Solaranlage mit Heizungsunterstützung

Diskutiere Solaranlage mit Heizungsunterstützung im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir bauen ein EFH mit 40° Dachneigung Südausrichtung. Geplant ist auch eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung . Die Anlage hat so...

  1. RobertD

    RobertD

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    Hallo,
    wir bauen ein EFH mit 40° Dachneigung Südausrichtung. Geplant ist auch eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung .
    Die Anlage hat so eigentlich eine reine "Sommerausrichtung" und eine senkrechte Montage des Kollektors an die Fassade ist nicht möglich.
    Nun mache ich mir Gedanken über die Energie, die da dann den Sommer über auf die Kollektorfläche stahlt.
    Wir sind ein 2 Personenhaushalt und benötigen nicht sehr viel warmes Frischwasser.
    Nun wird den Sommer über also keine Heizung sowie nicht sehr viel warmes Brauchwasser benötigt.
    Ich denke mir, dass somit die Anlage überhitzt und defekt geht.
    Macht eine Solaranlage also für diesen Fall überhaupt Sinn oder sehe ich das falsch?

    Danke für Antworten.

    Schönen Gruß,
    Robert
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Wieviel Kollektorfläche?
    Was für Kollektoren? (Flach-/Röhrenkollektor)?
    Wieviel Speicher?
    Was für ein Speicher?

    Könnte man die überschüssige Energie sonst irgendwie verwerten (Pool, Heizkreis im Keller.....), oder müssen die Kollektoren evtl. sogar verschattet werden?

    Frage über Fragen.

    Je nach Größe der Anlage kann so eine Planung schon zur Herausforderung werden.

    Gruß
    Ralf
     
  4. RobertD

    RobertD

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    Kollektorfläche: Ich denke mal ca. 10 m² (je nachdem was die HZ-Firma vorschlägt, wir haben ca. 110m² beheizte Wohnfläche).

    Art der Kollektoren: Ich persönlich bevorzuge, was ich bislang so gehört habe, Flachkollektoren. Hier soll man einen Defekt besser erkennen können.

    Wieviel Speicher: So um die 800 Liter, je was bezahlbar und sinnvoll ist und durch Türen passt.

    Was für einen Speicher: Vor kurzem hatte ich mir den "BRÖTJE Multi-Solarpufferspeicher MPS B" angesehen. Hat einen guten Eindruck gemacht.

    Leider sehe ich keine Möglichkeit die überschüssige Energie über einen Bypass laufen zu lassen. Frage: Ist eine Verschattung der Kollektoren möglich. Das wäre ja eine Abhilfe, oder?

    Zur Frage der Herausforderung: Dem kann ich nur zustimmen. So versucht man über das, was Prospekte und Verkäufer her geben, noch Infos zu bekommen!
     
  5. knopy

    knopy

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    Warum willst du so eine Anlage bauen? Aus idellen Gründen oder um Kosten zu sparen?
    Wir wollen unsere Anlage nur im Sommer nutzen um die Heizung abzuschalten. 4 Personen 5,xx m² Fläche.
     
  6. kehd

    kehd

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    Wir hatten uns die Erwärmung des Brauchwassers mit Solar auch mal überlegt.
    Pro Jahr würden wir ca. 100€ sparen und dafür 4000€ investieren.
    Wir nehmen das Geld und fliegen für drei Wochen nach Hawaii. Davon hat man mehr. (ok. 2000€ muß man noch drauflegen)
     
  7. RobertD

    RobertD

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    @knopy:
    Nun ich denke mir dass man durch das Abschalten der Gas/ -oder Pelletsanlage im Sommer sicherlich etwas Brennstoff sparen kann. Übrigens, von allen Verkäufern (gut die wollen ja ...) aber auch Bekannten wir eine Solaranlage empohlen. Zitat: Man weiss ja nie, wie sich die Energiepreise noch entwickeln werden und so ähnlich.
    An eine Heizungsunterstützung denke ich daher, weil man so noch gut über die Übergangszeit "kommen" kann.

