Sole-Erdwärme Pflicht - Welches Haus dazu?

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  1. arknius

    arknius

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    Hallo Zusammen,

    Ich gedenke ein Grundstück zu erwerben, auf welchem die Nutzung einer Erdwärme Heizung Pflicht ist. Es existiert ein 90m tiefer Brunnen, den ich mit 12.000€ bezahlen muss. Stört mich soweit nicht, da ich diese nachhaltige Energiequelle sehr sinnvoll finde.

    Nun würde ich aber dazu sehr gerne ein Holzhaus in Fertigbauweise mit Keller bauen, da ich einfach kein Handwerker bin und nichts selbst machen möchte. Zudem ist das Grundstück sehr klein (400qm) und da möchte ich keinen Platz verschwenden für 40cm dicke Ziegel und 20cm Dämmung um einigermaßen auf KFW70 zu kommen. Eine Fertighaus-Wand mit 32cm erscheint mir da raumökonomisch sinnvoller.

    Interessanterweise rümpfen jetzt die Fergtighaus-Anbieter die Nase: Die wollen eigentlich immer eine Luft-Luft oder Luft-Wasser Wärmepumpe verkaufen. Warum ist das so? Ich kann ein Fertighaus doch auch super mit Erdwärme heizen?

    Und wieso sind alle immer so verrückt nach ner aberwitzigen Dämmung?! 4-Fach verglaste Fenster - was hilft das, wenn ich Sie so gerne öffne!? Ich habe ohnehin das Gefühl, dass ein gros der Heizkosten auf die Bereitung von Warm Wasser drauf geht, und gar nicht für die Heizung. Schliesslich brauche ich WW immerzu und die Heizung nur im Winter.

    Ist es wirklich so idiotisch, eine Sole-Erdwärme-Pumpe mit einem KFW70 oder 40 Haus zu kombinieren?
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Einfacher? Billiger? Machen wir immer schon so?

    Selbstverständlich. Der Einsatz einer Wärmepumpe hat weniger mit der Bauweise des Gebäudes zu tun, sprich ob HRB oder "massiv" oder was auch immer. Wichtig ist, dass die Heizlast des Gebäudes zur Wärmepumpe passt bzw. dass die Wärmepumpe entsprechend gewählt wird, und dass die Heizflächen für niedrige Heizwassertemperaturen dimensioniert werden (steigert die Effizienz der WP).

    Je mehr Dämmung um so niedriger der Heizwärmebedarf und um so niedriger sind auch die Heizkosten. Dein Gefühl mit den Heizkosten und WW führt Dich auf die falsche Fährte. So lange Du keinen Pool im Haus hast oder einen sehr hohen Wasserverbrauch, werden auch in einem sehr gut gedämmten Haus der Heizenergiebedarf höher sein als der Energiebedarf für WW.
    Irgendwann könnte es natürlich sein, dass die WW-Erzeugung überwiegt. Dann reden wir aber eher von Passivhäusern oder einem vergleichbaren Dämmstandard.

    Brunnen? Du meinst sicherlich eine Bohrung in die die Solerohre eingebracht werden. Bei einem Brunnen bräuchte man keine Sole-WP sondern man würde das Wasser direkt der WP zuführen. Das wäre aber bei 90m Tiefe nicht gerade einfach, Du müsstest ja das Wasser aus dieser Tiefe fördern.

    Nebenbei bemerkt, eine Tiefenbohrung ist sicherlich keine schlechte Wärmequelle für eine WP, aber wie man am Preis schon sieht, nicht gerade günstig. Flächenkollektoren sind hier im Vorteil, aber da ist bei Dir aufgrund der Grundstücksgröße wohl nicht machbar.

    Nein ist es nicht. Maßgebend ist die Heizlast des Gebäudes, eine ordentliche Planung, und eine saubere Ausführung.
     
  4. Jan81

    Jan81

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    Klar bringt die beste Dämmung nix, wenn man gerne mit offenem Fenster schläft. Für sowas gibt es eine Kontrollierte Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

    Wenn man z.B. bei Altbau die Heizkosten anschaut, dann sind die Kosten für WW deutlich unter 10% von den Gesamt Heizkosten. Bei einem Neubau sieht das natürlich anders aus. Nur wie R.B. shcon geschrieben hat, damit WW Kosten überwiegen muss schon Passivhaus sein mit Belüftungsanlage.

    Für KFW 70 reichen auch z.B. 17,5 cm Poroton mit 16 cm Dämmung. Und denke nicht das ein Fertighaus aus Holz deutlich günstiger wäre als ein Massivhaus. Bei meinen Angeboten war es genau anders rum.
     
  5. planfix

    planfix Gast

    Zu diversen WP habe ich hier mal einen Überblick verfaßt.
    Da es für diese Hausphilosophien immer mehrere Betrachtungswinkel gibt, sollst du Dir ein stimmiges Gesamtkonzept planen lassen. Zu viele Köche verderben den den Brei!
    Such Dir jemanden der Erfahrung in der Planung von Häusern mit WP auf kleinen Grundstücken hat.
    Ob die Wände dann 42 cm in Ziegel oder 30cm als Holzrahmenbau haben, ist nur eine Betrachtungsweise. Zur persönlichen Einstellung kommen auch Faktoren wie Wiederverkaufswert und Randbedinungen aus Grundstückslage. In Gegenden in denen z.B. auch mal Hochwasser ansteht, würde ich persönlich, Beton bevorzugen.
    Auch bezüglich Fenster und KWL gibt es unterschiedliche Meinungen.
    Eine technische Lüftung macht eben nur Sinn, wenn diese richtig eingesetzt wird. Wer gerne und regelmäßig Fenster und Türen öffnet und dazu nicht in einer lärm- oder abgasbelasteten Lage baut, kann sich das Geld für die KWL sparen.
    Fenster sind inzwischen fast alle so gut dämmend, daß man auch nicht mehr das Topmodell einbauen muß. Auch hier würde ich dann die Wertschätzung und die persönlichen Wünsche in den Fordergrund stellen.
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Den Überblick müsstest Du mal überarbeiten, insbesondere hinsichtlich JAZ und Bedarf an Boden-/Grundstücksfläche. ;)

    Klar funktioniert die 2,5 x beheizte Fläche immer, je mehr um so besser, aber das entscheidende Kriterium bleibt die Heizlast und da ging die spezifische Heizlast bei Gebäuden immer weiter nach unten. Man kann die Kollektoren, egal in welcher Bauform, auch kompakt bauen, je nach spez. Wärmekapazität und Temperaturleitfähigkeit des Bodens. Kostet unter Umständen ein Zehntel der JAZ, vielleicht auch geringfügig mehr, was angesichts der ohnehin geringen Heizkosten in einem gut gedämmten Gebäude, keine so große Rolle mehr spielt.

    Gerade deswegen bleibt eine detaillierte Planung unerlässlich, da sind wir ja einer Meinung.
     
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