Setzung / Grundbruch bei MFH

Diskutiere Setzung / Grundbruch bei MFH im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, In einem MFH von 1900 steht eine Innenwand auf einem Streifenfundament. Dieses Fundament ist ca 5 cm abgesackt.. aber schon zu...

  1. Detman

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    Hallo zusammen,

    In einem MFH von 1900 steht eine Innenwand auf einem Streifenfundament. Dieses Fundament ist ca 5 cm abgesackt.. aber schon zu Kaisers ZEiten. Gipsmarken zeigen dass sich die letzten Jahre nichts bewegt. Die Wand ist auch schön senkrecht "tiefer gelegt" worden, keine Kippung)

    Meine Frage ist jedoch kann man wirklich sicher sein, dass die Setzung jetzt beendet ist oder handelt sich um einen Grundbruch der sich "jederzeit" weiterbewegen kann.

    Wwenn ja, wie würde man diesen Vorgang stoppen können? Eine Anhebung ist nicht nötig
    Gel in den Boden pressen etc?

    Danke und Grüße
    Berti
     
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  3. Gast vS

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    Du kennst als Ruhrgebietsmensch den alten Bergmannsspruch: "Vor der Hacke ist es duster" ??

    Sicher kann man nur sein, wenn die Ursachen geklärt sind, auch wenn hier wohl eine hohe Wahrscheinlichkeit vorliegt dass ...

    aber: "Setzungsprozesse" können (z.B. bei sich ändernden Wasserverhältnissen) immer wieder aktiviert werden.
     
  4. tanzbaer

    tanzbaer

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    Unser Zechenhaus war von 1914. Typischer Baufehler damals (laut dem Statiker der bei uns ein paar Änderungen begleitet hat): Die Jungs haben die Fundamente innen geometrisch genauso bemessen wie die Fundamente aussen und damit zu schwach, die Innenwände hatten mehr abzutragen und waren dünner, die Bodenpressung auf den Fundamenten innen war daher größer als aussen, bei uns ist lehmiger Boden, da ging es dann aussen ich sag mal 2cm runter und innen halt 4cm. Wenn Du es nicht weisst achtest Du da gar nicht drauf, ich hab danach mal die Augen offen gehalten. Das zog sich wirklich durch die ganze Siedlung (waren knapp 600 Häuser, hab natürlich nicht alle gesehen. :e_smiley_brille02:)

    Es wäre also nicht zu weit hergeholt, dass bei Dir ebenfalls diese Systematik zum tragen kommt. Da vermutlich generell die Streifenfundamente eher schmaler bemessen waren als man es heute tun würde, dürfte die Setzung insgesamt auch größer gewesen sein, damit vergrößert sich dann natürlich auch der Versatz innen zu aussen. Wenn Du zweifelst, hol einen Statiker, der soll sich das anschauen.
     
  5. Detman

    Detman

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    lach.. sehr gut. aber mein oppa war steiger und nich mehr selbst anne schüppe;)

    Ok.. das bedeutet:
    Geologen / Bodengutachter einbestellen... durch die Bodenplatte bohren (ist egal weil kein trockener Keller) und man schauen wie es da unten aussieht.
    Dann ggf was machen?
     
  6. Detman

    Detman

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    ja danke für die ZEchenhausgeschichte. DAs Problem liest sich identisch nur bei anderer Hausart.
    Scheinbar besteht da ein Zusammenhang.
    Die Außenwänden haben nämlich nur sehr kleine Setzungen ( 0-3cm). Die Innenwände ( 4-6cm).
    Aber gleich gemauert und auch gleiche Fundamente. Zumindest die eine innere Wand trägt laut Statiker ca 50t.
    so richtig merkt man das Problem auch nur im ersten OG, je jhöher man Kommt diesto waagerechter wird das Haus

    Da waren schon 2 Statiker bisher, denen ich das mal zeigte (die waren wegen anderen SAchen da) haben abeer sinngemäß auch nur den vom Vadda vom Gast vS zitiert "Vor der Hacke ist es duster". Also keine Ahnung... merhr so nach dem Motto "weiter beobachten"
     
  7. tanzbaer

    tanzbaer

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    Also, ich bin nicht vom Baufach. Aber warum willst Du da denn bohren? Augenscheinlich bewegt sich aktuell nichts. Wenn Du es Dir dann unbedingt geben willst, besorg Dir vom Amt die alte Statik (so die nicht Anfang 40 verdampft ist) und lass einen Statiker drüber schauen, ob er anhand der damaligen Berechnungen genau dieses Setzverhalten erwarten würde. Dafür reicht es denke ich aus grob zu wissen ob das Haus auf Sand, Fels oder Lehm gebaut ist. Wenn er dann sagt, ne, so dürfte das nicht gesackt sein, dann kannst Du immer noch probebohren. Wie alt waren denn die Statiker? Greif dir mal nen Statiker oder Bauingenieur des Typus 70+.
     
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  9. Detman

    Detman

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    die antwort bezog ich noch auf den Bodengutachter der vor dir gepostet hat. sorry

    stimmt du hast recht. alter statiker kennt eher die alten probleme. das sind eher so 40 bis 45jährige gewesen bisher
     
  10. Julius

    Julius

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    Dieses Verhalten (stärkere Setzung der Innenwände und teilweise auch Rückfassaden gegenüber der Vorderwand) ist seit langem bekannt und tritt auch bei deutlich älteren Häusern (z.B. aus dem 17./18. Jahrhundert) deutlich auf.

    Solange keiner unter Deinem Haus gebuddelt hat oder dort etwas ausgespült wurde, würde ich (Laie) keinen Grundbruch erwarten.
     
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