Sat anlage einbinden in den Potenzial ausgleich

Diskutiere Sat anlage einbinden in den Potenzial ausgleich im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; So nachdem ich gestern in meinem Haus mal den Potenzialausgleich verlegt und angeschlossen habe (Haus von 1964). Plagt mich noch ein Problem mit...

  1. Heidrich

    Heidrich

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    So nachdem ich gestern in meinem Haus mal den Potenzialausgleich verlegt und angeschlossen habe (Haus von 1964).

    Plagt mich noch ein Problem mit der Satanlage. Die Schüssel sitzt im Giebel ca 1m unterkannte First. Ist also nach meinem wissen in den Potenzialausgleich einzubinden.

    Möglichkeit 1
    Über den Dachboden und dann durch den toten Kamin (in dem alle anderen neuen Kabelliegen) und dann ca 8m Leitung unter der Decke im Keller lang. Davon ein Teil in einem Kabelkanal.

    Bedenken Holzbalken des Daches und die Glaswolle zudem die paralle Leitungsführung mit anderen Leitungen.

    Möglichkeit 2
    Erdungspunkt aussen am Haus langführen und über einen seperaten Staberder erden.

    Soweit mir bekannt ist ist dies aber nicht mehr erlaubt?

    Hat jemand eine Idee wie ich das lösen könnte als Elektriker?

    Ps.: Schüssel umsetzen ist nicht möglich / Ganz schemen Hafte Zeichnung:mega_lol:
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Dann dürfte Dir als "Elektriker" der Blitzplaner eines großen Herstellers wohl nicht unbekannt sein.
    Mal dort reinschauen, und die Frage klärt sich von selbst.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Dipol

    Dipol

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    Auch wenn der Beitrag zu diesem Thread viiiel zu spät kommt, muss der noch raus:

    Antennen die sich wie diese außerhalb des Schutzbereichs der Fassade mit 2 m Mindestabstand zu einer Dachkante befinden, sind nach alter wie neuester EN 60728-11:2011-07 erdungspflichtig. Somit genügt kein Potenzialausgleichsleiter, sonder es muss ein Erdleiter mit mindestens 16 mm² Cu-Draht, vorzugsweise Einzelmassivdraht, auf möglicht kurzem Weg an den Hauserder geführt werden.
    Jeder blitzstrombelastete Erdleiter hat nach EN 62305 gefährliche Näherungen zu vermeiden und muss Trennungsabstand zu anderen Leitungen einhalten. Im toten Kamin kann man die Antennenkabel und den Potenzialausgleichleiter verlegen, aber nicht auch noch den Erdleiter.

    Obwohl schon lange Vorschrift aber wenig bekannt:
    • Blitzschutz ist Brandschutz. Zur Vermeidung von Überschlägen ist ein möglichst mastnaher erster PA der Kabel vorzusehen.
    • Bei konventionell direkt geerdeten Antennen darf der PA wegen des Schleifenverbots ausschließlich an der Masterdung angeschlossen werden. Dies gilt auch für einen Multischalter der im UG in der Nähe der HES angebracht ist! In diesem Fall ist möglichst eng mit den Antennenkabeln ein Potenzialausgleichsleiter von nunmehr mind. 2,5 mm² (geschützt) oder wie früher 4 mm² (ungeschützt) zu verlegen
    Holzsparren und Glaswolle sind normativ unbedenklich, zu anderen Leitungen ist der nach EN 62305 zu berechnende Trennungabstand einzuhalten.
    Als Entlastungserder sind sowohl Vertikal- wie auch Banderder zulässig, aber grundsätzlich müssen alle Erder mit dem Schutzpotenzialausgleich blitzstromtragfähig verbunden sein.
    Da gibt es nur das Problem, dass der Blitzplaner seinen Redaktionsschluss Jahre vor der EN 60728-11:2011-06 und der EN 62305:2011-07 hatte.

    Die Darstellungen sind aber bezüglich
    • konventioneller Antennen-Direkterdung
    • Antennen im Schutzbereich von getrennten Fangeinrichtungen bzw. isoliertem Blitzschutz
    • Antennen im Schutzbereich von Fassaden
    weitgehend noch zutreffend. Nicht mehr zutreffend sind die Darstellungen bezüglich der verschärften Anforderungen bei Antennenerdung an eine Blitzschutzanlage und dem weitgehend liberailsierten Potenzialausgleich bei einer Antenne für nur eine Wohneinheit.

    In den Blitzplaner-Grafiken der Hauserder fehlt übrigens der Hinweis, dass auch die Vertikalerder schon nach alter EN 62305 bis 0,5 Meter unter Grund versenkt werden mussten.
     
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