schallisolierung in altbauwohnung

Diskutiere schallisolierung in altbauwohnung im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Nach unserem Umzug in eine geräumige Altbaumehrfamilienwohnung fällt der Hobbykeller weg. Wie können wir das Musikzimmer zu den angrenzenden...

  1. #1 kerstin 09, 23. Januar 2009
    kerstin 09

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    Nach unserem Umzug in eine geräumige Altbaumehrfamilienwohnung fällt der Hobbykeller weg.
    Wie können wir das Musikzimmer zu den angrenzenden Räumen hin isolieren?
    Was wäre zu beachten?

    (es wird klassisch musiziert: Cello, Klavier, Geige)
     
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  3. Meizter

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    Im privaten Bereich werden hauptsächlich Noppenschaumstoffe verwendet. Diese besitzen einen hohen Schallabsorptionsgrad und bedämpfen den Hall im Übungsraum. Ungewünschte Reflexionen werden dadurch vermieden. ...... ist leicht flammgeschützt nach DIN 75200; nach der Baunorm werden Noppenschaumstoffe jedoch als leicht entflammbar eingestuft.

    Im öffentlichen Bereich sollten auf jeden Fall schwer enflammbare Materialien aus der.......-Gruppe eingesetzt werden.

    Quelle: Google Stichwort: schalldämmplatten musikraum
     
  4. #3 kerstin 09, 24. Januar 2009
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    ich danke schonmal für die Aufmerksamkeit,
    (vielleicht habe ich mich auch zu vage ausgedrückt;)) mir ging es in meiner Frage jedoch mehr um die Schallisolierung zu angrenzenden Räumlichkeiten, als um die Innenakustik...
    also, welche Massnahmen empfehlenswert wären, damit im Rest der Wohnung das normale Leben nicht allzusehr beeinträchtigt wird und damit gerade unser kleiner Geiger in spe nicht zu sehr an den Nerven unserer Nachbarn zerrt...
     
  5. #4 schwarzmeier, 24. Januar 2009
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    Noppenschaumplatten werden auch ""Flammhemmend"" angeboten.:winken
     
  6. #5 schwarzmeier, 24. Januar 2009
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    Basotect und Quash fallen in Gruppe B1 schwerentflammbar:):winken
     
  7. KPS.EF

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    Vorsatzschalen und abgehängte Unterdecken, möglichst schallentkoppelt montiert, mit bedämpftem Hohlraum zur Reduzierung des Durchgangsschalls, Klavier auf Gummimatte/-füße/-teller zur Verringerung der Schalleinleitung in den Fußboden - in Verbindung mit einer raumakustischen Maßnahme (ähnlich wie bereits genannt, vielleicht auch als Raumteiler bzw. in den Raumecken plazieren- dazu muss das Material nicht unbedingt auf die Wand- oder Deckenfläche geklebt werden) zur Verminderung des Raumschallpegels wäre sicher günstig. Letztere Maßnahme mit Bedacht. Eine Überdämpfung führt vielleicht zu einem schalltechnisch zu trockenen Raum, der jedoch zu Übungszwecken durchaus "klangtechnisch" nicht unbedingt hervorragende Parameter aufweisen muss ...

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  8. Peeder

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    ha, hier spricht ein alter Trockenbauhase:28:

    mitunter wirken statt einer Abgehängten Decke offene Deckensegel weitaus besser als eine geschlossene Decke. Lochakustikdecken mit Mineralwolleauflage. Diese können auch in einer Vorsatzschale zu einen gesunden Verhältnis zwischen Reflexion und Absorption beitragen.


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  9. KPS.EF

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    Deckensegel und durchbrochene Deckenplatten ...

    wirken zweifelsfrei ähnlich wie freistehende schallabsorbierende Raumteiler nachhallreduzierend in dem Raum, in dem sich auch die "Lärmquelle" befindet.

