Solarthermie Altbau - lohnt es sich wirklich nicht?!

Diskutiere Solarthermie Altbau - lohnt es sich wirklich nicht?! im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, nachdem mein Mann euphorisch die tolle Einsparung von ca 50% "in den Raum geworfen hat" habe ich mich (der kritische Part...) mal etwas...

  1. #1 alexandra1981, 9. Juni 2014
    alexandra1981

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    Hallo,

    nachdem mein Mann euphorisch die tolle Einsparung von ca 50% "in den Raum geworfen hat" habe ich mich (der kritische Part...) mal etwas informiert. Das Dach wäre gut geeignet soweit - von der Dachneigung als auch Südseite. Mal so "pie mal Daumen" hätten wir neben den Anschaffungskosten pro Jahr ca 120 Euro -200 Euro (wenn man Hausrat mitversichert und nicht nur Haftpflicht) Kosten um die Anlage zu betreiben (Wartung, Inspektion, Strom, Versicherung). Wenn man davon ausgeht das die Anlage pro Quadratmeter 500 Kilowattstunden "bringt" und man 10qm Flachkollektoren installiert (5 Personen), hat man 5000 Kilowattstunden pro Jahr. Das wäre BESTENFALLS - wenn man davon ausgeht das man in den heißen Sommern die KOMPLETTEN Kilowattstunden nutzt (was sicherlich nie der Fall sein wird da man ja keine Heizung benötigt) und im Winter die Sonne täglich so schön scheint das die Heizung gut unterstützt wird.....

    Wäre eine Einsparung von ca 500 Liter Heizöl (woran ich nicht glaube da wie geschrieben im Winter ja die Leistung gebraucht wird die die Anlage im Sommer liefert. Würde eher schätzen das die Einsparung um die 250-300 Liter bringt (ist aber eine "aus dem Bauch raus" Schätzung).

    So, die Anlage setzen wir mal mit 8000 Euro an (eher der untere Bereich denke ich). 1500 Euro würde die Bafa bezuschussen. Also wären das 6500 Euro Anschaffungskosten.

    120 Euro / Jahr Kosten - (gehen wir mal vom Optimum aus) 500 Liter Heizöl zu (bereits wesentlich höher veranschlagten) 1 Euro/Liter.
    Wäre eine Kostenersparnis von 380 Euro/Jahr.

    Bei 6500 Anschaffung würde sich die Anlage nach ca 17 Jahren "rechnen" (ich gehe jetzt NUR von den Kosten aus).

    Gehen wir von den eher 300 Liter Heizöleinsparung zu 300 Euro aus würde sich die Anlage nach ca 36 Jahren rechnen......

    Die Zinsen, die man sparen könnte wenn man das Geld in die vorzeitige Abbezahlung des Kredites stecken würde mal ganz außen vor.


    Was habe ich nicht bedacht? Ist meine Rechnung falsch???? Hier in der Gegend sieht man nun öfters eine Solarthermie auf dem Dach - auf Nachfrage nur um die Kosten zu senken (kein Umweltgedanke dahinter).

    Ist die Solarthermie rentabler wenn man sie ohne Heizungsunterstützung wählt (Anschaffung ca 4000 Euro - allerdings ohne Zuschluss von der Bafa)? Kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen....

    Helft uns mal bitte auf die Sprünge.

    Danke
    Alexandra
     
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  3. H.PF

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    du bist mit deiner Überlegung ein pfiffiges Köpfchen, intelligenter und klarer denkend als viele viele Andere...

    Deine Überlegungen sind ziemlich korrekt...
     
  4. kehd

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    Ich würde eher an Fotovoltaik denken. Die Zellen sind recht günstig, und Subventionen gibt es doch auch noch für 20 Jahre, oder.

    Bei den Temperaturen würde ich auch mal an einen Swimmingpool denken.
    Den mit Solarenergie ab Mai. Das wäre doch auch was Feines.
     