    @kehd:
    Ja stimmt. Eigentlich rechnet sich ökonomisch eine Solaranlage nicht und der ökologische Aspekt steht, bei mir zumindest hinten an, wenn der Geldbeutel dann nicht üppig "gepolstert" ist.
     
  8. #7 solarkritik, 27. April 2009
    solarkritik

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    Schaue auf www.solarkritik.de insbesondere die "Tipps & Tricks"
    http://www.solarresearch.org/07tippsundtricks/073tippsundtricks/index.htm

    damit du dir ein korrektes Bild über deine eigenen Solarerwartungen machst...

    Ich wäre froh, wenn ich im Jahre 1996 für das "Solar-Geld" besser nach Hawaii gefahren wäre...dann wäre mir viel Ärger erspart geblieben.

    Und vermeide den Begriff "Brauchwasser"...um "solar-gewollte" Missverständnisse zu vermeiden...weitere Infos hier:

    http://www.solarresearch.org/02solarefakten/029brauchwasser/029brauchwasser/index.htm

    Wenn du weitere Fragen hast, kannst du mich gerne auch persönlich anmailen...
     
  9. alfi

    alfi

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    Es gibt tools zur Berechnung z.B. GetSolar. Aber immer die Ergebnisse auf Plausibilität prüfen und bei der Dateneingabe richtige Daten verwenden, weil sonst das Ergebnis verfälscht wird. Nicht auf die Behauptungen von Verkäufern achten, sondern selbst rechnen! Zusätzlich Pumpenstrom beachten und, dass nicht die Gesamtenergie wirklich nutzbar ist. Besser Sicherheitsabschläge überall ansetzen. Wenn du z.B. normalerweise 200 l Wasser täglich brauchst, dann rechne besser mit 150 l, um das Ergebnis nicht zu sehr zu schönen.

    Das Ergebnis wird ernüchternd sein. User "solarkritik" wird wahrscheinlich Recht haben.
     
  10. Julius

    Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Womit soll denn überhaupt die eigentliche Heizanlage betrieben werden?

    Deratig unwirtschaftliche solare Unterstützungsanlagen dienen heute oft nur der billigen und politisch korrekten Schönrechnung unzureichend gedämmter Neubauten!
     
  11. alfi

    alfi

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    Zu den Defekten:

    Man sollte natürlich mit realistischen Haltbarkeitsszenarien rechnen. Also nicht 25 Jahre oder noch länger.
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Also eher eine Anlage 0815. Da wird es mit dem wirtschaftlichen Aspekt schwierig. GetSolar wurde schon angesprochen, das sollte man auf jeden Fall einmal rechnen.

    Die Anlage wird wird bei Optimierung sicherlich einen Beitrag zur Energieeinsparung leisten, doch diese Energieeinsparung erkauft man sich mit nicht zu unterschätzenden Investitionskosten. Bei einer 10qm Anlage mit allem drum und dran, gehen auch mehr als 4.000,- € über die Ladentheke, das sollte man nicht vergessen.

    Je nach Konzept kann die Anlage in vielleicht 15 Jahren die Investitionskosten wieder einspielen. Genaueres kann man nicht dazu sagen, weil kein Mensch die Energiekosten in 15 Jahren abschätzen kann. Man geht jedoch davon aus, daß Energie stetig teurer wird.
    Ist das Haus dämmtechnisch optimiert und die Heizungsanlage auf dem Stand der Technik, und dann noch Geld in der Kasse, dann würde ich über eine Solaranlage nachdenken. Sie muss aber in´s Gesamtkonzept passen.

    Ich würde die Solaranlage auch einem Urlaub auf Hawaii vorziehen, aber jeder setzt andere Prioritäten.

    Gruß
    Ralf
     
  13. alfi

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    Nur selbst rechnen oder von jemanden rechnen lassen, der nichts an der Solaranlage verdient. Da müssen nur andere Leitungsquerschnitte eingegeben werden und schon verändert sich das Ergebnis. Und eher pessimistische Niedrigverbrauchsszenarien rechnen.
    Dann die Ersparnis mit vernünftigen Zinsfuß abzinsen dabei die Inflation berücksichtigen und schon kann man es gut vergleichen.

