Schalldämmung maximieren

Diskutiere Schalldämmung maximieren im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo an die Egsbärdn, ich möchte ein Zimmer in meinem Haus mit Trockenbauwänden trennen und 2 Kinderzimmer daraus machen. Damit sich die...

  1. atze02

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    Hallo an die Egsbärdn,

    ich möchte ein Zimmer in meinem Haus mit Trockenbauwänden trennen und 2 Kinderzimmer daraus machen. Damit sich die beiden jetzt und auch später nicht auf die Nerven gehen (junge und Mädchen :bounce:) will ich die Schalldämmung zwischen den Räumen so hoch wie möglich bekommen. Allerdings soll die Wand widerrum auch so dünn wie möglich sein, da die Zimmer sonst zu klein werden.
    Ich habe mich in die Prospekte der üblichen Anbieter vertieft, versucht die angegebenen Schalldämmwerte zu vergleichen, ... dabei festgestellt das wohl mit speziellen Schalldämm-CW-Profilen schlechtere Werte erzielt werden als mit normalen Metallprofilen :wow ... , kurzum folgenden Aufbau stelle ich mir jetzt vor:

    1: 10mm Fermacell Fugen geklebt
    2: 12,5mm Fermacell
    3: Metallständerprofil 50mm mit Rockwool Sonorock Akustik 45mm
    4: 12,5mm Fermacell

    Klingt das schon mal nach einer schalldämmenden Konstruktion, oder wie könnte der Aufbau verbessert werden?


    Danke,
    André
     
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  3. #2 LiBa Hannover, 15. Februar 2009
    LiBa Hannover

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    ...........mein vorschlag : 1. lage 12 mm osb-platte, 2. lage 12,5 mm fermacell, und auf jeden fall den fußboden aufschneiden und auf die trennung beim anschluß der neuen wand an decke und wand!!!!!!!!!!!!!!!!!!
     
  4. atze02

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    Hallo LiBa,

    danke für die Antwort.
    Welchen Vorteil würde eine OSB-Platte bringen?

    Den Fussboden werde ich sowieso neu machen, z.Zt. sind Fliesen verlegt, diese kommen raus und jeder Raum bekommt separat einen neuen Fussbodenaufbau. Ist dann noch eine Trennfuge im Fussboden-Beton/Estrich nötig?

    Danke,
    André
     
  5. Peeder

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    verteuert den Wandaufbau ohne verbesserung !


    so, mist, wo ist meine Standartantwort " Nutzungsänderung,Planung ect." , verlegt.:sleeping

    Wandaufbau 100 mm !
    Dafür mal einen einfachen klassischen Aufbau, Doppelt beplanken mit GKB ( GKF erfüllt fast das Nivau einer "Piano,Lasound oder Blaue ) erste Lage verspachteln, 40 mm TW 1 , CW/ UW 50 . ( die M und sonstigen Superprofile , halte ich auch nicht viel von )
    Dazu die Schallnebenwege beachten, also Trennband, Nageldübel mit Bund, erste Lage so wenig wie möglich schrauben ( Abstände lt. Hersteller, und auch bei der Zweiten Lage wirklich nur soviel, wie nötig.
    Ich gehe davon aus,das eine Trennung der Decke und zuviel Aufwand ist, also damit leben.
    Möglichkeit Decke einen Gleitenden Deckenanschluss mit GK-Riegel und Schattenfuge.
    nun, wenn es möglich ist, Wand auf den Rohboden setzen, das bringt es.
    Dazu soweit aufschneiden, das alle Lagen bis auf 1 cm auf den Rohboden gehen, Kein aufschneiden, auch hier GK Streifen unter das U, ( das Trennband kommt zwischen GK und estrich ) so 2-3 Streifen, die Beplankung berührt den Boden nicht ( 5-10 mm Abstand )

    Neuen Bodenbelag so wählen, das eine Trittschalldämmung höchstmöglich erreicht wird.

    Bessere Werte können geringfühgig CW 75 mit Dämmung max 60 ergeben, Spitzenwerde nur mit Doppelständer , minimale Wandstärke 155 mm , Moosgummi zwischen Ständer, 2 lagen GKF oder Akustikplatten Piano ect. , entspricht ohne flankierende Bauteile - Hotelzimmer gegen Flur :sleeping:sleeping:sleeping


    Peeder

    Bei Risiken oder Unverträglichkeit lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Planer
     
  6. atze02

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    Huuui, so viele Fachbegriffe ... danke für die ausführliche Antwort!

    Deine gesetzesgerechte Standardantwort habe ich in einem anderen Beitrag schon gelesen :mega_lol: nun ja, Nutzungsänderung ... wir haben den Raum bisher überhaupt noch nicht genutzt; Planung und Genehmigung ... wurde beim Bau des 2. Kindes mit erledigt :shades

    Gipsfaser (Fermacell) habe ich mir bisher deswegen ausgesucht, weil die Platten stabiler sind, in einer Ecke soll ein Hochbett teilweise mit an der Wand befestigt werden.
    Als Untergrund unter die Metallprofile habe in einer Beschreibung mal die Rockwool Randstreifen gesehen - wäre das vorteilhaft?

