Sat Anlage 28,2 und 19,2 welche Signalqualität kann man erreichen

Diskutiere Sat Anlage 28,2 und 19,2 welche Signalqualität kann man erreichen im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, Ich habe heute meine Sat Anlage installiert 90er Spiegel von K 2 LNBs von K schielend auf 19,2 und 28,2. Eingemessen habe ich auf...

  1. Memento

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    Hallo,

    Ich habe heute meine Sat Anlage installiert

    90er Spiegel von K
    2 LNBs von K schielend auf 19,2 und 28,2. Eingemessen habe ich auf 19,2 und komme bei beiden Satelliten auf ca 80-85% Signalqualität und Stärke.

    Einstellen könne ich noch den Winkel der Adapterplatte (Nach links oder rechts neigen) und den LNB Tilt einzeln je LNB

    Laut Anleitung wird empfohlen, den V-Winkel der Adapterplatte auf 12° zu stellen und den LNB Tilt bei 28,2 auf -7°

    Allerdings ist nicht erklärt ob man den LNB Tilt auch einstellen muss wenn man den V-Winklel der Adapterplatte (beide LNBs) einstellt.

    Das der Empfang der beiden Positionen ein Kompromiss ist, ist klar, aber kann man da überhaupt >90% erreichen?

    Besten Dank
     
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  3. Jonny

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    AW: Sat Anlage 28,2 und 19,2 welche Signalqualität kann man erreichen

    Was sind 90%?
    Bei jedem receiver meist was anderes :-) BER / MER messen! (lassen)

    gesendet mit nem alten handy :-)
     
  4. Memento

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    Ich probier einfach die Winkel mal aus, hatte heute nur leider keine Zeit. Meßgerät ist vorhanden.

    Mit den Prozentangaben meine ich Signalstärke und Qualität. Mein Messgerät zeigt BER vor und nach Fehlerkorrektur an. Muss ich mal checken wie ich da liege.
     
  5. Dipol

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    K = KATHREIN? Monoblock-LNB, fixe Duofeedhalter und auch die kerzengeraden KATHREIN-Adapterplatten können nur zu wenigen geografischen Standororten 100%-tig brennpunktoptimal passen.

    Je weiter der Abstand zum Zentralfeed, umso wichtiger wird auch eine LNB-Ausrichtung auf die Reflektormitte, damit der Feedhornöffnungswinkel den Reflektor nicht unnötig überstrahlt. Bis zu +/- 3° Orbitabstand ist der Vorteil meines Boomerang-Babys, der gebogenen Multifeedschiene von ASSAT, noch zu vernachlässigen. Ab 5° Abstand macht sich außer der AZ-Feineinstellbarkeit auch noch der bessere Abstand zum Reflektor in der Systemgüte bemerkbar.

    Prozentangaben passen zu willkürlichen Angaben der Receiver und von Schätzeisen, aber nicht zu kalibrierten Pegelmesswerten in dB(µV) oder Träger-Rauschverhältnis in dB ernsthafter Profimessgeräte.

    Räusper: Der LNB-Tilt wird zur Lotrechten gemessen und muss bei schräger Schiene selbstverständlich nachgestellt werden. Nur so bleibt die Kreuzpolarisationsentkopplung erhalten.

    Ohne elevationsgerechte Schrägstellung der Schiene können die Brennpunkte nur bei zufällig gleicher Elevation optimal sein. Digital fällt die deutlich schlechtere Systengüte erst bei Schlechtwetter auf. Auch durch Azimut-Feineinstellung der LNB-Abstände (Kerbenabstand ändern oder Adapterplatte umdrehen) lassen sich Systemgüte und Schlechtwetter-Reserve optimieren.

    Hier die Faktoren für die CAS 90 bezogen auf die tatsächlichen örtlichen Winkel:

    AZIMUT: 8,6 mm/Grad
    ELEVATION: 10,4 mm/Grad

    Und auch bedenken, dass ASTRA auf 19,2°, 23,5° und 28,5° den Tilt um 7,5° vorentzerrt, EUROBIRD auf 28,5° aber nicht. Siehe www.dishpointer.com. Je nach Standort kann es wegen Spot-Beams sinnvoll sein 1/3 zu 2/3 Abstände zum Zentralfeed zu wählen oder gar 28,2° in den Zentralfokus zu nehmen. Bei 10° Schielposition für 19,2° ist entweder der Boomerang oder eine asymmetrische Bastelanbringung der Adapterplatte fällig.

    Künftig werden aus Urheberrechtsgründen noch mehr Programme auf 28,2° Ost auf Spot-Beams verlegt und je nach Standort erhebliche größere Reflektoren erforderlich.

    Vergiss die herstellerabhängigen Fantasiewerte der Receiver und Schätzeisen und orientiere dich am möglichen Maximum an C/N und Systemgüte. Bis zur Unterschreitung des Frontend-Thresholds ist der Pegel bei Digitalempfang ohnenhin ohne Auswirkung.
     
