separater Grundstückskauf sinnvoll/-frei?

Diskutiere separater Grundstückskauf sinnvoll/-frei? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo mal wieder... Wir grübeln im Augenblick die ganze Zeit über die Form unserer Finanzierung. Wir haben nun eine Grundstückssumme (excl....

  1. #1 Caliosthro, 14. Juli 2010
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    Hallo mal wieder...

    Wir grübeln im Augenblick die ganze Zeit über die Form unserer Finanzierung.
    Wir haben nun eine Grundstückssumme (excl. Notar und Steuer (ein Hoch auf die 4,5% in LSA)) eine pi-mal-Auge Haussumme und das geliebte Eigenkapital.
    Die Frage die sich uns nun stellt ist die.

    Sollen wir erst das Grundstück komplett kaufen, oder es in die Gesamtfinanzierung packen?

    Wenn wir es direkt kaufen (von der "Stadt") sind ~85% EK verbraucht. Somit bleibt kaum was für eine Hausfinanzierung. Geld für Nebenkosten ist da ja auch noch nicht bedacht. (Bringt es Gummipunkte bei der Bank, wenn einem das Grundstück schon gehört?)

    Die nächste Möglichkeit wäre den größten Teil mit EK zu decken und den Rest über eine Finanzierung laufen zu lassen. So ca. 2 Jahre. (ja, das ist nicht viel) Ziel ist es aber auf jeden Fall (nahezu) schuldenfrei zu sein, wenn es an die Hausfianzierung geht.

    Oder halt Tor 3, hinter welchem eine Gesamtfinanzierung für Haus und Grund versteckt ist. Dafür aber mit ~25% EK.

    Was macht denn in Euren Augen mehr Sinn?

    Es gibt noch eine EK-Notreserve, aber die darf nur verwendet werden wenn es wirklich nicht anders geht.
     
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  3. Julius

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    Das bezahlte Grundstück zählt doch mit zum EK!
    Also kein großer Unterschied.

    Aber wenn Bau nicht dringend, würde ich erst das Grundstück kaufen und es möglichst noch ne Weile abbezahlen.
     
  4. #3 baufibemu, 14. Juli 2010
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    Hallo,

    theoretisch ist es egal, wie man es macht, da das bezahlte Grundstück als Eigenkapital zählt.
    In der Praxis kann es aber bei der späteren Hausfinanzierung zu einigen Überraschungen führen.
    Beispiel:
    Ich plane wie folgt:
    Grundstück: 100.000 + NK
    Baukosten: 200.000
    Baunebenkosten: 20.000
    Inventar (Küche usw.): 20.000
    macht zusammen: 340.000
    Als Eigenkapital habe ich 100.000 Euro + NK
    Darlehenssumme: 240.000 Euro
    Ich bezahle also nun das Grundstück und habe mein EK verbraucht.
    Das Haus ist fertig und ich möchte es einrichten. Dafür möchte ich nun die letzte Darlehenstranche abrufen und siehe da, die Bank verweigert die Auszahlung, weil Rechnungen für Inventar nicht bezahlt werden.
    Hätte man nur 80.000 Euro EK für das Grundstück hingelegt und den Rest über die Finanzierung laufen lassen, gäb´s keine Probleme. Hört sich komisch an, ist aber so.
    So kann es einem z.B. bei einem großem niederländischen Finanzkonzern passieren. Normalerweise fällt dem Banker bei der Prüfung das auf, aber wenn nicht, steht man da.

    Also wichtig ist die genaue Planung der Finanzierung, bzw. des gesamten Projektes. Erst dann kann man sagen, was Sinn macht.
    Aber grundsätzlich: Grundstück ist Eigenkapital

    Beste Grüße
     
  5. musiker

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    Um dies zu verhindern, würde ich bei der Bank mit offenen Kartenspielen.

    Grundsätzlich halte ich es für besser, das Grundstück mit dem EK zu bezahlen statt es zu finanzieren. Man spart die Zinsen in der Zeit, und wenn Du nicht gleich zu bauen anfängst, kannst Du mit den gesparten Zinsen noch Eigenkapital ansparen.
     
  6. #5 Caliosthro, 15. Juli 2010
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    Ich hab das nochmal in Ruhe durchgerechnet.
    MAcht ja eigentlich keinen Sinn eine ca. 2-jährige Abzahlung des Grundstücks, denn wir zahlen ja weiter Miete und somit würde die Rate nicht allzu hoch ausfallen. Dadurch kann mein Kredit dann aber auch kaum die 5k€ Grenze knacken.
    Das kann man bei den Preisen dann auch gleich noch mitbezahlen.
    Also ist Plan 2 gerade über den Jordan gegangen.

