Sat-Anlage - Erdung, Blitzschutz, Potentialausgleich usw.

Diskutiere Sat-Anlage - Erdung, Blitzschutz, Potentialausgleich usw. im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Forumsgemeinde, nachdem ich bereits unzählige Foren durchforstet habe und geglaubt hatte, ich hätte die Lösung für meine Sat-Anlage...

  1. Pedi1974

    Pedi1974

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    Hallo Forumsgemeinde,

    nachdem ich bereits unzählige Foren durchforstet habe und geglaubt hatte, ich hätte die Lösung für meine Sat-Anlage gefunden, stoße ich doch immer wieder auf neue und gegensätzliche Aussagen. Also stelle ich hier jetzt einfach mal meine Fragen.

    Ich dachte immer Erdung, Blitzschutz und Potentialausgleich sei ein und die selbe Sache. Das ist es aber anscheinend nicht. Ich habe also vor kurzem in meinem kürzlich bezogenen Reihenhaus eine Satanlage installiert. Meine Nachbarn hatten das bereits ebenfalls getan. Als ich das Thema Erdung ansprach, hieß es nur, es sein nicht wirklich notwendig. Ich habe Meine Schüssel mittels Sparrenhalter aufs Dach gesetzt und ein 16 mm² Kupfer(erd-)kabel vom Sparrenhalter über ein Leerrohr in den Keller geführt und dort an die Potentialausgleichschiene angeschlossen. Den Multischalter und die Koaxleitungen ebenfalls über ein 4 mm² an den Sparrenhalter und somit an die PAS angeschlossen. Ich dachte eigentlich damit mein Soll in Sachen Erdung/Blitzschutz erfüllt zu haben. Langsam kommen mir aber Zweifel.

    Da ich im Leerrohr noch Platz hatte, habe ich mir im selben Leerrohr noch eine zusätzliche Stromleitung nach oben gelegt für den späteren Dachausbau. Geht das??? Ist das Empfehlenswert oder gefährlicher Blödsinn?????? Ich vermute mittlerweile eher Letzteres. :mauer

    Die Antennenkabel laufen vom Multischalter parallel mit dem Erdungskabel über den Stitzbogen zum Leerrohr. Dort trennen sich Erdungskabel und Antennenkabel und laufen in zwei Leerrohren in den Keller. Im Keller laufen zwei Antennenkabel wieder parallel mit dem Erdungskabel in einem Kunsstoff-Kabelkanal. Der Rest geht in eine andere Richtung. Wie oben erwähnt läuft noch eine Stromleitung im selben Leerrohr mit dem Erdungskabel (????).

    Ich wäre euch für praktische Tipps super dankbar. Mit DIN-Normen kann ich wenig anfangen, bin kein Elektriker. Diverse Dokumente (Dehn usw.) habe ich schon mehrmals durchgeblättert, verstehe aber meist nur Bahnhof.

    Plan Verkabelung.jpg Multischalter.jpg
     
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  3. Pedi1974

    Pedi1974

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    Nachtrag: Habe nachfolgenden Beitrag in einem anderen Thread über die Erdung von Sat-Anlagen gefunden. Interessant ist die fett markierte Aussage.

     
  4. Gwenny

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    Warum findest du denn die
    so
    , wenn Du
    bist?
     
  5. Fassade

    Fassade

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    Dipol wird sich schon äussern.
     
  6. Pedi1974

    Pedi1974

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    Weil das genau meiner Installation entspricht und gem. AndyAC
    Hast du etwa einen Tip für mich?
     
  7. karo1170

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    Nein, sie stehen aber im engen Zusammenhang.

    Die Einbeziehung der leitfaehigen Teile der Sat-Anlage in den Potentialausgleich ist prinzipiell notwendig. Die Dimensionierung der Kabel ist üppig, iirc sind 4mm²/2,5mm² bei geschützter/ungeschützter Verlegung ausreichend. Was vermutlich fehlt, ist die (Direkt-)Erdung der Sat-Anlage, wenn diese sich im erdungspflichtigen Bereich befindet...

    PA und Stromleitungen im gleichen Leitungsrohr ist kein Problem.

    Vielleicht wird es verständlicher, wenn du das verlegte Kabel nicht als Erdungskabel, sondern als hausinternen PA-Leiter betrachtest.
     
  8. Pedi1974

    Pedi1974

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    Danke karo1170.....

    Das heist also, dass meine Verkabelung grundsätzlich so in Ordnung ist. Ich habe lediglich den "hausinternen PA-Leiter" mit 16 mm² etwas überdimensioniert.

