Schimmel an den Wänden

Diskutiere Schimmel an den Wänden im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, da ich gerade in einem anderen Thread ein Frage beantwortet bekommen habe, bin ich in meinem Aquariumszimmer in eine Ecke gekrochen um...

  1. AQ127CK

    AQ127CK

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    Hallo,
    da ich gerade in einem anderen Thread ein Frage beantwortet bekommen habe, bin ich in meinem Aquariumszimmer in eine Ecke gekrochen um Leitungen zu überprüfen und dabei bin ich auf eine Menge schwarzen Schimmel gestossen. Die ganze Wand ist voll davon und man riecht es.
    Es handelt sich um die Aussenwand an der auf der anderen Seite in 3cm Entfernung die Garage des Nachbarn steht. Die Wand ist aus 24 cm Ziegeln und aussen verputzt.
    In dem Raum steht ein offenes Aquarium. Es ist also immer eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden.
    Bevor das Aquarium dort stand hat es dort nie geschimmelt.
    Was kann ich machen? Irgendwie eine Dampfsperre oder Isolierung innen auf die Wand. Draußen kann ich nichts machen, da steht halt die Garage des Nachbarn [​IMG]
     
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  3. Julius

    Julius

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    -Raum viel besser lüften und heizen
    -Innendämmung (muß aber sehr exakt erfolgen, um Folgeschäden zu vermeiden)

    Was ist denn links von diesen Räumen? Und oberhalb/unterhalb?
    Bedenke, daß sich der Kondensatausfall bei Dämmung der rechten Außenwand dann wahrscheinlich eben auf das dann kälteste (derzeit also zweitkälteste) Bauteil verlagern dürfte...
     
  4. Robby

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    Das 2. Kälteste Bauteil könnte jedoch so warm sein das keine Taupunktunterschreitung stattfindet.

    Wieso wird hier nicht als 1. mal rel. Luftfeuchtigkeit, Raumtemperatur und Oberflächentemperatur aufgezeichnet???

    Wieso wird nicht festgestellt wie tief der Feuchteeintrag im beschriebenen Wandbereich vorliegt?

    Sollte es sich um ein Kondensatproblem handeln wären in dem Fall nur die Oberflächennahen Randzonen betroffen.
     
  5. Julius

    Julius

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    Deswegen hab ich ja gefragt, was angrenzt! Dann kann man besser abschätzen.

    Und warum noch nicht näher untersucht wurde?
    Na, vermutlich, weil der Fragestellerin das bisher noch keiner geraten hatte.

    Sicherlich ist es sinnvoll, andere Quellen des Feuchteeintrags auszuschließen, aber zumindest nach dem, was wir bisher wissen, dürfte es ME ein reines Kondensatproblem sein.

    Idee:
    Die Frau mit dem unaussprechlichen Namen müßte immerhin wissen, wie hoch die Verdunstungsverluste des Beckens sind. Wird schon keine automatische Nachspeisung besitzen...
     
  6. AQ127CK

    AQ127CK

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    Hallo,
    erstmal danke für ihr Interesse.
    Ich werde mal versuchen die Fragen zu klären

    Bemerkt habe ich es nicht , weil das Aquarium unterhalb des Beckens verkleidet ist. Die Wand dahinter ist mit einer Urwaldfototapete beklebt, da sieht man so was auch nicht sofort, zudem ist das Aquarium oben offen und es sind sehr helle Lampen drüber installiert, sodass man die Wand nicht wirklich bemerkt. Das Aquarium ist übrigens BxHxT 2,5m x 0,8m x 0,7m.

    Der Raum ist 3m lang 2,8m breit und 2,4m hoch.
    Das Aquarium nimmt praktisch die ganz rot gezeichnete Wand ein.
    Gegenüber ist ein doppelt verglastes Fenster, Ug 1,1 steht im Rahmen, und es zeigt in einen Innenhof.

    Zunächst habe ich mal die Temperaturen gemessen

    Heute 14.30 : es regnet draussen, die Wand geht Westen.
    Wandtemperatur innen 16 Grad
    Wandtemperatur aussen 12 Grad
    Raumtemperatur 22 Grad
    Wassertemperatur 28 Grad
    Temperatur Innenhof 14 Grad
    Relative Luftfeuchte kann ich nicht messen, habe ich kein Gerät für.

