Sinnvolles maximales Gefälle für Behelfszufahrt

Diskutiere Sinnvolles maximales Gefälle für Behelfszufahrt im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, für eine Behelfszufahrt zum Garten möchte ich nach Erfahrungen für das maximale Gefälle nachfragen. Ich muss auf ca. 10 Meter zwei...

  1. #1 HighEnergy, 23. August 2010
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    Hallo,

    für eine Behelfszufahrt zum Garten möchte ich nach Erfahrungen für das maximale Gefälle nachfragen.

    Ich muss auf ca. 10 Meter zwei Meter (=20% bzw. 11°) Höhenunterschied überbrücken. Normalerweise soll man wohl 15% nicht überschreiten.

    In der Mitte wird es wohl noch etwas steiler, da man ja am Anfang und Ende der Rampe wohl mit weniger Gefälle etwas verrunden muss. Die zur Verfügung stehende Breite wäre 4,5 Meter. Am Ende der Rampe wäre ein Bogen von ca. 70° ums Eck. Reicht da diese Breite von 4,5 Meter für den Kurvenradius eines kleinen Pkw oder Rasentraktors überhaupt.

    Die Rampe soll nicht ständig befahren bzw. beparkt werden, sondern es geht darum gelegentlich schwere Gegenstände oder Gartenabfälle transportieren zu können. Diese müssen bislang per Hand über eine Treppe nach oben getragen werden. Das wird mir auf die Dauer zu mühsam.

    Wenn ich unten eine Stützmauer mit Gabionen (ca. 50cm hoch) errichte dann könnte ich es etwas flacher machen. Aber das wäre zusätzlicher Aufwand und ich weis nicht ob die Gabionen das aushalten wenn dahinter bzw. darauf mal 1,5t stehen bzw. fahren.

    Mit welchem Material würde man die Rampe am besten auffüllen, damit diese nicht im Laufe der Zeit nachsackt?

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  3. #2 wasweissich, 23. August 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    eine 10 meter (schönwetter)auffahrt über zwei meter höhe ist kein problem (ich behaupte sogar , das ist für eine gepflasterte haupteinfahrt in ordnung).

    zur gestaltung : stichwort "schotterrasen"
     
  4. #3 HighEnergy, 24. August 2010
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    Danke wasweissich,

    Schotterrasen hört sich interessant an. Wird das durch den Bewuchs nicht recht rutschig (vor allem wenn es feucht ist)?

    Denke an den Fahrspuren könnten zusätzliche Gittersteine zur Traktionserhöhung sinnvoll sein.

    Habe jetzt mal eine Schnur gespannt. In original sieht das schon steil aus. Übliche Ausfahrten von Tiefgaragen sind 12% bis 15% und das kommt mir schon mächtig steil vor.

    Gruß
     
  5. Skeptiker

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    So ist es. Alle mir bekannten Garagenverordnungen geben den Wert von 15% vor. Steiler ist mit normalen einfachen PKWs kaum noch befahrbar.

    PKW: Nein. Garagenverordnungen verlangen einen Innenradius (!) von 4,5 oder 5,0 m. Dazu kommt dann noch die Fahrbahnbreite + etwas Luft. Etwas weniger darf's schon sein, aber bei einem Innenradius um die 3,0 m dürfte auch bei Fahrzeugen mit besonders kurzem Achsabstand Ende sein.

    Mit der Schubkarre würde das schon gehen, ist aber anstrengend. Durchschnittliche Fahrradfahrer steigen meist schon unter 10% ab!

    Könnte gehen, aber dafür hast Du dann den einen besonders hohen Absatz und jemand, der das kann, sollte das in jedem Falle noch rechnen.

    örtlich gut verfügbarer "Füllboden" - und dann fachgerecht verdichten
     
  6. #5 HighEnergy, 24. August 2010
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    Innen habe ich ein "scharfes" Eck (Hausecke). Die Fahrbahnbreite wäre ca. 4,5 Meter. Ich versteh schon das Problem, dass das Heck (bei einer Rechtskurve) hinten links ausschert und die Tür nicht gleichzeitig das Hauseck touchieren soll.

