Silikon - nein danke

Diskutiere Silikon - nein danke im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Heute wird in allen Ecken mit Silikon verfugt. Der Fliesenleger behauptet, in die Fuge zwischen gefliester Wand und gefliestem Boden müsse...

  1. godeysen

    godeysen

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    Heute wird in allen Ecken mit Silikon verfugt. Der Fliesenleger behauptet, in die Fuge zwischen gefliester Wand und gefliestem Boden müsse Silikon; der Zimmermann drückt es in alle Ritzen zwischen Holz und Mauerwerk. Angeblich sei das elastische Material unbedingt nötig, um Dehnungsrisse zu verhüten.
    Ich frage: Was hat man vor 50 oder 100 Jahren gemacht? Man hat sauber und präzise gearbeitet und mit Fugenkitt verfugt, fertig. Dann sind hier und da mit den Jahren kleine Risse entstanden - aber grundsätzlich waren die Menschen früher anspruchsvoller, was Ästhetik und Wertarbeit anging. Daher ist es sicher abwegig zu behaupten, früher hätte man eben überall Dehnungs- und Verwerfungsrisse toleriert.
    Frage an die Traditionalisten unter Euch: Was entgegnet Ihr der Silikon-Lobby? Welche Alternativen verwendet Ihr?
     
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  3. #2 AlexSinger, 23. Juni 2015
    AlexSinger

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    hm, früher gab es den Rasierschaum - sagte Rolf!

    Ob man damit auch verfugt hat? Vielleicht die Akne-Narben des Kaisers...?
     
  4. #3 Fliesenfuzzi, 23. Juni 2015
    Fliesenfuzzi

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    Bei Fliesen: Dehnfugenprofile, Wandanschlußprofile oder aber bei nicht beweglichen Ecken einfach gerade und sauber geschnittene Fliesen und sauber ausgefugte Eckfugen.
    Ist aber oftmals teurer als eben die gängigen Silikonfugen. Drum wollen selbst Leute die 120€ für den m² Fliesen ausgeben dann Silikonfugen in alle Ecken...

    Mir gefallen konstruktive Lösungen wie Schattenfugen etc. auch besser, ist aber eben oft deutlich teurer.
     
  5. OlliL

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    Die noch in Speis gelegten Fliesen in meinem Bad aus den 70ern haben in keiner Ecke Silikon.... alles mit Fugenweiss ausgefugt. Auch keine "Eckprofile" sondern glasierte Kanten. Risse gibts da keine. Das einzige was irgendwann mal silikoniert wurde waren Wannenabschluss, Waschbecken und Fenster "natürlich"..... irgendwann schlägt die Silikonmafia dann doch zu ;)

    Scheint also auch ohne zu gehen....
     
  6. Lebski

    Lebski Gast

    Einfach mal den Physiklehrer fragen.

    Früher wurde über 12 Monate gebaut, massiv, mit schwerem Material und Trocknungszeiten. Heute ist alles Leicht, dünn und keiner hat Zeit. Dafür aber Silikon.
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 23. Juni 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Naja - in den Wandecken hat das starre Verfugen mehr oder weniger funktioniert, wenn man die Haarrisse ignoriert hat, die in jedem Fall kamen.
    Bei Badewannen und Duschen schon nicht mehr so gut, weil die ollen Stahlwannen sich anders ausdehnten als die Wände.

    Das grösste Problem aber sind die Unterschiede im Fußbodenaufbau:
    Früher hing ein klobiger Radiator an der Wand und zwischen Decke und Estrich lag eine Kokosmatte mit minimaler Zusammendrückbarkeit und dementsprechend miesem Trittschallschutz. Noch dazu war der Estrich frisch in frisch mit Fliesen belegt und ganz anders aufgebaut als heute.

    Heute gibts tollen Trittschallschutz mit weichem Styropor, Fußbodenheizung und Fliesen im Dünnbet bei Bauherren, die für Trocknung(szeit) keine Zeit und kein Geld haben.

    Ergo bewegt sich der Boden deutlich mehr als anno dunnemals.

    Das es darüber hinasu fast keine Fliesen mit Jolly-Kanten mehr gibt, die heutigen Fliesenformate nicht mehr so leicht passgenau zu schneiden sind (die 15/15 in bleu oder créme waren 6 mm "dick") und die Arbeitszeit fürs präzise Schneiden der Passstücke keiner mehr bezahlen will, macht die Sache nicht besser!
     
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