Seltsame Probleme mit Baufirma/Bauleiter - Rat gesucht

Diskutiere Seltsame Probleme mit Baufirma/Bauleiter - Rat gesucht im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo zusammen, ich habe einige Fragen bezüglich des weiteren Vorgehens bei meinem Hausbau. Bin mitten drin. Und sorry, dass der Text so lang...

  1. #1 Felix1979, 27. Juli 2014
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Juli 2014
    Felix1979

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    Hallo zusammen,

    ich habe einige Fragen bezüglich des weiteren Vorgehens bei meinem Hausbau. Bin mitten drin.

    Und sorry, dass der Text so lang ist. Aber ist vielleicht alles hilfreich, den Gesamtblick zu haben.

    Hier die Vorgeschichte:
    2013 habe ich bei Firma XXXXHaus ein Massivhaus - schlüsselfertig - gekauft bzw. den Vertag unterzeichnet.
    Grundstück habe ich, Bankkredit auch.
    Dann kamen Rate 1 (Provision), und mit Beauftragung der Architektenleistung die zweite Rate. Das war Ende Oktober.
    Anfang November ging es dann am Wochenende weit weg, um in einem Austattungshaus die Fliesen, Toilette, Badewanne usw. auszusuchen.

    Soweit sogut.

    Mitte November erhielt ich dann das Schreiben, dass die oben genannte Firma insolvent ist. Aber derjenige, der bzw. dessen Firma die Arbeiten ausgeführt hätte, würde die Verträge 1:1 übernehmen und weiterführen. Also mein neuer Ansprechpartner und Bauleiter. Übernahmevertrag unterzeichnet.

    Auch noch soweit sogut.

    2014 Ende Februar ging es dann los. Vorher musste ich mich um dutzende Sachen kümmern, von denen ich zuvor wenig oder keine Ahnung hatte (Anträge, Verträge, nochmal Anträge bei Behörden, Tiefbauer, Wasserversorger, Baustromversorgung) und bei der mich die Insolvenz-Firma ganz dolle unterstützen wollte... naja, solange sie existierte. Aber hat mit einigen Mißverständnissen noch geklappt.

    Einrichtung Baustelle und Baubeginn wurden gemacht.
    Rechnung kam.
    Ich fotografiere auf Baustelle als Nachweis für mich und die Bank.
    Rechnung geht zur Bank.

    Nach einigen Tagen: Bank zahlt nicht, weil... schon so viel Geld geflossen sei, ohne dass ein richtiger Baufortschritt zu erkennen sei.
    Ich schreibe, "bitte trotzdem zahlen, da es so im Vertrag steht" (der auch der Bank bekannt ist) und es weiter gehen soll.
    Nach einigen Tagen: Bank zahlt nicht, weil... "Sind Sie wirklich sicher? Der erste Unternehmen ist schon pleite gegangen, da weiß man nie"
    Bodenplatte wurde inzwischen installiert. Nächste Rechnung ist gekommten. Bauleiter / Firmeninhaber fragt nach, wann denn endlich das Geld komme.

    Ich fahre wieder hin, nochmal fotografieren.
    Alles inklusive nächster Rechnung zur Bank mit meiner Aufforderung, jetzt unbedingt mal zu zahlen.
    Endlich zahlt die Bank und ich muss mir nichts mehr anhören.

    Danach ging es zunächst ganz gut weiter:
    Bauschritt wurde ausgeführt.
    Rechnung kam.
    Ich fahre (auch zwischendurch mal aber spätestens dann) zur Baustelle und schaue und fotografiere zur Bestätigung.
    Alles geht zur Bank.
    Bank überweist.

    Dann schickt mir Bauleiter / Firmeninhaber gleich die nächsten 4 Rechnungen Ende März auf einmal, obwohl gerade mal bei der Ersten mit den Arbeiten begonnen wurde.
    Also habe ich dann jede Woche Montags angerufen und gefragt, wie weit es mit dem Haus sei und ob der nächste Bauschritt fertig sei.
    Rest wie gehabt.

    Noch okay.

