Schall- und Wärmeschutz mit Aufdachdämmung kombinierbar?

Diskutiere Schall- und Wärmeschutz mit Aufdachdämmung kombinierbar? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, sind gerade am neu Bauen und jetzt so ziemlich beim Dach angekommen. Unser Archtiekt hat uns damals bei der Planung gefragt ob wir eher...

  1. #1 Familie Kehl, 11. April 2010
    Familie Kehl

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    Hallo,

    sind gerade am neu Bauen und jetzt so ziemlich beim Dach angekommen.
    Unser Archtiekt hat uns damals bei der Planung gefragt ob wir eher auf Wärme- oder Schallschutz achten wollen. Haben uns dann für den Wärmeschutz entschieden aber dazu gesagt wir wohen ca. 50 m von einer gut befahrenen Bahnstrecke entfernt (spich ICE Verkehr, Güterzüge...).
    Unser Dach wird ein Pultdach mit einer Seite 17° Dachneigung und auf der anderen Seite 16° Neigung.
    Wir haben uns für eine Aufdachdämmung entschieden, da wir im Wohnbereich unbedingt Sichtdachstuhl haben möchten.
    Darauf sollen Braas Dachsteine (Frankfurter Pfanne, mit geeignetem Unterbau natürlich) da wir diese erst vor ca. 10 Jahren neu gekauft haben. Die Fa. Braas macht dazu Vorschläge zu einer regensicheren Unterkonstruktion, was haltet ihr davon?

    Dann meinte unser Architekt wir sollten eine 120mm PU Dämmung nehmen.

    Vor zwei Wochen sind wir dann zu verschiedenen Zimmerleuten gegangen wegen den Angeboten.

    Natürlich haben alle erst mal gelacht wegen der 120 mm PU Dämmung zwecks dem Schallschutz.
    Der erste sagte wir müssten mindestens eine 140 mm PU nehmen.
    Der zweite meinte zu uns wir sollten gleich auf Steinwolle (200mm) umsteigen, da so oder so die 120 mm nicht ausreichen würden allein schon wegen der Wärmedämmung.
    Der nächste meinte wir sollten eine kombinierte Platte nehmen mit 100 mm PU und 40 mm Steinwolle (von Linitherm, Linzmeier).
    Der nächte meinte kombinierte Platten macht man gar nicht. Wieso? (keine Ahnung)

    Uns geht es nur darum, nicht jetzt einen Fehler zu machen und dann ewig büßen zu müssen. Wir meinen Schall- und Wäremeschutz am besten und wenn es geht am kostengünstigsten kombinieren. Und außerdem eine rießige Aufdachdämmung müsste dann wieder mit ewig viel Blech verblendet werden. Da dann die Optik wirklich sehr darunter leidet.

    Danke schon mal im vorraus

    Fam. Kehl
     
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  3. mls

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    wie die aufdachdämmung, erst recht bei einem neubau, optisch daherkommt,
    kann man durch geeignete konstruktion beeinflussen.
    vermurksten schallschutz kann man, wegen anderer bauphysikalischer probleme,
    nur schwerlich beeinflussen.
    euer architekt muss das lösen, dafür bekommt er honorar.
    bekommt er honorar? sag ich ja.
    die zimmerer haben alle ein bisschen recht - der architekt, so es denn einer ist,
    überhaupt nicht.

    ohne die lokale situation genauer zu kennen, würde ich beim planungsstart zu einer
    dachkonstruktion mit rd. 50dB schalldämmung tendieren - und nicht zu 30..35 dB.
    schlechter geht immer ;)
    wenn das geklärt ist: aussenlärmpegel und schallschutzziel ermitteln, daraus
    ergibt sich der erforderliche schallschutz. das allerdings sind planerische leistungen,
    die extra vergütet werden müssen.
     
  4. Eric

    Eric

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  5. Dachi

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    würde ich eher Richtung "Wasserdichtes Unterdach" tendieren. mit 6° ist es zwar noch als Regendichtes machbar, aber es fehlt ja nix mehr zur nächsthöheren Anforderung. 1°..... ist nicht viel.

    Zu dem o.g. Dämmsystem der Fa. Linzm. welches ja als Schallschutz angeboten wird, habe ich gerade aktuell ein Dach in der Opel-Stadt. Da hat der DD auch diesen Aufbau genommen. Leider nur um Geld zu verdienen. Nur Knorz gemacht. Viel Bauschaum verbraucht :28:
    Von der Lautstärke her ist es laut Eigentümer "schlimmer als vorher".
    Der DD ist kurz vorm Ende und ich darf den undankbaren Job der Nacharbeiten/ kompl. Sanierung machen.
    Fazit: Das System/der Werkstoff, ist nur so gut wie sein Verarbeiter.
     
  6. Roth

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    Hallo,
    als Bauherr habe ich die gleiche schlechte Erfahrung mit dieser Aufdachdämmung gemacht wie von Dachi beschrieben.
    Nur, dass der Dachdecker das Zeug einfach draufgelegt hat, sogar ohne Bauschaum. Schlimmer als vorher kann ich bestätigen.
    Hauptsache, das Material wird als verarbeiterfreundlich angepriesen, tja, und Dampfbremse und wasserführende Schicht sind ja auch schon drin... :hammer:
     
  7. Martl

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    Hallo Zusammen,

    wenn Schallschutz von vorneherein wichtig ist (Bahnlinie) dann scheidet PU gänzlich aus.
    Sinnvoller ist da z.B. eine Einblasdämmung die maximale Dichten und somit Schallschutz erzeugt.
    Als ALternativen gibt's Holz- oder Papierschnipsel...
     
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  9. Eric

    Eric

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    Denkbar. Der Fragesteller will aber kein Vollsparrendämmung. Der will die " Eierlegendewollmilchsau " und hat deswegen das Problem. daß die nur nur schwer aufzutreiben ist. Die Handwerker haben ihm doch bereits gesagt, daß sie keine auf Lager haben.

    Schallschutz will er aber auch " unbedingt ", was man angesichts des vorhandenen Außengeräuschspegels verstehen kann.
     
  10. Wieland

    Wieland Gast

    Vorschlag zum Dachaufbau:

    1.Sparren gehobelt.
    2.Schalung gehobelt.
    3.Dammpfsperre.
    4.Sparren zum Aufdoppeln Kraftschlüssiger Verbund mit unterer Sparrenkonstruktion
    Höhe Identisch mit Dämmung(Dämmungsstärke siehe Nachweis)
    5.Zwischensparrendämmung(Aufdoppelung) Steinwolle.
    6.Rauhspundschalung 18mm über die gesamte Dachfläche.Traufe u.Ortgang Hobelware.
    7.Unterspannbahn gemäss Anforderung.
    8.50mm dicke Konterlattung (Zwecks Funktionsfähiger Lüftung.
    9.Lattung.
    10 Deckung

    Sämtliche Befestigungsmaterialien verzinkt (Mit Zulassung)

    Ansonsten alles in Absprache mit Ihren Bausonderfachleuten.

    Gruss

    Michael
     
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