Setzungen und Bettungsmodul

Diskutiere Setzungen und Bettungsmodul im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, nachdem ich schon ein paar Tage in diesem Super Forum am lesen bin, möchte ich doch ein paar Fragen stellen. Ich habe hier ein...

  1. oldie2

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    Hallo,
    nachdem ich schon ein paar Tage in diesem Super Forum am lesen bin, möchte ich doch ein paar Fragen stellen.
    Ich habe hier ein Bodengutachten vorliegen von einem vom GU empfohlenen Gutachter.
    Zuerst wollte ich zwar einen eigenen bei mir ansässigen auswählen, habe mich dann aber überreden lassen.
    Was mir in dem Gutachten nicht gefällt:
    1. Es werden ein paar Steilvorlagen für den GU eingefügt, die wie ich meine hier nichts zu suchen haben. Wie z.B. "aufgrund der Bodenverhältnisse kann eine stärkere Bewehrung oder größere Dimensionierung der Fundamente erforderlich werden."
    2. Dieses stört mich umso mehr, da in der Setzungsberechnung Standardwerte für die Flächenlast der Platte und für die Streifenfundamente angenommen werden, die weit über den dreifachen Wert eines Bungalows liegen, jedenfalls auf das Gewicht des Hauses bezogen. Flächenlast 30 KN/m2 – Linienlast 50 KN/m, ergibt in Summe bei 140 m2 und 50 m Fundamentlänge 6700 KN.
    Hausgewicht ohne Verkehrslast und Schneelast max. 1600 KN, wie verhält es sich bei Schnee- und Verkehrslast mit der Einbeziehung in die Setzungsberechnung?
    Es sind drei Rammkernsondierungen gemacht, diese bringen folgende Werte für die Setzung der Bodenplatte 0,7 cm; 1,1 cm; 0,6 cm; und für die Fundament 0,5; 0,8; 0,7, wie gesagt bei mehr als dreifachem Wert des Hausgewichtes.
    Hieraus resultiert ein Bettungsmodul von ca. 3 MN/m3. Dieses würde sich wenn ich es richtig verstehe auch nicht bei geringerer Flächenlast der Bodenplatte verbessern, da sich hier proportional Flächenlast und Setzung ändern und das Verhältnis für den Bettungsmodul, Flächenlast durch Setzung annähern konstant bleibt.
    Im Forum habe ich immer weit größere Bettungsmodule gesehen, deshalb wundere ich mich etwas über meine niedrigen Werte.
    Meine Bodenverhältnisse sind bis in ca. 3 m Tiefe, was ungefähr der Grenztiefe für anzusetzende Setzung entspricht folgende:
    RKS 01 Aushub Mutterboden 50 cm, auffüllen verdichteter Sand 60 cm, darunter gewachsener Boden 1,8 m Sand, 40 cm Ton und 30 cm Schluff.
    RKS 02 Aushub Mutterboden 60 cm, auffüllen verdichteter Sand 1 m, darunter gewachsener Boden 90 cm Sand, 1 m Schluff und 50 cm Ton. (leichte Hanglage ca. 40 cm Gefälle)
    RKS 03 Aushub Mutterboden 60 cm, auffüllen verdichteter Sand 70 cm, darunter 90 cm Geschiebelehm und 1,6 m Sand.
    Schichtenwasser wurde in ca. 2m Tiefe festgestellt.
    Kann es sein, dass bei diesen eigentlich doch guten Bodenverhältnissen ein so niedriger Bettungsmodul vorhanden ist?
    Nun meine eigentliche Frage:
    Was benötigt der Statiker für die Auslegung der Fundamente und Platte aus dem Bodengutachten, ist dieses die Setzung, die ja dann den tatsächlichen Werten angepasst werden muss, oder ist dieses der Bettungsmodul, der ja voraussichtlich im Gegensatz zur Setzung nicht besser wird?
    Für mein erstes Posting ist es zwar etwas lang geworden, aber ich wollte allerdings auch alles beschreiben, um auch richtige Antworten zu bekommen.
    Besten Dank im Voraus
    Peter
     
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  3. mls

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    gu oder gü?
     
