Schimmel im ungedämmteb Spitzboden

Diskutiere Schimmel im ungedämmteb Spitzboden im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Expertengemeinde, ich habe jetzt unzählige Einträge gelesen aus denen ich leider nicht schlau werde. Deshalb möchte ich kurz meine...

  1. Butti

    Butti

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    Hallo liebe Expertengemeinde,

    ich habe jetzt unzählige Einträge gelesen aus denen ich leider nicht schlau werde.
    Deshalb möchte ich kurz meine Situation schildern in der Hoffnung dass mich die Erleuchtung bezüglich der Feuchtigkeit in Spitzböden in diesem Forum erreichen wird :)

    Ich habe ein Neubau (2008) Klinkerhaus mit Satteldach 42 Grad Dachneigung.
    Der Spitzboden ist ungedämmt. Ziegel auf Dachlatung darunter eine Grüne (ich denke diffusionsoffene Folie).

    Die Dampfsperre wurde im OG zum Spitzboden hin verlegt, welche mit eine Zwischensparrendämmung (warscheinlich Klemmfilz) gedämmt wurde.

    Aufbau vom Wohraum OG richtung Spitzboden:
    Regipsplatten, Lattung, Dampsperre, Sparren mit Dämmung dazwischen, Rauhspund (mit Feder und Nut eng aneinander.
    (damit wir ein paar Kartons auf dem Spitzboden lagern können)

    Zwischen Rauspund und Dämmung sind zwischen 0 und 3 cm platz, da die Dämmung unterschiedlich weit hineingedrückt ist. Nun ist der Rauhspund an der Unterseite Nass (Schimmelbildung ist erkennbar und die Dämmung ist oberflächlich bzw. an stark betroffenen stellen bis zu hälfte durchnässt. :yikes

    Als Sofortmassnahme habe ich den gesamten Rauspund hochgenommen und luftig gelagert, dass erst einmal die Feuchtigkeit darunter heraus kann.

    Mein Bauleiter damals meinte, auf eine Konterlattung unter dem Rauhspund könne verzichtet werden ... :irre hätte eine Hinterlüftung etwas gebracht?!

    Welche Maßnahmen kann ich treffen um den Schaden zu beheben bzw. zukünftig zu vermeiden?

    - hilft eine Unterlattung unter dem Rauhspund?
    - können löcher im Rauspund für Lüftung sorgen?
    - trocknet die feuchte Dämmung von alleine wenn darüber erst einmal kein Rauhspund ist?

    Ich bin gespannt auf Ihre Einschätzungen und Hilfestellungen.
    Viele Grüße, Butti
     
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  3. carpe

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    In meinen Augen 2 mögliche ursachen:

    1. Luftdichtschicht/Dampfsperre nicht dicht (Anschlüsse, Überlappungen, Treppenlochanschluss...)
    2. Flankendiffusion durch Wände, welche die Luftdichtschicht durchdringen und somit Feuchte von Putz. Estrich ect. nach oben gelangen kann.
     
  4. aldente

    aldente

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    Erst mal geb ich Carpe Recht.
    Zu Deiner angesprochenen Hinterlüftung: Selbst wenn eine Luftschicht zwischen Rauspund und Dämmung gegeben wäre, würde sich Tauwasser bilden. (bau mal Deinen Aufbau OHNE!! Dampfsperre hier ein: http://www.bastelitis.de/u-wert-rechner/ )
    Was Du nun versuchen willst (hinterlüftete Ebene) ist nur eine Streckung / Kaschierung Deines Problems Tauwasser.

    Wenn du schon den Rauspund aufgenommen hast, nimm doch noch Felderweise die Dämmung raus und Kontrolliere die Dampfsperre, soweit Dir das noch möglich ist. Da kommen oft ganz tolle Sachen bei raus. Manchmal lassen sich Fehler realtiv einfach mit viel Klebeband behen.(Nimm gleich das "Grüne")

    Besonderes Augenmerk: Der natürlich Feind der Dampfsperre ist der Elektriker!:D
     
  5. Butti

    Butti

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    Hi Carpe,

    ich war noch mal auf dem Spitzboiden um genau zu prüfen.
    Mir scheint, als könnte die Vermutung 2 die treffende sein. An stellen mit Mauerwerk ist es feucht (nicht außenmauern) an stellen ohne direkte Mauern nicht.

    Das Haus hatte ien Blower Door Wert von 1,5 (nicht gut aber denke ok) die Dampfsperre habe ich gemeinsam mit einem Bausachverständigen sehr genau geprüft. (unsere leckagen waren ehr im Fußboden / Rolladenkasten zu suchen)

    Ich habe kurz einige Fotos gemacht. Auch von der Abklebung der Bodeneinschubtreppe.
    Vielleicht hilft das bei der Diagnose.

    Interessant sind natürlich nun Vorschläge zur Trocknung und Vermeidung des Problems :28:

    [​IMG]

    [​IMG]

    [​IMG]

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.
     
