Schimmel an Dachunterseite

Diskutiere Schimmel an Dachunterseite im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Leute, bei meiner fast 1 Jahr alten DHH habe ich jetzt schwarzen Schimmel an der Dachunterseite. siehe Fotos. Das Dach ist ein...

  1. Tobi

    Tobi

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    Hallo Leute,
    bei meiner fast 1 Jahr alten DHH habe ich jetzt schwarzen Schimmel an der Dachunterseite. siehe Fotos.
    Das Dach ist ein Krüppelwalmdach und der Schimmel, zumindest derzeit, ist nur an den kurzen Seiten vorzufinden. Wie sich nach ersten Untersuchungen rausgestellt wurde hinter dem unteren Gitter nicht bis an Dachlatten hoch gemauert, somit tritt hier Luft ein kann aber nicht nach oben austreten da fehlende Lüftung. Der Schimmel ist ca Ende Februar Anfang März aufgetreten, sprich als wir die ersten warmen Sonnentage hatten.
    Vorschlag der Baufirma ist diese Hohlräume nun abzudichten.
    Mein Vorschlag ist zusätzlich das Dach öffnen zu lassen um zu sehen wo noch vielleicht Schimmel schon vorhanden ist.

    Was meint Ihr, welchen Rat könnt Ihr mir geben?

    Vielen Dank im voraus.

    Tobi
     
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  3. #2 Gast360547, 22. April 2005
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    hmm

    Moin,

    was haben Sie für ein Mauerwerk? Poroton?

    grüße
    stefan ibold
     
  4. Herbert

    Herbert

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    Schimmel an Dachüberstand

    Sehr wahrscheinlich tritt hier warme, feuchte Innenraumluft aus. Das Wasser kondensiert aus und bereitet den optimalen Nährboden für Schimmel. Dieser Effekt wird häufig beobachtet.

    Die entscheidende Frage ist, wie die Innenraumluft hier hingelangen kann. Darauf dürfte auch Stefan Ibolds Frage zielen.
     
  5. Tobi

    Tobi

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    Hallo,

    die Ziegel sind Poroton T12 von Schlagmichtot.
    Das mit der austretenden Luft von innen ist wurde auch von unserem Sachverständigen in Raum gestellt. Dieser möchte diese Woche mit einer Wärmebildkamera mal vorbeikommen und somit Fehler bei dem Aufbringen der Dampfsperre feststellen.

    Was könnt Ihr über die Schimmelbeseitigung sagen. Reicht tiefgründiges abschleifen der befallenden Teile, vorausgesetzt die Ursache wurde gefunden, aus?


    Gruss Tobi
     
  6. #5 Gast360547, 22. April 2005
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    ja

    Moin,

    Herbert Trauernicht hat Recht :)

    Nächste Frage: Steine geklebt oder vermörtelt?

    Ist die oberste Schicht mit Mörtel geschlossen worden?

    Grüße
    stefan ibold
     
  7. Tobi

    Tobi

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    Hallo Herr Ibold,

    danke für Ihre Hilfe.
    Die Steine sind verklebt. Oberste Schicht ist soweit ich weiß offen.


    Gruss Tobi
     
  8. Herbert

    Herbert

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    Bei dem Wetter

    kann man mit der Wärembildkamera höchstens in den frühen Morgenstunden etwas erreichen. Ich würde empfehlen, einen Unterdruck im Haus aufzubauen (Blower-Door) und dann mit Innenthermografie den Eintritt von kalter Luft nachzuweisen.

    Eine billigere Alternative wäre: Überdruck aufbauen und einzelne Räume mit Nebel füllen. Dann erkennt man, ob an den Schimmelstellen Nebel austritt.
     
  9. NBasque

    NBasque

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    Lesen sie mal hier

    Teilweise kommt Schimmelbefall auch durch die immer ungiftiger werdenden Farben auf Acrylbasis. Diese stellen einen idealen Nährboden für Schimmelpilze dar.

    Dort wo genug Feuchtigkeit dazu kommt (langsam abtrocknender Morgentau), ist sozusagen ein idealer Platz für Schimmelbefall.

    Namhafte Hersteller (z.B. Sikkens) gehen inzwischen wieder dazu über, ihren Holzschutzlasuren Inhaltsstoffe gegen Schimmelbefall beizumengen.

    http://www.holzfragen.de/seiten/schimmel_dach.html
     
  10. #9 Wilhelm Wecker, 22. April 2005
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    Bei Schimmel am Dachüberstand

    ist vor allen Dingen die Frage zu stellen, mit welchen Platten wurde der Dachüberstand hergestellt, vermutlich Mehrschichtplatten Birke, Seekiefer ?
     
  11. Herbert

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    Die Tatsache,

    dass hier selbst das Gitter befallen ist, deutet m. E. auf Luftsrömung als Ursache hin. Ebenso die Fahnenbildung.
     
