Schallbrücken bei Einbau Hauseingangstüre

Diskutiere Schallbrücken bei Einbau Hauseingangstüre im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum, letzten Herbst haben wir eine Neubau ETW im EG gekauft. Seitdem ärgern wir uns mit damit herum, dass jedes Geräusch das beim...

  1. aeki123

    aeki123

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    Hallo Forum,

    letzten Herbst haben wir eine Neubau ETW im EG gekauft. Seitdem ärgern wir uns mit damit herum, dass jedes Geräusch das beim öffnen/schließen der Hauseingangstüre entsteht in der ganzen Wohnung zu hören ist. Dazu gehören der Türsummer, die Bewegung des Schnappers in der Falle und alles, was an Geräuschen an der Zarge auftritt. Ein Handy mit Vibrationsalarm z.B. an die Zarge gehalten erzeugt ein lautes Brummen in unserer Wohnung.
    Insbesondere das Zimmer, das direkt an die Eingangstüre grenzt (Kinderzimmer) ist davon betroffen. Dass es viel zu laut ist wird vom Bauträger nicht bestritten, nur die Ursache ist nicht klar. Die verantwortlichen Firmen zucken mit den Schultern und haben angeblich alles richtig gemacht. Irgendwo müssen jedoch Schallbrücken vorhanden sein, denn die Geräusche sind bis in den dritten Stock zu hören und auch noch in den hinteren Räumen gut vernehmbar, in denen einen Übertragung durch Luftschall ausgeschlossen ist. Die Zarge wurde wohl mit zwei Schlagdübeln befestigt. Der Putz auf dem Mauerwerk innen sowie die Isolierung außen reichen jeweils direkt bis an die Zarge. Ist das so Stand der Technik oder müsste hier nicht auch entkoppelt werden? Wo könnte sonst noch eine Übertragung stattfinden?
    Einen Ausschnitt des Grundriss habe ich angefügt, das Foto ist von der baugleichen Hauseingangstüre im 2ten Bauabschnitt.
    Vielen Dank und Grüße,
    aeki
     

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  3. R.B.

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    Wurde der Hersteller der Tür schon kontaktiert? Normalerweise gibt es Einbauvorschriften die einzuhalten sind. Daraus könnte man die notwendigen Infos entnehmen, und mit dem IST-Stand vergleichen. Dann sieht man ob alles auch so umgesetzt wurde.

    Mit Deinen Bildern kann man keine Ursachenforschung betreiben, denn man sieht keine Details. Es gibt Türöffner die sehr leise sind, manche kann man auch mit DC betreiben. Das würde aber Dein Problem noch nicht wirklich lösen, nur etwas entschärfen. Die nächste Frage die sich stellt, ob alle Hohlräume gedämmt wurden. Sonst breitet sich der Schall darin erst einmal aus wie in einem Resonanzkörper.

    Ich könnte mir vorstellen, dass hier mehrere Effekte zusammenkommen.

    a.) Hohlräume die noch geschlossen werden müssen
    b.) Türöffner der zu laut ist
    c.) mangelhafte Entkopplung

    Man wird die Tür in einem Zimmer nebenan immer hören, das lässt sich kaum vermeiden, aber so laut wie von Dir beschrieben, dürfte das nicht sein. Deswegen würde ich zuerst mal den Hersteller der Tür kontaktieren und mir von dort Infos zu einem schalldämmenden Einbau holen. Dann schauen ob das auch so umgesetzt wurde, was jetzt im Nachhinein sicher für Freude bei den Handwerkern sorgen wird. Dann würde ich auf jeden Fall mal den Elektriker fragen, ob man hier nicht mit einem anderen Türöffner und DC arbeiten könnte. Dann entfällt schon mal das nervige Brummen (bzw. wird durch ein "Klack" ersetzt).

    Gruß
    Ralf
     
  4. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wenn das bis ins 3. og zu hören ist, könnte auch körperschallübertragung der grund sein.
     