    Zur Reduzierung der Schallübertragung in angrenzende Räume erscheinen allerding i.A. geschlossene Bekleidungen (als biegeweiche Vorsatzschalen) besser "beherrschbar".
    Zur Optimierung des zu wählenden Abstandes zwischen Rohwand/-decke und vorgeblendeter Schale ist eine vorherige Frequenzgang-Messung anzuraten.

    Oftmals sind auch vertikal angeordnete geschossüberbrückender Schachtverkleidungen für eine hohe Schallübertragung verantwortlich...

    Eine Vor-Ort-Beratung ist in jedem Fall angeraten!

    Dank an Peeder für den Hinweis ...

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  11. #9 kerstin 09, 24. Januar 2009
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    Vielen herzlichen Dank bis hierher schonmal für ihre rege Anteilnahme an meinem Musikzimmerproblemchen .. wirklich, dass freut mich sehr.

    Ich muss allerdings gestehen, dass ich jetzt doch ein wenig irritiert bin.

    Am besten ich wiederhole, was ich bisher, mit meiner manchmal nicht ganz so wendigen geistigen Lampe, möglicherweise verstanden haben könnte...
    (dabei schliesse ich nicht aus, auf dem Holzweg zu sein und freue mich eines besseren belehrt zu werden, sollte es so sein :o )

    so habe ich nicht nur hier, sondern auch auf der Internetseite von Rigips zum Thema Schallschutz herumgestöbert und mir war, als könnte ich dem ganzen Fachchinesisch entnehmen, dass sich in erster Linie die tiefen Frequenzen ihren Weg durch s "Gemäuer" suchen, und dass die Schallisolierung dieser Frequenzen eigentlich auf ziemlich (ich sag mal salopp) simple Formeln zu reduzieren wäre, nämlich:

    -Je schwerer eine Wand, desto höher der Schalldämmwert.
    -eine Randentkopplung von Vorsatzschalen und Deckenabhängungen durch Moosgummi gewährleisten,
    -sämtliche Anschlussfugen sind sorgfältig abzudichten
    -möglichst feste,starre Verbindungen vermeiden, weil diese den Schall weiterleiten.


    In diesem Zusammenhang hat mich der Vorschlag, Deckensegel anzubringen doch etwas durcheinandergebracht.
    Liege ich denn nun falsch in der Annahme, dass diese Deckensegel doch eher als innenakustische Massnahmen zu verstehen sind, vielmehr als dass es einen schallisolierenden Nutzen hätte??

    Desweiteren habe ich leider überhaupt keine Ahnunge, in welchen Frequenzbereichen sich unsere Instrumente bewegen (wie gesagt: Cello, Geige und Klavier).
    aber nehme ich stark an, dass es, obwohl ich mir natürlich den grösstmöglichen Nutzen durch den geringstnötigen Aufwand wünsche:p , allein schon wegen dem klavier, nicht aussreichen würde, dieses Instrument auf Gummifüsse zu stellen und sonst ausschliesslich ein - zwei zusätzliche Lagen Gipskarton auf die vorhandenen Wände aufzubringen, sondern dass ich um eine Vorsatzschale und um eine abgehängte Decke nicht drumherumkomme.
    und falls dem ein oder anderen von Ihnen noch irgendwelche Tipps, b.z.w. beachtenswerte Details bezgl. der Fenster und Türen einfallen, die Sie mir noch ans Herz legen Könnten, so will ich weißgott niemand daran hindern... :biggthumpup:
     
  12. KPS.EF

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    Theorie ... und Praxis

    Hallo @kerstin 09,

    die Zusammenfassung der theoretischen Grundsätze lassen erkennen, dass die wesentlichen Punkte erkannt wurden...

    Hier noch ein Tipp für die Praxis:

    Laden Sie alle Nachbarn zu einer ersten gemeinsamen Übungsstunde ein ... :) ...

    Vielleicht können Sie damit nicht nur den Schalldämmaufwand drastisch minimieren, sondern auch ein Paar verständnidvolle Freunde gewinnen ...


    KPS.EF
     
Thema: schallisolierung in altbauwohnung
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