sinnvoll knapp nach ENEV 2009 zu bauen?

Diskutiere sinnvoll knapp nach ENEV 2009 zu bauen? im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, wir wollen demnächst ein EFH bauen, aber da wir uns mehr oder weniger spontan dazu entschlossen haben, ein Haus zu bauen, ist das Geld...

  1. noname84

    noname84

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    Hallo,

    wir wollen demnächst ein EFH bauen, aber da wir uns mehr oder weniger spontan dazu entschlossen haben, ein Haus zu bauen, ist das Geld etwas knapp. Daher würden wir eigentlich gerne etwas Geld sparen, indem wir "nur" knapp die ENEV 2009 erfüllen und eben kein KfW 70 Haus bauen.
    Ich möchte hier auch gar nicht darüber diskutieren, ob das aufgrund steigender Energiepreise (langfristig kostet es uns mehr) oder ökologisch bauen (halte ich bei EPS-WDVS eh für diskussionswürdig) sinnvoll ist. Mir geht es darum abzuschätzen ob auf uns erhebliche Umbaukosten zukommen könnten, wenn die ENEV 2030(?) vorschreibt, dass Altbauten ebenfalls x% besser Energie einsparen müssen? Hintergrund zu der Frage ist, dass ein Architekt zu dieser Frage antwortete, dass ich mich mal draußen umsehen solle; Die meisten Gebäude (gerade MFHs in der Stadt) erfüllen die ENEV 2009 auch nicht und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

    Gruß
    Christian
     
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  3. Inkognito

    Inkognito Gast

    Ökologisch dramatisch sinvoller wäre es anstelle Neubauten mit 30cm+ zu dämmen alle Altbauten mit 10cm zu ertüchtigen. Das ist nur justistisch ein Ding der Unmöglichkeit, denn die entstehenden Kosten wären gewaltig. Was 2030 sein wird kann niemand sagen, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich der Umstand grundlegend ändert.
     
  4. Neutal

    Neutal

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    Dämmungen 30cm+ sind nicht mehr wirtschaftlich und bedürfen aufwendiger begleitmaßnahmen.
     
  5. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    ich muß Dir nicht sagen, daß ich diese Auffassung nicht teile? :D
     
  6. Kalle88

    Kalle88

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    Ich schau in die Galskugel und stelle fest, sie sagt mir nix...

    Warum kauft ihr euch keinen Altbau, modernisiert ihn oder lasst ihn modernisieren und gut. Einen Neubau zu bauen ohne in die Zkunft zu blicken ist, für mich, recht unbedacht. Ob du irgendwann per Gesetz gezwungen bist? Wer soll dir das beantworten? Das kann niemand. Und auch den Umfang kann man nicht abschätzen. Vielleicht ist man 2030 soweit, dass es nur noch PH Standard gewollt und gefördert wird. Wer weiß das schon.
     
  7. Mikalaya

    Mikalaya

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    OT: wir dämmen selbst unser Passivhaus mit 28cm, irgendwann sollte es doch auch mal gut sein? Das sieht schon grenzwertig genug aus an den Fenstern (trotz Versatz in die Dämmebene). Wozu braucht man denn bitte 30cm+ bei einem EFH?

    @TN: geht bestimmt und ehe man Euch zum Nachrüsten zwingt, wären erst eine ganze Menge andere Altbauten dran.. kann man ja auch schon in der Planung mit vorsehen, dass man zb einfach eine Solaranlage nachrüsten kann o.ä.
     
  8. mastehr

    mastehr

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    Ich finde meine 49-cm-Außenwände nicht schlimm und 30 cm Zwischensparrendämmung stelle ich mir jetzt auch nicht so schwierig vor.
     
  9. Mikalaya

    Mikalaya

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    Dach und Bodenplatte sieht man ja später nicht mehr, da macht mir Dämmung nix ;)
    Ob man jetzt bei 47 oder 49cm Außenwand herausläuft, nimmt sich optisch sicherlich nicht groß was, daher dürften deine Wände in meinen Augen noch genauso grenzwertig sein wie meine ;) Geschmackssache! Ich fände die Wände an den Fenstern etwas schlanker halt hübscher. Hier nehmen btw viele tatsächlich aus dem Grund Holzhäuser von einem Fertighausanbieter, da kann man die Fenster frei positionieren.
     
  10. mseppo

    mseppo

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    Wenn das nach derzeitiger Lage wirtschaftlicher ist, spricht doch nichts dagegen. Bei der ENEV geht es schließlich nicht um Wirtschaftlichkeit, sondern um Energieeinsparung. Als Häuslebauer ist man selbst verantwortlich dafür, wirtschaftlich zu bauen.

    Dann müsstest Du sowieso umbauen, weil dann im Zweifelsfalle alle Häuser beispielsweise Passivhäuser werden müssten.