  6. Memento

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    Folgende Werte habe ich heute bei starkem Regen und Wind messen können.
    Spiegel, LNBs und Adapterplatte sind von Kathrein. Am Windkel der Platte und den Tilt habe ich nicht nicht verstellt. Alles 0°

    IMG_1291.jpg IMG_1290.jpg
     
  7. Dipol

    Dipol

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    Damit stimmt der LNB für 19,2° mit Ausnahme von unwesentlichen 0,6° Tilt, aber der für 28,2° ist gleich dreifach defokusiert:

    1. Der gekerbte LNB-Abstand der ZAS 90 Adapterplatte von 110 mm ist um ca. 12 mm zu weit und erfordert entweder eine interpolierte Kompromissausrichtung oder besser die Feineinstellung des Abstands
    2. Der LNB ist auch noch kropfunnötig um ca. 20 mm in der Höhe defokusiert weil die Option der Elevationsfeinstellung nicht genutzt wurde
    3. Die Kreuzpolarisation für ASTRA 28,2° wird mit 0° anstatt -6,6° zusätzlich unnötig versaut
    Wenn man sich so konsequent der Einstellanleitung widersetzt kann bei der miserablen LNB-Justage auch kein besseres Signal heraus kommen. Wenn die Schiene elevationsgerecht gekippt wird muss die EL-Einstellung der Antenne entsprechend nachgeführt werden, das ist ein Wechselspiel.
     
  8. Memento

    Memento

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    Ich hatte keine Zeit noch die Feineinstellung zu machen, das kommt noch.

    D.h. den LNB Tilt für 28,2° noch auf -6,6° einstellen? und den 28,2er LNB 20mm nach oben?
     
  9. nolu13

    nolu13

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    Hallo,
    Ich weiß jetzt nicht ,ob ich mich da jetzt weit aus dem Fenster lehne ?
    Respekt, Dipol!
    Deine Beiträge zeugen von Fachkompetenz.
    Bei der Größe des Spiegels ist da mehr drin,denn 45% sind für den sicheren Betrieb grenzwertig
     
  10. Dipol

    Dipol

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    Mit Ausrichtung auf den stärkeren ASTRA 19,2° ist 28,2° durch die Fixkerbung immer noch im Azimut defokussiert. Sowohl die von KATHREIN propagierte Einstellung auf den schwächeren Satelliten als auch eine interpolierte AZ-Kompromisseinstellung lehne ich ab. Wenn man die ZAS 90 umdreht kann man den LNB-Abstand brennpunktoptimal feineinstellen. Dazu muss zuvor die Nocke an der Unterseite der ZAS 90 abfeilt oder auf einer Metallunterlage einfach plattgeklopft werden.

    TIPP:
    1. ZAS 90 bearbeiten und umgedreht anbringen
    2. LNB für ASTRA 1 auf gleichem Randabstand wie mit Kerben setzen
    3. LNB für ASTRA 2 auf 98 mm Brennpunktabstand setzen
    4. Schiene kippen, so dass der LNB für 28,2 um 10 mm höher und der für 19,2° um 10 mm tiefer als das Zentralfeed steht
    5. Antenne im AZ und EL auf 19,2° ausrichten
    6. Tilt an beiden LNB gemäß www.dishpointer.com einstellen (Bezug auf Lot)
    7. Abstand des 28,2° LNB nach bester Signalgüte feinjustieren

    Zur Kontrolle der LNB-Positionen die Antenne am Reflektor oben/unten und links/rechts leicht drücken, das ergibt wesentlich schärfere Ausschläge am Messgerät als wenn man die LNB auf der Schiene verschiebt.

    Dann drücke ich die Daumen, dass die angekündigten Umstellungen auf Spotbeams in WÜ keinen Umbau mit meinem Boomerang oder gar mehr Blech erfordern. Hier im Raum Stuttgart ist die abgebildete Anordnung mit Boomerang und 7° Schielposition für ASTRA 2-Spotbeam grenzwertig

    rmm_Boomerang 13-19,2-23,5-28,2.jpg
     
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  12. Memento

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    Mit umdrehen meinst du die Adapterplatte um 180° drehen, so dass die Kerben richtung Spiegel zeigen?
    Was meinst du mit 98mm Brennpunktabstand?

    Den Astra 1 also nach rechts (wenn man auf den Spiegel schaut) wie mit den Kerben. Und den Astra 2 98mm links vom Astra 1

    Den Tilt von Astra 1 trotzdem einstellen?
     
  13. Dipol

    Dipol

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    Ja!

    In jedem Rillenfeedhorn und jeder dielektrischen Linse befindet sich ein Brennpunkt:

    ALPS-Quatro-LNB.jpg

    Die 98 mm sind für den gebogenen Boomerang gemäß Dishpointer-Winkel für Würzburg Stadtmitte errechnet. Mit zunehmendem Standortabstand ergeben sich Abweichungen. 98 mm Abstand Mitte-Mitte LNB sind als Voreinstellung auch an der geraden ZAS 90 bereits stimmiger als die 110 mm der Vorkerbung.

    Aber dann noch für den grenzwertigen Spotbeam-Empfang den LNB-Abstand wie beschrieben feinjustieren.

    Für einen Ingenieur ist (fast) nichts zu schwör! Wenn der LNB für 19,2° senkrecht steht reicht das locker aus, aber wenn man über ein Messgerät mit Spektrumsdarstellung verfügt ist das doch kein großer Akt auch dessen Kreuzpolarisation 100%-tig einzustellen.

    Viel wichtiger wäre bei einer Antennenmontage außerhalb der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade, dass bei Erdung und Potenzialausgleich nicht normwidrig geschlampert wird.
     
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