Schäden durch zufließendes Oberflächenwasser?

Diskutiere Schäden durch zufließendes Oberflächenwasser? im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, ich habe schon vor ein paar Jahren ein ca. 200 Jahre altes Bauernhaus gekauft. Grundfläche ca. 30 x 12m. Das Haus liegt an einer wenig...

  1. pius123

    pius123

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    Hallo,

    ich habe schon vor ein paar Jahren ein ca. 200 Jahre altes Bauernhaus gekauft. Grundfläche ca. 30 x 12m.

    Das Haus liegt an einer wenig befahrenen Ortsverbindungsstraße, allerdings geht die Straße an einer Hausecke in nur einem guten Meter Abstand vorbei. Ansonsten ist der Abstand des parallel zur Straße stehenden fast 30m langen Gebäudes dann bis zu 5m.

    Jedenfalls hatte das Haus auf der Straßenseite eine Gebäudesenkung (am Scheunentor), die sich laut Vorbesitzer im Lauf der vergangenen ca. 25 Jahren eingestellt hat. Wir konnten dann auch erkennen, dass einer der Stützbalken am Rand des Scheunentors, also am Ort der Senkung, unten angefault war und auch das Fundament darunter "im Eimer" war. In Folge dieser Senkung hängt auch das Dach an dieser Stelle vielleicht 10cm durch (auf einer Breite von mindestens 5m).
    Wir haben dann den Naturboden der Scheune durch einen Betonboden ersetzt, das Fundament erneuert und eine Zimmerei beauftragt, die Dachsenkung aufzufangen. Es hat sich dann herausgestellt, dass man, beim Versuch, das Dach gewaltsam einfach anzuheben, mehr kaputt macht, als vorher, weshalb wir uns dann eben auf die Sicherung des Ist-Zustands beschränkt haben.

    Jedenfalls haben wir seither Verschiedenes beobachtet, was uns zu denken gibt:

    Wenn es etwas stärker regnet, läuft das Wasser von der Durchgangsstraße an das Haus und sammelt sich genau vor der Stelle, die wir saniert haben, dort wo sich das Gebäude gesenkt hat. Nach Aussagen der Vorbesitzer hat die Gemeinde in den vergangenen 25 Jahren die vorbeiführende Straße mehrmals "saniert", indem immer wieder neue Schichten aufgebracht worden sind, so dass das Straßenniveau mittlerweile erheblich über der EG-Fußbodenhöhe liegt (früher soll das Niveau darunter gelegen haben), zudem hängt die Straße Richtung Haus, darüber hinaus beginnt direkt auf der anderen Straßenseite ein gegenläufiger nicht sonderlich steiler ca. 300m breiter Hang. Seitliche Rinnen der Straße entlang gibt es nicht.

    Folgen dieser Situation: Schon bei etwas stärkerem Regen und ganz besonders bei Starkregen oder bei der Schneeschmelze läuft ein großer Teil des Oberflächenwassers an das Haus und sammelt sich vor der Scheunentür. Besonders bei gefrorenem Boden bekommen wir auch das Hangwasser ab.

    Dann gibt es da noch eine Seitenstraße gegenüber dem Haus, die diesen Hang herunterführt. Da hat es zwar entlang dieser Seitenstraße einige Gullys, allerdings sind die fast komplett zugewachsen und häufig durch landwirschaftliche Einflüsse (Ernterückstände, Ackerboden, Dung, ..) weiter verstopft.

    Folge: Das Wasser, das eigentlich in die Gullys fließen soll, fließt die Teerstraße herunter und gelangt angesichts der Neigungsverhältnisse ebenfalls vor unsere Scheune.

    Und dann noch der Gipfel:
    Das im angesprochenen Gullysystem gesammelte Wasser leitet die Gemeinde seit Jahren / Jahrzehnten in unmittelbarer Nähe (ca. 5m) von unserem Haus entfernt offen auf unser Grundstück!

    Folge: Regelmäßige Überschwemmungen des Grundstücks und Durchnässung der dortigen Fundamente.

    Meine Frage:
    Könnten die beschriebenen Zustände Ursache der Gebäudesenkung sein?
    Falls ja, wie kann ich dies nachweisen?


    Gruß und Danke
    pius
     
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  3. H.PF

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    Ja, kann sein...

    Unterspülungen, dauerhafte Durchfeuchtungen, die Stadt sollte mal überlegen, wie sie verhindern kann das Wasser von IHREM Grundstück auf DEIN Grundstück läuft...

    Die Profis sagen da später bestimmt noch genaueres zu, hab das nicht so genau auf dem Schirm...
     
  4. pius123

    pius123

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