    Ich habe auch verstanden, dass bei mir die (Direkt-)Erdung der Anlage fehlt. Das ist vermutlich die Leitung, welche außen am Haus entlang in den Boden führt. Ist das der Blitzschutz oder die Blitzableitung? Muss ich das haben? Die Antenne steht auf dem Dach unterhalb des Dachfirst.

    Ca. 50-100 Meter neben unserem Haus verläuft eine Hochspannungsleitung. Der Vater meines Nachbarn (er ist Elektriker) sagte, dass ein Blitz dort einschlagen würde und nicht in die Antenne. Wir seien durch die Hochspannungsleitung relativ gut geschützt. Deshalb hat er die Antenne auch nicht geerdet. Ich habe mich mal in der Nachbarschaft umgeschaut und bei niemandem eine äußere Direkterdung feststellen können.

    Muss ich zwingend noch etwas machen oder kann ich die ANlage so lassen wie sie ist?
     
  9. Fassade

    Fassade

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    Schau mal nach Dipols Beiträgen. Da ist alles gut erklärt.

    Ja die Direkterdung brauchst du. Bei Dipol siehst du wo die Schüssel sein müsste um verzichten zu können.
    Ist aber eine Forderung die glaub ich erst vor 2 Jahren kam vielleicht haben das deshalb deine Nachbarn nicht.
    Oder es wurde gemacht wie immer.

    Vor der Forderung der Direkterdung wäre deine Ausführung sogar noch richtig gewesen sofern das 16² massiv ist und nicht aus einzelnen Drähten besteht. Und das Stromkabel da nicht wäre... Näherung etc...

    Und ob der Blitz das macht was der Vater eines Nachbarn sagt...
     
  10. ultra79

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    Sicherlich eine interessante Frage. Das wirft aber auch die Frage auf ob Blitze ihr Verhalten vor zwei Jahren verändert haben...
     
  11. Fassade

    Fassade

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    Warum steht irgendwo das die Blitze vor 2 Jahren in die Hochspannungsleitung eingeschlagen sind?
    Oder meinst du die Direkterdung?
     
  12. ultra79

    ultra79

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    :winken

    Na wenn eine Anlage die vor 2 Jahren völlig okay war durch Änderung des Regelwerks plötzlich nicht mehr okay ist dann muss man sich die Frage stellen ob das sinnvoll ist. Es werden ja immer mal wieder Sachen geändert in Regelwerken - teils weil es neue Erkenntnisse gibt - aber sicherlich auch weil Lobbyarbeit betrieben wird.
     
  13. Dipol

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    Man hat meine beiden Knie runderneuert, daher schalte ich mich erst verzögert ein.
    Dabei ist das recht einfach auseinander zu halten, wenn man den Begriff Blitzschutz nicht in sprachlicher Schluderei mit Blitzschutzanlage bzw. Blitzschutzsystem verengt:

    • BLITZSCHUTZ: Gliedert sich auf in den Äußeren Blitzschutz, wozu z. B. auch Antennenerdungen zählen, und den Inneren Blitzschutz mit Potenzialausgleich und Überspannungsschutz
    • POTENZIALAUSGLEICH: Alle leitendenden Teile werden miteinander verbunden um Potenzialdifferenzen zu verhindern
    • ERDUNG: Leitet Blitzströme aus Direkttreffern teilweise in die Erde und weniger in die Versorgungsnetze und die Nachbarschaft ab und sorgt auch umgekehrt dafür, dass Überspannungen aus den Strom- und Kommunikationsnetzen abgeschwächt ins Gebäude eingeleitet werden.
    So simpel ist das.

    In der allgemeinen Normenflut und bei unauskömmlichen Preisen haben nur noch wenige konzessionierte EFK vertragstreu ein VDE-Auswahlabo. In keinem anderen sicherheitsrelevanten Bereich werden so viele haarsträubend nomwidrige Falschaussagen verbreitet und nur gemacht, was man schon immer (falsch) gemacht hat.

    Die Zweifel sind berechtigt. Neue Antennen sollen möglichst nur noch in geschützten Räumen erstellt werden. Entweder im passiven Schutzbereich der Fassade oder nach dem Stand der Technik in LPZ 0B einer getrennten Fangeinrichtung.

    Blitzstrombelastete Erdleiter sind seit jeher auf möglichst kurzem Weg und primär senkrecht nach unten gegen Erde zu führen. Nach dieser Skizze

    Den Anhang 48851 betrachten

    geht es völlig unnötig erst einmal aufwärts und mit der Innenableitung hast du dir einen prima Blitzeinleiter verlegt von dem Blitzströme "bestens" in andere Netze eingeleitet werden. Immerhin sind die Antennenleitungen nach dem Eintritt ins Gebäude und ebenso die Multischalter-Sternleitungen in den PA einbezogen, womit - bei intelligenter Führung des PA-Leiters und wenn die ÜSE hinter den Erdblöcken gesetzt werden - die Normforderung erfüllt ist, dass der PA auch bei Komponentenausbau an allen Leitungen erhalten bleiben muss.

