Schimmel im Dachboden

Diskutiere Schimmel im Dachboden im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo liebes Forum, habe ein kleines Problem mit Schimmel im Dachspitz. Situation ist folgende: EFH mit Dachboden (Zugang über Eischubtreppe)....

  1. Potter

    Potter

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    Hallo liebes Forum,
    habe ein kleines Problem mit Schimmel im Dachspitz.
    Situation ist folgende: EFH mit Dachboden (Zugang über Eischubtreppe).
    Ich konnte bei mehreren Häusern beobachten wie sich unter dem Bodenbelag im Dachboden (Belag meist Spanplatte aber auch Rauhspund) Schimmel ansetzte.
    Aufbau der Decke: Gips 12,5mm, Unterkonstr. 24mm, Dampfbremse sd=20m,
    Zwischensparrendämmung 200mm in der Kehlbalkenlage (240mm), und darauf eben der Belag der schimmelt (Belag hat 4cm Luft zur Dämmung).
    Der restliche Dachboden ist nicht gedämmt.

    Noch zur Info: Dampfbremse ist sauber abgeklebt, auch an den Stellen wo der Installateur/Elektriker war.

    Hat jemand eine Ahnung was da passiert? Bzw. wie man sowas in den Griff bekommt.


    Potter
     
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  3. Wieland

    Wieland Gast

    Der sogenannte Spitzboden stellt im weiteren Sinne eine Kaltdachkonstruktion
    dar, das eigentliche Problem besteht in der Luftdichten Ausbildung des darunter
    liegenden Geschoß, die große Schwachstelle dürfte hier die Einschubtreppe
    sein.
    Wenn die Einschubtreppe nicht 100% dicht ist wird hier ständig Warmluft in
    den kalten Dachraum dringen ( Winter kalte Jahreszeit ) und das darin
    enthalten Wasser ausfallen.
    Das Zweite Mango ist unzureichende Belüftung des Spitzboden, da gibt es verschiedene
    Möglichkeiten.

    Grüße
     
  4. KPS.EF

    KPS.EF

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    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gelangt warme (und damit relativ feuchte) Raumluft in diesen Dämmbereich und kondensiert dort.

    Die Suchfunktion im Forum bietet eine Vielzahl von Informationen zu dieser Problematik ...
     
  5. #4 Bauigel85, 25. April 2011
    Bauigel85

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    Genau dieses Phänomen trifft man dank EnEV immer häufiger an. Da wird auf Teufel komm raus gedämmt und die Dämmung dann mit Dampfbremsbahnen vor Durchfeuchtung geschützt.
    Rechnerisch funktioniert das auch. Nur praktisch leider nicht.

    Der Wasserdampf sucht sich nämlich andere Wege als durch die Dampfbremsbahn und findet die auch. Beispielsweise durch eine nicht dampfdichte Luke für die Einschubtreppe. So gelangt warme und damit feuchte Luft aus der darunterliegenden Wohnung in den Dachspitzbereich und dort kondensiert diese feuchte Luft im Winter praktisch an allem, was kalt ist. Also auch im Bereich zwischen Dämmung und Bodenbelag. Da es in diesem Bereich weder Durchlüftung noch Wärme von unten gibt, hat die kondensierte Feuchtigkeit auch keine Chance mehr, dort wieder richtig auszutrocknen. So sammelt sich in der kalten Jahreszeit immer mehr Feuchtigkeit an und durchnässt die Dämmung langsam von oben her. Wenn es dann im Sommer schön warm wird, haben wir ideale Brutbedingungen für Schimmel.

    Wer noch mehr zu diesem Thema lesen will, wird hier fündig:
    http://www.konrad-fischer-info.de/21316bau.htm
     
  6. #5 schimmelweg, 30. April 2011
    schimmelweg

    schimmelweg

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    Hallo zusammen
    es gibt noch zig weitere Möglichkeiten als die "üblichen" Verdächtigen.
    Neben dem häufig anzutreffenden Kondensat aufgrund von falschen oder unzureichend verarbeiteten Dampfbremsen (was rechnerisch funktioniert, funktioniert auch praktisch; nur hängt´s an der Umsetzung; und bitte kein Glaserdiagramm), gibt´s auch noch eine falsche Bauabfolge.

    Eine nette Variante ist auch eine Durchfeuchtung der Platten (Wirkungsweise Dampfsperre) aufgrund von hoher Luftfeuchte mit einer Dampfbremse raumseitig. Somit schaukelt sich hier die Feuchte automatisch immer höher.

    Aber mal praktisch, was für eine Dampfbremse Raumseitig und welche Spanplatten (techn. Merkblatt, Sd-Werte)?
    Und wie ist die luftdichte Ebene im Schnitt (Seitenansicht) ausgeführt?
    Kann man mit einem Stift die luftdichte Eben zeichnen, oder gibt´s Fehlstellen?
    Sind die Mauerkronen gedeckelt?
     
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  8. #6 Alfons Fischer, 18. Juni 2011
    Alfons Fischer

    Alfons Fischer

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    Formularausfüller
    Ich halte dies für eine sehr pauschale Aussage... :winken

    Sind wir doch mal ehrlich: wir kennen das Problem doch gar nicht! Woher wissen wir denn, dass die Durchfeuchtung im Bereich um die Einschubtreppe passiert ist?
    deshalb bitte ich Dich, lieber Potter, das Haus und den Schaden mal ein bisschen näher zu beschreiben.
    Ist es ein Neubau?
    Wie war der Bauablauf im Bereich des Dachs?
    Wurde kammergetrocknetes Bauholz oder rohes Holz verwendet?
    Welcher Belag ist denn betroffen? Holzschalung oder Spanplatte oder?
    An welcher Stelle genau ist der Schaden aufgetreten, gibt es Fotos?
    Wann ist der Schaden aufgetreten?
    Ist diese Stelle immer noch feucht?
     
  9. Wieland

    Wieland Gast

    Natürlich sind wir hier ehrlich u. zu 80 % hängts eben an der beschiebenen Problematik
    gell !:hammer:
     
Thema: Schimmel im Dachboden
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