    Es ist zu bedenken, dass in der Realität die Verbräuche stark schwanken und das reduziert den Nutzen der Anlage. Wenn z.B. das Haus nicht permanent auf 21° oder was auch sonst beheizt ist, sondern häufig kälter ist und zügig mit hoher Leistung hochgeheizt wird, dann verringert sich die Nutzbarkeit der Solarenergie ganz massiv.
     
  14. Bauwahn

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    Ich würde ja REALISTISCHE Szenarien bevorzugen :konfusius
     
  15. alfi

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    Und das sind die pessimistischeren Szenarien. Das Programm erlaubt nicht die Eingabe von Schnellaufheizzyklen oder von Stillstandszeiten im Warmwasserbetrieb etc. Hast du schon einmal GetSolar oder ähnliches benutzt? Das Programm geht von einer täglich sich wiederholenden Verbrauchslinie beim Warmwasser aus und bei der Heizungsunterstützung von idealen Vorlauf-/Rücklauftemperaturen. Wenn ein Gebäude hingegen nicht permanent gleich temperiert ist, dann muss die Temperatur des Heizkreises ggü. permanenter Beheizung für die Zeit der Aufheizphase angehoben werden. Das lässt sich durch ein solches Programm nicht darstellen.

    Daher immer pessimistischere Daten eingeben, um ein realistisches Szenario zu simulieren.
     
  16. alfi

    alfi

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    Dies ist schon allein daran erkennbar, dass ein Haus weniger Heiz-Energie verbraucht als ein richtig gerechneter Nachweis nach ENEV vorgibt. Oder sind eure Wohnräume permanent in der Heizperiode mit der Normtemperatur beheizt? Und werden die Luftwechselraten in allen Räumen eingehalten (0,7 Wechsel pro Stunde). Wohl kaum.

    Auch sind z.B. die Wärmebrücken im ENEV-Nachweis aus ökonomischen Grünen meist nicht genau berechnet, sondern pauschal aufgeschlagen.
     
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  18. R.B.

    R.B.

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    Schnellaufheizen ist an sich auch nicht notwendig. Das führt nur zu einer unnötigen Überdimensionierung des Wärmeerzeugers.

    Aber zurück zum Programm. Keine software kann alle Möglichkeiten erfassen, dafür sind die Gebäude und die Nutzungsgewohnheiten zu verschieden. Es geht auch nicht darum die solaren Erträge auf xxx Nachkommastellen zu ermitteln, sondern eine Tendenz aufzuzeigen.

    Eine software wird an den verschiedensten Stellen mit idealisierten Bedingungen rechnen müssen, denn der Aufwand für das Erfassen jedes Details steht in keinem sinnvollen Zusammenhang zum Nutzen.

    Richtig angewandt, ist selbst eine Pi*Daumen Formel sinnvoll.

    Gruß
    Ralf
     
  19. alfi

    alfi

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    Nur wenn auf dem Niveau der Auslegungstemperatur, die selten erreicht wird, schnell aufgeheizt wird. Je geringer die Temperaturdifferenz zwischen Innenraum und Außenraum, desto geringer ist der Wärmedurchgang. Und niemand heizt sein Haus auf Normtemperatur wenn er länger abwesend ist. Das muss berücksichtigt werden. Sonst kommt man zu falschen Ergebnissen.
    Daher muss man die Unzulänglichkeiten der Programme bei der Dateneingabe berücksichtigen. Es gibt ja auch Faktoren wie Laub auf dem Kollektor oder Verschmutzungen. Daher sollte man auch hier geringere Flächen ansetzen als wirklich vorhanden sind.

    Ich plädiere ja auch nicht für noch komplexere Programme (wer soll die bedienen können?), sondern für einen richtigen Einsatz und der Berücksichtigung von Imperfektionen des Verbrauchsverhalten, die vom Verhalten, die das Programm berücksichtigt, abweichen.
     
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