  12. Tobi

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    Meinung dazu

    Hallo,
    schon mal Danke für Eure Antworten.
    Vorschlag von unserer Baufirma zwecks Schimmelbeseitigung.
    Reinigung der Flächen mit 80% Ethanol (=Spiritus) und Erneuerung der Lasur an der Dachuntersicht da keine weitere Schimmelbildung zu erwarten ist und die
    Pilzbildung nur Oberflächig gegeben war reicht diese Maßnahme aus.
    Wie gesagt dadurch daß das Mauerwerk nicht bis Unterkante Dachverschalung reicht, kann hier kalte/warme Luft eintreten aber nicht mehr raus.
    Mangelbeseitigung sieht so aus:
    Schimmelentfernung siehe oben. dann abdichten so daß hier kein Lufteintritt mehr erfolgen kann.
    Was meint Ihr zu dieser Vorgehensweise?

    Herr Ibold gibt es von Ihnen noch weitere Hinweise?
    Welche Abdichtungsmöglichkeit ist hier am sinnvollsten?

    Frage an Herbert:
    Was meinen Sie mit Luftströmung, wie ich oben beschrieben oder etwa durch Undichtigkeit der Dampfbremse - Warme Luft kann von innen nach aussen und trifft hier dann auf die kalte Luft.


    Gruss und danke an alle
    Tobi
     
  13. #12 Wilhelm Wecker, 22. April 2005
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    Ein Sanierungsvorschlag

    Ich hatte an einer Baustelle ebenfalls Schimmelbefall an der Dachuntersicht aus Mehrschichtplatten und habe seinerzeit einen Sanierungsvorschlag erhalten, den ich gerne wiedergeben möchte. Allerdings weiß ich nicht mehr wer der Verfasser ist:

    Bei Mehrschichthölzern handelt es sich um Sperrholzplatten, wobei
    durch Feuchtigkeitseintritt lösliche Leimbestandteile zum Auswandern neigen. Da diese Leime teilweise nicht biozid ausgerüstet sind, kann es zu Schimmelbildungen kommen. Insbesondere bei
    sanierten alten Dächern, die wärmegedämmt werden, kommt es durch die teilweise be-dingte Tauwasserbildung an den Dachuntersichten zu Schimmel- und Pilzbildungen, da die zur Verwendung kommenden Beschichtungen teilw nicht einmal mehr mit sog. Topfkonservierern ausgerüstet sind.

    Es ist absolut möglich, dass es sich auch in Ihrem Fall nicht um Schimmel, sondern um Pilze handelt, deren Aussehen unter der Lupe sternförmig und von fast schwarzer Farbe ist.

    Zur Beseitigung schlage ich Ihnen vor:

    Die befallenen Flächen mit einem Fungizid wie z.B. Capatox von der Firma Caparol zu behandeln und anschließend eine deckende Beschichtung mit einer Holzschutzfarbe, wie z.B. Consolan vorzunehmen, da diese Beschichtungen noch fungizid eingestellt sind.
     
  14. bauguru

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    allen ist das denken erlaubt. vielen bleibt es erspart.
    wenn ich mir das linke bild

    so anschaue, dann sind dort zwei lüftungsgitter zu entdecken. es liegt die vermutung nahe, dass es sich um eine hinterlüftete dämmebene handeln könnte und durch undichte stellen in der dampfbremse hier eine luftströmung entsteht. insofern sollten die von herrn trauernicht vorgeschlagenen test mittels b-d-t und wärmebildkamera oder nebeltest sicherheit geben bevor an den brettern "rumgedoktort" wird.
    eine abdichtung der hinterlüftungsebene, wie vorgeschlagen, in verbindung mit möglicherweise vorhandener undichtigkeit der dampfdichten ebene könnte fatale folgen haben. der schimmel kommt sicherlich nicht vom lufteintritt als vielmehr von ausströmender warmluft.
     
  15. #14 Wilhelm Wecker, 23. April 2005
    Wilhelm Wecker

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    Beim linken Bild

    handelt es sich wahrscheinlich um die Traufe im Bereich des Krüppelwalms. Dort funktioniert ganz offensichtlich die notwendige Hinterlüftung der Dämmebene nicht, weil am Übergang Schiftersparren/Gratsparren alles dicht ist. Vielleicht trifft an der Fassade aufsteigende Warmluft an die Unterseite der von oben hinterlüfteten (kalten) Dachschalung und es entsteht im Staubereich das beste Mileu für die Schimmel- bzw. Pilzzucht.
     
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  17. Herbert

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    Luft woher?

    "Was meinen Sie mit Luftströmung, wie ich oben beschrieben oder etwa durch Undichtigkeit der Dampfbremse - Warme Luft kann von innen nach aussen und trifft hier dann auf die kalte Luft."

    Ich meine Luft, die von innen nach außen gelangt.
     
  18. Tobi

    Tobi

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    Und dann?

    Wie geht es dann weiter?
    Nochmal vielen Dank für Eure Tipps und Meinungen.
    Was ist nach Ursachenfindung? Wenn die Hohlräume verschlossen werden, was ist mit den befallenden Holzteilen, reicht hier das Reinigen mit Ethanol (80%)? oder habe ich auf lange Sicht eine Gesundheitsgefahr am züchten?

    Danke

    Tobi
     
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