Sieden + Kondensation von Solarflüssigkeit

Diskutiere Sieden + Kondensation von Solarflüssigkeit im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Am 16 und 17.02. hatten wir hier im Raum Köln intensive Sonneneinstrahlung. Unsere Solarthermieanlage lief am 16.02. richtig an, siehe Anhang (wir...

  1. hhelend

    hhelend

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    Am 16 und 17.02. hatten wir hier im Raum Köln intensive Sonneneinstrahlung. Unsere Solarthermieanlage lief am 16.02. richtig an, siehe Anhang (wir schneiden alle Daten der sonja Steuerungselektronik per Mikropozessor/PC mit, beigefügt deren graphische Auswertung für den 16.02.).

    Kurze Erläuterung der Graphik:
    Im oberen Teil sind die Temperaturen in der Solarflüssigkeit dargestellt, im unteren die Temperaturen in den Pufferspeichern. Horizontal die Zeitskala: Am linken Rand 0 Uhr, senkrechte Linien im 2-Stunden-Abstand.

    Wie man sieht, schießt die Temperatur in den Flachkollektoren (obere rote Kurve) kurz nach 12.00 Uhr plötzlich steil nach oben bis ca. 130° C, alle übrigen Temperaturen in der Solarflüssigkeit fallen ab, in den Speichern bleiben sie fast gleich mit ganz schwachem Abfall.

    Was ist passiert?
    Die Solarflüssigkeit (Tyfocor LS) hatte früh morgens einen Druck von 1,3 Bar, abgelesen am Manometer im HAR im Keller. Der obere Rand der Kollektoren auf dem Dach liegt etwa 950 cm über der Höhe des Manometers. Bei 80° C, der Temperatur vor dem steilen Anstieg, hat Tyfocor eine Dichte von ca. 0,994 kg/m3. Der Druck in der Solarflüssigkeit am oberen Rand der Kollektoren beträgt also vor dem steilen Temperaturanstieg 1,3 - 0,95x0,994 = 0,36 Bar. Bei diesem Druck siedet Tyfocor bei 75° C - der Temperatur also, die vor dem steilen Anstieg erreicht wurde. Durch das Sieden haben sich Gasblasen gebildet, die Zirkulation der Solarflüssigkeit wurde unterbrochen, deshalb keine Wärmeabgabe mehr im Wärmetauscher und steiler Temperaturanstieg in der Solarflüssigkeit.

    Soweit ist alles klar. der Druck im Solarkreislauf muß deutlich heraufgesetzt werden, etwa auf 2 Bar.

    Unklar ist mir dagegen Folgendes:
    In der Nacht 16./17.02 hatten wir Temperaturen von ca. - 5° C. Man würde erwarten, daß die Gasblase der Solarflüssigkeit über Nacht kondensiert und die Anlage am 17.02. genauso anläuft wie am 16.02. Das war aber nicht der Fall, die Solarflüssigkeit hat sich überhaupt nicht bewegt.

    Was ist mit der Solarflüssigkeit durch den Siedeprozeß passiert - offenbar irreversibel?
    Fü helfende Hinweise wäre ich dankbar.
     
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