Sinnvoller Aufbau für Holzbalkendecke?

Diskutiere Sinnvoller Aufbau für Holzbalkendecke? im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Forumsgemeinde, ich habe eine Problemstellung, die vermutlich schon oft vorkam, aber beim Suchen fand ich eigentlich nur Ergebnisse...

  1. #1 RatFragender, 19. November 2015
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    Hallo liebe Forumsgemeinde,
    ich habe eine Problemstellung, die vermutlich schon oft vorkam, aber beim Suchen fand ich eigentlich nur Ergebnisse im Bereich Altbau-Bestand..
    Ich will aber auch nichts falsch machen, daher lieber hier einmal nachfragen...
    Habe einen abgetrennten Bereich einer Halle, den ich zukünftig als Büro/Atelier nutzen möchte.
    Die Außenwände des Raums sind mit 36er Poroton wohl schon ausreichend gut gedämmt.
    Nur die Decke dieses Raums muss noch fertiggestellt werden, davon existiert im Moment nur eine Holzbalkendecke...

    Das Temperaturniveau dürfte wohl grob bei 10° - 20° C im Raum sein (je nachdem, ob er gerade genutzt wird oder nicht) - außen, also im Rest der Halle, im Winter bei ca. +5°C.

    Nun stellt sich die Frage, wie der Aufbau der Decke für diesen Raum aussehen soll. Vom Zimmermann haben wir eine 24cm starke Holzbalkendecke mit Balkenabstand ca. 50-60cm eingebaut bekommen - habe ich Recht, wenn der Aufbau wie folgt aussehen müsste?

    (von oben nach unten)
    > 2-lagige OSB Plattenschicht, je ca. 12mm
    > 035er Dämmung mit Glas- bzw. Steinwolle 24cm zwischen den Holzbalken - oder würdet Ihr hier was anderes nehmen?
    > Diffussionsoffene Folie von unten direkt auf die Balken tackern - was genau sollte man nehmen?
    > Konterlattung (ist die grundsätzlich nötig?)
    > eine Schicht OSB Platten 12mm
    > Evtl. - wir sind uns noch nicht sicher, ob wir das wollen - darunter noch 1 Schicht Gipskartonplatten, die verspachtelt werden.

    Seht Ihr das als sinnvollen Aufbau an - oder fehlt da noch was?

    Evtl. reicht uns die OSB-Schicht als sichtbare Decke von unten. Oben sind nur noch ca. 90-180cm Platz für Stauraum, wo wir Sachen in Kisten abstellen wollen, daher die 2x 12mm Plattenschicht.
    Oder wären als obere Schicht Spanplatten sinnvoller?

    Besten Dank für Eure Unterstützung!
    Grüße
    Tom
     
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  3. R.B.

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    Wozu die OSB Platten?
    Warum eine diffusionsoffene Folie raumseits?

    Wenn ich das richtig sehe, dann wird bei diesem Aufbau so ziemlich alles falsch gemacht was man falsch machen könnte, abgesehen von der Dämmung zwischen den Balken, das könnte man so machen.

    Wie willst Du in der Halle die +5°C im Winter sicherstellen?
    Wie groß ist das Büro? Von wievielen Personen genutzt? zu erwartendende Luftfeuchte?
     
  4. #3 Fliesenfuzzi, 19. November 2015
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    die oberen OSB-Platten sollen der Fußboden für oben drüber sein...
     
  5. R.B.

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    Das war mir schon klar, aber warum OSB? Vor allen Dingen im Zusammenspiel mit einer diffusionsoffenen Folie raumseits? Möchte er mit aller Gewalt verhindern, dass Feuchtigkeit in die Halle kommt? Soll sie sich stattdessen in der Dämmung austoben?
     
  6. #5 RatFragender, 19. November 2015
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    Hallo und vielen Dank für Eure prompten Rückmeldungen!

    Hier meine Antworten zu den noch offenen Fragen:

    a) Grundfläche insgesamt ist grob 48qm für das Büro, abzgl. ca. 10qm davon abgetrennter Abstellraum mit WC, aber mit denselben Holzbalken als Decke
    Die Raumtrennung zu diesen Nebenräumen besteht schon in Form einer 17er Wand aus Porenbeton..

    b) Raumhöhe ist ca. 2,7m

    c) OSB oben dachte ich, um den Bereich oberhalb des Raums als Abstellfläche zu nehmen - OSB ist in meinen Augen stabiler als z. B. Spanplatte, was wäre denn besser geeignet, wenn ich auch mal etwas darauf abstellen möchte?

    d) Zahl der Personen im Raum: ca. 1-2, ganz selten mal 3.

    e) Beheizung: Hab da immer noch einen Nicht-Raumluftabhängigen Stuben-Pelletsofen im Auge..