  5. Ortwin

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    Falsch kehd,
    auch ein Swimmingpool rechnet sich nicht. Rechne mal aus, wie oft du allein für die Herstellungskosten mit deiner Familie ins Freibad gehen könntest, vom dort sauberen Wasser und der Möglichkeit dort auch richtig schwimmen zu können mal abgesehen.
     
  6. #5 ThomasMD, 9. Juni 2014
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    Das haben wir doch schon tausendmal durchgekaut. Das ganze Haus rechnet sich nicht. Ein Garten rechnet sich nicht, ein Neuwagen rechnet sich nicht. Warum soll sich ausgerechnet ein Pool oder eine Solarthermie rechnen?

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  7. kehd

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    Wir sind nicht auf der Welt um zu rechnen, sondern um Spaß zu haben.
    Dazu trägt ein Pool sicher mehr bei als Photovoltaik, Solarthermie oder so ein Gedöns.
     
  8. #7 wasweissich, 9. Juni 2014
    wasweissich

    wasweissich Gast

    und ein schwimmteich erst ..... :bounce::bounce:

    weil der auch noch einen optischen aspekt hat :D
     
  9. Ortwin

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    @kehd
    Deine Einstellung gefällt mir :-)
    Aber wenn schon, dann als Schwimmteich, so wie es wwi präferiert.
     
  10. kehd

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    Wir haben leider nur einen 20m² Teich vor der Terrasse. Schwimmteich wäre natürlich schön gewesen. Aber bei den Grundstückspreisen hier (für uns) nicht möglich.
    Heute Morgen beim Frühstück LIbellen am Teich, Blick bis auf den Grund 1m, klares Wasser, eine paar Molche die herumschwimmen, das war schon nett.
    Wer also einen großen Rasen hat, lasse einen Bagger kommen. Von einem Teich hat man mehr. ..und weniger Arbeit als mit einem Garten.

    (Schwimm)teich am Altbau - lohnt es wirklich? ja!!
     
  11. #10 alexandra1981, 10. Juni 2014
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    Danke, das hört man gerne ;-).....obwohl ich dieses mal lieber einen Fehler in meiner Überlegung gehabt hätte....50% wären schon ziemlich gut...

    Irgendwie "lohnen" sich (rein finanziell) scheinbar die wenigsten Maßnahmen. Isolierung der Außenwand - lohnt nicht, Fenster tauschen - lohnt nicht.... wir lassen das Dach nun gut dämmen - was aber eher einen Komfortvorteil haben wird (natürlich sparen wir auch Heizenergie aber die 40000 Euro (allerdings mit neuner Wand + Balkonfenstern + Dachfenstern) sind schon ziemlich happig). PV meiner Meinung nach auch nicht (den Elektrosmog mal außen vor...).

    Die Ölheizung hat einen rel. neuen Brenner (ca 6 Jahre alt)....wenn dieser den Geist aufgibt denke ich über einen Grundofen nach..... aber wer weiß was es in 10-15 Jahren an alternativen geben wird.
     
  12. #11 alexandra1981, 10. Juni 2014
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    Schwimmteich?! Ach nöööö....habe keine Lust meine Jüngste (3) alle paar Minuten mit dem Kescher rauszuziehen......
    Wir haben hier den Main direkt vor der Haustür (mit "Planschbuchten") ... auch ein Pool ist nicht rentabel (Freibad 5km weiter).

    Ich merke schon, es gibt keinen Grund sich so ein (noch dazu häßliches) Ding auf das Dach zu packen.
     
  13. #12 Alfons Fischer, 10. Juni 2014
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    ...ich hätte nicht gedacht, dass es diese Werbeversprechen noch gibt. Damit sind nämlich schon mindestens ein Unternehmen auf die Schnauze gefallen, weil ein Käufer dieses verklagt hat, weil diese Zusicherungen nicht eingehalten wurden.

    wenn ich höre "50% Einsparung!", dann frage ich mich: "50% von was?"

    sicher nicht 50% von den gesamten Heizkosten. Eher 50% von den Warmwasserkosten... und plötzlich sieht die ganze Rechnung ganz anders aus.
     
