Sat Anlage 28,2 und 19,2 welche Signalqualität kann man erreichen

Diskutiere Sat Anlage 28,2 und 19,2 welche Signalqualität kann man erreichen im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, Ich habe heute meine Sat Anlage installiert 90er Spiegel von K 2 LNBs von K schielend auf 19,2 und 28,2. Eingemessen habe ich auf...

  1. #1 Memento, 18.05.2013
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    Hallo,

    Ich habe heute meine Sat Anlage installiert

    90er Spiegel von K
    2 LNBs von K schielend auf 19,2 und 28,2. Eingemessen habe ich auf 19,2 und komme bei beiden Satelliten auf ca 80-85% Signalqualität und Stärke.

    Einstellen könne ich noch den Winkel der Adapterplatte (Nach links oder rechts neigen) und den LNB Tilt einzeln je LNB

    Laut Anleitung wird empfohlen, den V-Winkel der Adapterplatte auf 12° zu stellen und den LNB Tilt bei 28,2 auf -7°

    Allerdings ist nicht erklärt ob man den LNB Tilt auch einstellen muss wenn man den V-Winklel der Adapterplatte (beide LNBs) einstellt.

    Das der Empfang der beiden Positionen ein Kompromiss ist, ist klar, aber kann man da überhaupt >90% erreichen?

    Besten Dank
     
  2. Jonny

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    AW: Sat Anlage 28,2 und 19,2 welche Signalqualität kann man erreichen

    Was sind 90%?
    Bei jedem receiver meist was anderes :-) BER / MER messen! (lassen)

    gesendet mit nem alten handy :-)
     
  3. #3 Memento, 18.05.2013
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    Ich probier einfach die Winkel mal aus, hatte heute nur leider keine Zeit. Meßgerät ist vorhanden.

    Mit den Prozentangaben meine ich Signalstärke und Qualität. Mein Messgerät zeigt BER vor und nach Fehlerkorrektur an. Muss ich mal checken wie ich da liege.
     
  4. Dipol

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    K = KATHREIN? Monoblock-LNB, fixe Duofeedhalter und auch die kerzengeraden KATHREIN-Adapterplatten können nur zu wenigen geografischen Standororten 100%-tig brennpunktoptimal passen.

    Je weiter der Abstand zum Zentralfeed, umso wichtiger wird auch eine LNB-Ausrichtung auf die Reflektormitte, damit der Feedhornöffnungswinkel den Reflektor nicht unnötig überstrahlt. Bis zu +/- 3° Orbitabstand ist der Vorteil meines Boomerang-Babys, der gebogenen Multifeedschiene von ASSAT, noch zu vernachlässigen. Ab 5° Abstand macht sich außer der AZ-Feineinstellbarkeit auch noch der bessere Abstand zum Reflektor in der Systemgüte bemerkbar.

    Prozentangaben passen zu willkürlichen Angaben der Receiver und von Schätzeisen, aber nicht zu kalibrierten Pegelmesswerten in dB(µV) oder Träger-Rauschverhältnis in dB ernsthafter Profimessgeräte.

    Räusper: Der LNB-Tilt wird zur Lotrechten gemessen und muss bei schräger Schiene selbstverständlich nachgestellt werden. Nur so bleibt die Kreuzpolarisationsentkopplung erhalten.

    Ohne elevationsgerechte Schrägstellung der Schiene können die Brennpunkte nur bei zufällig gleicher Elevation optimal sein. Digital fällt die deutlich schlechtere Systengüte erst bei Schlechtwetter auf. Auch durch Azimut-Feineinstellung der LNB-Abstände (Kerbenabstand ändern oder Adapterplatte umdrehen) lassen sich Systemgüte und Schlechtwetter-Reserve optimieren.

    Hier die Faktoren für die CAS 90 bezogen auf die tatsächlichen örtlichen Winkel:

    AZIMUT: 8,6 mm/Grad
    ELEVATION: 10,4 mm/Grad

    Und auch bedenken, dass ASTRA auf 19,2°, 23,5° und 28,5° den Tilt um 7,5° vorentzerrt, EUROBIRD auf 28,5° aber nicht. Siehe www.dishpointer.com. Je nach Standort kann es wegen Spot-Beams sinnvoll sein 1/3 zu 2/3 Abstände zum Zentralfeed zu wählen oder gar 28,2° in den Zentralfokus zu nehmen. Bei 10° Schielposition für 19,2° ist entweder der Boomerang oder eine asymmetrische Bastelanbringung der Adapterplatte fällig.