    Aber ab hier wird es seltsam:
    Ich kriege eine Rechnung mit dem Hinweis, dass die Rechnung für Fenster etc. von der Baufirma sofort an die Herstellerfirma bezahlt werden müssen, und ob ich den Betrag daher gegen eine Bürgschaft vor der Ausführung zahlen könne. Ich schaue mir die Bürgschaft an, ist okay (von bekannter Versicherung). Gebe alles zur Bank, aber nach 10 Tagen meldet sich die Bank, dass das nicht gemacht werden könne. Außerdem sei es üblich, dass die ausführende Firma das Geld jeweils so lange vorschiesst. Womit die Bank letztlich auch Recht hat. Aber durch die Bürgschaft eigentlich kein Risiko für mich oder die Bank - und das hätten sie auch gerne sofort sagen können... aber das ist ein anderes Thema.

    Also wieder alles zurück und der Bauschritt wurde letztlich auch so normal durchgeführt.

    Jetzt zum eigentlichen Problem:
    Allerdings ist der Bauleiter bereits seit kurz vor dieser Geschichte selten - sehr selten - erreichbar. Er geht fast nie ans Telefon, E-Mails bleiben ohne Antwort. Dabei habe ich schon so etliche gehabt, z.B. wann die Dampfsperren eingebaut werden, so dass mit dem TÜV die erste Baustellenbegehung stattfinden kann. Oder wann die Gerüste wegkommen, so dass ich den Haufen Erde hinter dem Haus abtransportieren kann. Und einige weitere.

    So kann ich kaum weitere Baubegehungstermine planen bzw. nur schwierig, da ich jede Woche hinfahren und schauen muss, ob etwas gemacht wurde und was es sein könnte. Und erst recht die anderen Termine mit Tiefbauer, Telekom, regulärer Stromanschluß, Abwasserentsorgung...

    Ist das normal oder ist da was im Busch? Zumal, wer kommt denn dafür auf, wenn es deswegen zum Verzug kommt? Der kann dann ja behaupten, er hätte mir rechtzeitig bescheid gesagt...
    Das nächste ist, wegen der Geschichte mit der Insolvenz des vorherigen, ersten Vertragspartners und der Geschichte mit der Bürgschaft: Ich habe mal recherchiert und gesehen, dass dieselbe Adresse, die das neue Bauunternehmen hat(te), hat jetzt ein im Mai gegründetes ganz neues Bauunternehmen hat. Inhaber ist ein naher Verwandter meine Bauleiters/Baufirmeninhabers.

    Was mache ich jetzt also am besten?
    Ich wollte erstmal nachsehen, ob der Insolvenz angemeldet hat.
    a) Das kann ich selber beauftragen.
    b) Ich kann mit der Bank sprechen, dass die evtl. mit ihren Beziehungen und Zugriffsrechten mehr rausfinden.

    Übrigens:
    Der Rohbau steht fast ganz fertig und ist laut TÜV okay. Nur ein paar Kleiningkeiten, leicht zu beheben. Ist aber halt nichts drin und ca. 2/3 des Geldes sind ja schon weg. Ich hoffe mal, im Bezahlplan sind die Dinge (Treppe, Zugangsluke zum Dach usw.) auch erst in den noch kommenden Schritten vorhanden...
    Die letzten 3 bis 4 Wochen war (außer einmal etwas Aufräumen) keine Aktivität mehr am Bau erkennbar.

    Wenn ihr mir ein paar Hinweise geben könnt, wäre ich euch sehr dankbar.
    Selbst Händchenhalten "ja, sieht komisch aus, aber wird zumindest keine Katastrophe" könnte helfen... :-)
     
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  3. feelfree

    feelfree Gast

    Oh. Mein. Gott.
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    Ich wünsche dir, dass du dein Haus irgendwie fertig bekommst. Wenn du keine finanziellen Reserven hast , dann sehe ich da leider sehr schwarz für dich.

    So mal grob als Anhaltspunkt: der Rohbau macht rund 1/3 der Baukosten aus. Schreib also gedanklich das zu viel gezahlte Drittel schon mal ab.
     