  14. mastehr

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    Diese 50 % liegen nach meiner Erfahrung im Bereich des Möglichen. In Euro gerechnet ergibt sich aber trotzdem kein großer Betrag.
     
  15. rose24

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    Wir haben eine Erdwärmepumpe mit Erdwärmekörben und tragen uns auch mit dem Gedanken, eine Solarthermie-Anlage auf's Dach bauen zu lassen. Wir würden allerdings einen Teil der Wärme über die Erdwärmekörbe in den Boden pumpen, um diesen für den Winter aufzuheizen. Was haltet ihr davon? Auch nicht rentabel?
     
  16. Taipan

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    Das könnte isch mit schafter Feder gerechnet (Sommerliche Überschüsse in die Regeneration invesitieren) ggf. rechnen.
     
  17. #16 Achim Kaiser, 10. Juni 2014
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    Aus welchem Material sind denn deine Erdwärmekörbe ?
    Wenn im Hochsommer *viel* in den Boden pumpst ... wieviel davon ist denn im tiefsten Winter davon noch über ?

    Wenn das so blendend funktionieren würde wie es sich liest darfste sicher sein dass dies von fast allen Anbietern in irgend einer Form angeboten werden würde. Wirds aber nicht ... warum wohl ?

    Bereiche in denen das begrenzt funktioniert nutzen Eisspeicher ....
    Allerdings ist auch da das Brett auf dem man geht eher schmal denn ein komfortabler Highway.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 10. Juni 2014
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    Ausserdem sollte man bedenken, dass Heizung für fossile Brennstoffe in der Effizienz schlechter werden, wenn nur Teile der möglichen Gesamtleistung abgerufen werden!
    Die Einsparung 1kW Solar = 1 kW fossile Energie gespart funzt nicht! Es sind eben nur irgendwas zwischen 0,99 und 0,xy kW
     
  19. tgaeb01

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    Buntes Werbegedöns findet sich selten in Vertragsinhalten bzw. in Praxisergebnissen wieder ;-) Meist nutzen sie vordergründig dem Verkäufer oder Hersteller.
    Mitunter kann es sinnvoller sein, statt auf irgendwelchen Neuinvest zu schielen, erst einmal das Vorhandene auf "Vordermann" zu bringen.
    Im simpelsten Fall, die optimale Einstellung der Regelung.
    Viele Altanlagen "glänzen" durch deutlich magere JNG bzw. hohe Anlagenaufwandszahlen. Hier steckt mitunter erhebliches Optimierungspotenzial, welches man zunächst ausnutzen sollte.

    v.g.
     
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  21. tgaeb01

    tgaeb01

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    Mitunter wird mit schöner und bunter Verpackung Glauben, z.B. an das Perpetuum mobile, verkauft ;-)
    Eisspeicher sind m.E. die effektivste Form der STA Nutzung, da jedes angebotene W tatsächlich auch verwertet werden kann. Stagnation gibt´s da nicht.
    Allerdings haben Positivseiten stets auch mehr oder weniger bitteren Beigeschmack, den Verkäufer sicherlich nicht bewerben ;-) Eisspeicher sind nicht gerade billig, die benötigten STA Flächen deutlich größer als die üblichen 7 m² und wenn nicht möglichst vollständige Auftauung durch STA gelingt, geht das Konzept, Nutzung der Kristallisationswärme, zumindest teilweise in die Hose.

    v.g.
     
  22. rose24

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    Die Körbe sind aus PE.
    Ja - das ist eben die Frage.
    Uns hat das ein Heizungsbauer (nicht der, der die WP installiert hat) empfohlen, weil die Körbe dazu neigen, Eisblöcke im Boden zu bilden (Eisspeicher? :think). Er sagt, er habe mit dieser Methode gute Erfahrungen gemacht und die Vereisung im Boden sei so besser in den Griff zu bekommen. Immerhin gibt es ja im Winter und in der Übergangszeit auch sonnige Tage, an denen Warmwasser erzeugt wird.
     
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