Schimmel im Schlafzimmer

Diskutiere Schimmel im Schlafzimmer im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, für folgenden Sachverhalt möchte ich Euch um unverbindliche Einschätzung bitten: - Doppehaushälfte, Baujahr 2000, mit...

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  1. Dracolein

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    Hallo zusammen,

    für folgenden Sachverhalt möchte ich Euch um unverbindliche Einschätzung bitten:

    - Doppehaushälfte, Baujahr 2000, mit Außendämmung
    - Schlafzimmer ist im 1. OG (gibt noch ein 2. OG)
    - Schlafzimmerboden: Estrich mit Fußbodenheizung, darüber alter Teppichboden, darüber Laminatboden
    - Schlafzimmerwände: Putz, darüber Rauhfaser, darüber Latexfarbe, mind. 2x überstrichen, 2 der 4 Wände sind Außenwände
    - Schlafzimmer decke: Stahlbeton, Fertigelemente, mit Rauhfaser tapeziert und Latexfarbe übermalt
    - Haus wurde vom Vorbesitzer so "bestückt" (bin unschuldig)

    Wir verzeichnen seit ca. 4 Wochen beginnenden Schimmel in der Raumecke, wo sich die beiden Außenwände treffen, einmal oben an der Ecke zur Decke und einmal unten an der Ecke zum Fußboden. Wir haben mittlerweile den Raum vollständig entkernt, d.h. Fußboden raus bis auf den Estrich, alle Farbschichten runter, alle Tapeten raus.

    Nun sind wir unschlüssig über die Ursache. Der Vorbesitzer hatte keine Schimmelprobleme, allerdings hat er wesentlich stärker geheizt als wir es tun.
    Fakt ist, dass wir regelmäßiges Durchlüften erheblich vernachlässigt haben und hier in jedem Fall ein Fehler liegt. Weiterhin messen wir seit jeher die Luftfeuchtigkeit und verzeichnen in diesem Raum schon immer sehr hohe Werte weit über 60%. Im Winter sind die Fenster morgens regelmäßig triefend nass von Innen.

    Meine Frau und ich gehen derzeit davon aus, dass mangelnde Durchlüftung des Raumes Schuld an der Schimmelbildung hat. Im vorhandenen Putz konnte ich keinerlei Schimmel mehr entdecken, lediglich auf der Tapetenrückseite war etwas zu sehen.

    Wie seht Ihr das?
    Was sind ideale Materialien zur Renovierung der Wände und der Decke? Als Fußboden haben wir uns für einen geölten (nicht lackiert! nicht gewachst!) Klickparkett entschieden. Die Decke soll einen weißen Streichputz erhalten. Bei den Wänden sind wir uns unschlüssig, welches Finish sie erhalten sollen. In jedem Fall keine Tapete, sondern ein Putz, der dem Raumklima zuträglich ist.

    Habt Ihr hier Tips ?
     
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  3. H.PF

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    Tip: HEIZEN!
     
  4. Dracolein

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    Mehr als 20/21°C im Schlafzimmer sind aber auch nicht gerade toll. Kälter war es nicht.
     
  5. Kalle88

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    Ohne jeglicher Fachlichenkompetenz: Wenn der Putz runter sollte, evtl. Speicherfähigen Putz benutzen, Lehm z. B.

    Heizen und Lüften dürfte das Problem aber beheben... Und keine Kipp-Veranstaltung sondern Stoßlüften! Die Raumluft soll ausgetauscht werden.
     
  6. Baumal

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    einsicht ist der beste weg zur besserung.

    nutzerverhalten ändern und auch heizen nicht vergessen.

    ist ja schon heftig, wenn in einem schlaufraum baujahr 2000
    die fenster im winter, morgens triefend nass sind.

    (was treibt ihr da eigentlich....?:D)
     
  7. #6 Annette1968, 4. November 2013
    Annette1968

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    Wobei ich - wenn ich mich da einklinken darf - gerne mal schimmelvermeidendes Verhalten im Schlafzimmer bei Kaltschläfern wüsste. Ich mag mein Schlafzimmer nämlich nicht bis sehr wenig heizen. Kann da bei konsequentem Lüften ((fast) Dauerkipp mit 2 x tägl. Stoßlüften) und genügend Wandabstand der Möbel wirklich Schimmel auftreten?
     
  8. Kalle88

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    Hygrometer aufstellen und Luftfeuchte kontrollieren. Steigt diese über 70 % im Schnitt wird der Schimmel nicht weit sein. Ecken dürften da ein guter Nährboden sein, dank ungünstiger Zirkulation. Am Altbau schlägts sich dann meißt an kalten Bauteilen nieder. In nem Luftdichten Neubau wirds, ohne Lüftungsanlagen, sich irgendwo niederschlagen. Meißt da, wo Luft gehindert wird gut zirkulieren zu können. Hinter möbeln, ecken und Dergleichen.
     
  9. Dracolein

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    Es ist ein Familienschlafzimmer, schlafen zu 4. auf 16qm ;) Jetzt in der Übergangszeit haben wir auch nach dem Lüften kaum weniger als 60% Luftfeuchtigkeit.
    Das Schlafzimmer ist aktuell ins Obergeschoss gewandert. Auch hier immer wieder Luftfeuchtigkeit von 65%. Dafür jetzt im eigentlichen Schlafzimmer nur noch 40%.

    Wir schwanken halt jetzt zwischen "war unsre Schuld, einfach irgendeinen Putz drauf und gut" und "am besten vernünftig Lehmputz drauf".
     
  10. H.PF

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    Du solltest über einen Luftentfeuchter nachdenken...
     