    Die Decke will ich auch isolieren und - für jedes Zimmer getrennt - neu mit Platten beplanken. (was auch immer ein "Gleitenden Deckenanschluss mit GK-Riegel und Schattenfuge" sein mag :) ) Über dem Zimmer ist der relativ niedrige Kriech-Dachboden.

    Welche alternativen Materialien (die praxistauglich & -geprüft sind) ausser Gipsfaserplatten und Steinwolledämmung gäbe es noch, um die Wand nicht 100mm breit machen zu müssen und trotzdem eine gute Schalldämmung zu erreichen?


    Danke,
    André
     
  7. Peeder

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    nun ja , deine Planung 85 mm , die 10 er Ferma iss nicht gerade der Knaller im punkt schallschutz ( fermacell iss schon gut, aber nicht nur 10 mm )

    Hu, nun muss ich aber mal Fragen, wie ist der " Ist " zustand des Ausbaues ? Isoliert, Dampfbremse ?

    Eine MiWo Auflage , und die getrennte Decke bringt schon einiges, wenn die Decke nicht starr angeschlossen wird, gibbes pluspunkte bei der Schalldämmung.

    Fachbegriffe, siehe mal die Anschlussdetails der Hersteller , den gl.DA löse ich Hier auf .

    Nun nochmal zur Wand, alternativ dein Aufbau - zwischen den beiden Lagen Ferma ( oder GK ) 1 mm Blei ! -
    ersteres ja, zweites kann ich dir nicht beantworten , rechnerisch ja, und drittens, teuer wie Sau !!

    Peeder
     
  8. atze02

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    Hallo Peeder,
    also 2 x 12,5mm - werd´s einplanen.

    Zum Ist-Zustand der Decke, siehe Anhang. Zur Zeit besteht die "Abdichtung" aus dünnen Holzplatten die lose aufgelegt sind, die Isolierung aus einer ca. 3cm Luftschicht und so 4cm Glaswolle.

    Das mit dem Blei werde ich wohl lieber lassen - am Ende beschwert sich meine Tochter in paar Jahren noch dass sie keinen Handy-Empfang hat ;)

    Ich habe mich nach Alternativen zur Steinwolle belesen und bin auf Holzwolleplatten gestoßen - wären diese besser geeignet eine höhere Schalldämmung zu erreichen?


    Viele Grüße,
    André
     
  9. KPS.EF

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    Zum Nachlesen über die resultierende Längsschalldämmung der flankierenden Bauteile :deal

    und die daraus ableitbaren Erkenntnisse zur Ausbildung von Wand- und Deckensystemen...

    (Analoge Veröffentlichungen findet man natürlich auch bei anderen Systemanbietern.:shades)

    Mögliches Fazit aus Link 1: Da kann man an der angedachten Trennwand optimieren wie man will, ... wenn die flankierenden Bauteile schalltechnisch schlapp machen, werden in der Praxis wohl kaum Unterschiede aus dem Hut zu zaubern sein ...

    MfG aus Erfurt
    KPS.EF
     
  10. Peeder

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    gut, @ Atze, ersetze das Kantholz oben am U-Profil ( Wand ) durch 3 oder 4 GK streifen, und trennband nicht vergessen. Auch die angrenzenden Decken mit Trennband oder garnicht erst die Wand berühren lassen. ( Schattenfuge mit auflage ) Der oberste ist der einfachere:konfusius

    zwar sind die Beispiele aus der falttechnik, aber gerade geschnitten und etwas schleifpapier geht auch.

    Holzwolleplatten- nicht begeistert


    Peeder
     
  11. atze02

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    Hallo,

    @ Peeder, danke für den Tip - zwischen jeder Lage GK eine LageTrennband?
    Die Deckenplatten würde ich direkt auf die Konterlattung schrauben, nicht abhängen. Und die 5mm umlaufenden Rand dann mit Acryl schließen.

    @ KPS.EF, danke für die Links. Diese Unterlagen und die der anderen "üblichen Verdächtigen" hatte ich mir vor einiger Zeit schon mal durchgelesen. Daraus hatte ich dann auch entschieden, die Decke pro Zimmer zu machen und nicht für den gesamten jetzigen Raum.
    Beim Lesen dieser Texte hatte ich aber den Eindrucks, dass die Tabellen-Angaben zu den konkreten Konstruktionen bei den verschiedenen Firmen unterschiedlichen Herleitungen zu Grunde liegen.

    An der gemeinsamen Aussenwand kann ich leider nichts ändern (ausser vielleicht noch Vorsatz-Schale mit Dämmung), auch die nebeneinanderliegenden Zimmertüren werden schalltechnisch nicht so gut sein wie eine Trockenbauwand - aber das sollte mich doch nicht davon abhalten das (bezahlbare) Optimum aus dem heraus zu holen, was ich beeinflussen kann.


    Soweit erstmal,
    André
     
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  13. Peeder

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    Peeder
     
  14. atze02

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    Peeder, danke für die ganzen Tipps, ich mache mich mal an´s weiter planen.

    André
     
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