schwierige Frage Außentreppe sanieren

Diskutiere schwierige Frage Außentreppe sanieren im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Gemeinde, ich bin gelernter Dachdecker und seit vielen Jahren gelernter Informatiker. Als Häuslebesitzer ist man zwangsläufig mit...

  1. OLKL

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    Hallo liebe Gemeinde,

    ich bin gelernter Dachdecker und seit vielen Jahren gelernter Informatiker. Als Häuslebesitzer ist man zwangsläufig mit vielem beschäftigt. So entpuppte ich mich in fast jedem Beruf, nachdem ich mich vorher informierte und z. B. die Elektrik anschließend von einer Meisterfirma abnehmen lies. Alles kann man nicht wissen, daher suche ich bei euch nach Rat und hoffe, dass ihr vielleicht einige Tipps für mich habt :winken

    wir haben ein Haus gekauft, 1980 (nicht von mir) im Osten unseren schönen Landes erbaut. Zur Bauzeit wurde eine Eingangstreppe im Freien errichtet, 5 Stufen an der Anzahl, knapp 170cm breite, die originale Tiefe je Stufe beträgt etwa 35cm (ohne Überlappung) und die Stärke dieser ist 8 cm. Die Oberfläche besteht aus etwas rauhem Belag, eine Ost-Treppenstufe eben. Die Senkrechten Teile sind aus dünneren Zwischenstücken.

    Vor einiger Zeit hat unser Vorbesitzer eine neue Haustür eingebaut und musste die oberste Stufe, aufmörteln, dass die neue Türschwelle nicht heraussteht. Wir haben 36er Wände, so ist die oberste Stufe die größte und tiefste, diese Stufe besteht quasi aus zwei Stücken in der Tiefe. Anschließend hat dieser kleine Fliesen, orangefarben und vielleicht 20 mal 10 cm, etwas 1cm Dick, aufgebracht. Vorn an der Kante mit Alu-Profil.

    Vorige Woche blieb ich an der untersten Stufe hängen und wirbelte die erste Reihe Belag auf. Der Fugenkleber sah nicht aus wie welcher, sondern war weiß. Keine Ahnung was dort verwendet wurde. Auf jeden Fall unten drunter nass! Ich riss alle Fliesen runter, entfernte den Aufbau oben (letzte Stufe wegen neuer Tür war nachträglich aufgemörtelt) und entfernte auch die ausgemauerten Treppennieschen (Trittstufe stand immer etwas vor, etwas eingezogen die senkrechten Platten - und der Fliesen wegen war der Hohlraum gefüllt). Abkärchern muss ich alles noch und die groben Reste entfernen.

    Ich sollte noch erwähne, dass die Treppe frei steht, also ein Geländer diese ziert. Dieses habe ich natürlich auch vorher entfernt.

    Jetzt steht sie da die Treppe! Die Stufen leicht nach innen geneigt (was ja Mist ist, sollte ja 2-3 Prozent Gefälle nach außen haben), die oberste Stufe muss wieder höher werden (wegen Türschwelle) und die anderen in der Höhe angeglichen.

    Erst dachte ich mir, ich nehme feinen Sand und Zement, mörtel die obersten vielleicht 4 cm wieder ordentlich auf (Verhältnis 1 zu 3) und verlege die neuen Fliesen im Dickbett, also direkt rein. Die anderen Stufen wollte ich dünnflächig ausgleichen, auch mit dem "feinen" Mörtel. Dort beträgt die Schicht zwischen 1 und 3 cm Höhe.

    Nun meine Fragen:

    Hält mein Zementmörgel auch in einer so dünnen Schicht?

    Wäre Dickbett zu empfehlen? Dazu kurz die Frage, warum man eigentlich den Estrich bis 2 Prozent Restfeuchte trocknen lassen sollte, bevor man fliest - und hier werden die Fliesen gleich mit reingeschmissen?

    Muss ich unter die Fliesen (bzw. unter der letzten Betonschicht - Dickbett) unbedingt den teuren Dichtschmand schmieren oder reicht es, wenn eine "dichte" Treppenstufe darunter ist?

