Schüsselnde Außenwände

Diskutiere Schüsselnde Außenwände im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Holzhausexperten, folgendes Problem: Haus Bj69 gekauft. Wandscheibenaufbau von innen nach außen: 10mm V100-Spanplatte, 100mm Styropur...

  1. HorstF

    HorstF

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    Hallo Holzhausexperten,
    folgendes Problem: Haus Bj69 gekauft. Wandscheibenaufbau von innen nach außen:
    10mm V100-Spanplatte, 100mm Styropur raumfüllend, 10mm V100, 20mm Luft (wenig belüftet), 10mm V100 mit Glasfasergewebe und Kunstharzputz.
    Die 2 Platten V100 sind miteinander über senkrechte V100-Stege als Wandscheibe verleimt (24mm dick, Abstand 30cm), aller 125cm 100x100mm Vollholz. Nur Verleimung, keine Verschraubung.
    Die Außenplatte (=Vorhangfassade) ist aller 20cm mit senkrechten Leisten 20x20mm auf der Wandscheibe verleimt.

    Da die Schalldämmung nach/von außen katastrophal war und eine Installationsebene geschaffen werden sollte, wurde innen 60mm Kantholz aufgebracht und mit RigidurH beplankt. Zwischen den Kanthölzern wurde 40mm Holzfaserplatten eingelegt.

    Nach GLASER ok, mit Simulation Wufi auch grünes Licht. Auch ohne zusätzliche Dampfsperre.

    Jetzt (nach den kalten Tagen) habe ich folgendes festgestellt, wobei ich nicht weiß, ob das vor der Sanierung auch schon so war: Die Außenwand schüsselt in der Mittelachse um 10mm nach außen (bei 2.50m Höhe)! An den Verschraubungen mit innenliegenden Querwänden sind die Wände gerade.

    Ich vermute, dass trotz feuchtetechnischem Nachweis die Wandscheibe nun etwas mehr Feuchte aufweist (also "gequollen" ist), während die innere Gipsfaserplatte durch die trockene Luft schrumpft -> Schüsselung der Wandscheibe nach außen.
    Ohne der inneren Vorsatzschale müßten früher aber ähnliche Verhältnisse geherrscht haben (innere V100 trocken, äußere feucht). Nach GLASER ist früher sogar mehr Wasser an der Außen-V100 ausgefallen.

    Frage: Muß mich diese Schüsselung beunruhigen (Tragfähigkeit); ist so eine Schüsselung normal?
    Soll die Wandscheibe gleichmäßiger trocken sein, hilft wohl nur eine Außendämmung mit geringem sd (was auch später mal geplant ist).

    Meinungen - Vorschläge? Bin wirklich etwas beunruhigt.

    Grüße
    Horst
     
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  3. mls

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    hand aufs herz: kannst du ausschliessen, dass die schüssel früher auch schon auftrat?
    v100+kh .. das ist ja mal klasse ;)
    der v100 würde ich gefühlte 20-22% rF geben - dann schüsselts auch.

    die innenseitige sanierung .. ´n thema für sich.
     
  4. HorstF

    HorstF

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    v100+kh .. das ist ja mal klasse - bitte kommentieren, ironisch oder ernst gemeint?
    Lt. eines Fachbuches für Holzbau hab ich gelesen, dass nur ein Hersteller diesen Wandaufbau in den 70ern hatte.

    Die Frage an den Tragwerksplaner noch mal - muß mich eine Wölbung (oder Schüsselung) der Wand um 10mm beunruhigen, was die Stabilität betrifft? Ist eine gewisse Wölbung normal? Die äußere Beplankung einer Wandscheibe aus Holz muß ja im Winterhalbjahr immer feuchter sein als die Innenbeplankung, falls geheizt wird. Geht feuchtetechnisch gar nicht anders. Also müßte immer ein gewisses Maß an Wölbung auftreten
    Hat jemand da praktische Erfahrungen? Spätestens bei der Planung eines nachträglichen Wärmedämm-Verbundsystems müßten (irreversible) Wölbungen als Ärgernis berücksichtigt werden.
    Grüße vom Niederrhein mit dem spanplattenfeindlichen Klima
     
  5. capslock

    capslock

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    Naja, immerhin kein Asbest und keine Glaswolle, dazu ein U-Wert, der im Massivbau erst 1995 wieder erreicht wurde. Was ist mit Formaldehyd?
     
  6. HorstF

    HorstF

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    Phenolharzverleimte V100 - von Natur aus geringe Formaldehydabgabe. Hat sich auch mit einer Messung bestätigen lassen - war fast nix nachweisbar. Wir haben extra vor der Messung alle Tapeten entfernt und den Raum beheizt.
    Nachteil mit der Styropurfüllung: schallmäßig die Katastrophe - deshalb die Innensanierung der Außenwände.
     
  7. capslock

    capslock

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    Es heißt StyropOr wegen der Poren. PUR ist was anderes.
     
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