  4. oldie2

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    Ich denke mal Generalunternehmer.
    Grundstück gehörte uns und komplettes Haus wurde schlüsselfertig bestellt.
    Bodengutachten durch uns vom vorgeschlagenen Gutachter.

    Oldie2
     
  5. mls

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  6. oldie2

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    Also doch Generalübernehmer GÜ inkl. Planung.
    Man lernt nie aus, wusste bisher gar nicht was GÜ ist.
     
  7. mls

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    der gü liefert planung und ausführung.
    ich glaube nicht an mitspracherecht des bauherren in statischen belangen.
    wenn der gü gut ist, wird er e. "statiker" haben/beauftragen, der sich,
    insbesondere bei diesem spannenden baugrund, intensiv mit dem
    gutachten und dem baugrundgutachter auseinandersetzt.
     
  8. oldie2

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    Der Bauherr will auch kein Mitspracherecht in statischen Belangen, sondern nur reelle Werte angenommen haben.
    Das heisst die Setzungen bzw. Lastannahmen s.O. müssen auch denen eines Bungalows entsprechen und nicht denen eines Zweistöckigen Hauses (Standard Annahmen für die Setzberechnung des Bodengutachters.)
    Deshalb meine Frage welche Werte verarbeitet der Statiker aus dem Bodengutachten, Setzungen, die dann nicht stimmen oder Bettungsmodul.
    Weiter wäre es interessant was mit den Verkehrslasten und der Schneelast passiert, die ja selten vorhanden sind.
    Laut Bodengutachter handelt es sich um einen guten aber eben nicht perfekten Baugrund, den der GÜ bei seiner 16 er Platte vorgesehen hat.
    Im übrigen denke ich, dass eine 16 er Platte auf Sand gebettet, ohne Magerbeton Sauberkeitsschicht ohnehin schwer herstellbar ist und hier nur die Mehrkosten für eine evtl. dickere Platte abgewälzt werden.
     
  9. mls

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    16er platte ohne SK .. naja.
    der gü hätte im ernstfall eine echte herausforderung, die normkonformität
    zu belegen.

    zu dem bettungstrara hatte ich mal was geschrieben:
    http://www.bau.de/forum/neubau/2256.htm
    bei dem schlechten (!) bettungsmodul müsste iterativ zwischen twp
    und baugrundler abgeglichen werden ..
    http://www.bau.de/forum/kosten/46.htm ..
    aber ich nehm das bestimmt wieder viel zu genau und es reichen 3 schlaue
    zeilen ohne berechnung :p
     
  10. oldie2

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    Was heisst Normkonfirmität, mir ist keine Norm bekannt, die eine 16 er Platte ausschließt.
    Die beiden Links habe ich ausführlich schon im Vorfeld gelesen, jedoch weiss ich immer noch nicht, was ein Statiker aus dem Gutachten übernimmt und wie es mit dem nicht immer währenden Lasten für die Setzungsberechnung aussieht, hier habe ich unterschiedliche Meinungen gelesen.
    Besten Dank schon mal.
    Oldie2
     
  11. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Was ist ihr eigentliches Problem?

    angemeldete Mehrkosten?


    Ihre technischen Betrachtungen sind so erst mal obsolet. mls versucht es zu erläutern. Gehen Sie da nicht mit Betrachtungsweisen aus dem Maschinenbau heran.
    Irgendwas stimmt in den Angaben nicht. Mich irritiert bei den Bodenschichten die Anschüttung (auffüllen verdichteter Sand) - kommt die oder ist die da? Setzungen wie ermittelt? Bettungsmodul 3 hmm, kein Baugrund. Bodenpressungen für Fundamente fehlen.


    Allgemeiner Rat:
    Holen sie sich jemand dazu - Baubegleiter, den Sie gegen Bezahlung löchern können, der Ihnen dieses und jenes erläutert - als Filter zu den anderen Bau-Beteiligten. Das ganze landet sonst im Frust und Chaos.
     