    Der Boden ist eine Betonplatte, Wir haben voriges Jahr, als wir umgebaut haben, dort Estrich mit 6 cm Dämmung aufbringen lassen. Darauf sind dann Fliesen.
    Das Dach ist nach Aussage des Vorbesitzer (bzw der Rechnungen die er mir überlassen hat) mit 12 cm Mineralwolle gedämmt, von unten ist eine Gipskartonplatte drauf und oben mehrere Schichten Folie und Bitumen .

    Habe an einer Ecke eben die Gipskartonplatte aufgemacht (die ist an der Wand auch schon schimmelig) Drunter sieht man eine blauweißgestreifte Folie, die an der Wand mit Klebeband befestigt ist. Sieht ziemlich dicht aus. Ich will das jetzt auch nicht mutwillig öffnen. Der Gipskarton muss wegen des Schimmels sowieso runter, aber erst am WE.

    Geheizt wird mit einem ganz normalen Heizkörper mit Thermostat.
    Ach ja, das Becken hat eine automatische Nachfüllung, sodass ich nicht weiß wieviel verdunstet.
    Gelüftet wird so ein- bis zweimal am Tag für ein paar Minuten. Das Fenster ist ziemlich groß, die Luft ist dann garantiert völlig ausgetauscht.
    Bevor das ein Aquariumszimmer wurde, war dort 2 Jahre die Küche. Da war nichts schimmelig, als wir sie letztes Jahr ausgeräumt haben.

    Ich denke auch das es Kondensat ist. Wie warm müssten denn die Wände werden, damit es sich überhaupt nicht niederschlägt ?

    Die Frau hat übrigens den aussprechlichen Namen Cornelia.
    Das ist jetzt aber lang geworden. Aber vielleicht kann mir ja jemand mit Informationen weiterhelfen
     
  7. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Kondensatausfall hängt ab von der rel. Luftfeuchtigkeit MIT Oberflächentemperatur MIT Raumlufttemperatur.

    Da der Aquarienunterschrank verschlossen ist, wäre es denkbar das der verschlossene Bereich hier wie eine Innendämmung wirkt, wobei sich hier die Oberfläche nicht ausreichend temperieren kann und keine ausreichende Luftzirkulation in dem bereich stattfindet.

    Angenommen:

    Oberfläche 16 Grad
    Raumtemp 22 grad

    Tauwasserausfall zu erwarten bei einer rel LF von knappen 70%
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 29. Oktober 2007
    Ralf Dühlmeyer

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    1400...

    Liter Seewasser (?) :respekt :respekt.
    Das übliche Problem - Abdeckung geht nicht wg der Dampflampen.

    Die automatische Nachspeisung mal abstellen und sehen, wieviel da rausgeht.
    Bei der temperatur und der Oberfläche tippe ich auf 2 - 4 Liter/Tag. Da kommst mit 2* stoßlüften nicht gegen an.
    Möglichkeiten:
    Für teuer Geld eine rel. dichte Abdeckung beschaffen.
    Den Unterschrank öffnen - wenn nicht zu viel Becken unterm Becken eh einen "Schrank" bilden
    Zwangsbelüftung hinterm Unterschrank, um die Wandtemperatur hochzukriegen.
    Zwangslüfter durch die Wand mit Feuchtefühler.

    ICH würd die Abdeckung wählen.

    MfG
     
  9. AQ127CK

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    nein, kein Seewasser. Amazonas.
    Und Abdeckung geht wirklich nicht, weil rundherum ein ganzes Pflanzenbiotop ist. Aber das mit der Zwangsentlüftung ist eine Idee. Kann man doch einfach einen feuchtegesteurten Badentlüfter in die Wand setzen.
    Da ich aber sowieso alles erstmal wegräumen muss (das wird ein Riesenakt)um den Schimmel zu entfernen, könnte man nicht innen 10 cm Wärmedämmung auf die Wand machen und dann mit Dampfbremsfolie, so wie man es auch im Dach macht, dicht an den geheizten Wänden anschliessen ?
    Spart auch noch Heizung ?
    Der Stromzähler den Aquarium habe rennt nämlich immer wie verrückt. Eventuell auch an beiden Aussenwänden ?
    Ich mach mal die Nachspeisung aus und seh mal wieviel Wasser den weggeht
    Danke aber schonmal für die erste Idee
     
  10. Julius

    Julius

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    Auch noch Pflanzen?
    Und dann wunderst Du Dich über schimmlige Wände...
     
