Schallschutz zwischen zwei Räumen verbessern

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  1. Wenny

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    Hallo,

    zwischen zwei Räumen im OG soll der Schallschutz verbessert werden. Vorhanden ist eine Ziegelwand mit 11,5 cm, auf der oben die Holzlatten des Dachbodens aufliegen. Zwischen den Latten ist eine Dämmung vorhanden. Leider ist es so, dass die Schallübertragung zwischen den beiden Räumen sehr gut funktioniert, was ich aber gerne verhindern würde.
    Meine Idee wäre nun, vor die Wand eine Gipskartonwand stellen zu lassen, die gleich über in eine neue Gipskartondecke geht. Sozusagen einen Raum im Raum, um den Schall des Nebenzimmers draussen zu halten.
    Wäre so etwas möglich? Falls ja, wieviel Platz würde ich dadurch im Raum und in der Höhe ca. verlieren?
    Könnte es ebenso sein, dass der Schallübertrag durch die Türen kommt, obwohl es sich für mich so anhört, als käme es durch die Wand/Decke?

    Danke schon mal vorab

    Wenny
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Machbar ist fast alles. Die Tür ist bekanntermaßen eine Schwachstelle, deren Schalldämmung ist meist niedriger als die einer Wand. Wenn der Raum natürlich keine richtige "Decke" hat, und quasi eine Verbindung direkt in den nächsten Raum, dann wird der Schall sowohl die Tür als auch Wand umgehen können.

    Durch eine Vorsatzschale kannst Du die Schalldämmung um etwa 15 dB, mit ein bisschen optimieren auch in Richtung 18dB verbessern. Platzbedarf grob 10cm. Das geht noch mit einem vertretbaren Aufwand ab. Höhere Schalldämmwerte erhöhen den Aufwand beträchtlich.

    Bei den Herstellern gibt es umfangreiche pdf dazu. Das Thema "Decke" dürfte aber nicht so einfach werden.
     
  3. Wenny

    Wenny

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    Danke für Deine Antwort.
    Der Raum hat klar eine Decke, eine aus Holzpaneele. Dann kommt die Lattung, dann die Dampfsperre und dann die Dämmung. Glaub ich, ist schon ne Zeit her, seit es offen war. Die Holzdecke kann dann natürlich runter und soll von der neuen Gipskartondecke ersetzt werden. Von der würde ich mir aber natürlich mehr Schalldämmung erwarten.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Ich meinte "richtige Decke", also eine Massivdecke. Ein paar Balken, Miwo und eine Holzdecke, ist hinsichtlich Schalldämmung nicht so der Brüller. Vor allen Dingen niedrige Frequenzen gehen durch so einen Aufbau fast ungehindert hindurch.
    Man müsste sich jetzt genau anschauen, welchen Weg der Schall nehmen kann, evtl. auch ein paar Messungen machen. Dann wäre zu überlegen, ob man die vorhandene Dämmung ersetzt. Vermutlich sind die Holzpaneele auch einfach mit Dachlatten an den Sparren befestigt Hier würde man besser mit entsprechenden Trockenbauprofilen arbeiten, den Zwischenraum teilweise dämmen, und dann mit min. 2 x 12,5mm GK Platten beplanken. Kritisch sind dann vor allen Dingen die "Ecken", sprich Übergänge zur Wand etc. Das Thema Entkopplung darf man also nicht aus den Augen verlieren.
    Evtl. könnte man auch noch auf der anderen Seite der Wand eine Vorsatzschale anbringen, damit könnte man noch einmal 8-10dB gewinnen.

    Ich denke schon, dass man die Schalldämmung verbessern kann, aber wie das dann im Detail aussehen muss, das sagt mir meine Glaskugel nicht. Dazu sollte sich das wirklich jemand vor Ort anschauen, denn wenn man nicht aufpasst, dann hat man am Ende eine Menge Arbeit aber das Egebnis lässt zu wünschen übrig.
     
  5. Wenny

    Wenny

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    An wen sollte ich mich mit meinem Problem wenden? Gleich an einen Trockenbauer, für den Schallschutz kein Fremdwort ist oder an einen anderen Fachmann? Wer könnte das sein?

    Gruß

    Wenny
     
  6. Jan81

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    Mich persönlich würde interessieren wie die Decke aufgebaut ist und besonders wie der Übergang zu Wand aussieht. Deine Informationen reichen nicht aus.
    Versucht mal auf zumalen wie das aussieht.