    Künftig werden aus Urheberrechtsgründen noch mehr Programme auf 28,2° Ost auf Spot-Beams verlegt und je nach Standort erhebliche größere Reflektoren erforderlich.

    Vergiss die herstellerabhängigen Fantasiewerte der Receiver und Schätzeisen und orientiere dich am möglichen Maximum an C/N und Systemgüte. Bis zur Unterschreitung des Frontend-Thresholds ist der Pegel bei Digitalempfang ohnenhin ohne Auswirkung.
     
  5. #5 Memento, 19.05.2013
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    Folgende Werte habe ich heute bei starkem Regen und Wind messen können.
    Spiegel, LNBs und Adapterplatte sind von Kathrein. Am Windkel der Platte und den Tilt habe ich nicht nicht verstellt. Alles 0°

    IMG_1291.jpg IMG_1290.jpg
     
  6. Dipol

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    Damit stimmt der LNB für 19,2° mit Ausnahme von unwesentlichen 0,6° Tilt, aber der für 28,2° ist gleich dreifach defokusiert:

    1. Der gekerbte LNB-Abstand der ZAS 90 Adapterplatte von 110 mm ist um ca. 12 mm zu weit und erfordert entweder eine interpolierte Kompromissausrichtung oder besser die Feineinstellung des Abstands
    2. Der LNB ist auch noch kropfunnötig um ca. 20 mm in der Höhe defokusiert weil die Option der Elevationsfeinstellung nicht genutzt wurde
    3. Die Kreuzpolarisation für ASTRA 28,2° wird mit 0° anstatt -6,6° zusätzlich unnötig versaut
    Wenn man sich so konsequent der Einstellanleitung widersetzt kann bei der miserablen LNB-Justage auch kein besseres Signal heraus kommen. Wenn die Schiene elevationsgerecht gekippt wird muss die EL-Einstellung der Antenne entsprechend nachgeführt werden, das ist ein Wechselspiel.
     
  7. #7 Memento, 19.05.2013
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    Ich hatte keine Zeit noch die Feineinstellung zu machen, das kommt noch.

    D.h. den LNB Tilt für 28,2° noch auf -6,6° einstellen? und den 28,2er LNB 20mm nach oben?
     
  8. nolu13

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    Hallo,
    Ich weiß jetzt nicht ,ob ich mich da jetzt weit aus dem Fenster lehne ?
    Respekt, Dipol!
    Deine Beiträge zeugen von Fachkompetenz.
    Bei der Größe des Spiegels ist da mehr drin,denn 45% sind für den sicheren Betrieb grenzwertig
     
  9. Dipol

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    Mit Ausrichtung auf den stärkeren ASTRA 19,2° ist 28,2° durch die Fixkerbung immer noch im Azimut defokussiert. Sowohl die von KATHREIN propagierte Einstellung auf den schwächeren Satelliten als auch eine interpolierte AZ-Kompromisseinstellung lehne ich ab. Wenn man die ZAS 90 umdreht kann man den LNB-Abstand brennpunktoptimal feineinstellen. Dazu muss zuvor die Nocke an der Unterseite der ZAS 90 abfeilt oder auf einer Metallunterlage einfach plattgeklopft werden.

    TIPP:
    1. ZAS 90 bearbeiten und umgedreht anbringen
    2. LNB für ASTRA 1 auf gleichem Randabstand wie mit Kerben setzen
    3. LNB für ASTRA 2 auf 98 mm Brennpunktabstand setzen
    4. Schiene kippen, so dass der LNB für 28,2 um 10 mm höher und der für 19,2° um 10 mm tiefer als das Zentralfeed steht
    5. Antenne im AZ und EL auf 19,2° ausrichten
    6. Tilt an beiden LNB gemäß www.dishpointer.com einstellen (Bezug auf Lot)
    7. Abstand des 28,2° LNB nach bester Signalgüte feinjustieren

    Zur Kontrolle der LNB-Positionen die Antenne am Reflektor oben/unten und links/rechts leicht drücken, das ergibt wesentlich schärfere Ausschläge am Messgerät als wenn man die LNB auf der Schiene verschiebt.