    Den Anhang 48852 betrachten

    Das Gehäuse des MS gehört auch noch in den PA einbezogen.

    Mit einem Konzept mit Null Trennungsabstand zum blitzstrombelasteten Erdleitern verschafft man Blitzströmen einen hohen "Wirkungsgrad".

    Wer bei bekennender fachlicher Ahnungslosigkeit nicht rechtzeitig fragt ist selbst schuld, oder?

    Auch nicht annähernd jeder Eli ist ein echter Antennenprofi und an gefühlt 95 % nicht oder nicht normkonform ausgeführten Antennenerdungen ist die EFK-Gilde leider kräftig mit beteiligt. Das ändert aber nichts daran, dass Erdung und PA integraler Bestandteil der Elektroanlage sind und so lange die EU-Kommission das Meisterprivileg nicht noch gründlicher unterminiert hat, für Installationen NAV § 13 formal zu beachten ist. Wenn ein Laie entgegen dieser Vorschrift normkonform installiert, ist das ein geringerer Verstoß als wenn eine EFK nicht erdet oder beim PA schlampert, weil es die Kollegen angeblich auch so machen.

    Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sind Lösungen schwerer und teurer. Nachhaltige Sicherheit ist nur noch mittels nachträglicher Installation einer normkonformen getrennten Fangeinrichtung nebst Außenableitung durch eine der seltenen qualifizierten Blitzschutzfachkräfte herzustellen. Der jetzige Erdleiter wird damit zum überdimensionieren PA-Leiter umfunktioniert und die SPD 2 Überspannungsableiter sind dann auch nicht mehr energetisch überfordert. Die taugen nämlich nur gegen induktive Blitzstromeintragungen und nutzen bei Direkterdung dem Hersteller und Händler mehr als dem Endverbraucher.

    Aktuell gilt für Antennensicherheit die DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2011-06, die gegenüber der Vorgängerausgabe von 2005 nur überschaubare Änderungen erhält. Sieht man vom viel längerfristigen Hin und Her beim Verbot und der Wiederzulassung mehrdrähtiger Erdleiter ab, kann ich als halbwegs Normenkundiger die Klage, dass sich in den letzten zwei Jahren grundlegende Änderungen ergeben hätten, nicht nachvollziehen.

    Die nachhaltige Normen-Empfehlung, Antennen in den Schutzraum getrennter Fangstangen zu stellen, gibt es schon seit 2002 und das eigentliche Problem bei der Blitzstromtragfähigkeit sind nicht Einzelmassivdraht oder mehrdrähtige Erdleiter, sondern insbesondere Banderdungsschellen ohne Prüfnachweis.

    Jetzt ist erst mal Schluss, sonst lassen mir die ganzen Rollstuhlfahrer und Krückengeher im Speisesaal nix mehr zum Abenddessen übrig.
     
  14. Dipol

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    Eigentlich wäre es angebracht an dem alten Thread Leichenschändung zu begehen, ich gebe mal meinen Senf zum Nachtragzitat in Beitrag #2 hier dazu.

    Blitze schlagen nicht unbedingt am höchsten oder niederohmigsten Punkt ein, aber häufig dort wo die höchste Feldlinien-Konzentration ist. Das sind insbesondere herausragende Spitzen aber auch die Gebäudeecken mit und ohne Blitzschutzanlagen. Nach empirischen Erkenntnissen erhöhen niedrige Dachaufbauten die Einschlaghäufigkeit - geerdet oder ungeerdet - nicht.

    Starker Tobak!

    Ein vollständiger (Blitzschutz-)Potenzialausgleich ist zwar noch wichtiger als eine möglichst erdfühlige Gebäudeerdung, nur muss sich auch der PA an der Schnittstelle LPZ 0A/LPZ 1 beim Überspannungsschutz gegen externe Ereignisse am zu erwartenden Schadensrisiko nach DIN EN 62305-2 (VDE 0185-305-2) und dem Stoßstrom 10/350 µs orientieren. Daher sind für SPD 1 Blitzstromableiter als Grobschutz auch stärkere Querschnitte sinnvoll als für SPD 2 Überspannungsableiter als Mittel- oder Feinschutz mit Stoßstrom 8/20 µs.

