Sind wir wieder beim sozialen Wohnungsbau aus den 7.igern angelangt ?

Diskutiere Sind wir wieder beim sozialen Wohnungsbau aus den 7.igern angelangt ? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Was iss los mit unseren Fertighausherstellern ? ... in den letzten 14 Tagen hatte ich 3 Anfragen über eine Kellererstellung ... Aussendämmung...

  1. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Was iss los mit unseren Fertighausherstellern ? ... in den letzten 14 Tagen hatte ich 3 Anfragen über eine Kellererstellung ... Aussendämmung dabei "NUR" 3cm (!) ... egal ob Wohn- oder Büroräume meist sogar mit Lichtgraben (!) ... ist das die neue Art zu sparen ?
    -
    Der Massivbau ist mittlerweile je nach Wärmeberechnung zwischen 8 u. 10cm sollen wir das künftig auch zurückschrauben ???
    -
    "Nur" zur Info der Arbeitsaufwand zwischen 3 und 8cm ist der gleiche sprich es fallen "NUR" mehr Materialkosten an ... Differenz zwischen 3u.8cm sind im übrigen Mehrkosten von "NUR" 3.75€ pro qm ... ist das nimmer drin ???
    -
    Bei 3cm Dämmung wär der Taupunkt auf der Betonoberfläche zu finden ... schön wenn es sich dabei noch um einen Lichtgraben handelt hinterdem Wohnräume angeordnet werden (!) :irre


    MfG
     
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  3. manni

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    aber dafür

    steht in der Baubeschreibung ne super Wärmepumpe, die praktisch keine Heizkosten verursacht. Das ist dem Bauherrn doch viel lieber als so ne schnöde Kellerdämmung.
     
  4. TAMKAT

    TAMKAT

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    hier kommt wieder meine Therorie zum tragen.
    Viele Leute haben mir erzählt, das es ihnen so oder ähnlich ergangen ist.
    Immer mehr Leute wollen ihr eigenes Haus. Die Tatsache das sie es sich eigendlich nicht Leisten können, tritt erst mal in den hintergrund. Von allen seiten bekommen sie gesagt wie, du wohnst noch zur Miete. Also wir erst mal zuhause im stillen Kämmerlein hin und her gerechnet. Die momentane Wirdschaftslage macht das ganze dann auch nicht besser.
    Der großteil dieser Leute kähmen dann zu dem entschluß, für uns ist Bauen nicht drin. Wenn es nicht Firmen und Banken gäbe, die einen Potentiellen Bauherrn überzeugen können.
    Der erste schritt ist die Bank, deine Finanzielle lage kann noch so aussichtslos sein, sie kommen meistens zu dem ergebnis, bauen ist für sie kein problem. Meistens haben sie dann auch gleich das richtige für sie. Die Bank hat ein Baugebiet erschlossen, und dort dürfen alle bauen, die von dieser Bank Finanziert werden.
    Ah, der Architekt steht auch schon fest, klasse Mann, der arbeitet fast nur für uns. Aha, wir arbeiten auch mit einem Bauträger zusammen, der ist sehr zu empfehlen. Geplant wird natürlich so, das das Geld reicht, hier geht es um jeden Euro. Da ist es nicht drin eine vernümpftige Außenisolierung zu haben, das kostet schließlich. Auch an vielen anderen eigendlich wichtigen Details wir gespart, es werden ausschließlich billig Komponente verwendet, wiedersprochen wird natürlich nicht, entweder weil ich nicht weis worum es eigendlich geht, oder um den Bankmenschen nicht zu ärgern, der lehnt vielleicht doch noch ab.
    Und dann wird gebaut, unser eigenes Haus, wir haben nun ein Eigenheim.
    Wie sie das nun bezahlen, ist der Bank relativ egal. Ein Bankmensch hat mal zu mir gesagt, was glaubst Du, was es uns interesiert, ob der Bauherr sein Haus jemals abbezahlt bekommt oder nicht. Wenn das Haus erst mal steht, haben wir schon gewonnen, wir bekommen unser Geld.

    Immer mehr Bauherren gehen schon wärend der Bauphase Pleite, oder überleben die ersten 10 Jahre nicht.

    Es gibt natürlich auch Banken, Firmen, die ihre Kunden vernümpftig beraten, und das sollte wohl die mehrheit sein.

    Die Arschkarte haben doch wir, die Bauunternehmen, entweder wir haben so viele Aufträge, dass wir "solche" Aufträge mal locker ablehnen. Oder wir sind auf jeden Auftrag angewiesen, und müssen es dann so ausführen wie es verlangt wird. Auch wenn wir eine Faust in der Tasche machen und nur den Kopf schütteln.
    In Deinem fall Josef höre ich schon jetzt die antwort auf deine frage die Du sicher stellen wirst, wenn Du nicht schon sofort abgelehnt hast. Du fragst also, ob es nicht besser wäre, die Aussendämmung auf 8 oder 10 cm zu erhöhen, Du wirs als antwort bekommen, wieviel kostet das mehr, wir sagen ihnen so schnell wie möglich bescheid. Am nächsten Tag bekomst Du gesagt, wir machen das so wie geplant.

    Ich möchte fast wetten das es so sein würde.

    TAMKAT
     
  5. #4 Markus Gräfe, 18.02.2003
    Markus Gräfe

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    tja Josef, so ist das leider. Mein BT hat mir für eine ordentliche Isolierung Mehrkosten von 2.000 EUR aufgerufen (übrigens kam diese Empfehlung wie andere auch NACH der Unterschrift). Angesicht einer zu isolierenden Fläche von ca. 130 m² eine Frechheit. Hier wird versucht, dem bauherrn, der vorher nicht darauf geachtet hat, das Geld aus der tasche zu ziehen. Unterm Strich blöd für beide Beteiligten. Der Bauherr hat 'nen ungedämmten Keller und der BT hat ga nichts dazuverdient (und wahrscheinlich auch nichts dazugelernt). Eigenleistung fällt in diesem Fall aus Gewährleistungsgründen auch aus, sonst hätte man es ja selbst "nachdämmen" können...

    Gruß Markus
     
  6. JDB

    JDB

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    nanana...

    Zumindest den Sockel muß er dämmen !
    Kein Bauträger verzichtet freiwillig auf den Beiblatt-2-Bonus.
    Und auch ohne isses Pflicht !

    Erst recht bei einem Fertighaus, bei dem die Kellerdecke in der Regel bis Außenkante Kellermauerwerk geführt werden muß.

    Er hat hat es vielleicht hinbekommen, daß der Käufer den Vertrag direkt mit dem Kellerbauer macht, aber der Wärmeschutznachweis für's Fertighaus hat natürlich den Keller zu beinhalten !
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    *mmmh*

    alle 3 Angebote sind Leistungsverzeichnisse von Fertighausherstellern ... ALLE 3 (na gut einer hat 4cm) haben 3cm Perimeterkomplettdämmung ... "JA" ich glaub den schwarzen Peter bekommt derjenige zugeschoben der die Dämmung anbringt ... ENEV Berechnung hin oder her :mad:

    MfG
     
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