Schimmel in Wohnung / graue Abbildung der Dachbalken an Decke

Diskutiere Schimmel in Wohnung / graue Abbildung der Dachbalken an Decke im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Sehr geehrte Mitglieder und Bauexpert_innen, ich habe folgende Fragen zu oben genannten Themen. Ich besitze eine Wohnung in einem...

  1. #1 STEINUNDBEIN, 4. März 2015
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    Sehr geehrte Mitglieder und Bauexpert_innen,


    ich habe folgende Fragen zu oben genannten Themen.

    Ich besitze eine Wohnung in einem Mehrfamilienbau aus dem Jahre 1970, Betonwände mit Klinkervorbau, Flachdach, ungedämmt; die Wohnung befindet sich direkt unter dem Dach.
    Die Wohnung ist vermietet, die Mieter_in klagen über Schimmel Befall in 2 Räumen, beides Räume mit Ecke und 2 Außenwänden, eine Außenwand ohne Fenster und eine mit Fenster in einem Raum kommt eine Balkon/Loggiaecke dazu. Die Räume sind mit einer Raufasertapete tapeziert und soweit ich weiß, gibt es an der fensterlosen Außenwand eine alte Thermotapete unter der Raufaser, vermutlich aus den 80er Jahren.
    Die Schimmelbildung findet wohl der Beschreibung nach im Bereich der Ecke und der Decke sowie an der Wand zum Balkon und in einem Raum seitlich des Fensters statt. Die Flächen sind nicht zugestellt.

    Zusätzlich bilden sich die Balken an der Decke mit einer gräulichen Verfärbung ab, die sich im Laufe der Zeit verstärkt.

    Die Mieter_in sind mir als zuverlässig bekannt und mit grundsätzlichen bautechnischen Fragen selbst vertraut, bestätigen gut zu lüften und die Raumfeuchte mit einem Feuchtigkeitsmeßgerät zu messen, auch um ihr Lüftungsverhalten zu kontrollieren.


    Es handelt sich um einen Bau in einer Siedlung, verschiedene Problematiken an den Dachabdeckungen zur Wand hin, an den Balkonabdichtungen und an der Beschaffenheit des Mörtels sind bekannt, variieren aber von Haus zu Haus und werden nur in einer langfristigen Prozedur in Angriff genommen; alle Maßnahmen, die einen Eingriff an der Fassade, Dach Balkon bedeuten, bedürfen der Abstimmung in der Eigentümer_innen- Gemeinschaft, an diesen Stellen kann ich also nicht zeitnah tätig werden, allerdings auch verschiedene Maßnahmen anschieben.

    Jetzt zur Frage:

    1.) Gibt es aus meiner Beschreibung eine Möglichkeit einen Hinweis zu geben, um welche Problematik es sich bei der Deckenverfärbung handelt und worin die Ursachen dafür liegen?


    2.) Gibt es eine sinnvolle Strategie z.B. durch entfernen der Tapeten und Aufbringung des richtigen Putzes o.ä. der Schimmelbildung entgegen zu wirken, auch wenn die anderen baulichen Mängel erst zukünftig in Angriff genommen werden?


    3.) Welche Maßnahmen sollte ich evtl. über die Eigentümer_innen- Gemeinschaft anschieben, bzw. prüfen lassen?

    Vielen Dank!
     
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  3. R.B.

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    Wurden Fenster ausgetauscht? Wenn ja, gegen was?

    Da könnte ich nur vermuten, aber das hilft Dir nicht weiter. Mal sehen ob jemand eine bessere Glaskugel oder mehr Erfahrung damit hat.

    Um ehrlich zu sein, nein.
    klar könnte man jetzt hier und da ein misschen Aktionismus betreiben, aber letztendlich wird nichts anderes übrig bleiben als viel zu heizen, ja sogar sehr viel zu heizen, und genau so viel Lüften.

    einen Sachverständigen beauftragen der den Bestand aufnimmt, die Schwachstellen lokalisiert und ein Konzept erstellt.

    Evtl. kann man mit einer Innendämmung arbeiten, das ist aber nicht ganz so einfach, und kann schnell zu Schäden führen. Eine DG Wohnung in so einem Betonbunker ist mit Hinblick auf den Heizenergiebedarf der Supergau schlechthin. Der Heizenergiebedarf kann problemlos doppelt so hoch sein wie bei den anderen Wohnungen, wenn nicht sogar noch höher. Die Wohnung besteht ja quasi nur aus nicht bzw. schlecht gedämmten Außenbauteilen.

    Was die Mieter evtl. noch machen könnten, die Oberflächentemperatur an den kritischen Stellen messen, um durch Heizen und Lüften eine Kondensatbildung entgegen zu wirken. Das ist aber in meinen Augen einem Mieter kaum zuzumuten.
     
  4. #3 STEINUNDBEIN, 4. März 2015
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    ...vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Ich bin etwas verunsichert, was die Fenster angeht, ich meine, es waren ursprünglich (qualitativ nicht sehr hochwertige) Holzfenster mit Isolierglas und davon sind einige in der Wohnung ausgetauscht worden gegen Kunststoff- Fenster. Den genauen Zeitpunkt weiß ich nicht mehr, ist etwa 10 Jahre her oder sogar länger.
    Ich meine in zumindest einem der Zimmer ist dies der Fall.

    Was die Frage nach den Maßnahmen angeht so hatte ich selbst öfters die Erfahrung gemacht, dass Tapeten scheinbar eine gute Nährgrundlage für Pilze zu sein scheinen, ich bin den Schimmel durch entfernen der Tapete stets erfolgreich los geworden. Ich dachte es gäbe evtl. unterstützend auch Putze und Farben, die der Schimmelbildung entgegen wirken und da ich wenn ich die Tapete entfernen lassen würde, ja etwas anderes aufbringen lassen müsste, ist meine Frage was da sinnvoll wäre. Es gilt auch zu bedenken, dass es möglicherweise erstrebenswert ist, hinterher keine Tapete mehr aufzubringen, d.h. eine wohnliche, möglichst glatte Oberfläche wäre für mich wünschenswert.

    Danke nochmals, bis später....
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Wenn die Fenster erneuert wurden, dann kann man davon ausgehen, dass diese dicht schließen. Man könnte auch vermuten, dass die Wärmedämmung besser ist als die der Wände. Das führt dazu, dass sich Feuchtigkeit nicht am Fenster sondern irgendwo an den Wänden niederschlägt. Nur darauf wollte ich hinaus. Wären die Fenster 30 Jahre alt gewesen, dann hätte man das Kondensat zuerst an den Fenstern bemerken müssen, und der Schimmel hätte auch die Folge von Wasser "von außen" sein können. Das würde ich jetzt nach den Infos hinten anstellen und mich auf Kondensat konzentrieren.

    Klar kann man versuchen dem Schimmel die Nahrungsgrundlage zu entziehen, aber damit bekämpft man die Folgen und nicht die Ursache. Irgendwo findet der Schimmel dann einen brauchbaren Nährboden, und wenn es nur Schmutz oder andere (organische) Partikel sind. Du wirst ja die Wände nicht dauerhaft klinisch rein halten können. Tapeten, Kleister sind natürlich ein idealer Nährboden für Schimmel.
     
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