Seit wann gibt es in den "Anerkannten Regeln der Technik" die Konterlattung?

Diskutiere Seit wann gibt es in den "Anerkannten Regeln der Technik" die Konterlattung? im Dach Forum im Bereich Neubau; Mich interessieren die "Anerkannten Regeln der Technik", die ca. 1980 für Ziegelgedeckte Flachdächer angewandt wurden: Genau: Seit wann werden...

  1. #1 ArgProp1, 6. Mai 2013
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    Mich interessieren die "Anerkannten Regeln der Technik", die ca. 1980 für Ziegelgedeckte Flachdächer angewandt wurden:

    Genau: Seit wann werden Konterlattungen bei Dachbereichen mit einer flachen Neigung (hier 10°) und Ziegeleindeckung angewendet, um ein Durchhängen der Unterspannbahn und damit einen besseren Wasserabfluss zu gewährleisten?

    Gab es das auch schon vor 30ig Jahren? Bzw. welche Technik wurde damals angewandt, um der hohen Belastung insb. durch Witterung bei geringer Neigung Rechnung zu tragen?
     
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  3. #2 Gast036816, 6. Mai 2013
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    Gast036816 Gast

    10° neigung und nur eine unterspannbahn ist schon mal grund verkehrt. da gehört ein wasserdichtes unterdach drunter. da stellt sich die frage nach konterlattung eher nur nachrangig, wenn der korken noch ein paar zentimeter tiefer liegt. ich habe mein diplom 1985 erhalten und in bauko war damals pflicht, bei solch flach geneigten dächern eine flächige schalung mit einer bitumenpappe zu planen, genagelt hatte glaube ich gereicht. literatur von damals habe ich leider nicht.
     
  4. #3 ArgProp1, 6. Mai 2013
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    Was mich bei einem Dach aus der Zeit wundert, ist dass die Latten fest auf die Schalung und durch die Bitumenbahnen genagelt sind. Dadurch entstehen regelrecht Dreck- und Wasserspeicher vor jeder Latte und die Bitumenbahn hält nicht das Wasser zurück. "Man" sagte mir, dass sei damals Stand der Technik gewesen und ich kann mir das nur schwer vorstellen, da die Konsequenz sehr logisch ist... regelmäßige Wasserschäden.

    Zur Konterlattung, mit den Konterlatten hätte die Bitumenbahn halt eine Art Ablauffunktion, da sie nicht direkt auf der Schalung läge.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 6. Mai 2013
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    Ich kenne das dann so, dass die Konterlatten UNTER der Bitumenbahn liegen. Denn die würden sonst ständig im Naß_Trocken_Wechselbereich liegen und schön vor sich hin gammeln.
    Ob das damals aber schon in den Fachregeln stand - keine Ahnung.

    Allein - was soll die Frage? Verdeckter Mangel = Arglist wird sich daraus nicht konstruieren lassen und die Gewährleistungszeit ist rum - egal, ob VOB oder BGB!
    Also runter und neu und gut ists
     
  6. #5 Gast036816, 6. Mai 2013
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    du wirst eh keinen mehr zur verantwortung ziehen können. wenn es nicht dicht ist, wen wundert es.
     
  7. #6 Klaus Gross, 7. Mai 2013
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    Hallo lieber Rolf und Themenstarter, ich hab hier die Fachregel von 1984 die besagt folgendes u.a. unter Punkt 2, Dachneigung:
    Bei Unterschreitung der RDN um mehr als 6° muß ein Unterdach angeordnet werden und die Zustimmung des Lieferwerkes eingeholt werden...Werden Dachziegel auf massige Unterkonstruktionen gedeckt, so ist ein mindestens 24 mm hoher Zwischenraum zwischen Lattung und Dachdeckung zu gewährleisten. Im übrigen stand das so ähnlich schon in der Fachregel für Ziegeldächer von 1971, allerdings sprach man damals noch von Distanzhaltern für die Hinterlüftung von Ziegeldächern Damals war es Vorschrift, Distanzhalter von mindestens 24 mm zu verwenden, bei Dachneigungen von unter 22 ° sogar mit 30 mm.

    Quelle: Regeln für Dachdeckungen mit Ziegeln, aufgestellt vom Zentralverband des DDH, Ausgabe Mai 1971, Nachdruck 1982
     
  8. #7 Gast360547, 7. Mai 2013
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    Moin,

    die Konterlatte wird OHNE Trennschicht direkt auf die Schalung genagelt und die Abdichtung anschließend darüber hinweggeführt. Damals wie heute.
    Die Zustimmung des Lieferwerks (Hersteller der Ziegel oder Dachsteine) war erforderlich, weil es andernfalls bei einem Gewährleistungsfall schlecht für den Dachdecker ausgegangen wäre.
    Mittlerweile "bemühen" sich die Hersteller um die geringste Neigung :( Es soll sogar Dachstiene geben, die bis 7° Neigung gedeckt werden dürfen. Andere wollen die Regeldachneigung der Fachregel unterwandern. Wie immer: Physik lässt sich nur in eng begrenztem Umfang austricksen.

    Grüße

    si
     
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  10. #8 ArgProp1, 7. Mai 2013
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    Spitzen Antwort! Danke Klaus!
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  11. #9 Klaus Gross, 8. Mai 2013
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    .und noch speziell was Stefan geschrieben hat.. für die 7° und 10 ° DN bei Dachziegeln und Dachsteinen....meistens ganz versteckt irgendwo in dern Verlegerichtlinien steht dann, natürlich ganz klein gedruckt....es sind die Fachregeln des deutschen Dachdeckerhandwerks zu beachten.........aber die meisten lesen das nicht...oder wollen es nicht lesen....:mauer:motz
     
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