  11. AQ127CK

    AQ127CK

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    Na ja wundern tu ich mich beim zweiten Überlegen jetzt nicht mehr.

    Trotz dem nochmal die Frage was man sonst noch tun könnte ?

    Kann doch irgendwie kein Einzelfall sein. Es gibt doch viele Leute die grosse Aquarien stehen haben.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 30. Oktober 2007
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Ja, aber...

    da sind die Räume i.d.R. auch drauf an-/ausgelegt.
    Ausserdem - 1.400 l + halb Amazonien dürfte nicht wirklich die Regel bei Aquarianern sein.
    Innendämmung halte ich bei den Klimata ohne detailierte Planung und SAUBERSTE Ausführung für Harakiri, weil die Kondensatgefahr ungleich höher als bei "normalen" Räumen ist. (und da ist das Risiko schon nicht zu unterschätzen).
    Ich glaub, Du hast Dir da ein ziemliches Problem eingefangen.
    Wenn Deine Beckenheizung jetzt shon wortwörtlich am Rad dreht, ist eine einfache Abluftanlage (Lüfter) ggf. deren Tod (oder der der Fische), weil durch die kühlere nachströmende Luft das Becken noch weiter abkühlt.

    Ich glaub, die einfache Lösung gibts da nicht.
    :confused:

    MfG
     
  13. Bauwahn

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    Eine sauber gearbeitete Innendämmung mit noch sauberer Dampfbremse (die Anschlüsse sind das Problem) würde sicher helfen. Imprägnierte GK-Platten sind eh Pflicht hier. Dazu eine luftfeuchtigkeitsabhängige Lüftung (Lüfter mit Hygrostat gesteuert). Und dazu versuchen, soviel Feuchtigkeit wie möglich am Austritt aus dem Aquarium zu hindern.
    Nichts, was man eben mal am verlängerten Wochenende macht.

    Gruß

    Thomas
     
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  15. tp17

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    Hallo, es gibt schon viele Leute mit grossen Aquarien. Aber nicht umbedingt in diesem Forum. Ich empfehle dir, auch mal bei www.aquaristikimdetail.de reinzuschauen.
    Dein Problem ist, das du quasi ein Paludarium mit offenen Wänden betreibst :yikes. Wenn du es nicht abdecken willst, wird sich am Problem tatsächlich nur durch eine grosszügige Lüftung was machen lassen. Die 2-4 Liter Wasser pro Tag sind eine gute Schätzung.
    Zu deinem Stromproblem (das durch Glasabdeckung auch drastisch reduzier würde): Heizt du auch mit Strom? Wenn du für einen Umbau/Isolierung der Wand eh alles rausreissen willst, würde ich mir Fussbodenheizung direkt unters Becken legen und damit die Grundtemperatur schaffen. Elektrisch dann nur noch zuheizen.
    Beleuchtung? Je nach Pflanzenwünschen könnte es auch mit T5 Leuchten funktionieren.
    Belüftung würde ich mit Wärmetauscher machen, um nicht die ganze schöne Wärme rauszuschmeissen. Ich kenne auch Leute, die über einen Wärmetauscher beim Wasserwechsel das Wechselwasser vorwärmen (schönes Wortspiel).
    Ach so: Die kälteste Stelle im Raum sollte deine Wasserzuleitung sein. Vielleicht kannst du die als "Kondensator" benutzen? Also die überschüssige Luftfeuchtigkeit absichtlich dort kondensieren lassen?

    Anderes Problem: Kennst du einen Aquarienbauer in deiner Nähe? Ich habe ein leeres Regal, das nach Becken schreit...

    Grüße, Torsten
     
  16. Julius

    Julius

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    Am wirksamsten (und mit vergleichsweise geringem Bauaufwand verbunden) ist klar eine Abdeckung des Beckens.
    Aber auch die Idee mit dem Soll-Kondensator finde ich gut (evtl. ergänzend)!
     
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