    Dann wäre die Entfernung vom Scheitelpunkt Innenradius (=Hauseck) zum Scheitelpunkt Aussenradius maßgeblich. Ergebnis wäre 4,5 + x. Wie kann ich x berechnen, gibt es da eine Formel?

    Sorry, Trigometrie ist schon fast 40 Jahre her. Ich weis das war was und Tante Google hat auf die schnelle nix gefunden.

    Gruß
     
  7. gast3

    gast3 Gast


    ich kenn die Definition für "Füllboden" nicht und selbst bei geeignetem Material (Schotter, güteüberwachtes Beton-RC, ggf. auch Kiessand 0/32 - Wassergehalt beachten) ist die "fachgerechte Verdichtung" für eine Rampe mal gar nicht so einfach und nichts für einen Ungeübten.
     
  8. #7 HighEnergy, 24. August 2010
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  9. #8 Manfred Abt, 24. August 2010
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    nee, keine Faustformel, Planer machen das auch mit Schleppkurven

    Ohne Einstieg ins Detail teile ich die Bedenken des TE, dass die Chance groß ist, dass es nicht klappen wird.
     
  10. #9 HighEnergy, 24. August 2010
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    Also ich mach das jetzt primitiv. Ich fahre morgen mit dem Auto und dem Hänger auf einen großen leeren Parkplatz. Dann stelle ich ein paar geliehene Pylonen als Markierung für Hausecke und Straßenbreite auf. Am Ende der Gerade mache ich mit Kreide am Boden Markierungen. Dann fahr ich einen Meter vor und mache wieder Markierungen. Solange bis ich ums Eck bin. Schleppkurve fertig ohne EDV.

    Die Chinesen bauten eine tausende Kilometer lange Mauer, die Ägypter die Pyramiden, die Inkas ebenso riesige Bauwerke. Und das alles ohne AutoCad und das Zeug steht heut noch. Und wird vieles überdauern das heute simuliert wird.

    Noch jemand Bedenken wegen der 20%?
     
  11. HighEnergy

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    Danke für die hilfreichen Ausführungen.

    Bitte gestatte noch Nachfragen wie das genau gemeint ist.

    Dazu erst Präzisierung der Situation. Die Rampe verläuft paralell zum Gebäude. Am Ende des Gebäudes soll der Weg einen Knick von vielleicht 70° oder 75° machen.

    Wenn man von einem minimalen Innenradius von mindestens 3,75 Meter ausgeht dann dürfte der Knick doch erst nach dem Hauseck (vielleicht 1,5 bis 2 Meter) eingeleitet werden. Wo genau liegt der Punkt M der angefügten Grafik?

    Gruß
     
  12. Skeptiker

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    Du brauchst nicht aufwändig eine Schleppkurve zu basteln, egal wie. Um eine 90° "Ecke" flüssig umrunden zu können, müsste an dieser Stelle die Fahrbahn mit einem Abstand von mind. 2,5 zur Ecke beginnen und dann noch 2,5 m breit sein. Auf Deinen Fall übertragen entspricht das dann in Summe einer Fahrbahnbreite von mind. 5,5 m, für die Fahrt mit Anhänger geschätzt mind. 1 m mehr, also 7 m. Für ein Parkhaus wäre der Mindestradius wie schon geschrieben 5 m.

    Du wirst wahrscheinlich nur rückwärts um die Ecke kommen. Mit Anhänger und am sehr steilen Berg ist das recht anspruchsvoll. Viel Spaß!
     
  13. Skeptiker

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    Genau an der Ecke des Hauses oder in einer beliebigen Richtung weiter von der Hausecke entfernt, aber keinesfalls im Haus.
     
  14. HighEnergy

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    Hallo Skeptiker,

    vielen Dank das hilft enorm!!

