Sanierung eines Brandschadens im Altbau

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  1. Kikker

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    Hallo zusammen,

    nachdem ich schon länger mitlese habe ich nun doch auch mal ein Thema bei dem ich Hilfe gut gebrauchen könnte.

    Und zwar hat es bei meinen Großeltern im Haus (Baujahr 1955) gebrannt. Dabei wurden ein Großteil des Erdgeschosses, ein Teil des 1. OGs, sowie der Dachboden in Mitleidenschaft gezogen.

    Problematisch ist momentan der Dachstuhl. Der Qualm ist komplett durchgezogen (teilweise ist der Dachstuhl auch verbrannt und geöffnet worden), nach bisheriger Einschätzung des Sachverständigen der Versicherung wird das Dach wohl komplett abgedeckt werden müssen. Gedämmt ist es bislang so gut wie gar nicht. Das Dach fängt wie bei vielen Häusern aus den 50ern im 1. OG mit Schrägen an den Zimmerseiten an.

    Da meine Großeltern beide fast 90 sind stellt sich derzeit die Frage, ob sie überhaupt in das Haus zurückkehren werden. Entsprechend wollen wir eigentlich nicht mehr groß investieren. Eine Dämmung des Daches - insbesondere im 1. OG (Dachboden wohl eher unproblematisch da kein Wohnraum) - dürfte mit Sicherheit aufwendig und relativ kostspielig für uns werden (meine Vermutung, Kostenvoranschläge liegen noch nicht vor, da der Brand erst am vergangenen Wochenende war), da die Versicherung nicht alles zahlen wird/ will.

    Ich vermute, es gibt keine Möglichkeit die Dämmung nach heutigem Standard (die ich ja normalerweise unter anderen Umständen sehr begrüßen würde) zu umgehen sofern das Dach tatsächlich ganz oder größtenteils abgedeckt werden muss?

    Vielleicht hat ja auch jemand eine Idee (oder Erfahrung) welche Möglichkeiten wir noch hätten da rauszukommen ohne groß investieren zu müssen. Derzeitig exisitierende Idee ist ggf. die notwendige Brandsanierung machen zu lassen und die Versicherung zu kontaktieren, ob der Schaden am Dach nicht ggf. an einen potentiellen Käufer abgetreten werden kann, der das Ganze dann nach seinen Vorstellungen umsetzt.

    Aber vielleicht gibt es ja auch noch ganz andere Möglichkeiten die wir bislang nicht bedacht haben?
     
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  3. #2 Herr Nilsson, 28. März 2012
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    Die Versicherung zahlt was zur Wiederherstellung des vor Schadeneintritt vorhandene Zustandes notwendig ist. Also das komplette Dach, je nach Vertrag müsstet ihr halt die Dämmung bezahlen, mehr nicht. In den Vertrag schauen und beraten lassen, manche Versicherungen zahlen auch die "notwendigen Mehraufwendungen" zur Erzielung eines aktuellen Standards, auch wenn dieser vorher nicht vorhanden war.

    Oder schwirrt das böse Wort "Unterversicherungsverzicht" (der nicht verinbart ist) um euch herum? Besteht eine Unterversicherung (Schadenregulierer nennen das den "UV-Hammer".....)

    Man kann sich auch auszahlen lassen, dann gibt es aber meist nur (über den Daumen) 60-75 % des geschätzten Schadens.
     
  4. Julius

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    Möglichkeiten könnte es schon geben.
    Aber:
    Warum sollte man die Dämmung überhaupt umgehen wollen?
    Solch eine Situation ist doch gar nicht schlecht!

    Selbst wenn Ihr den Mehraufwand selbst tragen müßtet (was nicht gesagt ist - siehe Erläuterung meines Vorredners) wäre der ja recht gering, da das Dach eh abgedeckt und wieder eingedeckt werden muß.
     
  5. Kikker

    Kikker

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    Auf die Versicherungsbedingungen müssen wir leider noch warten. Wir haben bislang nur die Zahlungsnachweise und Versicherungsnummern gefunden, mein Opa ist derzeit aufgrund seines Gesundheitszustandes keine große Hilfe für das Auffinden der Unterlagen. Ist leider alles etwas unklar. Bislang wird uns hauptsächlich von den Versicherern suggeriert, dass wir die Mehrkosten für die Sanierung nach heutigem Standard übernehmen müssen und die Kosten hierfür enorm sein werden. Nachlesen ob dies tatsächlich so ist konnten wir bislang nicht.

    Mein Hauptgedanke hinsichtlich des Dämmens war, dass das Dach ja in den Schlafzimmern im 1. OG endet. Ist jetzt vielleicht eine blöde Frage, aber mit Dachdämmung kenne ich mich mal gar nicht aus, aber kann man das Dach einfach nur von außen mit Dämmung neu eindecken? Da wird doch im Normalfall nicht unbedingt ausreichend Platz für die vorgeschriebene Dämmung sein?

    Ja, natürlich wäre es die Gelegenheit das Ganze jetzt dämmen zu lassen. Uns ist schon klar, dass ein potentieller Käufer dies ja auch machen müsste. Problem hierbei ist aber, dass mein Opa momentan in die Pflegebedürftigkeit rutscht. Nur einer aus der Familie vor Ort wohnt (der Rest hat mindestens 2 Stunden Fahrzeit), diese Person jeden Tag 2 Stunden einfache Fahrt zur Arbeit pendelt (ja, das ist Wahnsinn) und die Sanierung weder fachlich noch zeitlich überwachen kann.

    Daher unsere Gedanken wie wir am besten mit der Situation umgehen können - insbesondere ohne auch noch investieren zu müssen, da auch die Unterbringung der Großelter - vermutlich im betreuten wohnen - in nächster Zeit einiges Kosten wird und die Mittel beschränkt sind.

    Aber ich seh schon, ohne die Versicherungsbedingungen werden wir das nicht rausfinden, da hilft auch rätseln nicht.
     
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