Sanierung/Aufbau Flachdach

Diskutiere Sanierung/Aufbau Flachdach im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich stehe vor einem größeren Problem, zumindest für mich. Ich habe vor 15 Jahren ein Haus gekauft, Baujahr 1954 mit...

  1. Emmett

    Emmett

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    Hallo zusammen,

    ich stehe vor einem größeren Problem, zumindest für mich.

    Ich habe vor 15 Jahren ein Haus gekauft, Baujahr 1954 mit Flachdach. Das Haus ist soweit saniert, wir wohnen gut darin und die Welt schien bis letzte Woche völlig okay. Letzte Woche fiel ein Schieferplatte von dem Dachrand runter und ich wollte die wieder annageln und da begann das Drama. Die gesamten Sparrenköpfe sind völlig morsch und zum grössten Teil weggefault. Das ganze betrifft aber nur die ersten 15 cm und der tragende Teil der Sparren ist noch völlig intakt. Ich habe jetzt mit einem Zimmermann gesprochen und der meinte Dach runter, die Köpfe absägen und das fehlende Stück einfach wieder ansetzen, da es keine statische Funktion hat sehe ich da auch kein Problem drin.

    Wenn ich aber das gesamte Dach runterhole bietet es sich an, bei dieser Gelegenheit auch direkt das Dach ordentlich zu isolieren. Da die Innenseiten, also die Raumdecken erhalten bleiben muss ich das ganze ja von oben machen. Hierzu wollte ich unten an die Flanke der Sparren Folie tackern oder mit Leisten ( einwickeln und dann anschrauben ) befestigen, darauf Mineralwolle und dann das Dach wieder aufbauen. Soweit war auch alles klar.

    Dann habe ich mit zwei Dachdeckern gesprochen und bin nun völlig verwirrt.

    Der erst sagt das ich oben auch Folie drauf machen soll, dann Rauhspundschalung und darauf V60 nageln, dann PYP aufschweissen und fertig. Mit Lüftern würde man heute nicht mehr arbeiten, Warmdach wäre Stand der Technik.

    Der zweite sagt auf keinen Fall Folie drunter und dafür Sorgen das zwischen Rauhspund und Isolierung min. 1 cm Luft ist, Rauhspundschalung direkt auf die Sparren nageln, darauf V13 als Unterlage nageln, dann V60 aufschweissen und darauf PYE aufschweissen. Zusätzlich in jedes Sparrenfeld einen Lüfter setzen damit eventuell entstehendes Kondenswasser nach aussen abtrocknen kann und da die Dachhaut auf jeden Fall dichter ist als die Innendecken wird da immer Wasserdampf eindringen

    Jetzt bin ich natürlich völlig verwirrt, zum einen über die Bezeichnungen der Schweißbahnen und das Internet hilft mir da nicht weiter. Zum zweiten über den grundsätzlich unterschiedlichen Dachaufbau. Die zweite Lösung scheint mir eigentlich die bessere zu sein und vor allem machte der Mann auch einen viel kompetenteren Eindruck. Aber was ist nun richtig?

    Man muss noch dazu sagen, zur Zeit hat das Dach so gut wie keine Isolierung, ist statt mit Rauhspund mit Heraklit belegt und ich habe das gemeinsam mit der Nachbarin. d.h. die Sparren können nicht mal eben so komplett ausgetauscht werden. Das Gefälle ist ca 10 – 12°also deutlich stärker als bei einem normalen Flachdach.

    Ich hoffe ich habe das jetzt einigermaßen verständlich beschrieben.

    Gruß
    Emmett
     
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  3. #2 Gast360547, 2. April 2011
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    die "kollegen" sollten,...

    Moin,

    ...sofern sie haben, den Meisterbrief zurückgeben und erneut die Schulbank in Mayen drücken. Da wird denen geholfen.

    Sie sollten sich einen Betrieb besorgen, dessen Inhaber öbuv SV des Dachdeckerhandwerks ist.

    Wie um alles in der Welt kommen die auf eine V60 als (vermutlich) erste Lage??
    In diesem Fall müssten Sie die erste Bahn heften und die zweite komplett mechanisch befestigen. Die Lage muss dann auch als einlagige Abdichtung eine Zulassung haben (DE - Kennzeichnung).

    Zunächst müssen Sie die Ursache des Schadens ermitteln. Ich fürchte hier eine erhebliche Undichtheit in der Luftdichtschicht. Das muss erst beseitigt werden. Dann die Wärmedämmung, den Rauspund, Trennlage und Abdichtung.

    1 cm Luftspalt ist nun grottenfalsch, weil das mehr Ärger als Vorteile bringen würde.

    Eine vernünftige und seriöse Auskunft kann allerdings nur dann erteilt werden, wenn die örtlichen Gegebenheiten bekannt sind.

    Grüße

    stefan ibold
     
  4. Emmett

    Emmett

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    Hallo Herr Ibold,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Die erste Idee kommt von einem Dachdecker, allerdings kein Meister, der zweitere ist Meister allerdings schon im Ruhestand. Ich habe mit beiden unabhängig gesprochen, es sind also zwei unabhängige Meinungen bzw. Vorschläge für das gleiche Problem.

    Die Ursache für die abgefaulten Sparrenenden ist in der Tat eine Undichtigkeit. Das Dach hat eine umlaufende Aluminiumschiene und die aufgeschweissten Bahnen haben sich an einigen Stellen gelöst und es ist dadurch Wasser bis auf die Sparrenköpfe gekommen.

    Wenn ich sie jetzt aber richtig verstehe sind beide Vorschläge nicht so toll. Wie würden sie das Dach aufbauen? Vor allem wie ist das mit der Lüftung? Wieso bringt der zentimeter Luft nur Ärger? Und was ist eine Luftdichtschicht?

    Ein ordentlichen Betrieb zu suchen und das machen zu lassen wäre mir persönlich auch am liebsten, aber unsere derzeitige Finanzlage lässt das nicht zu. Bis zu der Trennlage muss ich das selber machen, lediglich die letzten Schritte sollen von einem Betrieb gemacht werden.

    Gruß
    Emmett
     
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