    In der Tat sind Normen nicht konsequent. Das lässt aber nicht den Umkehrschluss zu, dass Antennen- und PV-Anlagen, Edelstahlschornsteine oder Hausverwahrungen und Dachrinnen/Regenfallrohre blitzstromtragfähig geerdet unsicherer sind. Wer als EFK so etwas glaubt, hat erheblichen blitzschutztechnischen Nachholbedarf und sollte mal wieder in der Normenreihe DIN VDE 0100 stöbern und sich auch mit der Tabelle D.3 der DIN EN 62305-1 (VDE 0185-305-1) befassen, siehe DEHN Blitzplaner Tabelle 2.5.1 oder Anhang.

    Nach der für Antennensicherheit primär maßgeblichen IEC 60728-11 wie auch der Blitzschutznorm IEC 62305 wird seit geraumer Zeit Isolierter Blitzschutz nach dem Stand der Technik empfohlen, denn nur so lassen sich galvanische Blitzstromeintragungen weitestgehend vom gesamten Gebäude oder einzelnen schützenswerten Dachaufbauten abwehren.

    Märchen und Weisheiten des AndyAC, der vermutlich keinerlei Blitzschutz-Zertifikat vorweisen kann? Für diese angeblichen Eigenerlebnisse (einige = Plural!) fehlt jeder Beleg und es wäre erstaunlich wenn auch nur ein einziger Fall nachträglich belegt würde.

    Trennungsabstand ist Elis Fremdwort. Da glaubt doch einer tatsächlich, dass Blitzströme und Überspannungen die in PA-Leiter oder Koaxleitungen gefahren sind, sich von selbst auflösen und harmlos sind. Dieser Irrglaube passt nach dem Motto "Ich hole mir den Blitz nicht ins Hause", dass ein Separaterder und ein unterlassener PA der Antennenkabel an der Schnittstelle LPZ 0A/LPZ 1 sicherer sind.
    :hammer:

    Normen sind auch als "Vorschriften" mit Gänsefüßchen eingerahmt verbindlich und ein Blick in STGB § 319 Baugefährdung befreit von gegenteiligen Illusionen.
     

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  15. romeo75

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    Hallo...

    jetzt hab auch ich eine Frage die mir keiner, in meinem Umfeld, beantworten kann.

    Bin gerade dabei, den besten Standort meiner Satanlage im Garten zu finden und zu erden. Sicherlich könnte ich auch die Anlage an das neu gebaute Haus anbringen, aber wegen der Optik soll sie doch im Garten. Der PA befindet sich im HAR und ich könnte diesen nutzen, wenn er nicht so weit ( 10 m) entfernt wäre.
    Da ich zum Nachbarn eine Mauer ( 24m lang ) errichten möchte, könnte ich doch im Fundament mit Bewehrung, einen Fundamenterder installieren und von dort die Schüssel erden...geht das? LG Tino
     
  16. simon84

    simon84

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    Separater blitzstromtragfähig eingebundener erder ist richtiger Ansatz und du musst den erder mit dem PA / erder im Haus ebenfalls verbinden !
     
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  18. Dipol

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    Wer wegen der vermeintlich besseren Optik Antennen abgesetzt vom versorgten Gebäude anbringt, entschiedet sich damit - bewusst oder unbewusst - für weniger Sicherheit.

    Gartenantennen sind - abhängig von der Baubauungsdichte - viel stärker als Dachantennen von Blitzstromeinkopplungen aus Einschlägen in die Nachbarschaft gefährdet, welche über Erdkabel oder gar Freileitungen eingekoppelt werden können.

    Nicht alles was geht ist auch sicher und normkonform. Das fängt schon beim ich eines Fliesenlegers an, das im Gegensatz zu NAV § 13 steht.

    Den Kernpunkt hat @simon84 bereits kurz und prägnant genannt. Was für Erdkabel von Breitbandkabeln gilt, die an vielen Punkten geerdet sind, ist für Gartenantennen noch relevanter. Wenn man Optik priorisiert, sollte man wenigstens nahe dem Kabeleintritt ins Gebäude noch SPD 1 Blitzstromableiter als Grobschutz und vor einem Multischalter SPD 2 Überspannungsableiter als Mittelschutz vorsehen. Nach Ablauf der Übergangsfrist von DIN VDE 0100-443 und DIN VDE 0100-534 im Oktober ist Überspannungsschutz Pflicht.

    Einwand: Mit blitzstromtragfähiger Verbindung zum Schutzpotenzialausgleich ist das kein (normwidriger) Separaterder mehr sondern ein Stützerder. ;)
     
  19. simon84

    simon84

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