    Ist mit Innenradius (!) von 4,5 oder 5,0 m in den Garagenverordnungen von Hauseck bis Fahrzeugmitte gemeint oder von Hauseck bis innere Fahrzeugkante. Ich hab jetzt nochmal versucht alles in einer Zeichnung (nicht Maßstabsgerecht) abzubilden. Hoffe du hast es so gemeint!

    Ich werde unten am Hauseck noch das Niveau mit Gabione um 50 cm heben (müssen). Selbstverständlich lasse ich diese vom TWP berechnen!

    Gruß

    PS: Leute kauft euch kein Hanggrundstück. Sowas ist echt shyce und macht keinen Spaß. Ich muß einfach das Beste draus machen. Aber ohne diese Zufahrt ist das Grundstück nicht zugänglich und das ist problematisch da alles über Treppen transportiert werden muß.
     
  15. Skeptiker

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    innere Fahrzeugkante, also deutlich mehr als bei Dir!
     
  16. #15 wasweissich, 24. August 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    so viel xxmmxx zeug habe ich schon lange nicht gelesen .

    :mauer:mauer:mauer
     
  17. #16 wasweissich, 24. August 2010
  18. Bautine

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    Hallo,

    Straße im ehemaligen Weinberg - Steigung 30% (mehr, aber dies ist die offizielle Zahl :mega_lol:), also sind 20% möglich. Wobie die Anlieger dort ein winterliches Frühwarnsystem haben und an manchen Abenden (bei Schnee- oder Frostgefahr) eine Autokarawane in flachere Straßen zieht.
    Aufpassen, dass oben und unten nicht die Gefahr entsteht, das Auto aufzusetzen.

    Gruß
    Bautine
     
  19. HighEnergy

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  21. HighEnergy

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    Ich berichte mal die Neuigkeiten:

    Gestern hatte ich einen Bau-Ing. eines größeren Tiefbauunternehmens zum Vorhaben befragt. Er meinte völlig unmöglich. 30+% Steigung/Gefälle sind für ein normales Auto unfahrbar. Die steilsten Straßen die sie gebaut hätten waren 13%.

    Ich war nun eben auf dem steilsten Straßenstück das ich in der Umgebung finden konnte. Es ist eine ca. 50 Meter lange Zufahrt zu einem Grundstück. Mit Wasserwaage und Meterstab gemessen hat es ca. 25%. Mein 50PS Polo kam locker im 2ten Gang rauf und runter. Bei Schnee und Eis ist es da aber sicher ungemütlich. Wahrscheinlich wird der Polo im ersten Gang sicher auch 30% kurzeitig für ein paar Meter schaffen. Gute Traktion vorausgesetzt.

    Nachdem es sich bei mir um eine Behelfszufahrt handelt (wird NICHT ständig zum Parken genutzt) um überhaupt bei Bedarf schwere Gegenstände rauf/runter befördern zu können, denke ich sollte es so wie in der PDF von Volker Kugel (vorheriger Post) mit anfangs flach, dann ein paar Meter mit 30% steil und wieder verrundet für diesen Zweck vielleicht gehen.

    Ich habe heut nochmal genauer vermessen:
    Länge der Rampe (inkl. 90° Kurve): 17 m
    Breite der Rampe bis 90° Kurve: 4,70 m
    Weg bis Scheitelpunkt der Kurve: 10,8 m
    Breite nach der 90° Kurve: 6,80 m
    Maximler Radius um 90° Kurve: 6,5m

    Mir ist bewußt das es schon knapp ist, insbesondere der Radius, aber es könnte gerade noch gehen und ich hab keine andere Wahl.

    Gruß
     
  22. #20 wasweissich, 27. August 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    :mauer

    der gute mann hat gerade ein viertel der einwohner von wuppertal dazu verurteilt , ihr auto zu verschrotten und einen maulesel anzuschaffen

    kennt einer vielleicht einen maultierzüchter , der ein paar tausend tiere abzugeben hat ? diese marktlücke muss man doch nutzen ........:Brille
     
Thema: Sinnvolles maximales Gefälle für Behelfszufahrt
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