  11. #10 Annette1968, 4. November 2013
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    wird ich mal machen, - wobei ich wirklich noch nie ein Schimmelproblem hatte.


    Deshalb ja die Aussage Stoßlüften (morgens nach und abends vor dem Schlafen mit Durchzug durchs ganze Haus) und dazwischen praktisch dauerkipp, nachts sowieso und meist auch tagsüber. Mit geschlossenen Fenstern würde ich nie schlafen wollen.
     
  12. #11 Annette1968, 4. November 2013
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    @ Dracolein: Ihr schlaft zu viert auf 16 m²? *staun* Ich gehe davon aus, zwei davon sind kleine Zwerge? Wie macht Ihr das denn mit dem Lüften, insbesondere nachts beim Schlafen, fenster auf oder zu?
     
  13. Kalle88

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    Dauerkipp ergibt keinen Sinn außer überhöhte Heizkosten. Stoßlüften deshalb da hier die Luft aufeinmal und schnell ausgetauscht werden kann. Diese wird dann wieder erhitzt und kann somit wieder mehr Feuchte aufnehmen. Kippe ich das Fenster dauerhaft, unterkühle ich den Raum. Angenzenden Bauteile kühlen runter, da ständig mit kalter Luft in Kontakt. Die Heizung muss kämpfen und permanent nachfeuern um die Raumtemperatur zu halten.

    Nach dem aufstehen Lüften, vor dem Schlafengehen sollte ausreichen. Warme Luft speichert mehr Feuchtigkeit, und man produziert im Schlaf nicht wenig Feuchte. Regelmäßiger Austausch und gut.
     
  14. Dracolein

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    Richtig, sind kleine Zwerge. Wir schlafen immer bei geschlossenem Fenster (Sommer mal außen vor) mit offener Raumtür
     
  15. Mapoe

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    Wir gehören auch zu den "Kaltschläfern", über 16° mögen wir es gar nicht... neben den schon genannten Tipps zur Luftzirkulation, zum "großvolumigen" stoßweisen Luftaustausch und Vermeidung von "kleinflächigen" Wärmebrücken, sollte vor allem auch ein Feuchtigkeitseintrag aus anderen Wohnräumen tunlichst vermieden werden.

    Absolut schädlich ist z. B. das "mitheizen" des Schlafzimmers durch offene Türen zu Wohnzimmer, Küche usw... auch kann bei besonders starken Temperturunterschieden auch Wasserdampf aus dem Badezimmer ins Schlafzimmer diffundieren ...

    ... wir haben dagegen in der "Leichtbauwand" zwischen Bad und Schlafzimmer eine Dampfbremse verbaut, was manche evtl. für etwas übertrieben halten mögen...;-)
     
  16. Dracolein

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    Der Fehler mit ständig offenen Türen zu anderen Räumen ist uns leider auch unterlaufen.

    Deswegen sind wir derzeit so unsicher, ob es reicht, wenn wir unsere Gewohnheiten ändern oder ob wir aufwändig renovieren müssen mit supisupi Putz o.ä.
     
  17. Kalle88

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    Du hast doch geschrieben, das es vorher keine Probleme gab, oder irre ich mich? Dann weißt du doch, dass es an euren Gewohnheiten liegt. Stellt euch drauf ein, kontrolliert Euch und dann ist jut.
     
  18. #17 MartyMcFly99, 5. November 2013
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    Man darf sich auch nicht täuschen in den Werten, die ein Hygrometer anzeigt. Nach dem Lüften ist die Luftfeuchtigkeit prozentual manchmal nicht niedriger, weil es sich eben um eine relative Angabe zur Temparatur handelt.

    60% bei 16° ist deutlich weniger Wasser in der Luft als 60% bei 20°.

    Sinnvoll ist das konsequente Durchlüften und durchgängige Heizen, auch über den Tag und die Nacht. Wir hatten ebenfalls diese Probleme.

    Ursache war, dass wir tagsüber gewohnt und gelüftet haben, aber abends vor dem Schlafengehen nicht mehr. Im Wohnzimmer sank dann über Nacht die Temperatur, die rel. Feuchte stieg und schlug sich genau in den genannten Ecken nieder. Nachdem wir konsequent vor dem längeren Verlassen eines Raums gelüftet hatten, wurde das Problem geringer. Die Abschaltung der nächtlichen Temperaturabsenkung in der Heizung behob das Problem komplett.

    Marty
     
  19. #18 Alfons Fischer, 5. November 2013
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    bei dem Nutzungsprofil (4 Personen auf 16m²) würde ich über eine dezentrale mechanische Lüftungsmöglichkeit nachdenken. und zusätzlich den Raum mindestens 1-2 mal am Tag richtig aufheizen!
     
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  21. #19 Wachtlerhof, 5. November 2013
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    da hat die Fußbodenheizung doch gar keine Chance, den Raum vernünftig warm zu machen
     
  22. Mapoe

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    Das stimmt so nicht grundsätzlich... wenn die Fußbodenheizung ohne Absenkung konstant durchläuft und der kplt. Fußbodenaufbau warm ist, heizt auch auf Teppichboden verlegtes Laminat den Raum ... ;)

    "Dämmschichten" verhindern ja nicht die Wärmeabgabe sondern bremsen oder zerzögern diese nur. Die in den Fußboden eingebrachte Wärmemenge (grob gesagt, Delta zwischen Vor- und Rücklauf mal Massenstrom) wird an das Gebäude abgegeben. Idealerweise zu einem hohen Prozentsatz an den Raum, in dem die Fußbodenheizung verlegt ist ... in ungünstigen Fällen halt als Deckenheizung an den darunter liegenden Raum.... ;) :yikes
     
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