    Ich habe Fliesen gekauft, 33 mal 33, würden auf die Länge 5 Stück reichen. Diese sind 8 mm Stark und Frostsicher. Dazu kaufte ich Sakret Fliesenkleber Flex, frostsicher und Sakret Fugenfarbe (angeblich auch Frostsicher) Flexfuge gabs nicht in Sandfarbe. Ist das Zeug zu empfehlen oder wird das nix?

    Ist sonst noch was zu beachten? Ich wollte eigentlich keine Granitplatten vom Steinmetz anfertigen lassen, daher diese Lösung.

    Meine Kellertreppe habe ich schon voriges Jahr selbst modernisiert. Alle eingebauten Hohldielen (Treppengrundlage) habe ich jede eingeschalt und ausgeglichen, Fläche, Schräge, Tiefe und Höhenabstand waren bei jeder unterschiedlich. Danach Fläche und Seiten gefliest. Hält gut. Jedoch ist eine Außentreppe ja etwas anderes.

    Vielen Dank für eure Hilfe. Vielleicht kann ich auch mal mit Rat zur Seite stehen.

    Freundliche Grüße

    Olaf
     
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  3. OLKL

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    Ergänzung: Mit Freistehend meinte ich, dass die Treppe links und rechts frei steht. Die Stufen liegen natürlich auf einer Mauer links und rechts auf, und zwar aus einer Mauer aus roten Granitsteinen.

    Viele Grüße
     
  4. #3 Rudolf Rakete, 12. April 2011
    Rudolf Rakete

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    Meine Erfahrung mit Fliesen im Außenbereich ist schlecht, ich habe bislang keine beflieste Treppe oder Balkon gesehen die nicht nach ein paar Jahren Probs macht. (Fliesen gerissen, loose).

    Vielleicht wäre es auch ne Möglichkeit die Treppe abzureissen und eine neue schöne anzubauen. Kann billiger sein und Du ärgerst dich nicht Jahre später darüber.
     
  5. OLKL

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    Hallo.

    Danke für deine Antwort.

    der Unterbau ist robust und in gutem Zustand. Streifenfundament und zwei seitliche Mauern mit Granitpflaster halten die derzeitigen Treppenteile. Diese Stufen sehen nur nicht mehr so schön aus. Wurden sie doch schon mal überklebt.

    Meinst du mit Treppe erneuern die gesamte Konstruktion oder nur die Treppenstufen? Die Stufen selber sind ja 350mm mal 80mm mal 1700mm.

    Habe mir heute Preise eingeholt. 650 Euro würden 30mm starke Granitplatten kosten, rote sogar ein drittel mehr. Diese würden wahrscheinlich länger halten, jedoch wäre das verdammt viel Geld für 5 Stufen.

    Vielleicht gibts ja noch andere Alternativen, wie ich das dauerhaft in den Griff bekommen kann? Habe schon Treppen gesehen, die nachträglich mit einer Art Kiesschicht versehen wurden (vorweg Sprühkleber und dann kleine runde Steinchen)

    Möchte schon gern lange Freude an der Treppe haben. Zur Not schaffe ich halt die Fliesen zurück...

    MfG

    Olaf
     
  6. OLKL

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    Okay, ich musste mich entscheiden. Ich werde es mit Fliesen versuchen, möchte euch aber bitten, Rat zu folgenden Fragen zu geben:

    - Fliesen im Dünn- oder Dickbett verlegen? Dünnbett wäre ja Treppen + Ausgleichsschicht + Fliesenkleber
    - Wie stark sollte meine Ausgleichsschicht Mörtel mindestens sein (wird auf derzeitige Stufen aufgebracht)
    - Muss unbedingt unter den Mörtel eine Abdichtung (zwischen alte Stufen und Ausgleichsschicht bzw. zwischen Ausgleichsschicht und Fliesenkleber bei Dünnbett)

    Danke euch.

    Schönen Abend.

    Olaf
     
  7. #6 Rudolf Rakete, 13. April 2011
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    Olaf, da gibt es weit mehr zu beachten als nur Dünn oder Dickbett.
    Dein Ausgleichsmörtel muß ja auch auf den jetzigen Stufen haften, sonst bröselt der Kram schon im ersten Winter weg.