  4. H.PF

    H.PF

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    Ich befürchte, du steckst da SO tief im Mist drin das dir hier kaum jemand richtig helfen kann. Du wirst einen Anwalt und einen Architekten brauchen. Fachlich beraten lassen hast du dich nie oder? Auch nicht bei der Insolvenz?
    Oder bist du anwaltlich und baufachlich beraten?
     
  5. H.PF

    H.PF

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    Ich befürchte, du hast nie ein Anwaltsbüro betreten und die Typen vom Tüv kannst du auch völlig knicken, das Geld ist rausgeschmissen...

    Blauäugig und naiv, du brauchst jetzt DRINGEND!!! einen Profi, der dafür sorgt das du nicht völlig finanziell absäufst...
     
  6. #5 Gast036816, 27. Juli 2014
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    rohbau fertig und 2/3 bezahlt. du wunderst dich, dass die bank sich quer stellt. wenn rechnungen vor leistungserbringung gestellt werden mit dem hinweis, das geld muss sofort an den fensterbauer weiter geleitet werden, da sollten doch spätestens alarmglocken schrillen.

    ich hoffe für dich, dass du da heile raus kommst.
     
  7. Roth

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    Tut mir lied für sich, wie das gelaufen ist. Lass uns mal wissen, wie s weitergeht!

    Danke Dir!
    Niklas
     
  9. R.B.

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    Das mit den Bürgschaften ist immer so eine Sache. Hat jemand die Bürgschaft überprüft? Eine Bürgschaft ist keine Vollkaskoversicherung.

    Da hätte ich persönlich schon Bauchschmerzen. Wer weiß, was Du für den Rest des Geldes noch bekommst....

    Das verstehe ich nicht. Du bist Auftraggeber, und "hoffst" dass der Zahlungsplan diese Leistungen enthält? Bedeutet das im Umkehrschluss, dass Du den Plan gar nicht kennst?

    na ja, unter "gut" verstehe ich etwas Anderes. Von wem kam die Benachrichtigung mit der Insolvenz? Was steht in dem neuen Vertrag?

    Und das hast Du alles einfach so, ohne rechtlichen Beistand, gemacht? Unterschrift drunter fertig?

    Ich gehe einfach mal davon aus, dass Deine Berufsangabe im Profil korrekt ist. Dann überlege ich mir, wie Du die Bürgschaft bzw. deren Umfang beurteilen kannst. Nur weil dort der Name einer bekannten Versicherung steht?

    Tja, das macht die Sache wirklich nicht besser. Kann sein, dass Du mit denen (vertraglich) gar nichts zu tun hast, kann sein dass die irgendwie in die Sache verwickelt sind, kann sein, dass......wie soll man das beurteilen?

    Was die Jungs sagen ist zwar ganz lustig, aber bei Dir brennt es ganz woanders. Der letzte Satz ist entscheidend. Für das Geld hätte man 2 Rohbauten erstellen können, Du hast noch nicht einmal einen (fertigen) Rohbau.

    Normalerweise bräuchtest Du spätestens jetzt einen Anwalt der zuerst einmal klärt, mit wem Du welchen Vertrag über welche Leistungen rechtskräftig abgeschlossen hast. Normalerweise hättest Du so jemanden schon viel früher gebraucht, aber das ist jetzt auch nicht mehr zu ändern. Du gehst zwar davon aus, dass Du irgendwann ein fertiges Haus bekommst, aber so sicher ist das in meinen Augen noch lange nicht. Sicher ist nur, dass Du schon viel Geld ausgegeben hast.

    Ich würde sagen, Du musst Dich langsam mal entscheiden. In meinen Augen läufst Du Gefahr, dass man Dich ausnimmt wie eine Weihnachtsgans. Wer weiß, vielleicht steht in ein paar Tagen eine andere Firma vor der Tür und lässt Dich was unterschreiben. Wenn ich schon lese, dass Verträge mit den Zulieferern gemacht werden sollen, dann ist Dir hoffentlich auch klar, was das für die Gewährleistung etc. bedeutet. In meinen Augen hast Du schon längst den Überblick verloren, deswegen meine Empfehlung, jemanden zu holen der sich damit auskennt. Dann müssen nicht nur die vertraglichen Details geprüft werden, sondern auch die bisherigen Rechnungen. Wer weiß, was Du zwischenzeitlich bezahlt, aber vermutlich noch nicht bekommen hast. Irgendwann sagt die Bank vielleicht endgültig NEIN, und dann stehst Du mit einer halbfertigen Ruine da (und einer Menge Schulden, die nicht oder nur teilweise über Sicherheiten gedeckt sind).
     
