Schubkräfte durch Decken

Diskutiere Schubkräfte durch Decken im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo alle Zusammen. Ich bin neu hier und stell mich wohl am besten kurz vor. Meine Name ist Mathias und studiere im zweiten Semester...

  1. mali

    mali

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    Hallo alle Zusammen.

    Ich bin neu hier und stell mich wohl am besten kurz vor. Meine Name ist Mathias und studiere im zweiten Semester Bauwirtschaftswesen.

    Zu meiner Frage:
    Im Zuge meines Studiums muss ich in regelmäßigen Abständen Praxistransferberichte schreiben. Das Thema meines aktuellen Berichts lautet
    "Lager im Hochbau". Hierbei wollte ich unteranderem auch auf die Rolle von Gleitfolien und Elastomerlagern unter Flachdächern und Geschossdecken eingehen. Fasse ich meine jetzige Recherche grob zusammen, bin ich bis jetzt zur Erkenntnis gekommen, dass überall dort wo Gleitfolien oder Elastomerlager notwendig sind, die Decke ihre Rolle als lastabtragende Scheibe der Horizontalkräfte nicht mehr wahrnehmen kann. Folglich müssen die angreifenden Horizontalkräfte also anderwertig abgetragen werden, z.B. durch unter der Decke angeordnete Ringanker. Ausnahme hiervon bildet lediglich der Einsatz einer Bitumendachbahn R500 welche im Mörtelbett unter der Decke verlegt wird und sowohl Schubbeanspruchungen durch die Decke abmindert als auch kurzzeitige horizontale Lasten durch Reibung abträgt.
    Unklarheit herscht bei mir jedoch in Bezug auf Filigran Decken- und Wände.
    Hier werden doch Geschossdecke und Wand beim Betonieren fest miteinander verbunden. Wie wird denn jetzt gewährleistet, dass die Wand keine Beschädigung durch Schubbelastung infolge von Schwinden und Temperaturausdehnung der Geschossdecke erfährt. Wird das allein durch ausreichende Auflast durch auf der Decke stehende Wände und ausreichende Isolierung der Geschossdecke gewährleistet oder steckt da noch mehr hinter?

    Hoffe ich hab mich halbwegs verständlich ausgedrückt und ihr könnt mir helfen .

    Gruß Mathias
     
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  3. Robby

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    Stop: Auch andere Bahnen haben entsprechende Reibwerte, welche eine Haltung der Wände durch Reibung sicherstellen.

    Auch Teilfertigdecken können entkoppelt gelagert werden, was im Verzichtsfall bei Dachdeckenähnliche Ausbildung eine Rissbildung an Stellen haben könnte wo diese nicht Überdeckbar sind.
     
  4. MartinB

    MartinB

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    z.B.: Bei Garagen werden oft, (nur in der Praxis) Haltepunkte (Dorne zwischen Ringanker und Decke) eingebaut.

    Den Rest kannst du dir am besten vorstellen, wenn du Stahlbau (Details und Verbund zwischen Stahlbau und z.B. Betondecken) mit dem reinen Betonbau (Details) gegenüber stellst.
     
  5. #4 mali, 7. August 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 7. August 2008
    mali

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    Hallo alle zusammen und vielen Dank für die bisherige Hilfe.
    Mein Bericht ist mittlerweile schon etwas fortgeschritten, ich bräuchte jedoch nochmal fachlichen Beistand.
    Vielleicht könnt ihr einfach mal über den folgenden Auszug meines Berichtes drüberlesen und ihn kritisch beurteilen.


    "[...] Wie bereits die Stahlbetonaußenwände des Kellers wurde auch die Kellerdecke in Halbfertigteilbauweise mit Element-Decken der xxxxxxx hergestellt. Da das gesamte Gebäude als flächenaktives Tragwerk ausgebildet wurde, dass heißt die Lastabtragung erfolgt vollständig über die flächenförmigen Bauteile des Bauwerks, wurde auch die Decke zur horizontalen Aussteifung herangezogen. In dieser Funktion soll sie in erster Linie die von den Kelleraußenwänden aufgenommenen, aus dem Erddruck resultierenden, Horizontallasten aufnehmen und sicher über die tragenden Kellerinnenwände in den Baugrund ableiten. Vorraussetzung für die Wirksamkeit dieser Aussteifung ist der zug- und druckfeste Anschluss der Wände an die Decke.
    Realisiert wurde dies durch die Herstellung des Decke-Wand-Anschlusses als biegesteife Ecke. Hierzu wurde in die Elementwände der Kelleraußenwände eine entsprechende Anschlussbewehrung für die Decke mit eingebaut, welche mit der Bewehrung der Deckenhalbfertigteile verbunden wurde und im Zuge der Deckenbetonierung den kraftschlüssigen Verbund zwischen Decke und Wand sicherstellt.[...]"

    Unsicher bin ich mir noch bei der Bezeichnung biegesteife Ecke für den Decke-Wand-Anschluss. Kann man das so bezeichnen.

    Vielen Dank

    Gruß Mathias
     
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