Sollfeuchte im Altbaukeller?

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  1. BerndS

    BerndS

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    Guten Abend,

    wie hoch ist denn eine gesunde Feuchte im Altbaukeller?

    Meine Hütte ist BJ 1896, Vollziegel, Kalkmörtel, viertelst unterkellert, keine Horizontal-, geschweige denn Vertikalabdichtung. Im Keller Ziegelboden und Kappendecke, zwei Öffnungen die früher mit Jutesäcken (mit Holzwolle gestopft) verschlossen waren.

    Jahrelang waren die Öffnungen unverschlossen und die Regenfallrohre verstopft - Kondensatschäden und eine pitschnasse Wand waren die Folge. Beide Ursachen wurden behoben. Drückendes Wasser ist kein Thema (sandiger Boden und Grundwasser 3,5m unter Kellerbodenniveau).

    Nutzung früher: Kartoffeln und Bierkasten ..
    Nutzung zukünftig: Kartoffeln und Bierkasten .. :biggthumpup:

    Die Öffnungen sind jetzt mit Holzfaserplatte verschlossen (imprägniert, Reste von der Unterdeckung).

    In der einen sitzt ein Lüfter (mit Jalousieklappe außen) als Fortluft. In der anderen ein "Thermosiphon" aus KG und ebenfalls ein Lüfter als Zuluft. Gesteuert mit Thermo-/Hygrostat & Zeitschaltuhr (später mal eine Taupunktsteuerung). Die Lüfter hängen an einem Stufentrafo und sind so abgestimmt, dass es keine kalte Luft in den Hausflur drückt oder warme Luft in den Keller gezogen wird.

    Anfang Oktober ging es los mit 14,7° / 85% / 10,7g/m³. Inzwischen bin ich bei ~ 7,7° / 85% / 6,9g/m³ angelangt (eingependelter Wert nach ein paar Tagen Lüftungspause).

    Soweit alles prima, nur weiß ich nicht recht, wie weit ich es mit der Lüfterei treiben soll. In der Wand dürfte noch mehr als genug Wasser stecken das da nicht hingehört. Drei Monate erscheint mir doch zu kurz um den "Urzustand" her zu stellen.

    Nur, was ist der Urzustand? Wie feucht soll/darf es sein?


    Danke fürs Lesen,
    Bernd
     
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  3. Viethps

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    Hallo Bernd

    Als der Bau hochgezogen wurde, gab es für den Normalverbraucher noch keine Kühlschränke.

    Aber man baute häufig Lagerkeller so, daß man eine notwendige, kühle Temp durch Verdunstungskälte erreichte ~ 8° Celsius......
    Dazu wurde mancherorts gezielt eine Lehmpackung vor dem unverputzte Kellermauerwerk eingebaut. Als Wasserspeicher.

    Um das heutzutage ändern zu wollen, ist das volle Programm fällig....

    Einen solchen Bau mit entsprechendem Keller in der NO - Ecke des Hauses habe ich auch noch im Bestand.

    Wurde von einem Maurermeister erstellt, der aus dem vorletzten Jahrhundert stammte. Der hätte sich einen KS leisten können, schwor aber auch noch auf Schinkenkammern....

    Joe
     
  4. #3 gunther1948, 5. Januar 2014
    gunther1948

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    hallo
    nix wasserspeicher die lehmschicht vor der wand sollte abdichten.

    gruss aus de pfalz
     
  5. Viethps

    Viethps

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    Gezielter Feuchteeintrag ins Mauerwerk

    Der alte Knabe hat seinen Meister noch vor WK I in Westfalen gemacht. Da hatte man wohl noch andere Ideen: 3/4 der Kellerwände haben Zementputz bis runter auf das Betonfundament. Es gibt dort eine Hohlkehle. Von OK - Gelände abwärts funktioniert bis heute ein Teeranstrich.
    Eben nur nicht an einer Ostwandhälfte. Dort gibt es nicht vollfugiges Mauerwerk. Horizontalsperre nur etwas über OK - Gelände.
    Sonst gibt es weiter rundherum die über der ersten Steinreihe, wie lange Jahre üblich. Dort fehlt diese offensichtlich gezielt.
    Drei Häuser in Reihe wurden damals so gebaut, zwischen etwa 20er Jahre bis 1945. Die drei waren Maurerkollegen. Gelsenberg - Maurer über Tage.

    Joe
     
  6. BerndS

    BerndS

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    Wie gesagt, es gibt keine Abdichtung. 2011 wurde die Gasleitung erneuert und auf der Nordseite (nasse Wand) aufgegraben, daher kann ich das sicher sagen. Dort geht der asphaltierte Bürgersteig bis an den Sockel ran. Ich denke/hoffe dass sich dort der Wassernachschub in Grenzen hält seit die Fallrohre wieder sauber sind und der Spalt zw. Asphalt und (einreihigen) Sandsteinsockel gedichtet wurde.

    Ostseitig sind es überwiegend Kondensatschäden von den Öffnungen.

    Ich formuliere meine Frage mal um: Wenn man es mit dem Entfeuchten übertreibt, provoziert man dann einen erhöhten Salzeintrag in das Mauerwerk/den Kellerputz und es schadet mehr als das es nützt?

    Der jetzige Putz hat es definitiv hinter sich und wurde, wo er hohl lag, schon entfernt.

    Anbei ein Foto, aufgenommen Ende September nach einer Woche Dauerregen. Der Anblick hat den Keller auf der ToDo-Liste von ganz unten nach ganz oben geholt...
     
  7. BerndS

    BerndS

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