    Natürlich erfüllen die meisten Häuser diesen Standard nicht, denn sie wurden ja lange vorher gebaut. Und bei vermieteten Mehrfamilienhäusern muss sich der Erbauer ebenso um die Wirtschaftlichkeit kümmern, sonst wird sich für seine zu teuren Buden nämlich kaum ein Mieter finden (sofern er nicht in München baut...). So teuer und unwirtschaftlich, wie im Bereich der Einfamilienhäuser teilweise gebaut wird, geht das im kommerziellen Wohnungsbau nicht ab.
     
  11. Julius

    Julius

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    Richtig!

    Wenn es wirklich NUR um die Minimierung des spezifischen Heizenergiebedarfs ginge, müßte vor allem der Bau von Einfamilienhäusern komplett verboten werden.
    In einem zweiten Schritt dann das Bewohnen alle schon bestehenden EFH...

    Ebenso die Ausweisung jeglicher neuer Baugebiete, einschließlich Gewerbegebieten.
    Baulücken sind genug da. Und wozu kennt das Baurecht ein Baugebot?

    Man sieht: Jeder Unfug und jede Bevormundung läßt sich auf die Spitze treiben.
    Gutmenschen-Argumente finden sich für alles!
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Ja, auf jeden Fall.

    Andererseits wirst Du heute kaum die Anforderungen in 10 oder 20 Jahren erfüllen können, einfach weil diese noch nicht bekannt sind. Bereits in 2021 sollen nur noch Häuser mit Niedrigstenergiestandard gebaut werden, wobei sich die Damen und Herren noch darüber streiten, wie das letztendlich definiert sein wird.

    Was bis dahin mit dem Bestand an Gebäuden passiert, das steht auch noch in den Sternen. Fakt ist, je schlechter das Haus, um so weniger wert wird es sein. Wir sehen das ja heute schon mit Gebäuden aus den 70er und 80er Jahren, die in den letzten Jahren massiv an Wert verloren haben, und das obwohl man heutzutrage fast alles verkaufen kann.

    Aber die Diskusion is müßig, wenn der Geldbeutel "nur" für EnEV2009 reicht, dann ist das eben so, und man muss sich entweder gegen einen Hausbau entscheiden, oder in Zukunft mit der Entscheidung leben. Erfrieren muss man in einem Haus Stand EnEV 2009 auch in 10 Jahren noch nicht.
     
  13. mseppo

    mseppo

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    Je älter das Haus, umso mehr Wertverlust. Hat aber praktisch nichts mit dem Energiestandard zu tun (an so was denken die meisten Käufer doch nicht wirklich), sondern mit dem baulichen Zustand, der Renovierungsbedürftigkeit und dem allgemeinen technischen Standard zu tun. Denn das sind die wirklichen Kostentreiber beim Umbau bzw. bei der Modernisierung und nicht die Frage, ob man im Jahr 100 Euro mehr oder weniger für das Gas bezahlt. Letzteres rechtfertigt keine fünf- oder gar sechsstelligen Aufpreise - höchstens für Leute, die nicht rechnen können.
     
  14. R.B.

    R.B.

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    Da muss ich widersprechen. Heute schauen die Käufer schon sehr genau hin, und das wird sich mit steigenden Energiepreisen noch verstärken. Ich kenne nun einige Fälle, da haben die potenziellen Käufer bei der Alterswertminderung ganz erhebliche Modernisierungskosten einkalkuliert.

    Der Wert eines Gebäudes wird durch viele Faktoren beeinflusst, und der Energieverbrauch wird dank ständiger Berichte in den Medien immer wichtiger. Anstatt 20% Wertverlust in 10 Jahren hat man dann halt 40% oder mehr zu verschmerzen. (Zahlen jetzt beliebig da nur als Beispiel gedacht).

    Ich könnte Dir jetzt einige Beispiele aus meinem Umfeld nennen, oder Beispiele wo ich gebeten wurde mal nach dem Rechten zu schauen. Da war der 2. Satz des potenziellen Käufers, " da muss ja eine komplett neue Heizungsanlage rein, das kostet allein schon 30-40T€". (Haus war mit Nachtspeichern beheizt).

    Man liefert damit den möglichen Käufern halt Argumente um am Preis zu verhandeln, und diese werden auch genutzt.

    Wenn in sagen wir mal 10 Jahren Passivhäuser als Standard gebaut werden, dann kannst Du Dir ausrechnen, wieviel Wert ein Haus hat, das 20.000kWh p.a. verheizt. Da kannst Du dann ruhig sagen, das Haus ist erst 10 Jahre alt, das interessiert nicht mehr.

    Die Zeiten wo der Wert eines Gebäudes eher noch gestiegen ist, oder über Jahrzehnte zumindest konstant blieb, sind schon lange vorbei. Da müssen heute schon andere Faktoren hinzu kommen damit man bei einem Verkauf nicht heftigst bluten muss.
     
