Schwerkraftheizung und Wärmepumpe bivalent

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  1. alfi

    alfi

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    Hi!

    Kann man eine bivalente Wärmepumpen-Heizung in ein Schwerkraftsystem mit Ölkessel einbinden?

    Wenn das Gebäude gedämmt ist, wird die Vorlauftemperatur der Heizkörper bei 0° (angedachter Bivalenzpunkt) bei 35°-40° liegen und bei -14° bei 50-55°.

    Wird dann die Zirkulation der Anlage stillstehen? Muss ich also wegen der Dämmung ohnehin eine Pumpe installieren?

    Derzeitig wird die Anlage mit einem mechanischen Thermostat geregelt, dass nie unter 50° Vorlauftemperatur produziert.
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Verflixt, jetzt ist mein erster Beitrag zu diesem thread im Nirwana gelandet. Vielleicht habe ich das falsche Knöpfchen gedrückt.

    Also noch einmal.

    Theoretisch JA, aber gerade bei den niedrigen Temperaturen wird´s ohne Pumpe kaum funktionieren. Für die Zwangsumwälzung der WP braucht´s sowieso eine Pumpe, sonst geht die Kist permanent auf Störung.

    Was spricht gegen eine Pumpe? Die Dinger sind heutzutage sehr effizient.

    Gruß
    Ralf
     
  4. alfi

    alfi

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    Komplizierte Einbindung, Druckausgleich erforderlich, neuer hydraulischer Abgleich, Energieverbrauch, Fließgeräusche, Anschaffungspreis, Installationsaufwand, Notwendigkeit einer Durchflussregelung.

    All das regelt bei mir die Physik ohne jedwede Steuerung. Im Einfamilienhaus gibt es nichts besseres (im Mehrfamilienhaus hingegen sehr ungünstig, da jeder andere Temperaturen mag).

    Da die Heizkörper und Rohre ein sehr großes Wasservolumen haben, ist auch kein Pufferspeicher bisher nötig gewesen.

    In der Wärmepumpe muss nicht unbedingt eine Umwälzpumpe sein. Man kann auch die Wärme über einen sehr großen Wärmetauscher direkt in den Speicher einkoppeln, indem der Kondensator im Speicher untergebracht wird. Dafür braucht es nur ziemlich viel Kupferrohr. Ist jedoh deutlich einfacher zu regeln.
     
  5. alfi

    alfi

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    Ich habe nur Bedenken, dass die thermische Umwälzung dann nicht mehr funktioniert:

    a) wegen des Puffers
    b) wegen der geringen Systemtemperaturen aufgrund der geringern Heizlast nach den Wärmedämmaßnahmen.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    d.h. direkt mit den KM Leitungen in den Puffer fahren?

    Man kann alles basteln, aber nicht jede Bastelei muss auch sinnvoll sein.

    Nur weil´s "warm" wird in der Hütte, bedeutete das noch lange nicht, daß Deine Anlage auch effizient läuft.

    Gruß
    Ralf
     
  7. alfi

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    Ja es ist etwas unkomfortabel, da das Thermostat für den Ölkesselzug abhängig von der Außentemperatur ab und zu von Hand eingestellt werden muss (läuft komplett mechanisch).

    Praktisch läuft das so, dass ich bei mehr als 5° Durchschnittsdreitagestemperaturveränderungen in den Keller gehe und am Thermostat drehe, um die Heizkurve manuell anzupassen (mehr oder weniger Zug zu produzieren).

    Wesentlich effizienter könnte dies wohl auch eine elektronisch gesteuerte Anlage nicht - aber komfortabler.

    Wenn man natürlich geringere Temperaturen des Heizwassers hätte, dann könnte man einen (teuren) Brennwertkessel verwenden - der wäre dann auch sehr effizient.

    Nur will ich von meiner Schwerkraftheizung nicht weg und den Kessel nur ergänzend unterstützen, um Öl einzusparen - insbesondere auch für die Warmwasserbereitung.
     
  8. alfi

    alfi

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    Warmwasser läuft nämlich über el. Durchlauferhitzer und das ist extrem teuer.
     
  9. alfi

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    Am effizientesten läuft ja eine Anlage, die nicht taktet. Meine taktet nicht, weil sie es gar nicht kann ;-).
     
  10. R.B.

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    Das ist eine sehr grobe Sichtweise. Das Takten alleine ist noch kein Indiz für eine "gute" oder "schlechte" Anlage.

