2011
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    Vielen Dank für deine ehrliche Antwort und Info - allerdings habe ich mir was anderes erhofft, aber nicht wirklich damit gerechnet.
    Das Grundstück werden wir auf jeden Fall behalten und somit lassen wir uns einfach überraschen was beim Kellerbau bzw beim Ausheben der Grube auf uns zukommen wird :shades
    Im Moment gehen wir davon aus, dass Mitte, Ende Februar gestartet wird - denn im Mai soll unser Haus kommen bzw ist die Montage geplant

    Vielen lieben Dank nochmals:winken
     
  17. #16 Pfahlbauten2011, 28. Januar 2011
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    so nach Rücksprache mit unserer Firma, die die Erd-, Kanal- und Betonarbeiten vornehmen wird können sie uns tatsächlich kein Rüttelstopfverfahren anbieten und wir müssten uns an einen Spezialtiefbauer wenden. Sie würden ebenfalls einen Bodenaustausch vorschlagen und dann etwa 60cm - 70cm Kies einfüllen und anschliessend ein Lastprüfverfahren machen.
    Macht dies Sinn oder ist davon abzuraten?
    Solltet ihr uns davon abraten habe ich keine Ahnung, wie ich an Spezialtiefbohrfirmen gelangen sollte. :hammer:
    Vielen Dank schonmal im Voraus
     
  18. #17 Pfahlbauten2011, 28. Januar 2011
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    ähm... nennt sich wohl Lastplattendruckversuch :winken
    sagt euch das etwas?
     
  19. gast3

    gast3 Gast

    dient der Überprüfung derr erreichten Verdichtung der Bettungsschicht



    such mal nach Keller Grundbau
     
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  21. gast3

    gast3 Gast

    1. wieso ebenfalls ?

    und

    2. wie kommen die auf 60 - 70 cm ? Auf welcher Grundlage ?

    so "aus'm Bauch" ?
     
  22. #20 Pfahlbauten2011, 28. Januar 2011
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    weil das unser übernächster Nachbar auch so macht bzw gemacht hat und weil sie meinten, dass das hier am See die gängige Variante sei

    und zu 2. keine Ahnung wie er auf 60cm - 70cm kommt.
    Denk mal, dass sie das so schon öfters gemacht haben.

    Aber ob das wirklich mit dem Rüttelstopfverfahren zu vergleichen ist??
     
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