Schalungsdruck

Diskutiere Schalungsdruck im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; die fundamente sind betoniert, die schalung für die mauer fertig, der tag x rückt unaufhaltsam näher. Ein Frage die ich mir stelle ist, ob ich bei...

  1. #1 buddelchen333, 13. Oktober 2007
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    die fundamente sind betoniert, die schalung für die mauer fertig, der tag x rückt unaufhaltsam näher. Ein Frage die ich mir stelle ist, ob ich bei der 1,05m hohen Mauer mit zwei Spannstellen pro Höhenmeter auskomme. Bei der 1,38m hohen sind 3 Spannstellen pro Höhenmeter vorgesehen.

    Es sind von vornherein mehr Spannstellen als wohl gewöhnlich vorgesehen, um der geringeren Biegesteifigkeit von Holz gegenüber Stahl Rechnung zu tragen.

    Bei der 1,05m hohen Mauer wird der schalungsdruck durch ~4 vertikal angeordnete Kanthölzer(4x6) pro lfd. m aufgenommen.

    Bei der 1,38m hohen Mauer durch ~3 vertikal angeordnete Kanthölzer(8x6) pro lfd. m aufgenommen.

    Berechnungsgrundlage SVB, also hydrostatischer Druck, nehmen tue ich den F5 und keinen F7+. Um welche Faktor wäre der hydrostatische Druck nach unten zu korrigieren?

    Ich habe jetzt mal für 1,05m hohe Mauer gerechnet, für Spannstellen auf 0,2m und 0,85m. Für die untere(obere) Spannstelle ergibt sich Druckkraft pro lfd.m von 9,76KN (2,88KN).

    Die Frage ist jetzt, was passiert mit den 0,65m höhe zwischen den Spannstellen. Hält das Holz der Belastung stand, oder ist auch bei 1,05m Höhe eine dritte Spannstelle in der Mitte notwendig?

    Zur Erinnerung: 4 Kanthölzer 6x4, also 4x4x6=96cm² Holzquerschnitt pro lfdm.
     
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  3. #2 Ingo Nielson, 13. Oktober 2007
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    ich habe mich die ganze zeit gefragt: wann stellt er diese frage.... ? :p
     
  4. #3 Carden. Mark, 13. Oktober 2007
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  5. #4 buddelchen333, 14. Oktober 2007
    buddelchen333

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    so, hab mich jetzt nochmal ne stunde eingelesen und nochmal gerechnet und festgestellt, daß ich weit unter dem Grenzwert von 8,5N/mm²Biegebelastung für Bauholzliege, ich hätte mir viel Geld und Arbeit beim Schalungsbau sparen können und vor allem deutlich weniger Nägel verwenden können.

    Mauer 1: 1,05m hoch

    Belastung der senkrechten Kanthölzer mit maximal 0,45-0,51N/mm² (der zweite höhere Wert kommt dadurch zustande, daß ich bei einer Tafel ein Kantholz vergessen habe)

    Belastung der Schalungsbretter mit maximal 0,16N/mm²


    Mauer 2: 1,38m hoch


    Belastung der senkrechten Kanthölzer mit maximal 0,43N/mm².
    Belastung der Schalungsbretter mit maximal 0,21N/mm²

    Ich vermute jetzt mal, daß bei der Belastung auch keine Durchbiegung auftritt. Was ich ganz witzig finde, ich habe vorher über keine Berechnung nachgedacht oä aber rein gefühlsmäßig so gebaut, daß bei der ersten und zweiten Tafel fast die gleiche Belastung der Kanthölzer auftritt, mal abgesehen davon, daß die Konstruktion wirtschaftlich gesehen eine Katastrophe ist....aber sicher ist sicher
     
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