  15. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Zum Thema der Wirtschaftlichkeit.

    Komisch, alle unsere nördlichen Nachbarn haben Dämmstärken die im 1-geschossigen Bau bei 40, weiter oben sogar 50 cm liegen. Hier legt man mehr Wert auf Aluschienen vor Holzfenstern oder Freßwarzen.

    Da stellt sich mir die Frage nach Wirtschaftlichkeit. Oder, Warum muss es das Dallas-Wohnzimmer mit angegliederter Essecke und 45 qm sein? oder oder oder.

    Von mir aus, soll jeder nach seiner Facon (das Ding mit dem Haken dran) bauen. Aber er soll das a) nicht mit Hilfe subventionierter Gelder machen und b) hinterher nicht über die ach so hohen Energiekosten jammern.
     
  16. Corinna72

    Corinna72

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    Ganz ehrlich gesagt: wenn ich das lese, stellen sich mir ja schon die Nackenhaare auf.
    Mal SPONTAN ein Haus bauen... auwei...
    Und wenn das Geld schon im Vorfeld knapp ist, sollte man es sich ernsthaft überlegen, überhaupt zu bauen. Ich kenne nämlich keinen einzigen Bau, der am Ende nicht mehr gekostet hat, als zunächst berechnet. 30% Kostenüberschreitung ist da keine Seltenheit...
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Ich hab mir´s nur gedacht. ;)

     
  18. mseppo

    mseppo

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    Kann ich nicht bestätigen.

    Da muss man angesichts heutiger Energiepreise aber sehr starke Probleme beim Rechnen haben. Aber mit der Panikmache verdient ein ganzer Industriezweig immerhin ziemlich viel Geld.

    Auch da lohnt sich eine Umrüstung nicht immer. Bei einem Kollegen habe wir das mal überschlagen - da war es viel günstiger, kaputte Nachtspeicheröfen zu ersetzen. Man muss halt nur mal nachrechnen.

    Das ist eine Milchmädchenrechnung. Erstens sind die Unterschiede innerhalb von 10 Jahren nicht so groß und zweitens steckt bei den weniger mit Dämmung und Haustechnik vollgestopften Buden mehr Geld in anderen Dingen (Keller beispielsweise).

    Du betreibst Panikmache und das sicherlich nicht ganz (finanziell) uneigennützig. Richtig?
     
  19. noname84

    noname84

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    Mir ist natürlich klar, dass niemand in die Zukunft schauen kann, aber die Leute, die die Historie der ENEV besser kennen als ich, dürften besser erahnen können, wie zukünftige Normen aussehen und wie sie in der Praxis umgesetzt werden bzw. - in diesem Fall - wie stark Altbauten kontrolliert und Umbauten erzwungen werden.

    Man sollte "spontan" nicht mit "unüberlegt" gleichsetzen. Wir haben uns das gut überlegt und informieren uns mehr als viele andere Bauherren (ich kenne einige, die mir nach langem Nachdenken gerade so sagen konnten welcher Stein bei Ihnen vermauert wurde). Beim Hausbau ist Geld sogesehen immer knapp, da man auch mit mehr Geld immer etwas findet, das man noch haben möchte. Ob es nötig ist, steht auf einem anderen Blatt. Wir könnten unser Budget auch noch aufstocken, aber eigentlich ist es uns lieber weniger Geld für Dämmung&Co und den daraus resultierenden Zinsen auszugeben und damit die monatliche Belastung zu senken, um dafür lieber mit unseren Kindern in den Urlaub zu fahren oder andere schöne Sachen zu machen.
    Sollten wir aber u.U. in 10-20 Jahren hohe Kosten haben, weil wir vom Staat dazu gezwungen werden unwirtschaftliche Umbauten vorzunehmen, dann würden wir uns das vielleicht nochmal überlegen.
     
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  21. #19 wasweissich, 3. November 2013
    wasweissich

    wasweissich Gast

    und wie kommst du auf diese völlig haltlose unterstellung ??

    halt mal so ins blaue lehm werfen .....
     
  22. nolu13

    nolu13

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    Hoffentlich liest diese Aussage keiner vom Staat.(Schon passiert)
    Denn, dann kommt es ja vielleicht so weit.:think
    Wo soll den das Geld herkommen,mit dem in meinetwegen in 10 oder x Jahren die heute gebauten und weniger gut gedämmten Neubauten oder schlecht gedämmten Uralt- Gebäude saniert werden können.
    Die neue EneV beinhaltet wiederholt den Faktor " finanzielle Belastung "für den Eigentümer der Gebäude .Vereinfacht ausgedrückt.
    Und wenn ich auf den Zug ,der in "Richtung besser" fährt aufspringen will ,dann bitte.
     
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