Solarthermie oder Wärmepumpe zur Brauchwassererwärmung?

Diskutiere Solarthermie oder Wärmepumpe zur Brauchwassererwärmung? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Liebe Leute, wir werden unseren zukünftigen Neubau (145 m² Wohnfläche) mit Gasbrennwert heizen. Ein nicht wassergeführter Holzkamin (11 kW)...

  1. Super9

    Super9

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    Liebe Leute,

    wir werden unseren zukünftigen Neubau (145 m² Wohnfläche) mit Gasbrennwert heizen. Ein nicht wassergeführter Holzkamin (11 kW) steht uns dann auch zur Verfügung. Unser Energieberater hat uns nun mitgeteilt, das wir, um die EnEV und EEWärmeG einzuhalten, nun auch noch entweder eine Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung oder eine Solarthermie bzw. (Luft-)Wärmepumpe für das Brauchwasser benötigen. Eine Wohnraumbelüfung kommt für uns nicht in Frage (zu teuer, wartungsintensiv --> Keime). Bleiben übrig die Solarthermie (5,2 m² Wannenkollektor) oder Wärmepumpe für das Brauchwasser. Die Wärmepumpe würde im Keller aufgestellt werden und dort auch die Wärme der Luft entziehen. Trocknet zwar den Keller aus, macht vermutlich aber auch unangenehm kühl. Gut für den Lagerraum, schlecht für den Hobbyraum, wenn man sich dort länger aufhält. Kann mir jemand sagen was derzeit sinnvoller ist?

    Meine Abwägungen derzeit:

    Solarthermie:
    + Betriebskosten (geringer Strombedarf)
    +/- Wartungskosten (etwas höher als WP)
    - Installationskosten
    - Optik (Flachdach)

    Wärmepumpe:
    - Betriebskosten (Strom)
    + Wartungskosten
    + Installationskosten
    + Optik (versteckt im Keller)
    - kalter Keller

    Hat jemand eine Ahnung wie hoch die jeweiligen Betriebskosten / Monat sind? Was ist heutzutage vernünftiger. Meine derzeitige Meinung: keines beider Systeme ist wirtschaftlich sinnvoll! Ich bin aber leider der staatlichen Willkür ausgeliefert!!

    Viele Grüße,
    Super9

    PS: ursprünglich wollten wir EnEV und EEWärmeG nur durch super Dämmung erreichen, kamen aber beim Jahres-Primärenergiebedarf nur auf -3 % (gefordert: -15 % ohne Erneuerbare) und auf -32 % bei Transmissionswärme (gefordert auch -15 %). Da der Holzofen nur zu max. 10 % bezüglich Wohnraumheizung angerechnet wird, hatten wir das Problem beim Jahres-Primärenergiebedarf.
     
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  3. tgaeb01

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    Hallo,
    Nicht unbedingt!
    Hierauf gibt es keine pauschale, belastbare Antwort, denn jedes BV ist hinsichtlich der tatsächlichen Notwendigkeiten/ Anforderungen außerordentlich speziell!
    Nicht unbedingt! Zudem sollte man tunlichst zwischen der "Papierform" (Nachweisführung) und den tatsächlichen Rand- und Rahmenbedingungen unterscheiden.
    Korrekt! Die Hürde ist der qp" Bonus durch die vordefinierte STA für WW beim Referenzgebäude. Ist im EFH tatsächlich selten wirtschaftlich. Insbesondere bei Städtern, wo die "Belegschaft" morgens aus- und abends einfliegt.
    Hier kann das günstiger aussehen, wenn WW über den Tag verteilt, benötigt wird.
    Alternativ würde ich mal über eine SWP nachdenken! Als Landwirt kannst Du sicherlich viel Eigenleistung bei der Quellenerschließung ( Graben- oder Flächenkollektor) einbringen. Teure Vertikalbohrungen würden somit entfallen.
    In Verbindung mit PV, wären u.U. Hzg, WW, Kühlen... zum Nulltarif möglich! U.U. wird deutlich besser als KfW 70 erreicht, oder es kann auf "überzogene" Dämmung verzichtet werden!

    v.g.
     
  4. mastehr

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    Wo soll der denn seine Wärme loswerden? 11 kW ist vermutliche die doppelte Leistung, die Ihr bei -14 °C Außentemperatur braucht, um 22 °C innen zu erreichen. Bei 11 kW Heizleistung kann man wahrscheinlich nur noch in Badehose aushalten.
    Wo kommt wohl diese Wärme her?
     
  5. Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Nimm eine KWL mit dezentraler Zuluft und und zentraler Abluft (mit WRG)!
    Da gibt es keinerlei Hygieneprobleme (selbst bei mangelnder Wartung)...

    Hinweis:
    "wassergeführte Holzkamine" gibt es nicht. Nur wasserführende Kaminöfen bzw. -Einsätze.
     
  6. Super9

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    Danke für die Rückmeldungen!

    Bestehen tatsächlich Möglichkeiten auf "Erneuerbare" zu verzichten in unserem Falle? Mehr Dämmung reicht bezügl. Jahres-Primärenergiebedarf nicht aus meint unser EB.

    Eine KWL mit WRG wollen wir nicht: ist nicht günstiger in der Anschaffung. Hin und wieder auch Nachteile bezüglich Luftzug und Geräusche.

    Wer kann bezüglich "Wirtschaftlichkeit" uns Tipps geben: Solarthermie oder Wärmepumpe - jeweils nur für Brauchwasser?
     
  7. mastehr

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    Natürlich geht das mit mehr Dämmung. Es ist nur eine Frage, wie viel mehr man nimmt.
    Wer sagt das?
     
