Sat Anlage/Mast Erdung-Blitzschlag & Potentialausgleich

Diskutiere Sat Anlage/Mast Erdung-Blitzschlag & Potentialausgleich im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Moin zusammen ich möchte meine Idee zur Sat-Erdung & Potentialausgleich hier kurz beschreiben und eure Meinung dazu hören…. …ob technisch in...

  1. #1 noworries, 20.06.2011
    noworries

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    Moin zusammen

    ich möchte meine Idee zur Sat-Erdung & Potentialausgleich hier kurz beschreiben und eure Meinung dazu hören….
    …ob technisch in Ordnung, und technisch sinnvoll.

    Korrigiert mich bitte, wenn ich etwas falsch verstanden habe. Es geht um ein Einfamilienhaus.

    Potentialausgleich: 4mm² Kabel

    Multischalter <> alle F-Stecker <> Dachsparrenhalterung (Mast) <> Potentialausgleichsschiene Haus

    Erdung Mast: 16mm² Kupfer

    Schelle an Mast <> Kabel über Dach <> Kabel direkt in die Erde <> Erdspieße nach Norm (verzinkt)


    Jetzt kommt nur noch die „optische Komponente… wie kann ich das Kabel halbwegs ansehnlich verlegen? Auf dem schwarzen Dach halte ich es für nich sooo problematisch. An der Hauswand würde ich es in ein entsprechendes Leerrohr legen, und ab in die Erde.

    Was haltet ihr von meinen Ideen?

    Danke und beste Grüße
    Markus (von einem Anfänger)
     
  2. Julius

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    Fast richtig.
    Die Verbindung vom PA zum Blitzschutz muß aber möglichst tief sitzen.
    Also nicht oben am Mast, sondern unten bei der HES/HPAS!
     
  3. #3 noworries, 20.06.2011
    noworries

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    Hallo Julius, danke für Deine Antwort.
    Wie es aussieht, werde ich dann wohl auf den Anschluß meiner Erdspieße mit der HES verzichten müssen. Es liegt jeweils beides auf zwei ganz anderen Ecken vom Haus. :-/

    Anfangs werde ich den Potentialausgleich der Anlage mit installieren. Warscheinlich lasse ich den Blitzschutz vorerst noch bleiben. Zumal ich mit der Schüssel ca. 1,5m unterhalb der Dachkante bin.
    Evtl. schaffe ich es dann, den Blitzschutz zum Jahresende anzubringen.

    Ist es beim Blitzschutz eigentlich ok, wenn ich die Leitung unterhalb der Dachpfannen bis zur Regenrinne führe, und ab dort direkt in die Erde??
    Oder muss die Leitung auf dem Dach verlaufen??

    VG
    Markus
     
  4. Julius

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    Nein, muß sie nicht. Sie kann auch UP verlaufen.
     
  5. #5 Dipol, 26.04.2019
    Zuletzt bearbeitet: 26.04.2019
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    Nachdem ich zufällig auf diesen Altbeitrag gestoßen bin, begehe ich für ebenso zufällige Mitleser eine Leichenschändung mit Richtigstellungen.

    Nach der damals gültigen Norm war der PA auch bei einem Multischalter im Keller zur Vermeidung induktiver Blitzstromeinkopplungen aus Naheinschlägen AUSSCHLIESSLICH schleifenfrei am geerdeten Antennenträger, somit NUR oben anzuschließen.

    Da kaum noch jemand bei Gewitter die Endgeräte aussteckt, wodurch die Schleifen geschlossen werden und bei zunehmender Kombination erdungspflichtiger Sat.-Anlagen mit BK- oder Telefonnetzen Schleifenfreiheit nicht mehr möglich ist, darf/soll nach aktuellen Beispielbildern der in Revision befindlichen IEC 60728-11 am Fußpunkt ZUSÄTZLICH vermascht werden. In der letzten deutschen Ausgabe DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2019-02 ist der Primat von Vermaschungen noch nicht so rigoros dargestellt.

    Fatal, dass @noworries dazu verleitet wurde den Erdspieß normwidrig nicht mit der HES zu verbinden. Diese Verbindung ist obligatorisch und muss wie Ableitungen von Fangstangen oder Erdungsleiter von Dachantennen einschließlich den Verbindern sowie HES Klasse H = 100 kA blitzstromtragfähig geprüft sein.

    Bei Gebäuden mit undokumentierten Fundamenterdern unklarer Blitzstromtragfähigkeit oder weit innenliegenden HES sind Stützerder sinnvoll und bei vor 2007 errichteten Altbauten auch noch aus St/tZn zulässig,
    Aus Korrosionsschutzgründen dürfen diese aber nur über Funkenstrecken angeschlossen werden. Ein auf min. 3 m Tiefe eingetriebener Erdspieß aus NIRO (V4A) ist die bessere Alternative, ebenso auch für Außenableitung 8 mm Blitzableiterdraht.
     
    simon84 und SIL gefällt das.
  6. #6 Strobel, 28.10.2019
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    Bevor ich ein eigenes Thema öffne. Habe im Prinzip die selbe Fragestellung.