  5. aeki123

    aeki123

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    Ein Vertreter des Herstellers war angeblich selbst vor Ort und hatte nichts am Einbau zu bemängeln. Das ist für uns natürlich schwer zu beurteilen. An den DC betriebenen Türöffner haben wir auch schon gedacht. Allerdings hören wir eben auch alle anderen Geräusche der Tür. Stellt man z.B. den kleinen Schalter am Türöffner auf dauer-auf und bewegt den Schnapper ein wenig in der Falle (also Tür auf - Tür zu), so hört man das Klacken sehr deutlich in den umliegenden Räumen.
    Alles Stück für Stück zurückzubauen und dabei immer wieder zu prüfen, ab wann es sich bessert wäre wohl die beste Lösung, aber davon müssen wir den BT erstmal überzeugen.
    Detailbilder könnte ich natürlich machen, ich weiß nur nicht wovon genau.
    Grüße,
    aeki
     
  6. Julius

    Julius

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    Ist die Abnahme für das Gemeinschaftseigentum denn schon erfolgt?
     
  7. R.B.

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    Das sind keine Dinge die man mit einem Verkäufer besprechen sollte. Einbauvorschriften vom Hersteller geben lassen und dann abgleichen. 3 Punkte hatte ich oben schon genannt. Der 3. Punkt ist etwas umfangreicher, weil hierzu der Einbau überprüft werden muss. Das ist jetzt im Nachhinein nur noch schwer möglich.

    Der Putz wäre erst einmal meine geringste Sorge. Ich befürchte eher eine (harte) Übertragung über Berührung mit den Wänden oder evtl. den Boden (Estrich etc.).

    Gruß
    Ralf
     
  8. ThomasMD

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    Die "harte" Verbindung zwischen Hauseinganstüre und aufgehendem Mauerwerk ist aber eher die Regel und beileibe kein Einzelfall.
    Trotzdem ist das Betätigen der Tür höchstens im direkt angrenzenden Zimmer nur ganz leicht zu hören.
    Einziges störendes Geräusch ist gelegentlich der AC-Türöffner.

    Wir lassen in solchen Fällen dann wie oben schon empfohlen Gleichstromöffner einbauen und damit ist das eine Problem gelöst, aber ein Neues aufgetaucht: Die Leute stehen vor der Tür, warten auf den Summer und müssen über die Wechselsprechanlage angebrüllt werden, doch einfach die Tür aufzudrücken.
    Das ist dann auch nicht leiser.

    Da muss man dann abwägen, was schlimmer ist.

    Ein Haus, in dem man das Geräusch in allen Wohnungen störend wahrnimmt, ist mir noch nicht untergekommen.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Jepp. Ich dachte eher an eine großflächige Verbindung, also wenn der Rahmen über die komplette Länge am Mauerwerk hängt. Er hatte ja oben schon geschrieben, dass es reicht wenn er das handy mit Vibrationsalarm an den Rahmen hält.....

    Gruß
    Ralf
     
  10. aeki123

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    @Julius: Nein, Abnahme Gemeinschaftseigentum ist noch nicht erfolgt. Es gab bereits einen Versuch, der Gutachter sagte jedoch sinngemäß, er könne nichts abnehmen was nicht da ist. Zu viele Dinge fehlten noch. Das war vor zwei Monaten und ein neuer Termin steht noch nicht an. Wenn dann kommt dieser Punkt natürlich mit auf die Liste.
    @R.B.: Ich hätte vielleicht "Repräsentant" statt "Vertreter" schreiben sollen. Jedenfalls war das kein Verkäufer. Lösungsorientiert war er jedoch auch nicht gerade.
    Der Bauträger hüllt sich gerade in Schweigen, an die Einbauanleitung kommen wir da gerade nicht ran.
    Könnte der großflächige Kontakt zur Wärmeisolierung ein Problem darstellen? Die stößt von außen umlaufend auf die Zarge und könnte ein schöner Resonanzkörper sein.
     