    Dann drücke ich die Daumen, dass die angekündigten Umstellungen auf Spotbeams in WÜ keinen Umbau mit meinem Boomerang oder gar mehr Blech erfordern. Hier im Raum Stuttgart ist die abgebildete Anordnung mit Boomerang und 7° Schielposition für ASTRA 2-Spotbeam grenzwertig

    rmm_Boomerang 13-19,2-23,5-28,2.jpg
     
  10. #10 Memento, 20.05.2013
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    Mit umdrehen meinst du die Adapterplatte um 180° drehen, so dass die Kerben richtung Spiegel zeigen?
    Was meinst du mit 98mm Brennpunktabstand?

    Den Astra 1 also nach rechts (wenn man auf den Spiegel schaut) wie mit den Kerben. Und den Astra 2 98mm links vom Astra 1

    Den Tilt von Astra 1 trotzdem einstellen?
     
  11. Dipol

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    Ja!

    In jedem Rillenfeedhorn und jeder dielektrischen Linse befindet sich ein Brennpunkt:

    ALPS-Quatro-LNB.jpg

    Die 98 mm sind für den gebogenen Boomerang gemäß Dishpointer-Winkel für Würzburg Stadtmitte errechnet. Mit zunehmendem Standortabstand ergeben sich Abweichungen. 98 mm Abstand Mitte-Mitte LNB sind als Voreinstellung auch an der geraden ZAS 90 bereits stimmiger als die 110 mm der Vorkerbung.

    Aber dann noch für den grenzwertigen Spotbeam-Empfang den LNB-Abstand wie beschrieben feinjustieren.

    Für einen Ingenieur ist (fast) nichts zu schwör! Wenn der LNB für 19,2° senkrecht steht reicht das locker aus, aber wenn man über ein Messgerät mit Spektrumsdarstellung verfügt ist das doch kein großer Akt auch dessen Kreuzpolarisation 100%-tig einzustellen.

    Viel wichtiger wäre bei einer Antennenmontage außerhalb der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade, dass bei Erdung und Potenzialausgleich nicht normwidrig geschlampert wird.
     
  12. #12 UnionJack, 03.07.2018
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    der Thread ist zwar schon etwas älter, ich habe jedoch die gleiche Frage und setze hier nochmal an.

    Meine Installation sieht folgendermaßen aus:
    - Kathrein CAS90 auf dem Dach (Erdungspflichtige Zone; Erdung mit 1x16² von Potentialausgleichsschelle ZAS40 direkt zum HES)
    - 2x Kathrein UAS 584
    - ZAS 90 Multifeed Adapterplatte
    - Standort: Stuttgart

    Ich habe die LNB's auf die für 19,2 und 28,2 vorgegebenen Positionen gesetzt und die Winkel für Schüssel und LNB's entsprechend der beiliegenden Kathrein Bedienungsanleitung eingestellt.

    Auf dem Einstellgerät hatte der Elektriker 2 grüne Smileys. Damit war die Arbeit für ihn beendet.

    Beim 19,2 habe ich keine Probleme
    Beim 28,2 reicht die Signalqualität/Stärke nur für normale Sender (Bei HD Sendern ruckelt/hängt das Bild immer wieder) und nur bei guter Witterung. Bei etwas stärkerem Regen habe ich kein Signal mehr.

    Kann ich hier mit einer Feineinstellung eine Schlechtwetterreserve erreichen oder gibt dies das momentane Setup nicht her?

    In meiner letzten Wohnung (auch Stuttgart) hatte ich eine 100cm Gibertini Schüssel mit einem inverto twin lnb auf 28,2 ausgerichtet. Da hatte ich keinerlei Probleme, auch nicht bei Starkregen und Schnee.
     
  13. #13 Dipol, 03.07.2018
    Zuletzt bearbeitet: 04.07.2018
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    Die CAS 90 ist schwerer und damit auch stabiler als eine GIBERTINI 100 XP oder auch die SE. Die für den Antennengewinn x Effizienz wirksamen Aperturflächen von 930 x 987 (gemessen) bzw. 940 x 101 (Datenblattangabe) Millimeter liegen in ähnlicher Größenordnung. GIBERTINI gibt für die OP 100 X leicht höhere Gewinne an, die in Stuttgart sicherlich nicht für die Empfangsstörungen mit der CAS 90 nicht entscheidend sind.

    Die Nachteile fixer Duo- oder Multifeedhalterungen und gerader Adapterplatten wie der ZAS 90 wurden bereits weiter vorne ausführlich geschildert. Bei einem 10° Duofeed überstrahlt mein Baby, der gebogene ASSAT "Boomerang" den Reflektor weniger und ergibt eine messbar bessere Signalgüte und Schlechtwetterreserve.