  10. Thomas B

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    Ich mag gar nicht galuben, was ich hier lese...erschreckend.

    DRINGEND und SOFORT zum Anwalt.

    Sonst droht als nähste Insolvenz die Deinige.....herrje, was für ein Schlamassel
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 28. Juli 2014
    Ralf Dühlmeyer

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    Geh schon mal einen Hut suchen. Einen Hut, mit dem sammeln gehen kannst.

    Der Laden ist durch, stopft mit dem Geld von A Löcher bei B, mit dem Geld von B Löcher bei C usw - auch wenn das verboten ist!

    Du wirst weder das Geld noch die Gegenleistung dafür je wieder sehen.

    Ja - das klingt krass - aber ich hab gerade wieder so ein Ding miterleben müssen.
    Immer mehr Rechnungen verbunden mit immer weniger Bautätigkeit.
     
  12. #11 Zellstoff, 28. Juli 2014
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    @ Felix: auch von mir (ex Bauherr) der dringende Rat, sofort zu einem Fachanwalt (sehr wichtig) für Baurecht zu gehen, jetzt. Ich habe auch eine Insolvenz beim Bauen durch (wenn auch zu einem viel früheren Zeitpunkt) und musste meine Mitbauherrn (Reihenhaus) überzeugen, gemeinsam zu einem Anwalt zu gehen.
    Das Gute: Der Anwalt (so es denn ein Fachanwalt ist), dröselt erst mal nüchtern ohne Emotion den Sachverhalt auf, prüft die Verträge etc. und legt dann eine Strategie für die weitere Vorgehensweise fest. Vor allem aber, nimmt er Dir die Angst, weil Du ab sofort jemanden an Deiner Seite hast, der Deine Belange vertritt.
    Die paar hundert (oder auch paar tausend) € für den RA, waren das am besten angelegte Geld in meinem ganzen Bau.
     
  13. #12 Felix1979, 28. Juli 2014
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    Vielen Dank für die Antworten. Als Quintessenz mache ich morgen einen Anwaltstermin mit einem Anwalt für Baurecht (sollte also ein Fachanwalt sein).

    Reserven habe ich noch ca. 80k vom Kredit für den Innenausbau. Weitere 15k bis 20k werden wohl für die Anschlusslegungen vom Haus bis zur Straßengenze (Wasser, Strom, Abwasser, kein Gas) draufgehen. Da ich auch von Rohbau nur bis Dachstuhl gelesen habe: Mein Rohbau hat das Dach komplett fertig und Fester und Türen sind drin. Ich hoffe, mit den 80k noch die wichtigsten Dinge erledigen zu können, falls der (sehr wahrscheinliche) Worstcase eingetreten ist. Hatte den Kredit mit einigen Reserven für unvorhergesehenes geplant.

    Dann hätte ich noch ein paar weitere zehntausend in Reserve, die ich aber nicht anrühren möchte...

    Das wichtigste nach dem Anwalt ist für mich die Klärung, ob ich einen klaren Status kriegen kann, wer und wann weiterbauen kann. Denn ich möchte das Haus jetzt nicht so halbfertig bis zum Winter stehen lassen. Aber ohne, dass der Bauunternehmer wirklich Insolvenz anmeldet, habe ich ja einen validen Vertrag der noch bis Winter läuft. Naja, Anwalt wird sich hoffentlich auskennen...

