Schornstein vorsehen sinnvoll?

Diskutiere Schornstein vorsehen sinnvoll? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir planen derzeit ein Neubau. Beim Thema Schornstein sind wir uns aber unsicher. Also derzeit benötigen wir keinen Schornstein, wir...

  1. semi

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    Hallo,

    wir planen derzeit ein Neubau. Beim Thema Schornstein sind wir uns aber unsicher.

    Also derzeit benötigen wir keinen Schornstein, wir wollen keinen Kamin und für die Heizung wird auch keiner benötigt.

    Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass sich das irgendwann im Lauf eines Hauslebens ändern könnte. Ein Schornstein außen anzubringen finde ich nicht so schön und dürfte bei dem Grundriss auch schwierig werden.

    Meine Idealvorstellung ist im Haus festzulegen wo später mal ein Schornstein nachgerüstet werden kann und das soweit möglich vorzusehen. Also z.B. die Deckenplatten vorzubereiten, die Fußbodenheizung an der Stelle nicht zu verlegen, das beim Dachstuhl einzuplanen usw.

    Macht das Sinn? Kann sowas funktionieren? Oder stell ich mir das alles zu einfach vor?

    Vielen Dank
    Sebastian
     
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  3. Skeptiker

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    Ja, kann funktionieren, wenn man den möglich Standort des Schornsteins geschickt wählt und den unbewehrten Deckenbereich, die fußbodenheizungsfreie Zone eher großzügig bemisst. Zu erst sollte allerdings geprüft werden, ob bei der vorgesehenen Kaminführung die Ausführung der Kaminwände in F-90 gefordert wird, dann muß der Durchmesser nämlich angpasst werder. Kleine und leichte Trockenbauschornsteine kommen ohne verstärkung der Decke im Aufstellbereich aus und lassen sich ab einer Kantenlänge von etwa 30 cm auch in F-90 realsisieren. Das Deckenöffnungsmaß wäre also 35 x 35 cm, die freizuhaltende Fläche ca. 50 x 50 cm groß. Du solltest Dich sicherheitshalber aber auch schon 'mal nach den Kosten der ggf. erforderlichen Kernbohrungen erkundigen und klarmachen, welchen Dreck sowas verursacht.

    Alternativ ließe sich vielleicht bereits ein Loch in der Masivdecke herstellen und tragend aber leicht öffenbar füllen. Sprich mit dem Tragwerksplaner und dem Rohbauer darüber.
     
  4. nachttrac

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    Ich gehe mal davon aus, dass ihr mit Wärmepumpe heizt. Bei den Momentanen Strompreisen durchaus wirtschaftlich attraktiv. Das waren vor 30 Jahren Nachtspeicheröfen auch und Ölheizungen erst recht. Das hat sich im Laufe der Zeit geändert. Wo die Preise hingehen kann jetzt noch keiner vorraussehen, aber die Option Pellets, Öl, Gas, Holz würde ich auf jaden Fall offen halten. Sich nur auf Strom zu verlassen könnte in die Hose gehen. Ich würde den Kamin gleich einbauen
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Ich würde den Schornstein einplanen aber noch nicht einbauen. Auch ein ungenutzter Schornstein muss ab und zu überprüft werden (nicht vom Schorni sondern vom Hausbesitzer), macht also nur Arbeit ohne Nutzen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. semi

    semi

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    Hallo und vielen Dank erstmal für die Antworten.

    Meine Tendenz geht eher in Richtung einplanen oder nicht einplanen als einen direkt einzubauen.

    Hat vielleicht noch jemand ein paar interessante Links zu dem Thema. Wikipedia ist nicht sehr hilfreich. Ich würde mich gerne noch ein bißchen belesen bevor ich das meinem Architekten vorschlage.

    Zum Beispiel würde mich interessieren wie groß so ein Schornstein sein muss, an den ich dann auch eine Heizung anschließen könnte. Welche Vorschriften gilt es da einzuhalten. Gibt es da unterschiedliche Typen/Aufbauten, usw.

    Ich kann derzeit nicht sagen ob ich mal einen Schornstein für einen Kamin brauche oder für eine andere Heizung. Ich möchte mir nur die Möglichkeit offen halten.

    Viele Grüße
    Sebastian
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Das ist sehr umfangreich, deshalb würde ich mit dem Architekten sprechen und sobald es konkreter wird den Schorni kontaktieren.

    LBO, FeuVO, DIN18160, DVGW-TRGI (falls mal Gas eine Option wird), usw. usw.

    Man sollte schon mal grob festlegen was irgendwann mal interessant werden könnte, sonst kann man wochenlang Normen studieren.

    Gruß
    Ralf
     
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