    In Stuttgart ist der Duofeedempfang von ASTRA 19,2° Ost und 28,2° Ost mit einer CAS 90 bei quasifreier Sicht und brennpunktoptimaler LNB-Justage und stimmiger Kreuzpolarisation/Tilt möglich. An einer CAS 90 mit Elevationswippe sollte die Feineinstellung mit umgedrehter ZAS 90 auch mit einem Antennenmessgerät ohne Spektrumsdarstellung lösbar sein.

    Gekerbter AZ-Abstand ZAS 90: 110 mm
    CAS 90 in S-Vaihingen: AZ-Brennpunktabstand 98 mm, den LNB mit der niedrigeren Elevation für 28,2° um 22 mm höher als für 19,2°.
    GIBERTINI OP 100 in S-Vaihingen: AZ-Brennpunktabstand 127 mm und 24 mm Brennpunkt-Höhendifferenz.

    Nach Az-/El-Daten von Dishpointer berechnet.

    Bei älteren CAS 90 ohne Wippe muss die Schiene unterlegt werden, womit die erreichbare Systemgüte und Schlechtwetterreserve zwangläufig etwas schlechter als mit Wippe ist, mit dem "Boomerang" und korrekter Einstellung sollte auch die genügen. Mit dem Boomerang ist es auch möglich ein asymetrisches Duofeed mit dem LNB für 28,2° Ost näher zum Zentralfeed mit besserem G/T anzuordnen. Die auf 19,2° eintretende Verschlechterung des G/T ist - jedenfalls mit dem Boomerang - zu verschmerzen.

    Dass bei erdungspflichtiger Antennenmontage der Antennenträger mit min. 16 mm² Cu, 25 mm² Alu oder 50 mm² St/tZn und nach Klasse H = 100 kA blitzstromtragfähigen Verbindern mit der HES/PAS und einem normkonformen Erder verbunden sein muss und ein PA der Kabelschirme und Komponenten auszuführen ist, reiche ich der PN-Vorwarnung nach.
     
  14. #14 UnionJack, 03.07.2018
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    Danke für die ausführliche Antwort. Ich hoffe ich habe alles soweit verstanden und werde es nun erst mit der umgedrehten ZAS versuchen und falls auch das ohne Erfolg ist, die A.S.Sat Multifeedschiene "Boomerang" besorgen.


    Ein paar Fragen habe ich allerdings noch:
    - Richte ich die Antenne nach dishpointer auf 28,2 aus oder auf Multi-LNB19,2, 28,2 und einem dritten (23,5,13) ?
    28,2 und 19,2 kann ich dort ja nicht auswählen.

    - Astra 1 nehme ich genau auf die Position der Kerbe, dann Messe ich von Mitte LNB1 auf Mitte LNB2 98mm?

    - Den Höhenunterschied von 22mm stelle ich über die Polarisationswinkeleinstellung am Antennenkopf ein?
    Wieviel grad entspricht das bzw. wie messe ich die 22mm?

    - Welchen LNB tilt muss ich jeweils einstellen bzw. wo find eich diesen Wert?


    Die Antennenmontage wurde mit einer 16mm2 Kupferleitung ausgeführt und über die HES mit einem nornkonformen Ringerder verbunden.
     
