Scheinspannung

Diskutiere Scheinspannung im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Zusammen, Ich bin neu im Forum und hab da gleich mal eine Frage. Kann sich eine Scheinspannung von ca. 90 Volt aufbauen? Es geht...

  1. marcel3

    marcel3 Gast

    Hallo Zusammen,

    Ich bin neu im Forum und hab da gleich mal eine Frage.

    Kann sich eine Scheinspannung von ca. 90 Volt aufbauen?

    Es geht darum das ich bei einer Kreuzschaltung die Birne reindrehen wollte, durch den "Lügenstift" habe ich gesehen das der Außenleiter unter "Spannung" steht. Mit dem Duspol nachgemessen und dieser zeigt 90 V an.

    Dann nochmal am ersten Wechselschalter nachgemessen, alle beiden abgänge zeigen "Spannung" bei dem ersten abgang 230V (Da dieser z.Z. geschaltet ist) beim zweiten abgang 90V.

    Die Leitungen für die Lampe/Wechselschalter/Kreuzschalter gehen zwar mit einer Zuleitung in einem Installationsrohr entlang, jedoch ist an dieser Zuleitung kein Verbraucher angeklemmt.

    Kann sich trotzdem da eine Scheinspannung auf den Schaltdrähten der Kreuzschaltung aufbauen von 90 V?

    Oder besteht da irgendwo ein Isolationsfehler?
    Weitere Tests konnte ich noch nicht machen, da ich gestern Abend keine Zeit mehr hatte.

    MfG marcel
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 25. August 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn man von Elektrik keine Ahnung hat (was ja nicht schlimm ist), sollte man/frau die Finger davon lassen!!!

    Ob sich wirklich um eine anliegende Spannung oder um Induktion oder Kriechstrom oder ????? handelt, kannst Du weder mit einem Lügenstift noch mit einem Duspol feststellen. Und auch mit einem Multimeter nur, wenn man/frau, weiß wie man/frau das macht.
     
  4. marcel3

    marcel3 Gast

    Mann könnte doch mit dem Duspol die funktion "Lastzuschaltung" benutzen, wäre da nur eine Scheinspannung würde dies ja nicht funktionieren, richtig?

    Ich wollte ja nur wissen ob eine Scheinspannung von 90 V möglich ist? ich habe nur bis jetzt kleinere Scheinspannung gesehen, aber 90V? Und ohne das da in der Zuleitung ein Verbraucher ist.

    MfG
     
  5. R.B.

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    Die Lastzuschaltung beim Duspol wäre jetzt sicher sinnvoll.

    Es ist bei dieser Schaltungsart, gerade bei langen Leitungen, ziemlich wahrscheinlich, dass Spannung induziert wird. Einen "Fehler" würde ich dennoch nicht völlig ausschließen. (Sag niemals nie)

    Das Problem ist, dass man den Fehler nur unter Spannung oder mit einer Hilfsspannung herausfinden kann. (Ratespiele gibt´s hier nicht). Für einen Laien ist beides mit einer nicht zu unterschätzenden Gefahr verbunden. Deswegen sind Ratschläge dazu tabu.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Julius

    Julius

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    Sagen kann man:
    Im Prinzip ist das ein ganz normaler Zustand bei derartigen Schaltungen.
    Und es ist keine Schein-, sondern eine (kapazitive) Blindspannung.

    Leider ist der Umkehrschluß (nämlich, daß dann auch der Isolationswiderstand der Leitungen in Ordnung ist) unzulässig.
    Um sicherzugehen, ist eine förmliche Isolationswiderstandsmessung nötig.

    Für erforderlich halte ich sie in diesem Fall rein anhand dieses Symptoms aber nicht (allerdings kenne ich weder Alter noch Zustand der Anlage).

    Probleme vermeidet man, indem man - so wie es auch regelgerecht ist - den Stromkreis zum Lampenwechsel spannungsfrei macht (Sicherung ausschalten)!
     
  7. marcel3

    marcel3 Gast


    Vielen Dank für die Antwort,

    die Anlage ist ungefähr ein halbes Jahr alt, als diese installiert wurde diese auch von einem Elektriker abgenommen, es wurde ebenfalls ein Prüfprotokoll erstellt.

    Mir ist halt der Gedanke gekommen das da irgendwo mit der Zeit ein Isolationsfehler aufgetretten ist. Das sollte ich ja aber mit einem Multimeter messen können.
    Bzw. mit dem Duspol und der Lastzuschaltung. Rein logisch wäre das ja wenn ich den gerade nicht geschalteten draht per Lastzuschaltung mit PE verbinde. Sollte dann der FI auslösen wäre ja ein Isolationsfehler vorhanden. Wenn er nicht springt bzw. der Duspol garnicht vibriert (Lastzuschaltung) sollte ja alles Okay sein, weil bei einer Blindspannung können ja keine 300 mA entstehen, da der Duspol/Lastzuschaltung von 300mA hat.

    MfG
     
  8. #7 Jonny, 25. August 2010
    Zuletzt bearbeitet: 25. August 2010
    Jonny

    Jonny

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    Nein!
    Isomessung mit Multimeter ist Dummfug!
    Äh :confused:
    oder doch irgendein anderer Fehler??? oder doch alles in Ordnung ???
    oder leuchten jetzt die Glimmlämpchen im Wechselschalter???

    Bevor wir hier Ratemal mit Rosental spielen, hol ne'n Kollegen(Fachmann) der die Messungen auch bewerten kann!
    Du kannst viel messen und testen, aber wenn du zur interpretation das Forum brauchst sehe ich schwarz.

    Grüsse
    Jonny
     
  9. H.PF

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    Mal für Doofe: Scheinspannungen, was sind das?
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 25. August 2010
    Ralf Dühlmeyer

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  11. R.B.

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  12. Jonny

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    kennste Scheinriesen? (Jim Knopf)

    :D

    er meint Blindspannung, das was ein 'Phasenprüfer' auch mal gerne anzeigt.
    siehe auch #5

    Grüsse
    Jonny

    mist Ralf war schneller!
     
  13. R.B.

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    Blindspannung? Haben die Elektronen keine Brille? Oder zumindest Kontaktlinsen?
     
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  15. marcel3

    marcel3 Gast

    Hallo Zusammen,

    also ich brauche das Forum nicht um meine ergebnisse zu intepretieren, in der Elektrik bin ich auch nicht ganz unbeholfen! Ich wollte nur wissen ob man das so messen/testen kann.

    Habe aber gestern nochmal alles nach gemessen wenn die Lampe im Sockel steckt und ich an den Polen des Sockels messe entsteht keine Blindspannung. Per Lastzuschaltung im DUspol wenn die Lampe nicht im Sockel steckt passiert auch nix! L1 -> PE bzw L1 -> N.

    Habe gestern nochmal mit meinem Eli telefoniert, der meinte das sowas sehr oft vorkommt da bei solch einer Schaltung immer die Schaltdrähte parallel verlaufen und somit per induktion eine Blindspannung aufbauen können.

    Danke für die Antworten.


    MfG
     
  16. #14 Stromfresser, 26. August 2010
    Stromfresser

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    Prinzipiell richtig, aber nicht durch Induktion, sondern durch kapazitive Kopplung.

    Induktive Kopplung setzt einen nennenswerten fließenden Strom voraus => magnetisches Feld = Trafo, kapazitive Kopplung eine anliegende Spannung => elektrisches Feld = Kondensator. Die parallel verlaufenden Leitungen wirken hier wie ein Kondensator.
     
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