    Damit bleiben noch zwei und die werden wohl je nach Baubeginn das Rennen machen.
    Also schön...
    Danke
     
  7. R.B.

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    Ich frage mich, WANN soll das Grundstück bebaut werden?
    Wie entwickelt sich während dieser Zeit das noch vorhandene Eigenkapital (cash Bestand)?

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 Caliosthro, 15. Juli 2010
    Caliosthro

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    Lebe dein Leben nicht als hättest du 1000 Jahre!
    Ich auch :D

    Im Ernst...

    Der B-Plan wird im März2011 "freigegeben"(?) Ab dann kann es losgehen.
    Meine Frau arbeitet ab Februar2011 verkürzt (wegen Sohnekind)
    Wenn mit meiner Anstellung alles wie geplant klappt bin ich ab Oktober in Lohn und Brot und habe bis Juli sogar noch ein zweites kleines Gehalt.
    Das heißt der Zeitraum August2011-Februar2012 ist nicht sooo segenreich was das Einkommen angeht.
    Aber ab dann gehen beide wieder voll und wir verdienen dann ganz gut.
    Aber der Rahmen (März2011-Februar2012)ist m.E. zu kurz um über eine Finanzierung(des Grundstücks) nachzudenken, respektive großartig EK aufzubauen.

    Aus diesen Gründen tendiere ich eher dazu alles in einem "Abwasch" zu erledigen...sprich...
    jetzt -> Finanzen klarstellen und Architekt suchen
    April2011 -> Bodengutachten
    Mai-August2011 -> loslegen

    MfG
    Caliosthro
     
  9. R.B.

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    Dann sind´s ja nur noch "ein paar Monate" bis zum Baubeginn. Eine (Zwischen)Finanzierung des Grundstücks ist dann eher uninteressant. Man könnte mal spaßeshalber eine Finanzierung mit variablen Zinsen rechnen, aber einen großen Vorteil davon verspreche ich mir nicht.

    Was mich noch etwas nachdenklich stimmt, wäre die finanzielle Zukunft. Momentan klingt das eher so, dass alles möglich, aber noch nichts sicher ist. Vielleicht interpretiere ich Deinen Beitrag auch falsch.

    Gruß
    Ralf
     
  10. #9 Caliosthro, 15. Juli 2010
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    Lebe dein Leben nicht als hättest du 1000 Jahre!
    Nicht so ganz falsch interpretiert
    Ich stehe de facto noch vor der Unterschrift eines Vertrages. Allerdings habe ich hier mein Abschlusspraktikum gemacht und schreibe hier auch meine Abschlussarbeit.
    Der Arbeitsplatz wurde mir von vornherein angeboten.
    Aus diesem Grund plane ich so, als wenn es klappen würde.
    Denn wenn meine Probezeit rum ist, dann steht auch das Grundstück zum Verkauf.

    Wie heißt es so schön?

    Just In Time...

    Wenns wider Erwarten mit der Unterschrift und der Probezeit nicht klappt, dann stirbt auch das Bauprojekt im gleichen Atemzug. Allerdings gehe ich davon nicht aus.
    Risiko Mexiko, aber das gehört glaub ich dazu. ;)

    Und wenn es eben dann im Frühjahr nächsten Jahres losgehen kann, dann will ich auch mit den Vorplanungen durchsein. Mein Plan.
    Bislang kommt mir das alles sehr logisch vor.
    Wenn es mit der Arbeit klappt!

    MfG
    Caliosthro
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Aber dann hättest Du bei einem Sofortkauf, auch noch das Grundstück an der Backe. Dadurch würdest Du Dich bei der Suche nach einem neuen Job schon ziemlich einschränken, und so ein Grundstück verkauft man auch nicht über Nacht (zumindest wenn man einen guten Preis erzielen will).

    Ich kenne weder Dich, noch Deine Lebensumstände oder Deine finanzielle Situation, meine Überlegungen sind daher mehr allgemein gehalten. Irgendwie habe ich halt den Eindruck, dass Du es ziemlich eilig hast mit dem Bauen. Vielleicht wäre es besser, wenn sich einiges zuerst einmal festigen würde.
    Du scheinst jüngeren Datums zu sein, also rennt ein Haus nicht davon. Das kannst Du in 1,2,3 oder 5 oder x Jahren, immer noch bauen.

    Gruß
    Ralf
     
  12. meak07

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    Hallo,
    so wie ich eure Ecke von 2-3 Besuchen jedes Jahr kenne, gibt es doch Grundstücke ohne Ende zu zweistelligen €-Preisen/qm? Oder ist es DAS Grundstück, das es sein muß?