  15. #15 Dipol, 04.07.2018
    Zuletzt bearbeitet: 04.07.2018
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    Krückenlösung für DiY ohne Antennenmessgerät:
    1. Arbeiten auf dem Dach nur mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und angstfreier Dachsicherheit selbst vornehmen sowie Zugangsbereiche unterhalb absperren, falls ein Werkzeug herunterfällt.
    2. Einen LNB im Zentralfeed auf Originaladapterplatte nacheinander auf 19,2° und 28,2° ausrichten, AZ-Stellung jeweils am Mast und EL an der Halterung markieren.
    3. Antenne auf interpolierte Elevation einstellen und die CAS mittig zwischen die Orbiter eindrehen.
    4. Unternocke der ZAS 90 sanft plattklopfen oder abfeilen und umgedreht gegen die Originaladapterplatte wechseln.
    5. Bei CAS mit Elevationswippe diese mit Wasserwage auf 22 mm Höhenunterschied bei 98 mm Brennpunktabstand bzw. 36 mm auf die volle Länge von 165 mm einstellen, bei älterer CAS ohne Wippe die ZAS entsprechend einseitig unterlegen und die EL-Einstellung der Antenne berichtigen.
    6. Symmetrische LNB-Anordnung passt am ehesten zur Antennengrobausrichtung. Mit LNB-Anordnung für ASTRA 1 gegenüber den gedrehten Kerben mit 55 mm Brennpunktabstand zum Zentralfeed und ASTRA 2 mit 43 mm Abstand zur Mitte muss die CAS nachgeführt werden.
    7. LNBs mit Tilt nach www.satzentrale.de (ASTRA sendet mit 7,5 ° Vorentzerrung, ist dort berücksichtigt) einstellen.
    8. Die errechneten Maße unterliegen den Toleranzen von Dishpointer und den Faktoren aus alten KATHREIN-Seminarfolien, das örtliche Brennpunktoptimum kann somit leicht abweichen, weshalb Azimut, Elevation und Tilt/Kreuzpolarisation nach der Qualitätsanzeige (nicht Pegel) des Receivers noch optimierbar sein können.
    9. Den Anschluss des Erdungsleiters am Antennenträger (Dachsparrenhalter?) und die HES auf Blitzstromtragfähigkeit prüfen. Falls beide ausnahmsweise Klasse H = 100 kA blitzstromtragfähig sind, frühstücke ich einen Besen.
    10. LNB-Kabel möglichst nahe dem Dacheintritt über einen Erdblock führen und diesen mit 4 mm² Cu am geerdeten Antennenträger in den Potenzialausgleich einbeziehen. Der PA muss auch bei Ausbau von Komponenten an allen Leitungen erhalten bleiben, die galvanische Verbindung der UAS-LNB mit der CAS 90 ist besser als nix, reicht aber normativ nach IEC 60728-11 nicht aus.
    Falls das ein Neubau ist, empfehle ich noch den gepinnten Thread zur DIN 18014 zu lesen.
     
  16. Dipol

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    Wenn ich nicht übersehen hätte, dass per PN Nachrichten mit Fotos zugeschickt wurden, wäre der Vorbeitrag deutlich kürzer ausgefallen.

    Die Wippe ist mit knapp 13° in der richtigen Größenordnung schräg gestellt, aber beide LNB stehen mit dem vorgekerbten Abstand von 110 mm zu weit auseinander. Falls die Antenne optimal auf 19,2° Ost ausgerichtet wurde, wäre bereits mit Versetzten des LNB für 28,2° Ost um ~12 mm nach innen eine erhebliche Verbesserung der Systemgüte und Schlechtwetterreserve zu erzielen. Die nächste Kerbe der ZAS 90 für Pos. 2 hat 9 mm Abstand und sollte einen Versuch bei nicht gedrehter Schiene zulassen.

    Wenn die Antenne jedoch im Azimut interpoliert zwischen den beiden Orbitern auf gleichen Fehler eingestellt wurde, muss sie nachgedreht werden.

    Ein asymmetrisches Doufeed mit dem am meisten genutzten LNB für 28,2° O im Zentralfeed und dem für 19,2° O auf extremer Schielposition ist mit meinem Boomerang möglich. Ein Duofeed mit 1/3 zu 2/3-Mittenabstand ist jedoch besser und wäre mit zwei neuen Bohrungen auch nach Verschiebung der bolzengeraden ZAS 90 prinzipiell möglich, ist aber wegen der daraus resultierenden Reflektorüberstrahlung und schlechteren Systemgüte bei ASTRA 1-Empfang nicht sinnvoll.
     
  17. #17 UnionJack, 09.07.2018
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    Vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Ich habe am Wochenende mit der Feinjustierung begonnen, allerdings ist es aufgrund der ständig guten Wetterlage momentan schwer nachvollziebar ob sich an der Schlechtwetterreserve etwas verbessert hat. Die Receiveranzeige ist nutzlos, da ich nur einen Balken angezeigt bekomme und nichtmal einen Prozentwert. Der Balken ist ca. bei 85%.
    Ich konnte nun meinen Elektriker für eine Feinjustierung mit dem Antennenmessgerät gewinnen. Das werden wir am Wochenende in Angriff nehmen.