    Btw. den Zahlungsplan kenne ich, aber nach der positiven Prüfung durch die Bank (wegen Kredit) waren meine anfänglichen Sorgen, recht wenig vom Gesamtgeld für den Schluss zu haben deutlich gesunken.
    Die Übernahme hätte ich in der Tat nicht so schnell unterzeichnen sollen. Auch wenn es derselbe Vertrag von zuvor war und sich inhaltlich nichts außer dem Vertragspartner geändert hat (abzüglich der bereits geleisteten Provision an die erste Firma). Aber das lässt sich jetzt alles nicht ändern und ich stecke die Energie lieber darin, noch das Beste draus zu machen.
     
  14. R.B.

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    Auch wenn es Dir jetzt nicht hilft, aber eine Bank ist für so eine Prüfung der falsche Partner. Aber mal abwarten was der RA dazu meint. Vielleicht sieht es ja gar nicht so schlimm aus, das wünsche ich Dir auf jeden Fall.
     
  15. Felix1979

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    Ein Monat ist vergangen. Ich fasse mal kurz zusammen:

    Mit Rechtsanwalt ein Schreiben aufgesetzt. Da die Fertigstellungsgarantie aber erst Ende des Jahres ist, muss man zumindest so lange mit weitergreifenden Schritten warten, bis diese Garantie praktisch nicht mehr haltbar ist.

    Tja, und entweder hat das Schreiben jemanden aufgeschreckt oder es sollte eh weitergehen. Mir wurde erklärt, dass es aufgrund gesundheitlicher Probleme eines Schlüsselmitarbeiters seit einiger Zeit nicht mehr geklappt hat und die Ausführenden Kräfte es erst in den letzten Tagen gemerkt haben wollen, dass da was nicht stimmt. Aber wie auch immer, auf jeden Fall wurde der aktuelle Stand des Hausbaus eingeholt und letztens begannen die Rohinstallationen von Sanitär und Elektrik.

    Von der Zahlungsbilanz her sieht es immer noch kritisch aus, aber immerhin besteht wohl wieder berechtigter Grund zur Hoffnung.
     
  16. Gast036816

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    ich drücke dir die daumen - besorg dir auf jeden fall eigenen sachverstand.
     
  17. #16 Ralf Wortmann, 2. September 2014
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    Das sieht mir nach einem gem. § 307 BGB unwirksamen Ratenzahlungsplan aus, mit der Folge, dass deine Baufirma nur Abschlagsrechnungen gem. § 632a Absatz 1 BGB entsprechend des Wertzuwachses auf der Baustelle legen kann.

    Hat dein Anwalt das erkannt?

    Hast du zudem eine Erfüllungssicherheitsleistung nach § 632a Absatz 3 Satz 1 BGB erhalten bzw. 5 % des Gesamtwerklohnes hierfür einbehalten? Wenn das nicht vertraglich wirksam ausgeschlossen wurde, hast du einen Anspruch darauf, den du geltend machen solltest.
     
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  19. #17 Felix1979, 10. September 2014
    Zuletzt bearbeitet: 10. September 2014
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    Ja, das mit dem Zahlungsplan hat er bemerkt und es auch gleich erwähnt im ersten Anschreiben an den Unternehmer.

    Die 5% kann und werde ich bis zur Abnahme einbehalten (derzeit aber leider utopisch, solange ich bereits zu viel gezahlt habe und es weitergeht).

    Danke für die Ratschläge. :-)
     
  20. Felix1979

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    Mal wieder ein Update....

    Es ging tatsächlich weiter vorran - allerdings im Zeitlupentempo:
    - September: Rohinstallation Sanitär (und meine eigene Leistung: Hausanschlüsse Elektro, Wasser, Telekom)
    - Oktober: Rohinstallation Elektro
    - bis Mitte November: Innenputz und Außenputz

    Immerhin ist noch so einiges geschehen. Allerdings habe ich massive Zweifel, ob das vertraglich vereinbarte Ziel, "Schlüsselfertig Ende 2014" noch erreicht werden kann. Es fehlt einfach noch viel zu viel. Aber immerhin könnte ich den Rest auch ohne Nachfinanzierung stemmen.

    Naja, am Ende werde ich mal eine Reihe Fotos hochladen vom Anfang bis zum Ende.
     
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