Sanierung einer Hangmauer

Diskutiere Sanierung einer Hangmauer im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Eine 2 Meter hohe Nordhangmauer zur Straße zeigt klaffende Risse infolge Frostdruck. Dahinter: schwerer Lehm und wohl keine Drainage oder sie ist...

  1. #1 ibex44, 2. September 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 2. September 2010
    ibex44

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    Eine 2 Meter hohe Nordhangmauer zur Straße zeigt klaffende Risse infolge Frostdruck.
    Dahinter: schwerer Lehm und wohl keine Drainage oder sie ist verstopft.
    Was tun?
    1. Alternative: aufgraben, Drainagerohr einlegen, Schotter drüber. sehr aufwendig :-(
    2. Alternative: SW60-Rolladenrohr (8-kant, verzinkter Stahl) im Abstand von ~ 50cm setzen, damit die vertikale "Porosität" den Lehm entwässert. Das R-Rohr hat jede Menge Langlöcher. Hintergrund: mit Topfsäge bewehrtem SW-60 R-Rohr kann man 2 Meter tiefe Löcher mit wenig Aufwand bohren.

    Was sagen die Experten zum 2. Vorschlag?

    Lothar
     
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  3. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Scherzkeks - auf -2m ist ne Sammelstelle fürs Wasser?
    Ansonsten bleibt das Wasser im Rohr stehen und friert oben durch. cool
    Schnitt durch die Mauer mit Untergrundverhältnissen und dann kann da einer ne Lösung erarbeiten.
    Aber mal so im Forum rätseln - bringt nix.
     
  4. gast3

    gast3 Gast

    Klar kann man theoretisch durch das Durchörtern einer wasserstauenden Schicht Wasser ableiten ...

    Frage wäre also, wie weit reicht der Lehm und was kommt danach ?

    Zudem, wie willst du dein Rohr vor Verschlammung schützen ?

    Wie klein muss der Abstand zwischen deinen Rohren sein, um den geringdurchlässigen Boden ausreichend zu entwässern ?


    Und, wenn die Hangmauer (nur aufgrund von Frost ???) bereits Schäden aufweist, ist sie dann noch für den ohnehin anfallenden Erddruck ausgelegt ?


    Also, ich würde mal vorne anfangen und bei Lösungsansätzen auch die Durchführungsmöglichkeiten und Dauerhaftigkeit beachten.


    Deswegen:

     
  5. ibex44

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    Wir haben die Mauer hinter der stärksten Ausbuchtung erstmal ~25 cm abgegraben. Ziehmlich fester Lehm steht an. Die Mauer scheint aus Bruchsteinen gemauert mit Verputzung zur Straße. Nachbarmauern zeigen keine Risse. In der Garage, die in den Hang gebaut ist, befindet sich neben der Hangmauer eine 70x70cm Betongrube mit einem Bodeneinlaß bei -~70 cm auf der Mauerseite. Die Grube steht ~20 cm voll Wasser. Scheint eine Drainagegrube zu sein. Wenn ich in 2 Wochen wieder da bin, pumpe ich die Grube ab und werde mal mit einem Endoskop reinschauen.

    Der Nordhang befindet sich im Stuttgarter Osten nicht weit von der Villa Reitzenstein (Mappus' gegenwärtige Residenz). Dort soll ja auch der neue S21-Tunnel durchgehen und es ist bekannt, daß die Gegend aus Keuper besteht. Aus der Aufgangstreppe neben der Mauer läuft auch an einer Stelle Feuchtigkeit heraus. Der Hang enthält also schon von Natur aus viel Wasser.
    Das Haus ist irgendwann in den 50ern gebaut. Genaue Baupläne gibt's nicht mehr.
     
  6. #5 gast3, 3. September 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 3. September 2010
    gast3

    gast3 Gast

    nicht, dass ich mich in der Region gut auskenne, aber wenn ich mich richtig erinnere, wäre es eine echte Herausfordeung den Keuper (per Handbohrer) zu durchteufen.

    Und wenn hinter der Mauer die schönen Keuper-Tone verbräzelt wurden, soviele Löcher kannst du gar nicht machen - selbst, wenn es nach unten abfließen würde.

    Beurteilung aus der Ferne (für mich) zwar nicht abschließend möglich, aber deine "Lösung 2" ... wenn die funktionieren sollte, würde mich das sehr wundern, um es höflich auszudrücken.

    Aufgraben lassen.

    a) Ableitung für Drainage klären, oder

    b) anderes System zur Stabilisierung erarbeiten (lassen).

    bis dahin bleibt es bei:


    ach ja - nicht vergessen:

    "Und, wenn die Hangmauer (nur aufgrund von Frost ???) bereits Schäden aufweist, ist sie dann noch für den ohnehin anfallenden Erddruck ausgelegt ?"
     
  7. ibex44

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    re helge

    Vielen Dank für die Bewertung.
    In 2 Wochen werde ich dann mal noch etwas tiefer graben und ein erstes SW60-Rolladenrohr versenken und den Wasserstand beobachten.

    Lothar
     
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  9. ibex44

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    Zwischenbericht

    Gestern habe ich mit Rolladenrohr ein ~60 cm tiefes Loch in den Lehm gebohrt. Das ging relativ schnell (30 Min.) aber der Lehm ist extrem klebrig.
    Beim Durchstoßen des Propfens mit einem Winkelblech im Wassereimer werden die Propfen nur nach oben geschoben und lösen sich nicht auf.
    Jetzt werde ich mal beobachten, wie stabil das Loch ohne Rohrbewehrung ist.

    Bei manchen Hangmauern habe ich Belüfter aus Plastik gesehen.
    Wäre eine Durchbohrung der Mauer am Grunde und Einmörteln von ~50 cm langen SW-60 Rohren nicht die bessere Lösung?
    Diese Drainagerohre könnten ja 1x jährlich von eingesickertem Lehm befreit werden und würden den Lehm so entwässern, daß er bei Frost keinen Druck mehr ausübt.
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    das "klebrige" kommt vom hohen Tonanteil ... :shades


    allein durch die "Schwerkraft" kannst du tonige Böden aber nicht ausreichend entwässer. "Punktuelle" Entlastungen / Ableitungsversuche werden nicht funktionieren.


    den Rest muss ich ja nicht noch einmal wiederholen.
     
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