  12. mls

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    tja, fragt sich, was die 16er platte vom teller zieht, wenn die untere bewehrung
    (wegen fehlender SK) fast in plattenmitte liegt (din 1045)

    die unterschiedlichen meinungen resultieren aus unterschiedlichen ansprüchen
    und aus unterschiedlichen kenntnissen.
    wer bspw. mit dem erzielen von standsicherheit zufrieden ist, mag eine 36,5er wand
    in den dreck stellen - wer die verantwortung für gebrauchstauglichkeit trägt
    (und sich dessen bewusst ist), wird vielleicht ein fundament vorsehen - da sind
    wir wieder beim thema bettung und setzung ;)

    wenn sich überhaupt jemand gedanken um die setzung macht, ist das
    keine schlechte basis .. wenn alle anzunehmenden lasten berücksichtigt
    werden, noch viel weniger.

    nochmal: die setzungen des bgga sind erste annahmen. das grosse rechnen
    folgt. dabei spielt auch die steifigkeit der bopl e. erhebliche rolle.
     
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  14. oldie2

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    Problem sind wahrscheinliche Mehrkosten.
    Es ist richtig, auffüllen verdichter Sand kommt noch direkt unter die Bodenplatte.
    Die Setzungen wurden anhand von Standardwerten, die für alle Häuser des GÜ durch den Bodengutachter angenommen werden, ermittelt, die weit über den vorhandenen Werten liegen.
    Nämlich wie oben geschrieben 30 KN/m2 Plattenlast und 50 KN/m Linienlast für die Streifenfundamente.
    Gibt in Summe bei diesem Bungalow 6700 KN für die Bodenbelastung bei einem Hausgewicht von nur 1600 KN.
    Somit ergeben sich weit höhere Setzungen als bei richtiger Lastannahme.
    Wenn nun diese Setzungswerte in die Statische Berechnung eingehen, will ich diese nur richtig stellen.
    Was heisst Bettungsmodul Hm kein Baugrund?
    Selbst in der RKS 01 mit 1,6 m Sand und wenig Schluff und Ton ergeben sich ja bei der vom Bodengutachter geführten Setzungsberechnung für die Bodenplatte 0,7 cm Setzung bei 30 KN/m2.
    Dieses würde doch wohl auch nur einem Bettungsmodul von 0,030/0,007 gleich 4,3 MN/m3 entsprechen.
    Oder gibt es noch andere Vorgehensweisen zur Bestimmung des Bettungsmoduls?
    Ist sicher ein bisschen Maschienenbau drin, jedoch habe ich vor mehr als 30 Jahren mein Haus noch selber bauen dürfen einschließlich Bauantrag und statischer Berechnung (war ja nicht so viel) und es steht heute auch noch.
    Statiker ist im Moment noch keiner vom GÜ beauftragt, deshalb gibt es ausser den überhöht angenommenen, noch keine Wirklichen Bodenpressungen.
    Ich will eigentlich nur, dass wenn die Setzungen für die Statik entscheidend sind, diese richtig stellen.
    Also was geht aus dem Bodengutachten in die statische Berechnung ein?

    Gruß und schönen Abend noch

    Oldie2
     
  15. oldie2

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    Will gleich noch auf die zweite Antwort schreiben, die sich weil ich so langsam bin überschnitten hat.
    Es sind keine grossen Lasten auf der Bodenplatte zu erwarten, da die Klinkerschale und die 17,5 er Aussenwand Porenbeton PPW2 auf den Stützfundamenten aufsteht.
    Bei den Innenwänden handelt es sich um eine 17,5 er Mittelwand in Feldmitte ebenfalls Porenbeton und um eine Handvoll kleinerer 11,5 er Wände.
    Ich denke mal ca. ein drittel der Dachlast kommt hier noch dazu über die Mittelwand und das wars.
    Bezüglich der Verkehrslast mache ich mir auch keine Sorgen, da wir nicht täglich 200 Leute zu Besuch haben.
    Deshalb denke ich ja auch, dass diese im Gegensatz zur statischen Berechnung bei der Setzungsberechnung ausser acht gelassen werden könnte.
    Oldie2
     
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