  11. ThomasMD

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    Ah, jetzt kommen wir der Sache näher.

    Wenn es ein Styropor-WDVS ist, dann habt Ihr eine herrliche Buschtrommel. An den Fenstern läuft es sicher auch bis an die Rahmen?

    Klopfe mal von außen an die Fassade. Wenn dann alle Hausbewohner zur Versammlung kommen, hast Du die Ursache.

    Übers Mauerwerk hätte ich mir solch gravierende Schallübertragung nicht vorstellen können.
     
  12. aeki123

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    Die Buschtrommel werde ich heute Abend mal ausprobieren.
    Ist das auf dem Bild im Anhang Styropor-WDVS?
    Ein Foto der Dämmung an der Zarge habe ich auch angefügt. Wie würde man das denn entkoppeln?
     

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  13. R.B.

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    Wenn es das WDVS sein könnte, dann müsste man nur mal mit einem Schnitt prüfen dass dieses vom Türrahmen getrennt ist. Das wäre also einfach.

    Beim Mauerwerk wäre so etwas auch denkbar, da bin ich mit Thomas wohl nicht einer Meinung. Das "harte" Mauerwerk lässt zwar keinen Luftschall durch, aber bei direkter Berührung (Trittschall) wird sehr gut übertragen.

    Letztendlich kann man das nur vor Ort klären. So lange keine Abnahme erfolgt ist, würde ich diese so lange verweigern bis das Problem gelöst ist.

    Gruß
    Ralf
     
  14. ThomasMD

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    Klar überträgt Mauerwerk auch Trittschall. Nur ist die Intensität, die wir ja beide nicht erlebt haben, wesentlich geringer.
    Einen Schlagbohrer hörst Du hat noch 3 Eingänge weiter aber einen AC-Türöffner dürftest Du nur im Nachbarzimmer leise hören.
     
  15. aeki123

    aeki123

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    Wollte hier mal ein kurzes Update schreiben: Die Ursache konnte (oder wollte) man noch nicht finden. Hinweis auf die mögliche Übertragung über WDVS wurde geflissentlich ignoriert. Dafür wurde an einer Seite von innen der Türrahmen freigelegt und die vorhandenen Befestigungen durchgeflext, siehe Bild im Anhang. Da das keine Verbesserung brachte, der Rahmen aber wieder befestigt werden musste wurden ziemlich lange Metall-Dübel seitlich ins Mauerwerk getrieben. Ich hatte schon die Befürchtung, dass es dadurch so richtig schlecht werden würde, aber dem war nicht so. Also doch keine Übertragung übers Mauerwerk? Bloß wie überzeugt man als Laie einen "Fachmann", dass man vielleicht mal wo anders suchen müsste? Die Einbauvorschriften für WDVS im Netz interpretiere ich so, dass zwischen Rahmen und Dämmung eine Lücke bleibt, die mit Fugenband abgedichtet wird. Ist in dem Zustand aber nicht mehr zu erkennen, zumindest für mich nicht. Wir bleiben dran und werden sehen.
    Den Anhang 34889 betrachten
    Den Anhang 34890 betrachten
     
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  17. aeki123

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    So,
    die Ursache wurde endlich gefunden. Der klomplette Raum zwischen WDVS und Rahmen wurde hinter der APU-Leiste mit Armierungsmörtel zugekleistert. Das gab einen wunderbaren Resonanzkörper für alle am Rahmen auftretende Geräusche.
    APU_Leiste.jpg
    Wurde im Zuge einer Bauteilöffnung gefunden. Um den Bauträger dahin zu bewegen brauchte es jedoch viel Geduld, einen Anwalt, zwei verschiedene Gutachten und die Androhung der Selbstvornahme. Jetzt ist endlich Ruhe.
     
  18. R.B.

    R.B.

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    Gratulation.
     
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