Schalung gegen Erdreich: Zwar nicht die Schalung, dafür die Perimeterdämmung verloren

Diskutiere Schalung gegen Erdreich: Zwar nicht die Schalung, dafür die Perimeterdämmung verloren im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Bei der Neuerstellung einer Außenmauer sollte einseitig geschalt und gegen das Erdreich betoniert werden. Außen sollte eine Perimeterdämmung...

  1. #1 Baustelle18, 16. November 2010
    Baustelle18

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    Bei der Neuerstellung einer Außenmauer sollte einseitig geschalt und gegen das Erdreich betoniert werden. Außen sollte eine Perimeterdämmung angebracht werden. Auch auf mein Anraten als Laie, die Perimeterdämmplatten hinten abzustützen wurde verzichtet. Ebenso auf eine Noppenbahn oder etwas anderes vielleicht minimal stabilisierendes.
    Das Resultat ist auf dem Bild zu sehen: Die obere Reihe Perimeterdämmung ist jetzt überall - nur nicht an der Außenseite der Wand. Ist dies nicht eine massive Wärmebrücke? Also mein erster Kommentar war: "Schön ist das nicht".
     
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  3. RMartin

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    Ääähhhh...wie jetzt? Ich versteh das Bild grad überhaupt nicht. Als Schalung wurden Dämmplatten verwendet?!?!

    Was ist das für eine Aussenmauer? Was ist rechts von dem betonierten Graben (oder Wand oder was immer das sein soll)?
     
  4. #3 Baustelle18, 16. November 2010
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    Also links ist abgegrabenes Erdreich.
    Die Perimeterdämmung wurde gegen das Erdreich gestellt und bildeten tatsächlich (zusammen mit der Erde) die eine Seite der Schalung.
    Die Innenseite der Schalung wurde aus Holzdielen erstellt.
    Als Abstandshalter zwischen Holzdielen und Perimeterdämmung wurden 24cm lange Kunststoffteile gesteckt.
    Normalerweise hätte die Wand 24cm dick werden sollen. Speziell an der Fotografierten stelle war jedoch etwas mehr Erde abgegraben - entsprechend hat es die Mauer nach außen erweitert u. die Perimeterdämmung verschoben.
     
  5. #4 Baustelle18, 16. November 2010
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    Auf der rechten Seite also Holzschalung. 1,5m hoch.
     
  6. #5 Baustelle18, 16. November 2010
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    Hier nochmal ein Bild von der anderen Seite, bevor die Holzschalung auf der Gegenseite angebracht wurde.
     
  7. Thomas B

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    ...ich verstehe es auch nicht: Beton, dann Dreck, dann Dämmung (schief und krumm), dann wieder Beton......dann ein Dach?!
     
  8. Uwe!

    Uwe!

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    1. Die Baustelle liegt in Asien oder Südamerika
    2. Vom bestehenden Haus wurde eine Seitenwand abgerissen, das Dach ist zur zeit auf dieser Seite "selbsttragend"
    3. Der in die Landschaft gekippte Beton hätte die abgerissene Wand ersetzen sollen, so dass sich das Dach mal wieder irgendwo anlehnen kann.
     
  9. Thomas B

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    Es handelt sich wohl um den Versuch einer Sanierung/ eines Umbaus/ sonstwas.

    Ich weiß...die Frage darf jetzt nicht kommen....kommt aber trotzdem: Gibt es irgendsowas wie einen Plan/ Detail/ Skizze/ Arbeitsanweisung...irgendwas, wonach gebaut wurde? Oder ist dies das Ergebnis einer Bauausführung nach "Gefühl"????

    Mir erschließt sich das Ganze einfach nicht.....

    Wenn das, wo die Dämmung ist, außen ist, sehe ich hier eine recht unkomplizierte Sanierungsmöglichkeit: Außen wieder aufbuddeln, Oberfläche begradigen, dämmen und wieder zuschütten......oder so ähnlich.....
     
  10. Gast

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    die Machart soll einer begreifen wer will, da blick ich nicht durch:hammer: (siehe unten)
     
  11. lulu66

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    Sensationell :mega_lol:
     
  12. RMartin

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    Also so wird natürlich wirklich nicht fachgerecht gebaut. Ist doch klar, dass Perimeterdämmung mit 'Luft dahinter' einem Betondruck von 1,50m Höhe nicht standhalten können.

    Ist da eigtl. Bewehrung in der Wand? Sie soll ja wohl dem Erddruck standhalten?!

    Die Antworten auf die Fragen von Thomas bzgl. der Ausführungsplanung interessieren mich sehr.
     
  13. Baustelle18

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    Ich sehe: Ich muss weiter ausholen.
    Das Ganze ist in steiler Hanglage.
    An der Stelle der neuen Mauer stand eine Gartenmauer (schöner Sandstein, schöne Mauer). Als das Haus 1980 irgendwann vom Vorbesitzer "saniert" wurde, wurde das Dach erweitert: Von der tragenden Aussenmauer des Hauses weitergezogen bis dieser Gartenmauer. Die Gartenmauer noch um 2 Reihen aufgemauert und fertig. Innen alles isoliert, abgedichtet,... (Sogar damals mit Plan!)
    Dies hat nun 20+ Jahre mehr schlecht als recht gehalten - jedoch waren jetzt an dieser Innenwand gegen das Erdreich Feuchtigkeitsspuren zu erkennen.
    Also der neue Plan: Gartenmauer weg. Betonmauer hin.
    Da das Ganze doch sehr auf der Erdreichseite weitergeht hat sich der beauftragte Bauunternehmer für diese Art entschieden: Keine 2-seitige Schalung sondern eben direkt gegen das Erdreich.
    Soweit schien mir das vernünftig - nur eben das mit der Dämmung ging meiner Meinung nach eben gehörig schief.
     