  6. Jonny

    Jonny

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  7. aldente

    aldente

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    @Jonny ..tätschel, nimms nicht (zu sehr:D ) persönlich...aber von der Hand zu weisen ist das nun mal nicht, ok, dann kommen noch Sanilöter mit Rohrdurchführungen, der Trockenbauer selber mit Schrauben oder unsauberer Ausführung, der Putzer, dem die Folie an der Rohwand ein Dorn im Auge ist, jeder am Bau, der die Folie mit irgendetwas Spitzen trifft, etc. pp.
     
  8. SvenR

    SvenR

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    Hallo Butti

    Auch ich bin Ende November 2008 in unser neues Haus eingezogen.

    Als ich jedoch heute die Weihnachtssachen auf dem Spitzboden brachte, sah ich eine Tropfsteinhöhle vor mir. Nun stehe ich vor ein Rätsel, warum ? Selbst an der Bodentreppe und den Sparren ist schon Schimmelbildung feststellbar.
    Da ich den Dachgeschoßausbau selbst vorgenommen habe, kann ich Fehler der Elektriker und Sanitär ausschließen, diese habe ich beseitigt.
    Wandanschlüsse ( Primur ) und Leitungsdurchführungen wurden abgeklebt.Die Bodentreppe wurde vom Bauunternehmen geliefert und von mir montiert ( Treppe nicht gedämmt ).
    Unser Aufbau von den Wohnräumen zum Spitzboden;
    Rigipsplatte 12,5 ;Lattung, Dampsperre, Sparren ( 21 cm ) mit Isover klemmfilz 160 mm 040 dazwischen, OSB Platten obenauf.

    Aufbau Dachschrägen im Spitzboden von innen nach außen;
    Sparren 21cm ,USB Delta Vent N ,Lattung längs und Konterlattung, Benders Ziegel.
    Der First ist geschlossen auch die Truafe ist dicht. Sieht man gut auf dem Bilder. Kann denn da noch eine Belüftung stattfinden?
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  9. MiBa

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    jetzt würde ich auch mal was anmerken dazu
    Bei einem Kaltdach, was es wohl hier ist, muss eine Lüftung gegeben sein. Wo soll denn das Wasser hin, das durch die Folie durch diffundiert?? Ich glaube nichtmal das die Dampfbremse einen Schaden hat
    Bei Namhaften Herstellern gibt es dafür ganz gute Ausführungshinweise z.B. DWD-Platten Kaltdach von Agepan ( ich arbeite nicht dort) dort wird überall auf die Lüftung des Kaltdaches hingewiesen
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 7. Januar 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Gibt es ein Bild von den Wänden????
    Ich hätte da nämlich so einen Verdacht.
     
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  12. baulaie78

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    Was meinst Du mit "Streckung des Problems"? Ohne den Rauhspund müsste die aus dem Wohnraum aufsteigende Feuchtigkeit ja aufsteigen und durch die Diffusionsoffene Unterspannbahn aus dem Dach heraus verschwinden, oder? Somit dürften solange die Dämmung nach oben frei liegt keine Probleme mehr auftreten?

    Wir hatten bei uns das gleiche Problem nachdem ich Spanplatten im Dachspitz verlegt hatte. Ich lebe nun in der Hoffung das Problem ist gelöst seit die Dämmung wieder "atmen" kann.

    Muss die Dämmung erneuert werden wenn diese mal feucht/nass war? Muss in dem geschilderten Fall noch etwas gegen den Schimmel getan werden? Dieser sollte ja nach Ursachenbeseitigung von alleine absterben, oder?
     
  13. #11 Cardiologist, 3. Februar 2009
    Cardiologist

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    Klar muß die nasse Dämmung weg. Pilzsporen sieht man nicht und z.B. Aspergillus kann Knollen in der Lunge machen, Aspergillom.
    Entfernung der nassen Dämmung mit FFP-3-Maske, damit die unsichtbaren Sporen nicht eingeatmet werden.
    Mein Spitzboden in Bad Lippspringe hat auch ( ohne Dämmung ) über der Dachgeschoßwohnung Tropfwasser-Stellen. Die Holzdielenbretter.
    Erst dachte ich, vom Moos zwischen den Betondachsteinen, aber es ist whl beim "Kaltboden" Kondenswasser.
    Wenn ich auf Drängen des DG-Mieters der unter der Holzdielendecke wohnt dämme, dann erst locker spannungsfrei verlegte Dampfbremse und auf Dämmung ( obwohl da gebückt niemand hergeht ) mit Holzbrettern beplankte oder hart kaschierte Dämmplatten, damit das Tropfwasser nicht in die Dämmung eindringt, sondern auf der "harten" kaschierten Oberfläche verdunstet.
    Durch den Spitzboden ist bei fehlener Bodentreppenluke eine Verbindung zum links gelegenen Trockenboden für Wäsche, der 2 4-Pfannenfenster von 1972 hat.
    Von den alten Holzdielen verdunstet das Wasser.
    Wenn ich Mineralwollbahnen ohne begehbare Kaschierung auslegen würde, könnten sie durchfeuchten, also Beplankung.
    Ich weiß nicht, dieser "Dämm-Wahn", von 1972 bis 2008 war die Mieter ohne Dämmung schimmelfrei glücklich, die Politik sollte Energie lieber billiger machen. An Klimawandel durch CO2 glaube ich nicht.
     
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