    Davor wollte ich noch ein paar Punkte klären:
    - Sind die 13° an der Wippe korrekt oder was wäre die genaue Gradzahl für 22mm Höhenunterschied? Muss ich das trotz Wippe mit der Wasserwaage einstellen?
    - Muss ich die Antenne auf die Werte von 19,2° ausrichten oder auf den Mittelwert 19,2 und 28,2°? Was genau meinst du mit nachdrehen? In Richtung 28,2°?
    - Warum wird die Antenne nicht auf 28,2 ausgerichtet? Das ist ja der schwächere Satellit.

    Die modifizierte ZAS Justage habe ich verstanden. Mitte Kerbe wird der Zentralfeed sein? Davon dann die angegeben mm Abstände nach links und rechts schieben. (jeweils auf Mitte LNB)
     
  18. #18 plattypus, 09.07.2018
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    Wie hast Du diese "90%" ermittelt? Hast Du geeichte Meßempfänger für ide Signalstärke und -qualität oder stammen die Daten von dem normalen Sat-Receiver? Sollte Letzteres der Fall sein, vergiß es. Die WErte da sind meist irgendein Quatsch, aber nichts wirklich Brauchbares.

    Ansonsten: Du hast die Sat-Anlage auch geerdet? Der Potentialausgleich sollte mit min. 6mm² Kupferdraht erfolgen. Sollte sich die Antenne auf dem Dach befinden und entsprechend Blitzschlag ein Thema sein, sind min. 16mm² Kupfer Pflicht und eine Anbindung an den Blitzableiter des Hauses.
     
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    Wenn der Mast absolut lotrecht steht, sollte die Voreinstellung mit knapp 13° nach Skala reichen, auch die Einstellung geht mit einem Profimessgerät genauer als mit Wasserwaage. LNBs kann man aber nicht wie im Maschinenbau voreinstellen, denn die Angaben von Rechenprogrammen wie Dishpointer berücksichtigen nicht die Höhe über NN und auch in den KATHREIN-Angaben vom Standort Alicante, die meiner Excel-Berechnung als Basis dienen, lassen trotz zahlreicher Nachkommastellen noch Raum für Optimierung auf das letzte dB-chen.
    Mit den Transpondern auf den Spotbeams ja, aber auf 28,2° gibt es auch welche die richtig reinhauen und derart extreme Pegelunterschiede mag kein Frontend. Wenn man zwei Satelliten einstellt, ist das wie Jonglieren mit zwei Bällen.

    Wenn die Hürde der Vorkerbung mit zu großem Brennpunktabstand auf den örtlich zutreffenden geändert ist, kann man beide LNB symmetrisch oder alternativ auch den LNB für ASTRA 19,2° nach außen und den für 28,2° damit etwas weiter nach innen mit geringfügig weniger "Schielverlust" anordnen. Bei gekippter ZAS 90 mit dem LNB für ASTRA 1 auf der Außenposition, sollte man auch zuerst auf diesen Satelliten ausrichten und dann erst den nicht so weit außen positionierten LNB für ASTRA 2 nachjustieren.
     
  20. Dipol

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    Nicht jedes Haus hat eine Blitzschutzanlage, aber Dachantennen sind unabhängig davon mit nach Prüfnormen Klasse H = 100 kA zertifizierten Leitern und Verbindern zu erden, es sei denn nach einer aufwändigen Risikoanalyse gemäß IEC 62305-2 genügt nur ein nicht blitzstromtragfähiger Potenzialausgleich.

    In DIN EN 60728-11:2005-10 wurde letztmals eine Verbindung des Antennenträgers mit Blitzschutzanlagen gefordert. Seit der Ausgabe von 2011-06 wird der Schutz mit getrennten Fangeinrichtungen nach dem Stand der Technik empfohlen.

    Direkterdungen wie auch die Erweiterung von Blitzschutzanlagen mit getrennten Fangeinrichtungen sind wesentliche Änderungen, wodurch ein Bestandsschutz für die Errichtung nach altem Normenstand erlischt und normkonforme Nachrüstungen anfallen.

    6 mm² Cu ist m. E. zu befürworten. Traditionell beträgt der Mindestquerschnitt für PA-Leiter von Antennenanlagen aber nur 4 mm² Cu und seit der abgelösten Normausgabe von 2011-06 ist auch noch - analog zu den Querschnitten für zusätzlichen Schutzpotenzialausgleich - ein Querschnitt von 2,5 mm² Cu bei geschützter Verlegung zugelassen. Den Querschnitt mag nicht mal der ehemalige Obman im für Antennensicherheit zuständigen Normengremium DKE/K 735, in dessen Amtszeit als Sekretär in Brüssel der eingeführt wurde.
     
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