    Was ist denn das für eine Heizerei? Ich dachte wir leben im Jahr 2009.

    Gruß
    Ralf
     
  11. OldBo

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    Moin Ralf,

    der Betreiber kann auch ein guter Regler sein :biggthumpup:

    Gruß

    Bruno
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Hallo Bruno,

    aber wer hat schon die Zeit permanent seine Heizung zu regeln. :D

    Gruß
    Ralf
     
  13. OldBo

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    Moin Ralf,

    bei mir reicht es je nach Wettervorhersage nur beim Temperatur- oder Windwechsel, ansonsten lebe ich mit dem Selbstregeleffekt ganz gut. Ich muss nicht auf den die letzten 1/10 ° C sehen. :biggthumpup:

    Aber mal sehen, wie stressig es wird, wenn ich meine Heizung saniert habe.

    Gruß

    Bruno
     
  14. alfi

    alfi

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    Es ist ja auch kein nachahmenswertes Modell, das ich hier vorstelle, sondern nur eine Lösung mit einer total veralteten Heizung eine schöne Heizkurve hinzukriegen. richtig kompliziert ist das auch nicht wenn man sich einmal dran gewöhnt hat. Wenn ich zu meiner Tiefkühltruhe hinabsteige und auf dem Thermometer deutlich veränderte Temperaturen sehe, dann drehe ich ein bisschen am mechanischem Thermostat. Vielleicht 20 Mal im Jahr (so ungefähr). Da ist das nachlegen eines einzelnen Holzscheites in den Kaminofen anstrengender.
     
  15. alfi

    alfi

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    Gibt es vielleicht eine Formelsammlung mit der man berechnen kann, wie viel Wasser die Heizung nach dem Schwerkraftprinzip bei welcher Kombination aus Vorlauf und Zimmertemperatur fördert?

    Bei mir habe ich das nur nach dem Try-and-error-Verfahren bemessen und das Haus ist noch nicht gedämmt. Könnte man davon ausgehen, dass z.B. die halbe Temperaturdifferenz 4 Mal weniger Wasserförderung bringt?

    z.B. bei
    65 ° Raumtemperatur 20° 11 KW
    32,5° Raumtemperatur 20° 2,6 KW?
     
  16. OldBo

    OldBo

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    Vielleicht kannst Du mit dieser Seite "Schwerkraftheizung" etwas anfangen :biggthumpup:

    Gruß

    Bruno
     
  17. OldBo

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    PS: Aber nicht weitersagen, wir sind eben noch altmodisch :mega_lol:
     
  18. alfi

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    Vielen Dank für den Link. Das scheint eine hervorragende Seite zu sein!
     
  19. alfi

    alfi

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    Das scheint ja gar nicht so schwer zu berechnen zu sein.

    Ich habe also einen Massestrom, der sich um 32 % reduziert, wenn sich die Druckdifferenz , also auch die Temperaturdifferenz halbiert.

    Das bringt also bei Halbierung der Temperaturdifferenz zwischen Vorlauf und Rücklauf somit eine Leistungverringerung von 66%

    Somit dürfte es kein Problem sein, die Anlage irgendwo bei 40/35 bis 0° zu fahren. Dann wäre die Heizleistung nämlich um 60% reduziert ggü. heute. und würde ohne Pumpe durch die Rohre geführt werden. Aufgrund des großen Volumens der Heizungmüsste man doch ohne Puffer auskommen (keine Sperrzeiten, da normaler Tarif)
     
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  21. alfi

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    Aber heute baut doch niemand mehr Neuanlagen ohne Pumpe? Der größte Vorteil von Anlagen mit Pumpe ist meiner Meinung nach, die Möglichkeit der Verwendung billigerer Heizkörper mit hohem Widerstand (z.B. Flachheizkörper) und natürlich billigerer Rohre.

    Würde ich ein neues Haus bauen, dann würde ich eine Schwerkraftheizung verwenden. Außer natürlich bei Fußbodenheizung da gehts dann nicht ohne elektrische Hilfe.
     
  22. #20 Stromfresser, 22. April 2009
    Stromfresser

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    Heisst das, dass man bei einer Heizleisten-Heizung mit entsprechenden Rohrdurchmessern auch auf Schwerkraft fahren könnte? Oder sind dazu die Temperaturunterschiede zwischen Vorlauf und Rücklauf zu gering?
     
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Schwerkraftheizung und Wärmepumpe bivalent

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