    Es kann durch aus sein, dass zwischen Wand und der Dampfsperre ein 3-5 cm Spalt ist und eine fette Schallbrücke gibt.
     
  7. Wenny

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    Ich werde heute Abend mal die alten Baubilder anschauen, ob ich die Stelle irgendwo mit fotografiert habe.
     
  8. R.B.

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    Wenn ich dafür ein Patenrezept hätte.......Ein Trockenbauer wäre an sich die erste Wahl, wenn es in dieser Branche nicht so viele........."Experten" gäbe. Andererseits, Planer und SV für ein paar Messungen, dafür kannst Du Wand und Decke 2 oder 3 Mal neu machen lassen. Ich habe hierfür wirklich kein Patentrezept.
     
  9. #9 FrankStefan, 23.09.2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24.09.2015
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  10. Wenny

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    Bilder von der Situation habe ich wohl leider nicht gemacht. Aber es war denk ich so, wie es R.B. beschrieben hat, die Deckenpaneele wurden gleich an die Lattung geschraubt. Über der Lattung dann die Dampfsperre und dann zwischen den Sparren die Dämmung. Ob da ein Zwischenraum war, kann ich leider nicht mehr sagen.
    Ich werde dann erstmal zu einem örtlichen Trockenbauer und um einen Beratungstermin vor Ort bitten, evtl. bin ich danach schon schlauer.
    @FrankStefan: Nettes Angebot, aber selbst möchte ich dort nicht Hand anlegen. Wenn ich mit den hiesigen Handwerkern nicht weiterkomme, würde ich mich nochmal melden, okay?
     
  11. R.B.

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    Mutige Aussage, hoffentlich garantierst Du das auch und bestätigst den Erfolg durch Messungen vor und nach Ausführung.
     
  12. #12 GWeberJ, 25.09.2015
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    Sofern von der Statik zulässig: Wäre der Schallschutz durch eine dünne KS-Wand, die man vor die bestehende Wand setzt, nicht viel höher als durch den GK-Vorbau erreichbar? 7 cm Dicke mit Rohdichte 2,0 bringen laut Datenblatt 40 dB.
     
  13. R.B.

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    Vorsicht, man darf die Schalldämmwerte nicht einfach addieren. Man muss das Zusammenspiel zwischen den dann 2 Schalen betrachten.
    Die von mir genannte Vorsatzschale hätte für sich betrachtet auch eine höhere Schalldämmung. Dadurch dass sie "nur" als Vorsatzschale eingesetzt wird reduziert sich die Schalldämmung der kompletten Konstruktion im Vergleich zu den Schalldämmwerten der einzelnen Bauteile.
    Man müsste bei einer KS Vorsatzschale auch eine Dämmlage zwischen die beiden Schalen bringen, und dann könnte man rechnen. Aufgrund der höheren Masse würde ich eine Verbesserung irgendwo um die 20dB bis vielleicht 23dB schätzen. Da lehne ich mich jetzt aber schon weit aus dem Fenster.
     
  14. #14 tillfisc, 25.09.2015
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    Man muss erstmal analysieren wo der Schallübertragungsweg ist.
    Wenn es im Deckenbereich "über" der Wand ist, kann man sich die zweite Wandschale sparen und gleich nur eine entsprechende Decke einbauen.
     
  15. Jan81

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    Das erinnert mich an so eine Werbung von einem Hersteller der aus Karton und Sand Schallschutzplatten erstellt. Mit der Werbung nur 15mm stark und eine Luftschallverbesserung bis zu Luftschalldämmung von bis zu Rw = 36 dB.

    Jetzt der Witz. Man nehme eine 11,5 cm Poroton Wand ca. 42 dB und mache dei Platte drauf und man hat gerade mal eine verbesserung von 2-3 db!!!
    Wenn man jetzt Lattung 50x30 mm mit 20 mm Mineralwolle und diese Schallschutzplatte 15mm, zusätzlich GK platte 12,5mm hat man eine Verbesserung von 9-11 dB :D
    Die Lattung muss aber auch noch Schallentkoppelt werden.
    Der Witz ist jetzt, wenn man diese sehr teuere Schallschutzpaltte durch eine 12,5 mm GK Schallschutzplatte ersetzt verringerrt sich vielleicht (max) um 1 dB. Vielleicht auch nur messbar.
    Viel wichtiger sind hier dann die Decke und die Flacken.

    Ich persönlcih glaube nciht das diese KS Wand viel mehr bringen wird als eine 7-8 cm Trocken GK-Vorbau.
     
  16. #16 GWeberJ, 25.09.2015
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