Sanierung alter Putzflächen, Umbau

Diskutiere Sanierung alter Putzflächen, Umbau im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Abend zusammen, ich habe seit Montag eine neue Arbeitsstelle im schönen Hessenland angetreten und seit Montag auch gleich dazu passend meine...

  1. susannede

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    Abend zusammen,

    ich habe seit Montag eine neue Arbeitsstelle im schönen Hessenland angetreten und seit Montag auch gleich dazu passend meine kleine "Horrorbaustelle" bekommen.

    Es ist ein kleines 5-geschossiges Gebäude aus den 60er, dass früher wohl so eine Art Schwesternwohnheim war und was nun auf ein kleines Verwaltungsgebäude umgebaut wird.

    Da ich bis Ende nächster Woche das LV für die Putzarbeiten erstellen soll, robbe ich seit Montag Mittag im gerade laufende Abbruch herum um mir die Baustelle dreidimensional im Kopf "abzuspeichern" und etwas die relevanten Massen zu ermitteln.

    Parallel springen einen dort natürlich auch noch zig andere Fragen haustechnischer, baurechtlicher und statischer Natur an...c'est la vie.

    Die Wände sehen teilweise ziemlich wild aus, denn neu verputzt wird natürlich nicht, es muß ja gespart werden(...).

    Ich habe dort also massenhaft:
    neu geschlagene Schlitze für Elektro
    zugemauerte (KS) Türlaibungen, links und rechts Altputz 2-3 cm
    flächige Putzschäden diverser Tiefen
    zerbröselte Randbereich an Türlaibungen (Zargen-Rausriss)
    alte geschädigte, verputzte Heraklith-Flächen
    alte, kaputte Putzgitter vor wandtiefen Schlitzen (alte Fallrohre etc.)
    alte Schalter-Dosen
    alte Revi-Öffnungen für Heizstrang-Sperrventile und und und.
    Alles "halb so wild".

    Mehr "Sorgen" machen mir die Bereiche, wo früher die Waschtisch-Nische des jeweiligen Schwesternzimmers war - die Fliesen sind ab, darunter natürlich,"flatsch-flatsch-flatsch", die fast flächig ausgepressten Dickbett-Mörtel-Batzen, mit denen die Fliesen damals gesetzt worden sind.

    Wär' es "bei mir dähäm" würde ich die Löcher zwischen den Batzen - immer in der "Kreuzfuge" - nach gründlichem Vornässen mit Zementputz ausfüllen und den ganzen Klimbim mit Rotband später egalisieren.
    Aber da ich bisher immer "nur" Neubau-Wandflächen (nakkich Beton bzw. nakkich MW) hatte, tue ich mich hinsichtlich dieser diversen Renovierungsaktionen etwas schwer.

    Nach dem Aufmaß aller Schäden in einem Geschoss heute, habe ich mir gesagt, hätteste jetzt einen Eimer Mörtel dabei, wären wenigsten schon 1 bis zwei Zimmer fertich. Seufz.

    Ich habe dort auch teilweise 5-8 cm tiefe "Lochflächen" im Mauerwerk, ca. immer 0,5 - 1 m2, die irgendwie erstmal "aufgefüllt" werden müssen. Oder in die Wand eingelassen alte U-Profile in Seitenlage, die die Mauerwerkslast eben um Wandschlitze für alte (umwickelte) Heizungsleitungen herum führen.

    Also richtig tiefe "Massenverschlinger", die ich "wär's dahäm" erst einmal mit eingeklebtem Steinbrösel verfüllen würde.

    Kennt jemand irgendeine empfehlenswerte Lektüre zu solcher "Art" Putzsanierung oder eine Seite im Netz?

    Gibt es einen Handputz, der hier immer geht (ich meine nicht Rotband "pur")?
    Kann man einen Putz empfehlen? Der Altputz ist sandig gelb, im Grunde recht stabil hat aber wohl nicht viel Zement-Anteil.

    In zwei Wochen habe ich den gleichen Spaß mit dem alten Estrich, der auch heftigst angeflickt werden muß.

    Lieben Dank & sorry für den langen Text..:konfusius :o

    Susanne
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 7. Oktober 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Öööööhhhmmmm...

    Zum Nachputzmaterial mögen die Kollegen was sagen.
    Mir gehen dazu zwei Stichworte durch den Kopf:
    Garantierte Rissbildung (mit Haftungsfrage) Auch wennst neu bist, mal höflich an das Haftungsrisiko für die zu erwartende Rissbildung erinnern.
    Kosten. Wenn ich mir Deine Beschreibung bildlich vorstelle, frage ich mich, obs nicht preiswerter (und schadenresistenter) wäre, die Flächen mit Trockenputz zu verkleiden (oder Vorsatzschalen).
    Denn an die Haftung des Altputzes (wahrscheinlich ein Kalkputz) mag ich aus böser Erfahrung :cry auch nicht so recht glauben.
    MfG
     
  4. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Das ist

    meist Kalkputz. Oft wegen mangelnder Untergrunvorbereitung (Vorspritz) hohl liegend. Das vorher gut prüfen. Der neue Rotband (Rotband Pro) macht schon eineiges mit an Untergrundänderungen, auch Schichtdickenunterschieden usw. geht von Beiputz auf 3 cm in einmal und klappt auch prima.
     
  5. susannede

    susannede

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    Danke erst einmal herzlich für die Rückmeldungen!

    @ Ralf

    Unsere Position ist "Sub", Bauleitung mit LVs für ein Architekturbüro - die wiederum sitzen mit dem BH im Kostenklinsch und der macht die Vorgaben.

    Stimmt, viele Bereiche in Trockenputz/GK-Vorsatzschale einfacher, allerdings frißt die den knappen Raum, die Grundrisse samt Möblierung liegen fest...zudem ist das Trockenbauer-LV raus und die GK-Bauer haben schon angefangen. Werde dies aber trotzdem für einige dramatische Flächen vorschlagen.

    @ Robby
    - den Rotband Pro sehe ich mir mal an...Danke!

    Schaun wir mal, vielleicht meldet sich ja noch der eine oder andere Altputz-Sanierungssspezialist.

    Grüße!:konfusius
    Susanne
     
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