  14. Baustelle18

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    Die Frage zur Bewehrung: Auf dem 2. von mir eingestellten Bild sind einige Eisenstäbe vertikal eingebracht zu sehen: Als Laie hätte ich da auch etwas mehr erwartet - was sagt der kritische Fachmann dazu?
     
  15. Thomas B

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    ...also ein paar Angsteisen nach "gefühlter Statik". Schön. Abgesehen von der eher mangelhaften Ausführung, darf nachfragt werden, wer denn für die Ermittlung der notwendigen Bewehrung seine Rübe hinhalten darf...der BU, der das dahin gezaubert hat. Wenn JA, so ließe die Qualität der Ausführung gewisse Rückschlüsse auf die Qualität der statischen Berechnung zu.

    Aber egal...ist jetzt halt so.

    Ist das Kunstwerk schon bezahlt worden? Hier sollte man dem Ersteller die Gelegenheit geben sein Werk, bevor man dieses bezahlt, in einen ordnungsgemäßne Zustand zu versetzen. Da hieße dann also: nochmals aufgraben...hab' ich ja oben schon angedeutet...so jedenfalls würde ich meine Portemonnaie erstmal verschlossen halten und mit der Bezahlung warten, bis mir eine fehlerfreie "Ware" geliefert wurde....so ein Murks....Mann...Mann.....Mann.....
     
  16. Baustelle18

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    Danke Thomas B. - genau heute soll "Bauabnahme" sein - weshalb ich mich an dieses Forum hier gewendet habe.
    Es wäre also nicht zuviel verlangt, aussen nochmal den Beton wegzumachen und die Dämmung flächenbündig anzubringen?
    Wie flächenbündig muss die Dämmung sein um das ganze mit beiden Augen zugedrückt als funktionierende Wärmedämmung durchgehen zu lassen?
    Also was wäre eine maximale Spaltbreite zwischen 2 Platten - oder kann man das nicht so pauschal sagen?
     
  17. saarplaner

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    Wow!

    Sofort einen Statiker ins Boot holen! Oder du möchtest deinen Hang in deinem Räumchen haben.

    Ich kann bei den Bildern nicht an einen Bauunternehmer glauben! Ich kenne einige schlimme, aber sowas würde keiner fertig bringen. :Baumurks

    Das was du als Bewehrung bezeichnest sind Schnureisen!

    Wie soll die Wand den Erddruck halten ohne Bewehrung?

    Sachen gibt es!
     
  18. driver55

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    unglaublich...

    Bei einem solchen Murks hätte ich mich nicht getraut, das in einem Forum zu präsentieren, geschweige denn Bilder des "Kunstwerks" anzubieten.
    Welche Profis waren hier am Werk?:hammer:
     
  19. Thomas B

    Thomas B

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    Abnehem würde ich das Gesamtkunstwerk nicht. Das geht los mit der krummen Wand (nicht schön aber behebbar)...setzt sich fort in der massiven Bewehrung (bzw. deren Fehlen). Die paar Eisen, die man sieht, liegen augenscheinlich ziemlich an der Dämmung an (keine oder nicht ausreichende Betonüberdeckung). Zudem hae ich Zweifel an der Gebrauchstauglichkeit im Ganzen. Sicher: wenn vorher normales Mauerwerk gehalten hat, wird das jetzt so wahrscheinlich auch halten....Pfusch bleibt es allemale!

    Es stellt sich aber die Frage: was war vereinbart? Also: was für ein Raum entsteht dahinter? Braucht der Dämmung? Oder war das nur ein "add on" des BU? Sicher war nicht vereinbart das so hinzuferkeln...wahrscheinlich....aber was war vereinbart.

    Erstmal würde ich dem BU die Gelegenheit geben sein Kunstwerk selber zu betrachten und zu bewerten. Besser auf jeden fall bis Du beraten, wenn Du Dir hier einen Fachmann zur Unterstützung holst...sonst erzählt Dir der Bu noch was von Kunst am Bau....Dekonstruktivismus...Mehrkosten gar....
     
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  21. #19 Ralf Dühlmeyer, 16. November 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Dämmung verschoben = Wärmebrücke = beheizter Raum = keine Terrasse/Keller/unwichtiger Raum = :yikes
    Das Dach soll seine Last auf diese Wand packen, sie soll den Hang halten, das Hangwasser draussen halten, .....
    Nichts davon wird sie tun.
    Was steht denn in der (erforderlichen) Statik, wer hat die gemacht, wer die Abdichtungsplanung, wer den EnEV-Nachweis?
    Ich ahne es - keiner.

    Dann hilft nur noch Presslufthammer B-B-B-B-B-Bernhard
     
  22. Hansal

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    Behördlich gesprochen: Gefahr im Verzug.
     
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