    NYY-J 16 mm²
    Schelle an Mast <> Kabel unter Dachziegel <> Regenrinne (mit DEHN Regenrinnenhalter) <> neuer DEHN Regenrinnenhalter 2m entfernt vom ersten Halter (Rinne als Leiter) mit 10mm2 v4a runter an Ringerder (welcher mit dem Fundamentierter und dementsprechend mit der Potentialausgleichsschiene verbunden ist)

    Und:
    Potentialausgleich: 4mm² Kabel

    Dachsparrenhalterung (Mast) <> Multischalter im Keller <> Potentialausgleichsschiene Haus

    Richtig?
     
  7. Dipol

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    Rein zufällig hat ein User in einem anderen Forum einen ähnlichen Beitrag erstellt. Ich kopiere für Mitleser meine gerade dort erstellte Antwort rein:

    Antennenerdungen entsprechen IEC 60728-11 und sind damit auch mit DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1) konform, wenn Leiter und Verbinder nach Klasse H = 100 kA blitzstromtragfähig sind. 16 mm² Cu kann - vorbehaltlich dafür ausgelegter Verbinder - selbst Monsterblitze > 200 kA ableiten.
    1. Erdungsleiter sind primär senkrecht abzuführen und horizontale Verschleifungen möglichst auf oder unter Erdniveau vorzunehmen.
    2. Unter blitzschutztechnischen Gesichtspunkten ist eine durchgehend senkrechte Erdungsleiterführung die bessere Variante.
    3. Dachrinnenklemmen sind fast alle nur für den Anschluss von Runddrähten mit 8 bis 10 mm Durchmesser ausgelegt. Einzige Ausnahme für 16 mm² Kupferdraht ein- oder mehrdrähtig ist die Klemme DEHN 540 120.
    4. Jede unnötige Schnittstelle ist eine zu viel und das Prüfprotokoll von DEHN weist die geforderte Blitzstromtragfähigkeit nach Klasse H mit 100 kA NICHT über Dachrinnen diverser Materialien aus. Daher sollte auch bei einer ungeteilten Dachrinne besser durchgeschleift werden.
    5. NIRO in V4A ist mit 10 mm Durchmesser im Erdreich als Ringerder und Anschlussfahnen erste Wahl und oberirdisch auch NIRO in V2A für Zweimetallverbinder üblich.
    6. Für Ableitungen ist 8 mm St/tZN, Alu oder Aluknetlegierung oder Kupfer üblicher und speziell tordierte Alu-Knetlegierung leichter zu verlegen.
    7. Wo nach der nur für Neubauten zuständigen DIN 18014 seit 2007-09 wegen erhöhtem Erdausbreitungswiderstand von Fundamenten oder Bodenplatten Ringerder gefordert sind, müssen ALLE Anschlussfahnen auch mit dem in bewehrten Bodenplatten geforderten Funktionspotenzialausgleichsleiter verbunden sein. Die Blitzschutznormenreihe IEC 62305 toleriert auch nur eine Verbindung.
    8. In den Beispielbildern der für Antennensicherheit maßgeblichen IEC 60728-11 wurde bislang nur Außenableitung an Stützerder dargestellt, die mit der HES verbunden sind. In der kommenden Ausgabe wird erstmals eine Erdung an eine Anschlussfahne abgebildet sein. Da diese Norm vielfach auf die Blitzschutznormen verweist, halte ich den Verstoß gegen DIN 18014 für tolerierbar.
    • Wie man in diesem nicht mehr überschaubaren Thread nachlesen kann, durfte der PA nach abgelösten Normausgaben früher AUSSCHLIESSLICH "schleifenfrei" am geerdete Antennenträger angeschlossen werden.
    • Mittlerweile wird zusätzliche Vermaschung am Fußpunkt empfohlen aber zur Verhinderung brandauslösender Lichtbögen ist nach Blitzschutzzonenprinzip bei Antennendirekterdungen weiterhin ein PA der Kabelschirme möglichst nahe an der Gebäudeeinführung auszuführen.
    • Wenn man schon Rundleiter verwendet, sollte man die auch konsequent komplett vom Antennenträger - besser aber einer getrennten Fangeinrichtung - aufgeständert über Dach zu einer Trennstelle an der Wand und ab da mit 10 mm NIRO zum Ringerder verfahren. Bei an RR-Fallrohren angeschmiegten Rundleitern gehört noch deren Fußpunkt wie bei Ableitungen von Blitzschutzsystemen angeschlossen.
    • Der Mehraufwand einer getrennten Fangstange an der Antenne (= muss berechnet werden und ist Aufgabenbereich für eine qualifizierte Blitzschutzfachkraft) ist überschaubar.
    • Mit getrennter Fangeinrichtung wird der 4 mm² PA-Leiter logischerweise NUR mit der HES und NICHT mit dem Antennenträger verbunden.
     
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