So dämmt man nicht -oder?!

Diskutiere So dämmt man nicht -oder?! im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo und ein Frohes Neues Jahr 2011! Wir haben vor einigen Tagen bemerkt, das in einem Zimmer im ausgebauten DG feuchtigkeit aus der Dämmung...

  1. pmut

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    Hallo und ein Frohes Neues Jahr 2011!

    Wir haben vor einigen Tagen bemerkt, das in einem Zimmer im ausgebauten DG feuchtigkeit aus der Dämmung im Drempelbereich sabbert. (8521.jpg)

    Da wir eh die Holzverkleidung entfernen wollten, um alles "ordentlich" mit Gibskarton zu verkleiden. Haben wir die Demontage mal vorgezogen, um zu sehen was da los ist.
    Dabei sind wir dann auf eine Art der Dämmung gestoßen, die uns etwas erschrocken hat. :mauer

    Gibt es hier jemanden, der zu den beigefügten Fotos etwas sagen kann? Ist das Schimmel??


    Generell die Frage, wie geht es weiter?

    - Entfernung der bestehenden Dämmung
    - Erneuerung der Dämmung
    - Anbringen einer neuen !Luftdichten! Dampfsperre


    Vorab vielen Dank

    Ulrich
     
  2. Vossi

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  3. pmut

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    Hallo Vossi,

    wir haben sämtliche Holzvertäfelungen demontiert.

    Folgender Stand:

    - Dampfsperre ist lose übereinander gelegt, und teils angetackert
    - Keine Anbringung der Dampfsperre an Mauerwerk
    - Keine Verbindung der Dapfsperre im Übergang der Gaube zum Dach oder zur Zimmerdecke
    - Starke schwarz Verfärbung der Steinwolle

    Darunter liegender Dachaufbau so wie ich ihn sehe:

    - Ziegel
    - Lattung
    - Gewebefolie
    - Dämmung
    - Dampfsperre

    Über dem Zimmer befindet sich übrigens ein Spitzboden, der in der selben Art und Weise gedämmt wurde.


    Grüße

    Ulrich
     
  4. Vossi

    Vossi

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    Zum Thema Luftdichtigkeit ist hier im Forum reichlich Stoff zu finden. Was Deinen Dämmstoff betrifft , muss man sich vor Ort anschauen und begutachten. Ich empehle Dir, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, der Dir auf Grund Deiner Begebenheiten eine Planung zur Sanierung machen kann...
     
  5. Dachi

    Dachi

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    War das vorher

    nicht schon "auffällig"?.
    Kann mir gar nicht vorstellen dass dies sich erst jetzt bemerkbar macht! Vll. doch was mit am Dach kaputt!
     
  6. pmut

    pmut

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    Guten Morgen Dachi,

    wir haben das Haus erst seit 8 Monaten.

    ?Auffällig? In welcher Hinsicht? Außer die schwarzen Bereiche auf und in der Dämmung?


    Der Voreigentümer hat uns nichts berichtet - vielleicht aus gutem Grund nicht. Die Dämmung hat er übrigens nach der Fertigstellung im Jahr 1991 zwei Jahre danach selber angebracht.

    Viele Grüße

    Ulrich
     
  7. #7 MoRüBe, 02.01.2011
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    das sieht nach...

    ... ner Grundsanierung aus.:o

    Aber sag mal: ist das wirklich Steinwolle? Sieht mir eher nach dem gelben Zeugs aus? oder ist das Mischmasch, was halt grad so rumlag:cool:
     
  8. pmut

    pmut

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    Hallo,

    ich bin da eher ein Unwissender, sieht für mich anhand Vergleichsmuster nach Steinwolle aus. Oder was meinst du?

    Grüße

    Ulrich
     
  9. pmut

    pmut

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    So, die Dämmung und Folie ist bei dem betroffenen Bereich entfernt.

    Bilder im Anhang.


    Ganz schön zu sehen, die rote Markierung auf der Unterspannbahn und der neckische Versuch diese zu Reparieren. Sieht nach Heißkleber aus. Zu erkennen, das Übel (der Bachlauf) beginnt zu einem Gewissen Teil hier an den drei Schadhaften Stellen.

    Auch zu sehen, alles ist naß - kein Wunder, war der Raum doch im Winter geheizt und bewohnt. Somit viele Lieter Kondensat wegen der nicht vorhandenen luftdichten Dampfsperre.

    - Oder sehe ich das Falsch-?

    Das geht doch sicherlich in den Bereich eines versteckten Mängels?!

    Grüße

    Ulrich
     
  10. Dachi

    Dachi

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    Für mich

    Sieht das nach " Dachschaden" aus.
    Dem wasserlauf mal nach oben folgen.
    Edit: "Versteckter Mangel" das wird schwierig!
     
  11. #11 MoRüBe, 02.01.2011
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Ich versuchs mal...

    ... so zu erklären: gelb = Glaswolle; grün = Steinwolle. Das sind so die allgemeinen Bezeichnungen im Volksmund. Alles fällt dann unter Mineralwolle:D

    Aber was Du da hast, ist ja nu definitiv gelb = Glaswolle, das macht das Bild mit dem schwarzen Zeugs um so interessanter.