    Glaub mir Selbstversuche sind zum scheitern verurteilt, wenn Du da nicht den richtigen Haftgrund aufträgst und den richtigen Mörtel benutzt gibt das nur Ärger. Hol Dir jemanden der davon richtig Ahnung hat.
     
  8. oberh

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    Hi Olaf!

    Ich gestehe, ich habe diesen Thread nur überflogen ...

    Was ich mir bei Dir vorstellen kann, ist die Verlegung von Hartschaumplatten von Lux.
    Da gibt es sicher auch gute Konkurrenzprodukte - der Name ist mir aber als Einziger geläufig.

    Die Firma bietet verschiedene Systeme auch für Balkone und Terrassen an.
    Schaue Dich doch mal auf deren Internetseite um ...
    Billig wird das aber nicht ;)
     
  9. OLKL

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    Hallo,

    so jemanden habe ich gefragt (langjähriger Fliesen- und Naturstein-leger) Er empfahl mir was ich auch so geplant hatte - alte Stufen abkärchern, Tiefengrund zwei Mal. Dann ist er ein Verfechter von Dickbett. Mit Keramikfliesen wäre das kein Problem. Mörtel für Dickbett wäre Zement mit feinem Sand, Mischungsverhältnis 1 zu 4 (Zement zu Sand). Die Fliesen sollte ich vor dem Legen in Wasser tauchen.

    Allerdings empfahl er mir eben die teure Variante mit den Granit-Platten. Mit Fliesen hätte man nur 5 bis 10 Jahre "Ruhe". Leider stehen 200 Euro für Fliesen mit allem die 800 Euro mit Naturstein gegenüber. Mit rotem noch mal die hälte teurer.

    Da lob ich mir doch meine Kellertreppe im Haus. Das Einschalen der etwas unterschiedlich eingemauerten Hohldielen war zwar schwierig (zwischen zwei Wänden), aber das Fliesen nach dem Ausgleichen im Dünnbett war unproblematisch.

    Erschwerend hinzu kommt, dass momentan meine fam. Situation schwierig ist - um es mal vorsichtig zu formulieren. Mal sehen was da wird...

    Bis später.

    Olaf
     
  10. OLKL

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    Ich habe eine Idee. Um die anderen Stufen nicht geringfügig ausgleichen zu müssen, könnte ich diese doch einfach aushebeln und in der exakten Position einmauern, oder? Dann hätte ich nur die oberste tiefe Stufe auszugleichen, und 5 cm Beton halten bestimmt besser als eine dünnere Schicht, wie sie auf den anderen Stufen sein müsste. Derzeit hängen diese auch etwas nach hinten, was ich korrigieren könnte.

    Abkärchern, Tiefengrund, eins zu drei Zementmischung für obere Ausgleichsschicht, dann auf dieser wieder mehrfach Tiefengrund und dann Fliesenkleber von Sakret. Letztlich Farbfuge.

    ... wenn ich doch morgens einfach passende Granitplatten vor der Haustür stehen hätte ;) dann würde ich es gleich besser machen... Aber 700 Euro sind halt viel Geld. Erst mal abwarten wie sich meine bessere Hälfte entscheidet... und ob Haus auch Haus bleibt oder nicht.

    Bis später.

    Olaf
     
  11. #10 Rudolf Rakete, 14. April 2011
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    Ich glaube nicht dass Tiefengrund das richtige ist. Wozu überhaupt nochmal auf die oberste Schicht Tiefengrund?????
     
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  13. #11 Rudolf Rakete, 14. April 2011
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    ja, das ist umfangreich. Danke für den Link.

    Es gibt heute sehr viele Produkte. Wollen wir hoffen, dass diese auch das auf Dauer halten was sie versprechen.

    Ich habe nur kaum eine Wahl bei meiner Treppe. (derzeitige Situation)

    Das einfachste wäre wohl das Verlegen von neuen Blockstufen. Da müsste nicht viel getan werden. Habe das Zeug aber nun gekauft. Auch las ich, dass 30er Fliesen nichts für eine Treppe sind... Vielleicht solle ich sie noch mal in der Mitte teilen...

    Ich sehe schon, Augen zu und durch.

    Olaf
     
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