    Gruß,
    Andreas
     
  13. greentux

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    wird hier immer mal wieder diskutiert.
    ich bin mit:
    - finanzierung locker prüfen
    - grundstück kaufen
    - bodengutachten machen
    - ergebnis des selbigen mit in planung einbeziehen
    - haus planen
    - kostenberechnung machen (erste angebote auf ausschreibungen waren auch schon da)
    - finanzierung fixieren
    - aufträge verhandeln, unterschreiben und losbauen
    fast problemlos gefahren.
    einzige der winter hat das bodengutachten etwas verschoben, was dann noch für eine kleine überraschung sorgte...

    gruß
     
  14. #13 Caliosthro, 15. Juli 2010
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    @ R.B.
    Also so richtig haben wir uns noch nicht verstanden.
    Wir planen jetzt los.
    Wenn die Probezeit rum ist und ich den Job behalte, dann kaufen wir das Grundstück.
    Und dann wollen wir auch mit der Hausplanung soweit sein, dass wir alles einreichen können. Mir reicht die hohe Miete hier.

    Und mit dem Alter ...
    Ich werd zwar nicht nächste Woche 47, aber ich weiß noch aus eigener Erfahrung, dass Kuba-Apfelsinen nicht aus Fruchtfleisch sondern aus Fasern und Schale gemacht werden ;-)

    Von daher sollten wir langsam anfangen um die relativ große Finanzierung fertigzuhaben, bevor es in die Truhe geht. ;-)

    @ Meak07
    Gibts es sicherlich, doch in aller Regel auch nicht ohne Grund.
    Wir wohnen im Augenblick stadtnah und doch ruhig. Das wollen wir weiterhin. Außerdem haben wir einen kleinen Sohn und deshalb wollen wir auch in eine Gegend in der es andere Kinder gibt. Das ist nun mal alles am neuen Standort gegeben. Grün für den Hund nicht zu vergessen. Und außerdem geht es nicht sooo weit über die erste Dreistelligkeit hinaus.

    @ Greentux
    So ähnlich haben wir uns das ja dann auch vorgstellt.
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Ok, jetzt hab ich es auch kapiert. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  16. Seev

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    Hallo Caliosthro,

    aus eigener Erfahrung und Einschätzung sag ich: wenn das Grundstück cash aus EK bezahlbar ist, dann mach das auch so (und wenn irgend machbar die Architektenplanung ebenso, mindestens ohne Bankdarlehen, evtl. dann privat ...), sofern Du dann +/- sicher weißt, daß Du tatsächlich dort bauen willst.

    Siehe auch div. Threads etc. zu Notargebühren und anderem wie etwa "Wer geht in welchen Rang ...". Wenn Du noch nicht die wirklich ziemlich genauen Baukosten kennst und nicht den ebenso genauen Zeitplan, wann Du wieviel brauchst, würde ich vorab noch lange keine Finanzierung festmachen.

    Ich bereue es etwas, daß ich da nicht cooler war und nun noch recht lange Zeit Bereitstellungszinsen bezahlen werde, weil ich das Darlehen nicht schnell genug verbauen kann. Beim Bauen kann soviel anders laufen als man denkt. Und es läuft oft anders! Im glimpflichsten Fall ist es "nur" eine Zeitfrage, die aber schnell auch zur Geldfrage wird :mauer

    Auch wenn die niedrigen Zinsen derzeit locken, würde ich mich jetzt noch nicht an eine Bank und Veträge binden, wenn´s noch etwas dauert. Nächstes Jahr kommen sicher auch wieder mal niedrige Zinsen :bounce: hätte ich gewartet bis ich das Bankdarlehen wirklich gebraucht hätte, dann hätte ich nicht nur Bereitstellungszinsen gespart, sondern hätte jetzt 1 Jahr später auch deutlich niedriger abgeschlossen.
    Wichtigstes Argument ist für mich, mich erst spätest möglich auf eine (und dann zwar nur diese eine!!) Bank und deren Konditionen festzulegen, wenn ich den Rest eben wirklich absehen kann.

    Gruß
    Seev
     
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  18. #16 Johnny1609, 16. Juli 2010
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    wenn ihr bleiben wollt und bauen: Grundstück natürlich vom eigenen Geld kaufen. Oder wilst es finanzieren und dein geld zu 0,6- 0,9% Zinsen anlegen?
    das eigene Geld ist das Billigste!!!
     
  19. greentux

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    Vorher aber schonmal nem Archi zeigen das gute Grundstück...
     
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