    Versteckter Mangel: der Vorbesitzer hat das 1991 gemacht, also vor 20 Jahren. Da war man in Sachen Luftdichtigkeit/Winddichtigkeit bei weitem nicht so weit wie heute. Dein Problem wird sein, daß zu beweisen ob der Vorbesitzer das wissen konnte, daß es sich hierbei um einen Mangel handelt.

    Kacke ist das trotzdem.
     
  12. pmut

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    Material der Unterspannbahn

    Kenn jemand sagen, aus welchem Material die Unterspannbahn ist? PE/PP,???

    Siehe Foto.


    Grüße

    Ulrich
     
  13. H.PF

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    Dat sieht nach einer Art Deltafol - SPF aus...
     
  14. H.PF

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    Definitiv nicht Diffusionsoffen dat Zeug, musst die Dämmung hinterlüften mit einem durchgehenden Luftspalt von Traufe bis First
     
  15. pmut

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    Hallo,

    ich versuche gerade das Thema zu verstehen, und muss für die Berechnung des U-Wertes wissen, on PE oder PP je nach dem, was ich auswähle, habe ich Probleme mit dem Tauwert. (ich will ja wieder ein gedämmtes 2. OG haben - diesesmal aber fachgerecht)

    Weiterhin ist bei uns der First ca. 30 cm offen, was somit für ausreichend Belüftung sorgen sollte, WENN auch an der Fußfette so heißt das glaube ich etwas offen wäre. Hier ist aber Mörtel direkt bis an die Unterspannbahn geschmiert. Ich sehe aber Licht, und beim vorsichtigen Wegdrücken der Unterspannbahn, sehe ich die Außenwelt. Das reicht aber sicherlich für die Belüftung nicht aus. (siehe Foto)


    Viele Grüße

    Ulrich
     
  16. #16 MoRüBe, 02.01.2011
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    hatter doch gesagt...

    ...:konfusius

    da brauchste kein internet-rechner mehr bemühen:e_smiley_brille02:
     
  17. Antony

    Antony

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    Wäre es nicht sinnvoll, die alte Folie durch ein modernes Produkt zu ersetzen? Dies kann auch feldweise von innen geschehen.
     
  18. #18 Gast360547, 02.01.2011
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    falsche antwort

    Moin,

    @ Antony,

    falsche Anwort, weil Blödsinn.

    @ Fragesteller,

    die Art der Unterspannung (Material) ist für die U-Wert-Berechnung absolut irrelevant. Ebenfalls bei Ihnen ohne Bedeutung ist sie für die Berechnung des Taupunktes, da dieses Material ohnehin einer Be- und Entlüftung bedarf.

    Die luftdichte Ausführung raumseits der Wärmedämmung ist ein MUSS.

    Die schwarzen Verfärbungen an der vorhandenen WD können auch Staubablagerungen sein.

    Grüße

    stefan ibold
     
  19. Antony

    Antony

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    Nur weil du das nicht verstehst ist das noch lange kein Blödsinn....

    Kunststoffe altern und verspröden über die Jahrzehnte. Ich hatte mal ein gut 30-jähriges Dach wo so eine Unterspannbahn komplett am zerbröseln war.
    Moderne Unterspannbahnen sind diffusionsoffen und müssen deshalb nicht hinterlüftet werden. Man kann einen Winddichten Anschluss herstellen was bessere Dämmung und mehr Langzeit-Sicherheit bedeutet. Innen Luft- und Dampfdicht ist selbstverständlich, jedoch weiß jeder, der mal einen blower-door- test gemacht hat, daß man Minimallecks nie ganz ausschließen kann, zumal über viele Jahre hinweg.
    Das sind die Gründe weshalb diffusionsoffen und winddicht besser ist als alt, spröde und hinterlüftet.
     
  20. pmut

    pmut

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    Hallo Stefan,

    ich hatte beim Berechnen die Luftschicht zwischen Dämmung und Unterspannbahn als stehend klassifiziert. Dabei ging der Wert für die anfallende Tauwassermenge bei innen und außen PE auf 21g pro qm mit einer Trocknungszeit von 56 Tagen hoch.

    Deshalb meine Frage, da bei innen PE und außen PP keine Tauwasserbildung in der Berechnung erscheint. Da das ganze so sehr im Grenzbereich lag, spielte also die Art der Unterspannbahn im Falle keiner oder schlechter Belüftung eine erhebliche Rolle.

    Da bei uns momentan auch kaum Luftzirkulation hinter der Dämmung möglich ist, da alles fein säuberlich bis an die Unterspannbahn verspachtelt ist, ging ich mal davon aus, da die Luft eher stehend als zirkulierend ist.

    Das muss aber eh überarbeitet werden, damit eine Austrocknung überhaupt klappt.

    Der nahezu 100% Abdichting von innen her bin ich mir bewust. Hier stellt sich nur die Frage, wie dies auszuführen ist, gerade bei den Übergängen zum Spitzboden, Gaube und Dachschgräge.

    Viele Grüße

    Ulrich
     
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