  8. #7 Zellstoff, 16. Juli 2014
    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    wie wurde denn das gerechnet? Oder nur geschätzt? Wurden z.B. die Wärmebrücken einzeln gerechnet oder pauschal angenommen?
     
  9. Super9

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    Dämmung kann ich nur noch am Dach und unter der Bodenplatte + Kellerwände mehr machen. Die Hausmauern bestehen aus 009er Wärmedämmziegel - bestenfalls noch 008er möglich / natürlich keine zusätzlichen Dämmplatten. Letztere kosten aber auch schon 2500 € mehr. Unter der Bodenplatte hab ich schon 100 mm, Kellerwand 120 mm und am Dach im Mittel 260 mm.

    Kann keiner etwas zu dem wirtschaftlichen Unterschied zwischen Solarthermie und Wärmepumpe für Brauchwasser etwas sagen?
     
  10. mastehr

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    Warum nicht?
     
  11. Super9

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    wenn ich nur Dach und Bodenplatte besser dämmen wollte: um wieviele Meter müssten die Dämmplatten wohl sein, damit ich von -3 % auf - 15 % Jahresprimärenergiebedarf kommen könnte...
    bedenkt: ich habe bereits 26 cm auf dem Dach und 10 cm unter der bodenplatte. Mauerwerk bleibt diffusionsoffen!
     
  12. #11 Zellstoff, 16. Juli 2014
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    nochmal: wie kommen die aktuellen -3% zustande? Was wurde da gerechnet?
     
  13. Jan81

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    Dir redest jetzt von dieser Luft Wärmepumpe die im Keller steht und Wärme aus dem Keller zieht? Das funktioniert nur im Sommer gut, aber sobald die Heizung an ist, dann darf die Wärmepumpe nicht mehr verwendet werden, sonst kühlst du dir nur das Haus aus.

    Solarthermie ist in meinen Augen nicht wirtschaftlich. Hatte für uns (3 Personen) damals ausgerechnet, dass wir erst nach ca. 20 Jahren im plus sind. Nur wie hoch ist die Lebendauer? Problem ist einfach das wir im Sommer nicht so oft baden und nicht sehr warm duschen. Und sonne halt nicht 24 Stunde da ist um man im großen 300-400l Speicher die Wärme speichern muss.

    Wir haben uns für mehr Dämmung entschieden.

    Mir war diffusionsoffen Mauerwerk irgendwann egal, weil welchen nutzen soll das haben? Schimmel abhalten = blödsinn. Da hilft nur bei Neubau 2-3 mal täglich lüften oder eine KWL. Wieviel wasser soll den durch das Mauerwerk durch gehen? Das funktioniert bei schweizer kässe Altbau vielleicht ganz gut, aber bei Neubau leider nicht.
     
  14. mastehr

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    Welches Bauteil nimmt wohl die größte Fläche ein und ist damit die Schwachstelle?
    Wie soll das erreicht werden?
     
  15. Jan81

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    man schlecht ein paar lüftungslöcher in das Mauerwerk ;) wie sonst.
     
  16. Super9

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    das habe ich eigenltich denke ich oben ganz gut beschrieben: Gasheizung + Holzofen + entsprechende Dämmung. Was willst Du noch wissen? Die genauen Masse des Gebäudes? Alle U-Werte der Gebäudehüllebestandteile?
     
  17. #16 Zellstoff, 16. Juli 2014
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    hat mal was vernünftiges gelernt
    War das auf meine Frage bezogen?
    Wie wurden die -3% errechnet? Welche Wärmebrücken? Pauschal mit 0,1 oder detailliert. Welche AnlagenAufwandszahl, ....es gibt zig Stellen, wo man allein durch rechnen ganz wo anders raus kommt. Lass Dir die Rechnung zeigen und erklären.
    Nur mal als Hinweis: es gibt Fertighaushersteller, die bekommen ein Haus mit Gas und ST auf KfW 55, also 45% besserer Primärenergiebedarf mit mittelmässiger Dämmung. Wie? Mit gutem rechnen...
     
  18. Super9

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    das habe ich eigenltich denke ich oben ganz gut beschrieben: Gasheizung + Holzofen + entsprechende Dämmung. Was willst Du noch wissen? Die genauen Masse des Gebäudes? Alle U-Werte der Gebäudehüllebestandteile?
     
  19. #18 Zellstoff, 16. Juli 2014
    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Köln ist ja echt ne geile Stadt, aber so manche Fragen der Einwohner wollen mir nicht einleuchten...
    Siehe bitte #16
     
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  21. Super9

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    Danke - hatte das Zitieren vergessen. Die Details kann ich erst morgen mitteilen, da ich das entsprechende pdf in der Arbeit habe / vergessen heimzuschicken... Aber danke schon mal für den Hinweis! Mit Solarthermie weiß ich zumindest, dass ich bei einem Verbrauch von 59 kWh/(m²·a) hinkommen würde (ca. - 20 % der Anforderung), ohne auf ca. 68. (ca. - 3 % der Anforderung).
    Mein Problem ist eben OHNE Solarthermie auf das gewünschte Soll hinzukommen. Und mein Energieberater will partout nix von mehr Dämmung wissen. Er sagt nur die Werte werden besser, aber keine Chance bezüglich des EEWärmeG. (EnEV ist kein Problem)
     
  22. mastehr

    mastehr

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    Dann musst Du Dir wohl einen anderen suchen.

    Wie ist denn der U-Wert der Wände?
     
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Solarthermie oder Wärmepumpe zur Brauchwassererwärmung?

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