    Ich lasse mich gern eines Besseren belehren, wie denn ein Aufbau der Decke aussehen könnte - damit eben nicht ALLES falsch gemacht wird, was falsch gemacht werden kann...?

    Dank & Gruß
    Tom
     
  7. Skeptiker

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    Schornsteinführung senkrecht nach oben durch die Decke und dann durch's Dach?

    Sind die aus der Nutzungsänderung resultierenden neuen Brandschutzanforderungen an die neue Wand und die Decke, vor allem zusammen mit dem neuen Schornstein, fachlich sicher geklärt und genehmigt?
     
  8. #7 Alfons Fischer, 19. November 2015
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    Diffusionsoffene Folie innen ist fachlich falsch. In Verbindung mit OSB oben ohnehin.
    wenngleich die Temperaturdifferenz wohl nicht so groß wie bei einem Außenbauteil ist, wird man schon ein bisschen auf eine mögliche Dampfdiffusionsproblematik eingehen müssen. Also üblicherweise "innen dichter als außen" als bauphysikalischen Planungsgrundsatz anwenden.
     
  9. #8 RatFragender, 19. November 2015
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    Nein, der Schorni hat mir das gleich ausgeredet...
    Der Kamin geht direkt durch die Außenwand und draußen die Wand entlang nach oben...
    Ich darf nämlich mit einem doppelwandigen Kaminrohr nicht 2x durch eine Decke stoßen (erst die Büroraumdecke, dann das Dach) - aber außenrum ist ja auch OK...
     
  10. Skeptiker

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    oder allgemeiner auf der warmen Seite dichter als auf der kalten?
     
  11. #10 RatFragender, 19. November 2015
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    @Alfons Fischer: Vielen Dank für die Info - das bedeutet: Unten anstatt diffussionsoffen eher eine Dampfbremse - oder wie ist die korrekte Bezeichnung?
    Käme dann oben noch eine weitere Folie dazu?
     
  12. Skeptiker

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    Genau darauf wollte ich hinaus. Und die Nutzungsänderung führt nicht zu Brandschutzanforderungen an die Decke?
     
  13. #12 RatFragender, 19. November 2015
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    Wie erwähnt, das Rauchrohr geht direkt nach draußen und dann erst nach oben, so will es der Schorni erlauben...
    Somit gibt es auch keine Brandschutzanforderung an die Decke, da kein Kamin durch geht...
     
  14. Skeptiker

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    Um welche Gebäudeklasse ist des denn? Bundesland RLP nehme ich an?
     
  15. #14 RatFragender, 19. November 2015
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    Jupp, richtig, aber ich wollte jetzt keine Brandschutzdiskussionen aufbauen, dafür hab ich meinen Schorni...
     
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    Ich wollte Dich aber darauf aufmerksam machen, dass Deine Deckenkonstruktion möglicherweise nicht den Anforderungen der Landesbauordnung entspricht, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nämlich mind. F30 haben muss. Und dabei hilft Dir auch nicht Dein Schorni, weil das nicht sein Arbeitsgebiet ist.

    Ich hatte ja schon nach dem Vorliegen der Genehmigung für Deine teilweise Nutzungsänderung gefragt, weil diese oft mit Veränderungen bei den Brandschutzanforderungen verbunden ist. Es könnte sich bei Dir momentan um einen a) technisch unzureichenden b) Schwarz-um-bau handeln.
     
  17. #16 RatFragender, 19. November 2015
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    OK, vielen Dank, Skeptiker,
    wir haben ja noch nicht begonnen mit den Arbeiten,
    ich werde mich diesbzgl. erkundigen...
     
  18. #17 RatFragender, 19. November 2015
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    @Skeptiker: Nach kurzer Rücksprache mit dem Schorni wird er sich das nächste Woche mal anschauen, gibt aber jetzt schon mal an, dass das kein Problem wäre mit der Decke...
     
  19. R.B.

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    :confused: Was hat der Schorni damit zu tun?
     
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  21. gunther1948

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    hallo
    jojo f30 von unten und oben. nachweis dürfte aber zu führen sein.
    nein aber anstatt 2x osb besser 24 mm rauhspund nehmen.

    gruss aus de pfalz
     
  22. Skeptiker

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    Nochmal: Mit der Decke hat der BSFM nichts zu tun! (wie ich vorhin schon schrieb)


    mit skeptischen Grüßen!
     
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Sinnvoller Aufbau für Holzbalkendecke?

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